Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
360
JPEG-Download
 

z6o amm

büchlein von allerhand contrestmen hoher und niedriger stands-personen, der 7. Planeten, 10. alter , Rittmeister und befehl-haber, reuterey, turnier, fechter rc. Franckf. 1599. 4. Künst-lich und zierlich-gerissene Historien künstlich begriffen und an-gezeigt. Geordnet und gestellt durch Ioh. Bocksspergern vonSaltzburg, und mit sonderm fleiß nachgerissen durch Iost Am-man von Zürich, und mit Teutschen reimen kürtzlich erklä-ret , Straßvurg bey Caspar Metzeln, an. 16; 1. Es Hat auchM. Merian zu Franckfurt in des Th. Garzoni aus dem Ita-liänischen in das Teutsche übersetzten schauplatz aller kunstenund handwercken viele Holtzschnitt dieses manns angebracht,und dadurch desselben rühm ver>nehret,^^^-^2e» bibl. ftslver.Doppelmeyers Nürnb. künstler rc. x. 207.

* Amman , (Hans Jacob) ein vatter des vorhergehenden,

Iost Amman,studirte sehr wohl zu Paris und hernach zu May-land. Im jähr 1524. ward er in seinem vatterland zu Zürichkroksllor I>in§u-e ürLCL, an. 1929. aber ssoZioL, wie auchChorherr der Stift zum Grossen-Münster. ,Es wird von ihmeerzehlet, daß er sieben gantzer jähr mit erkläruNg der Inlliw-rionum Orgtorisrum tzuimiliLni zugebracht, dahero thue dieLtlläioll schertz-iveise Quintrlianum, oder wie andere melden,Septilianum, nenneten. Er wäre derjenige, welcher demErasMUs zuerst die bekannten ssxittolss obldurorum virorumbrachte; in welchem kurtzweiligen wercklein als dieser zu le-sen anfienge, ward er also heftig zu lachen bewegt, daß ihmedarüber ein geschwür, so er im angesicht hatte, aufgesprungen.Ein glück wäre dabey, daß eben hiedurch Erastnus völlig ge-heilet worden. Amman wäre sonst auch in Zürich 8ckolsr-cka perpewus, und ein sehr gelehrter und kluger mann. Erstarb den 12. nov. an. 197;. st. st. bibl. Helver.

,/os vim Lullingeri p. 6. Aus dem geschlecht der Am-manen von Zürich waren sonst berühmt, Ulrich, einer dersechzig tapfern Männern, welche wegen ihres in dem alten Zü-rich - krieg erzeigten unerschrockenen muths, die Böcke, oderauch die Schwertler genennet wurden, und die noch bestehen-de gesellschafft zum Schnecken aufgerichtet. Er lebte an. 144°.Ludwig, Stadtschrciber in Zürich, bekam an. 1487. von Ma-ximilians dem Römischen König, wegen seinen furtresiichen ei-genschafften einen Adels-brief. Er halse auch an. 1499- Wi-schen gemcldtem Maximilians und den Eydgnossen einen frie-den schliessen. Vorhero, nemlich an. 1489. muste er in Wald-maus auflauff viele gefahr von den unruhigen ausstehen, be-reit Händen er aber entgangen, und sich auf die feite begeben,bis das Wetter gestillet worden. Er starb an. 1501. LudwigAmman, war erstlich Pfarrer zu Teuffen im Appenzellerland,hernach zu Hedingen in dem Zürcher-gebieth. An. 1699. wur-de er Pfarrer in dem Haupt-flecken Glarus, auch vecrmus da-selbst, legte aber sein amtan. 1657. wegen leibs - schwachhei-len nieder, und starb an. 1660. in dem vier und fünfzigstenjähr seines alters. Er war ein gelehrter mann, ein ziemlicherPoet, insonderheit aber ein eiferiger Prediger, mithin in grosssem ansehen. In den druck hat er gegeben r Zehen jahrzeit-predigten, von sogenannter Nähfelser-fahrt, zum danckdem Höchsten für den im jähr i;88- gemeinem landGlarus wider die eingebrochenen Oefterreicher verlie-henen wunder-sieg. Hemrich Amman, von welchem derfolgende artickul, wäre desselben sohnes söhn. 8wm-

instogr. HZ.

* Amman, (Heinrich) ein Schweitzerischer Reformirter

Prediger, gebohren an. 1665. zu Verlang im Turgüw, dahinsein vatter Ulrich an. 1669. Pfarrer worden. Nachdeme erseine studien in Zürich zu ende gebracht, gienge er nach Her-born, und disputirte daselbst unter Horchio an. 1690. äetzosILcro. An. 1696. ward er Prediger zu Stargard, von bannener an. 1702. nach Stolpe, und an. 1715. nach Rügenwald,zum Königl. Preußischen Hof-Prediger, Consistorial-Rath desPommerischen kreises, und Insseckor der Pommerischen Refor-mirten kirchen, beruffen worden. Erstarb daselbst an. 1790.Neben vielen predigten,. so er dem druck überlassen, hat manauch von ihme: Andächtiges gebat-buch rc. auf verlan-gen bey der Evangelischen gemeinde zu Stolpe in Hinter-Pom-mern aufgesetzt, an. 1709. ^ st. st. ^e«ct>2e^ bwi.

üelv. p. 17.

* Amman, (Ioh. Jacob) von einem andern Züricher-

geschlecht , wäre gebürtig von Tallweyl am Zuricher-see, wäreein guter LbirurZus, und thäte um an. 1618. eine reise ins ge-lobte land, welche er auch Teutsch beschrieben, und in druckgegeben. Er gäbe auch einen bericht von fortpflantznng derwurtzel-reben. Er starb an. 1698. indem 72. jähr seines al-ters. munulcr. st. ÄHenc/ne» bibl. Uelv.

* Amman, (Paulus) gebohren zu Breßkau den ;o. äugstgn. 1694. Er hatte das 8tuäium Neäicum erwehlet, undnachdem er demselben zu Leipzig eine Zeitlang obgelegen, raste-te er nach Holland und Engelland. Als er von dar wiederzurück kam, wendete er sich nach Leipzig , sieng an daselbst zupractrciren, wurde an. 1662. ÖoAor UeäiLinT, an. 1674.Lrokelkor LotsniLS8 , und an. 1682. kb^stoloZiT: starb den4. februarii an. 1691. Er disputirte zu verschiedenenmalen, als an. 1662. den 21. novembr. äs ftväcopko.

bia pro t0L0 in ksc. Nsä. tkn. 166;. cle Lbina LstinT lL äs8oäa vel uiäors ventricnli; tln. 1664. äs ftlrclo ll^pocstou.

amm

ckiiaco, äekbttiist, äs v^sentsiis , äe 8pirltibus mliura

üu. iü6i. äekoäsZra. Ln. 1666. äs kleurüiäe,dern mal, äs pktkiss , äs ürtbriliäe. »m. l668-ne Uteri. Sonst hat er geschrieben kara-nssm aa m

Pleäieinam eritieam; Irenieum ; kraxln vulneruw8upe1!eAiIein Lotsnlcsm; LbsraAeres xlantaruw-

* Ammanati, (Laura) eine tochter Johannis AM- Wfern, war an einen berühmten mahler und Lretmeccurrentz verheurathet. Sie hatte in der Philosophie MH^iB

Limsnloribus gute känntnis, schrieb unterschieden"^,^

sche getichte, und starb an. 1989. t.« ^0,« n«äe branee.

* Ammanati, (Bartholomäus) ein berühmterund baumeister, gebohren zu Florentz an. 1911- lerw,^bey dem Baccio Bandinelli in seiner vatter-stadt, gB.bey dem Sansovino zu Venedig, und führte sodann v»,anzahl treflicher gebäude auf, worunter ihm insonor^auf Gregor» XIII. befehl erbaute Lollewum AomAehre brachte. Nach seiner zurückkunft in Florentz.Keine ansehnliche summe zu erbauung der kirche är ^vannino, so den Jesuiten zugehöret, daher er auM ' 'yem tode, der an. 1992. erfolgt, in selbige begrase-Von seiner ehefrau handelt ein besonderer artickul.

notirle äe krokslloil äsl äileAno.

* Ammar den Iasser, wäre einer der erstennein, welcher von den abgöttischen einwohnern der ^ca ergriffen und zum feuer verurtheilet worden,

einheit GOttes lehrete, hingegen die abgötterey vers ^i> ^da aber, nach aussag der Mufulmannern, Mahoms'^, essricht-statt vorbey gegangen, habe er seine Hand au» >dem feuer befohlen, daß solches Ammar zu einer rur ^ vknen sollte, gleichwie sich solches vormals an AbraM«ofen des Nimrod zutrüge; welches auch alsobald MAMA,Dieser wäre einer der berühmtesten männern, so d>^ivAsulmänner unter sich gehabt haben; dann sie iMli j« l>^,er habe sich bey zweyen Hegiren oder fluchten, eritA,ye»Mnach Aethiopien und nachgehends nach Medina, be,be auch in den zweyen Keiftes gebaten, theilsgegen dem tempel zu Jerusalem wendende, wie Msj tsA,den ersten Zeiten gebätet hatte, theils sich gegenvon Mecca kehrende, wie Mahomet nachgehend^ ^befohlen hatte. Der Calif Omar machte ihne UMtorn von Cufa; da ihne aber Othman abgeschassr^OA,-nachgehends der parthey des Ali an, hatte auch m ? ^ hk

in der schlackst bey Safein über den rechten fluflö^

mando, allwo er in dem 9z. jähr seines alters --der Hegira ums leben käme. Als ihne OthMss'F/herrschung beraubete, sagte er auf eine verblümteer sein amt mit eben so grossen freuden niederlege /derer solches annehmen würde. Sein erster nähme ,,

Jakdhan. bibl. Oriem. ^

* Ammar Mansor, einer der geachtesten MaMelA ßl'Lehrern, von welchem insonderheit öfters ^

was er aus anlas des Alcoranischen capituls ft<.WM>^nannt, gesagt hat. Es wird nemlich GOtt, m.pitul, die menlchen also bestrafend eingefübrer' ^

doch, das euch so hochmüthig machet, rvide^r E ixEfter, der euch so viel gutes erweiset? AM' , sosagte: Wann mir GOtt dieses sagen .D

ich ihme antworten: Eben diese cküter 0 ^ p,ediese gnaden, die du mir erweisest, sind ^ je-s-

so hochmüthig machen. bibl.

Ammea, eine ftadt in Mesopotamien, sieH^Ammensleben, eine berühmte BenedictiEApchMp AHertzogthum Magdeburg, unweit der stavt , s'gen. Sie ist vor zeiten Augustiner - ordensii2o. von den ehmaligen Grafen von dlmm^ y.

worden, onricz it.

* Ammerland, ein gewisser strich landes m

sehen grentzen zur Grafschafft Oldenburg gIA, „

die amter, Ape, Rastede, Blexhusen, Western zM'

Viä. AnaUthS 8sxor>. vet. L msZn. in

* Ammersbach, oder Amersbach, (Tgelischer Prediger von Halberstadt, studirtt^u^^ ^ ^

selbst MsMer, und hernach k-lüor an Wider chtri und Pauli in Halberstadt; er eiferte sehr ' M MsAlose und heuchlerische wesen jetziger zeiten,schrlften auf seine eigene kosten drucken, woM , ^Anna Elssabetha Vilitzin, so an. 1678. starbherschlessung ihrer gelber, sondern auch m» , stabttpEcorrectur vieles beytrug. Seine schritten

me, Lrss, M8, von aufschiebuna der bM

tzung und ausbreitung der Jesusschafft; Der fromme Wucherer; L^elcheMumAFIckolcälico-m^kica; MostS stuhl, a»f sthxetba .risäer und Schriftgelehrten tttzen ',,Äffl-lelst^pss^geistlosen Geistlichen? Rern - und ^Acissdri; Die erschreckliche aeschichte von AN MNMemorial an die auf dem RegenM« der S'tage versammlete Stände; Erörterung