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verneuren. Worauf Alexander IV. den vergleich zwischen derUniversität und den Dominicanern umstiesse , Wilhelmum vonSt. Amour nahmentlich verdammte, ihn aller seiner amternUnd Lenekciorum unwürdig erklärte, auch begehrte , lnan solltethue aus dem Königreich verjagen; es wurde aber dieses urtheilnicht vollzogen,und Wilhelmus von St. Amour bliebe zu Paris.Er wurde von den Dominicanern bey einer Zusammenkunft dersich zu Paris befindenden Bischöffen der provintzen von Sensund Rheims verklagt und vorgefordert; als er sich aber, um sichzu vertheidigen, allda gestellet,, wollten sich die Dominicanernicht nach dem urtheil des Loncilü richten. Alsdenn erwehltedie Universität den Wilhelmum von St. Amour / Odoncm vonDouay, Nicolaum von Bar-lur-Mbe, Johannen: von Gate-ville und Johannem Velin zu Gesandten, schickte selbige nachRom ab , um das buch cie Lerisulib novillimoruin remporum,oder von den gefahren der letzten Zeiten zu vertheidigen,wie auch die Verdammung des buchs betitelt, l'Lvsngile eter-nel, oder das ewige Evangelium, zu begehren. Die Do-minicaner aber kamen ihnen vor, und als sie dem Papst dasbuch äs ksriculi8 novillimorum remporum ausgewiesen, Wur-de dieses werck vor ankunft der Abgesandten verdammet; Nichtsdestoweniger fuhren sie in ihrer reise fort, und als sie zu Mag-ma , allwo sich der Papst befände, angelangt waren, so ver-dammten auch die andern drey das obbesagte buch äs IVrisuIisuovMmorum remporum. Aber Wilhelmus von St. Amourbliebe allezeit beständig auf seiner meynung; ja er verföchte sei-ne fache so wohl, daß ihn der Papst als unschuldig zurückschickte. Da er aber kaum von Rom hinweg wäre, und sichaus seiner reise kranck befände, schriebe ihme der Papst einenbrief zu , durch dene er ihme sowol in Franckreich zu gehen,als auch jemalen zu lehren noch zu predigen verböte. Des-wegen begäbe er sich, um diesem ungewitter auszuweichen, insein dorf von St. Amour. Die Universität ihrer stits verharreteallezeit in ihrem Vorsatz beständig, wollte auch die Dominica-ner nicht aufnehmen. Als Papst Alexander IV. in dem jähr1261. gestorben, so käme Wilhelmus von St. Amour wiedrumauf Paris , schickte auch sein buch dem Papst Clementi IV.welcher, ohne solches gut zu heissen, dennoch mit Wilhelm» vonSt. Amour sehr gelind umgicnge; welcher nachgehends bis zuseinem tod ruhig verbliebe. Seine grabschrift, welche in derkirche von St. Amour in der Grafschafft Burgund, allwo erbegraben worden, stehet, giebt zu erkennen, daß er in dem jähr1272. das todten-register aber von Macon, daß er den iz. Herbst-monat gestorben seye. Seine werckc wurden in dem jähr 16; 2.gedruckt. Das erste wird betitelt: Us ksisrisiso L kublicsno;das andre; äs ksrisulis Iiovillimorum remporum; und dasdritte LoUsekiouss bcllprurT lssrse. Die absicht aller dieser wer-cken gehet einig und allem dahin,die ordens-leuthe zu verschreyen,welche unter dem vorwand der demuth, armuth und des bctteins,den Hochmuth und ehrgeitz unterhalten, wodurch sie sich andernvorziehen, das joch von sich abwerffen, und sich der rechten derrechtmäßigen Pfarrern anmassen wollen; zu diesem end er aucheine grosse anzahl stellen der H. «Schrift, der gemeinen Glosse, des.suris Lsnonisi, wie auch etlicher Vätter auf sie ziehet. Er willauch darinnen behaupten, dieses seye kein tugend-werck, wannman sich muthwilliger weise an den bettel-stab bringe; man soll-te auch denen Valiäis iVsnäicsmibus oder starcken dettlern keineallmostn geben. Ferners rechtfertiget er sich darinnen wegendenen sätzen, so man ihme aufgebürdet hatte; sagt endlich vor-her , welch grosses übel diese neue Prediger der kirchen zuziehenkönnen. St. Thomas schriebe wider diesen voüorsm das werck-lein, so in dem XIX. vol. seiner wercken ist, solches wird be-titelt : si.ävsrlu8 impugnsnte8 religionsm. St. Bonaventuraschriebe gleichfalls wider thue einen tractat: äs ksupsrrsrsLbriLI <L Lxologis psuperum. Es thun aber diejenigen garnicht wohl, welche ihne unter die anzahl der ketzern setzen. Hier-über kan man sich bey Wilhelm» von Nangis, und denen scri-benten, so zu seiner zeit gelebet, raths erholen; dann der er-stere sagt, sein buch seye zu Magma nicht um der ketzerey »Vil-len , so solches in sich begreiffen sollte, sondern weilen solches Un-ruhen wider die ordens - leuthe erweckte, verbrannt worden:
Xon proprer b^rstim, gusm sommeret, leä guis coMrs prs:-satos Hsligiokos seäirionem <L Icsnäslum conLitsbsr, Johan-nes von Meun redt von Wilhelms von St. Amour in seinemroman von der Rose also:
Lrre bsnni äs es KonsumsH torc, comme lüc Äisitre OmllsumsOs 8r. Lmour, gckbpxocrilissir exiler psr Zrsuäe envie.
Johannes von St. Victor, sä sn. rr; 4 - ^
, in virs 8. sllä. sä ann. 1255. D« llili. Uni-
vers ksri8. , tom. I. Lont. 8- älex. IV. ä-,
8a,irr ^j-rro»rir. L-?//ar,» -r.
äs Nouscb. 8xarräa«. L. L. 125z. n. 7. L 12^. n. 8- L'g.
ckronol. äs Xorm. i2;ä. , sä Lbri-
üisnum kkilslstkem. X/eser-a?. riVr. O« ?r« , bibl. äes ant.oscles. bu XII. siecle.
Amour, oder Amoer, Amur, Z^amur, ern fluß inder Asiatischen Tartarey , welcher grösser als die Donau seynsoll, m der provintz Dauria, bey dem die see Baycal den Ur-sprung hat, und sich dem lande von Jesso gegen über, in denOsesnum Orismsism ergiesset. Es hat auch von ihm die be-nachbarte meer - enge, benebst der angrentzenden see, gleichennahmen. E-iro-r.
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*Stcultät zu
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.)lmour, (Ludovicus äs) voclor. u Paris, des Hauses und der gesellschafft der Svi ^ware von Paris gebürtig, ein söhn eines Königlichen " ..,Mschers und pathe Lndovici XIII. Er machte seineUniversität mit sehr grossem fortgang; und als erö-ssL-^hk-ward, wurde er zum kector der Universität erweWsssuchte während seinem keüorsc die LollsZia sehr ftssW ibesuchungen ihme aber feinde auf den hals luden. H-) sssx1644. erlangte er den I)oZwr-hut, und thäte sich sssss pchr hssnach in der fach der fünfkropolmomim der Facultac ^ pvor. Er wäre einer der voüorum, welche dieden unterscheid des Verstands der fünf kroposiciolnM vten, unter der regierung des Papsts Jnnocentii X- n» ^zu schicken ernenneten. Er bemühete sich best-mogliä) V ^nen LolleZis ihre partey zu behaupten; da er aber n>U,richten konnte, begäbe er sich wieder in Franckreich zur»wo er in der theologischen Facultät zu Paris die fache rcArnaud vertheidigte, und als er die Verdammung d>eir>8 nicht unterschreiben wollte, ward er davon au>M ,
Er liesse in dem jähr 2662. ein tag-buch drucken, in sschMissles, was zu Rom, die fache der sünfkroxosirionum »ssich zugetragen hatte, enthalten »rare, von deme nia»AMes seye sowol aus seinen als des Ll-be äs Is Lanceders msmoirss durch die Herren Arnaud und äs Sacpworden. Nachgehends hat er bis in das jähr iü 87 -und ist-den i z. wintermonat zu St. Denys mgraben »vorden. ä« 4»/^. O« > ravr>aut. ecslel'. -iM
. völcker auf der insul Madagascar,wärts, zwischen Carcanoßi und Carambula. Ihr ss.X xEsruchtbar, und voll holtzes, daraus sie ihre stadtebauen, und mit pfälen und dornstrauchen bevestigen- „x Mhen unter einigen ausschern, so die vornehmsten um E *sind, welche allesamt aber dem ältesten derftIbc!l^E5„htcSie führen stets kriege unter einander; die fremd!W.ihnen übel »villkommen. Ihre macht an bewaffE' „>cerstrecket sich bis auf zooo. mann. Es giebt bey w' ^baumlvolle. /'/«eoro-i, bittoirs äs UsäsgalLsr. -i-Liilc ^
* )!mpelius, war ein Einsiedler, welcher im) -
sanglich zu Thebais das schmiede-handlverck triebe, " F Vmals den teufe!, welcher ihm in weibs-gestalt erschlich,nem glüenden eisen von sich jagte. Hierauf begab ec' Aiic.Italien in das Genuesische, woselbst er nicht wert Mmiglia in einer einöde wohnete, viele wunderwercke s^F-viele zukünftige dinge prophezeyete. Als an. 1140-, s' miylss ,fgene in derselben gegend geld zu ihrer rantzion enu«wurden seine reliquien von denenstlben entdecket, ss.„-
nach Genua gebracht. Sein andencken wird jeden e v hei"tag eines jeglichen monats, sonderlich aber den i4- >'
gen.
* Ampelius, (Lucius) war ein Lateinischer Gessv „issssAlber von Sidon; wenn er gelebet, kan man eigenm"
gen. Er schrieb sibrum sslemorislem sä sslscriiwsswldenselben Claudius Salmasius mit dem Floro «ssy ov/.. ich mit vss-y.
Dicker hat ihn an. 1722. wiedrum zugleich rmc Anauflegen lassen, und gelehrte anmerckungen hinzu » pF.
, in pisek. sä Lmpeüum. , bibi- r ^
Ampelusta, oder Ampeln, Ampelus, ei»wgebürge in der insul Creta, heutiges tages Capo Sas , . jn
Ampelusin, oder Ampelos, eine stadt und vo»Macedonien, anjetzo Capo Canistro genannt,meer-busen üiomsms oder St. Anna, welchen wk stb-"nsicum iinum genennet. üb.XIV. s.io. 8»'^ '
)lmpelusia, stehe Abyla. xentlss, „o»
* 2lmpezo, Lmxirium, ist ein guter stE «ssunten an den Alp - geburgen in Tyrol, auf be»»
Friul, dessen er vormals ein theil ausmachte, ssnv zMwähöret aber seit dem jähr durch einen trackal ch^ Fdem Kayser Maximilians und der Republick Ve» r'worden, dein Haus Oesterreich zu. Nahe daocvstung Bulistagni.
)lmpfinct, einstecken in Unter-Bayern, ""4 auf ^ sä"in das Renf-aint Landshut gehörig. Hierbey >N v 0 >'^>1,nannten vieh-wiese Hertzog Friedrich in Ocher « >vv ^Kayftr Ludivig IV. an. 1Z22. geschlagen u»b ger .
Amphares, einer von den Lacedämonische« A vcEX^einer der vornehmsten, so dem Könige Ag^^^ssaE^Eten, wovon unter Aars IV. nachzulesen. D>e ss«. Mtrursachte zwar einiges murren bey dem volcke, u ^ches bald gestillet, und gieng Amphares frey ^
in ügiäs. m
Amphaxis, eine stadt in Macedonien , 0^0«Contessa, so der Alten llrm« 8trvmomcu8 pabss, ix wdas herum gelegene kleine land Amphaxites den ex-ussamwelchem Thessalonich, dahin Cicero sich ^ .
7. monat ausgehalten, und Stagira, des Arustadt gelegen. üb. iv. * . gütist^ock^
* 2 lmphianax, König in Lycien, ein Ljxtzck
Als Proetus von seinein bruder dem Acrrsio ye» s^ne -bAUnahm er ihn mit aller freundschafft auf, gssb w stehe^ha«>"
sm Ankam, oder wie es bey dem Homere zu m y