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Ammonius, ein Orientalischer Mönch , fthmtte sich selbstLas rechte ohr ab, damit er nicht möchte;um Bstchoff erwehletwerden, wiewol er solches dadurch nicht verhindern konnte., Kilt. eccl. lib. VIII. c. i- 0 . ;8?-
Ammonius, (Andreas) war von Lucca gebürtig, undbegab sich zu ansang des XVI. Iseculi nach Engelland, allwoer bey Henrico Ml. Seerecsrins ivnrde, und von Leone X.den charactcr als Päpstlicher Xumins hatte. Er that sich in-sonderheit in der Lateinischen poesie hervor , stund mit ErasmoRoterodamo sehr wohl, und starb an. 1517. Seine schifftenbestehen in Versen, als Lcotici conüictus ttiüoria lib. I. Lucoli-cs leu LcloZiL lib. I; äe Ilebus nibili lib. I. Ac. in
epili. in epit.
* )lmmonius, von Antiochia, ein Staats-Minister und Fa-vorit Alexandri Balä, Kömas in Syrien. Als Alexander sichauf dem Syrischen thron vest gesetzet hatte, ergab er sich denWollüsten, und fragte weiter nichts nach dem regiment, son-dern liest solches gäntzlich in den Händen Ammsnii. Diesernun verübte grosse tyranney und grausamkeit, tvdtete die Ko-nigin Laodice, Königs Demetrn Lötens schwester, (so desletztem Königs von Macedonien Persei wittwe gewesen war,)und Antigonum, einen söhn Demetrii, wie auch alle andere vonder Königlichen familie, die er in seine gewalt bekommen konn-te , und meynte, das wären die beste mittet, seinem Herrn denbesitz der Crone, die er ihm durch trug und list zuwege ge-bracht hatte, zu versichern; hierdurch aber machte er sich sowolals Älexandrum seinen Herrn bey dem gantzen volck verhaßt.Nachgehends wurde Ammonius von dem König in EgyptenDtolemao klülomswre beschuldiget, daß er ihm nach dem le-ben getrachtet habe, wovon der Jüdische geschicht-schreiber Io-sephus folgenden bericht giebt: ,, Als Molemaus sich zu Pto-„ lemais aufhielt, (dahin er mit seinem kriegs - volck gekom-„ men war, um Älexandro wider Demetrium den jüngern bey-„ stand zu leisten,) hat es nicht viel gefehlet, daß er durch hin-„ terlist Alexandri, welche ihm dieser durch feinen freund Am-„ monium hatte zubereiten lassen, umgekommen wäre; es„ wurden aber solche Nachstellungen entdecket, und schrieb des-„ wegen Ptolemäus Älexandro, daß er ihm den verrather aus-„ liefern sollte; da er aber sahe, daß Mäander solches zu„ thun unterließ, schloß er daraus, es muste Alexander wohl„ selbst der urheber solcher verrätherey seyn, und wurde des-„ wegen sehr entrüstet über diesen treulosen Fürsten, der sich„ ohne dem schon bey den einwohnern von Antiochia wegen„ dieses Ammonir, von deme sie viel erlitten, sehr verhaßt ge-„ macht hatte. Ammonius empsieng hierauf seine verdiente„ strafe; denn als er bey entstandenem auflauffder Antioche-„ nern in weibs-kleidern zu entwischen gedachte, wurde er von„ ihnen ergriffen und getödtet. „ Aus dem n. vers des XI.capit. des ersten buchs der Maccab. scheinet es, als wenn derurheber dieses buchs dafür gehalten hätte, daß die beschuldi-gung, mit deren König Ptolemäus stinen schwieger-sohn unddessen Favoriten, den Ammonium, beleget hat, nur ein vor-wand gewesen seye, sein Reich anzufallen, ssas antig. lib. XIII.c. 8- Lpir. lib. b.
* Ammonius, (Caspar) ein voÄor IbeolllZiR und
LixLs krovincislis der Augustiner-Mönche in Schwaben, vonHasselt gebürtig. Unter denen sprachen, die er erlernet, besaßer sonderlich in der Hebräischen eine grosse wissenschafft; erhielt mit Seb. Münsters grosse freundschafft, und schriebLrammotic-rm Hebmicam in fünf buchem. Mb. Lat.
bikl. Lelgie.
* Ammonius, (Livinus oder Lävinus) führte den zu-
nahmen von der Mande, war ein Carthäuser, von Gentgebürtig, allwo er auch zum krocurmors seines ordens erweh-let wurde, hielte sonderlich mit dem Erasmo grosse freund-schafft, führte ein frommes leben, und starb an. 1556. Erschrieb NeZiLin äs temxeüiva pis vivLnäi eleÄione ; Vltäin6aU. ttibLNLÜ. bibl. Lelg. La^/e. Üi6t.
Ammont, oder Ammen, ein berg am Wallenstätter - see,darauf ein Pfarr ist , und unten am berg liegt die stadt Wesen.Es stürtzet sich allhier der Mußler - bach von grosser höhe überdie seifen herunter. LHencHr. bist. nst. Ilelv. l>. I. p. rZ.Räbmann gespräch von bergen, x. 256.
st Ammothea, eine Meer-Nymphe, solle nach Hesiodi mey-nung eine tvchter Doris und Nerei gewesen seyn. Ihr nähmeist von dem Wort ' , arens oder land, und -AsI-,
ttilcurrere, gualr per arenam äilcnrrens, als welche auf demfand laust, hergenommen. m Ibeog.
Amnasan, siehe Amasia.
wurde ein Atheniensisch gesetze genennet,nach welchem man alle beleidigungen, so in währendem kriegeoder sonst einer innerlichen unruh und zerruttung geschehen, mVergessenheit stellen muste. Solches brachte Thrasybulus auf,nachdem man die z°. lyrannen von Athen verjagt hatte. m-/.lib. IV c I
)lmnechadus, oder Annichadus, sonst auch Animcha-dus, welchen viele unter die Heiligen zehlen, war ein Schott-lander seiner geburt nach, und lebte anfänglich in Irrland auf-er rnsul Keltra rm kloster; weil er aber daselbst einigen
Mönchen, die ihn besuchten, ohne erlaubnis zu trm»e»v ^chet, wurde er von dem Abt vertrieben, weswegenFulda in Teutschland begab, und daselbst bis an M Kwelches an. 104;. erfolgte, in stäter gottesforcht sos« sä'soll, als er bereits schon beerdiget, von einem Mönch is.nen fegen angeruffen worden seyn, worauf er sich teilet'dem grab in die Hohe gerichtet, und ihm selbigenwie denn auch auf seinem grabe oft brennende lichterund Psalmen - singende Engel gehöret werden sollen. ^dächtnis geschicht den zc>. januarii.
* Amnisus, eine stadt in Creta, am flusse gleichessE^^
und an der see, nicht weit von des Königs Minois ^ ^4.Cnoso gelegen. lVo««r«r.
ÄraLs, X. p. 7;o. Homer«/, Oä^ll. 2-, V. 188. ibigUvlialtes. , in Attic. 18. /k/-ol/o-rr'«,, III- 87 i- ^
Amnon, der erstgebohrne söhn des Königs Davidsder Ahinoam, entbrannte gegen feiner schwester Thama» Mzuläßiger liebe, stellte sich dahero kranck, und nolhzuchUL^Bselbe, als sie aufsein verlangen zu ihm gekommen.ward er ihr alsobald gram, so, daß er sie mit beschlMpfflMsich hinaus treiben ließ. Seinem vatter David gieng vm Mthat sehr zu hertzen, doch konnte er sich nicht entschhewMychAmnon deswegen gebührend abzustrafen, weil er erneliche zuneigung zu ihm hatte. Aber Absalom trachten ^§,i>e-seiner schwester begangene schwach zu rächen, richtete^ Mgen auf seinem land - guthe Baalhatzor ein freuden -und lud seine brüder darzu ein, da denn Amnon, ^
cken war, aufs Absaloms befehl von dessen knechtenä. L. io;6. erschlagen wurde. 2. XIII. ^
Amnon, der i7te König in Iuda, gebohrenL. L. 664. Offmp. XXIX. I. v. L. 90. folgte seinesManasse in der regierung und bosheit nach, L. Ä-
64z. Offmp. XXXIV. 2. II. L. m. dannenhcro du
strafe bald über ihn kam. Denn nachdem er kaum 2-gieret, ward er L. Ml. z z4Z- L. L. 641. von seinen eigcn^ten im 24. jähr seines alters umgebracht. 2.^. XXt-XXXIII. ,/o/i^. antig. lib.x. L.4. ^
in Lnnr»I. V. T. .. .0-^'
* 2 lmnon, war ein Rabbine, lebte im jähr derund schrieb Ttioksph TliexbillLli, oder Koburwelches die Juden zu ansang des jahrs und am ven^ 'tage zu bäten gewohnt sind. ir. O. bE, Lemsc ^
, bibl. Xabb.
At^
* 2 lmona Amelia, war des Grafens Arnold von
tochter, und Ludwigs, Joachim Ernst Fürstens zu UL,, A.gemahlin, eine sehr gelehrte Dame, welche Hebr»^ >°liänisch und Französisch verstanden, und den 8. sept^. -0)7gestorben ist. Viä. O. stittor. Lnb-tlr. h .
Amöneburg, Amelburg, insgemein OhmeE,M^stadt nicht weit von Marpurg, und eine halbe vierre'-- w ^Kirchhäin. Sie liegt aus emem ziemlich hohen beHe B'xeiner luftigen ebne umgeben, dannenhero man sie e»!weit frey sehen kan. Doch soll sie nicht von der aM^ M ^annehmlichkeit des orts, sondern von dem fluß OhE. «e E/gß,na ihren nahmen haben. Im z v. jährigen kriege v« .A Mlitten. Sie ist Chur - Mayntzisch, und hat ein stst' gl >samt einer Collegiat- oder Stifts - kirche. ^
Nogune. Zeilers beschreib, des Rheinftroms. KM
* Amönus , ein Christlicher Poet, lebte in dem
Er schrieb Lnckiriäion vereris L novi Peümnev ^ yllN/ Bin kLbriLÜ koetis Lkriüi-lnis zuEfinden ist. Es llMe» eisdes Prudentii wercken, und kan man daher aMA sder Prudentius selbst davon Mtbor sey, und Amov^chol'^.zunähme dieses Btschoffs, nicht aber ein besonderes
scivers. VIII. II. bibl. srit. ^
katrum rom. VIII. äe kost. I.M. 8-
* Amognes, ist eine landfchafft in dem Hertz^ vs',clvers. Eimge halten dafür, dieser nähme rührenmoiüL, wegen der fruchtbarkeit dieses lands.
aber Guy Coquille, solches seye von den bauren " go--worden, und wolle so viel sagen, als la rerre -> ^,ie>oder das den Mönchen zugehörige lan^f^eN'^Mönchen von Clugny die ersten Pfarrherrn davor 'das stusirmrcmLtusüber die besten Pfarreyen frr>ci?^ jl^
noch
. Dieses land hat aussert einer grossen mengc t ^ ^0h wiesen, walder und reden; es ist aber keim Mcken von einer Wichtigkeit darinnen, , xhMUlf
. * AmoI, oder AmuI, ist eine stadt der prov"LgeE'L 'sm Persien ; sie mag von der stadt Khovarerm M D -Caravannlsche tag - reise entsernet seyn. Usug -s' grad^ivttden88. grad 8. Minuten longimäinis, .und MFp
NUten larituäinis septentrionLÜs; Naßir-Eddselbiger nur 87. grad 20 . Minuten longiwclms,^ ^;5. Minuten lsrimäims zu. Es liegt auch u^j,e E, Mstadt, so den nahmen Amol tragt, an demgtt ^pt>>,FVoder Gihon, welche man aber, um sie von ^Ml s 'barestan zu unterscheiden,. Amol Gihon Wv
nennet, weilen der fluß Gihon auch den nambibliotk. Orient.
Amolon, siehe Amulon. *