Z7O
ams
ams
Stifts, der Rochkopf^enannt, viel wegen dem artrckul deranten wercken, zu schaffen bekommen, und gab unterschiedeneschriften in den damaligen religions-strertrgkerten, wie auch an.1^4. einen kurtzen auszug aus Joh. Nauclcri chronicke heraus.An. 15,7. war er aus der Zusammenkunft zu Schmalkalden,und half die davon genannten artickel verfertigen. So warder auch nach Goßlar erfordert, um die lehre und kirchen-cere-monien daselbst, nach art der Wiltenbergifchen kirchen einzu-richten , welche er auch sowol mit Predigern, als schuldiencrnwohl versehen hat. An. 1 §42. den ro. ian. setzte ihn ChurfürstJoh. Friedrich zu Sachsen zum Bisthoff zu Naumbnrg ein, wi-der Julium von Pflug, welchen das Dom-Capitul ohne desChurfürsten vorwiffen crwehlet hatte. Als aber nach fünf jäh-ren der Kayser Churfürst Johann Friedrichen gefangen bekom-men , wurde Amsdorf durch Churfürst Moritzen von seinemBißthum verjaget, und Julius Pflug wieder eingeführet, da ersich denn wieder nach Magdeburg wendete, und dem Imsriniwie auch den Adiaphoristen in vielen schriften mit grossem eiferwidersetzte. An. 1548. gienge er nach Jena und wohnte derfundation und nachmals der inauguration der daselbstigen Uni-versität bey. An. rzzz. machte er die vorrede über den erstentheil der schriften Lutheri, so zu Jena gedruckt, und zeigte dar-innen an, warum man die bücher Lutheri zu Jena in einer bes-sern ordnung, als zu Wittenberg wieder aufgeleget. Er schriebauch wider die Schwenckfelder, Wiedertäufer, Sacramentirerund dergleichen mehr, und starb zu Eisenach den 14. may an.
Spangenb. im Adel-spiegel, k. II. lib. VII. c. 18.clestawreliz. xrolopo^r. k. III.
Meisn. land - thron. cllron. 8üx. vit. Isteol.
kill. I-urker. *
* Amselius , (Andreas) gebürtig aus Rostock, allwo er
auch OoÄor und kroksllor chiris ; desgleichen auch Lllellor undvirsekor des LonMorii in Mecklenburg gewesen. Er hat äsInjurüs kLMolls libellis ; cle Lolleckis geschrieben; und seinleben den 27. may an. iSZz. im 60. jähr seines alters beschlos-sen. bioZr.
* Amselius, (Georg) ward an. 1641. zu Rostock gebüh-ren, und ftudirte zu Helmstädt und Greiffswald, ward an.1669. bey dem Dänischen Residenten in Hamburg Lecrersrius,resignirte aber gleich wieder, und ward an. 1674. zu RostockLscremkius ; als er sich aber 1677. examiniren ließ, und 1679.daraufin voÄorem suris promovirte, legte er das Secretariatnieder. Er wurde auch vom Kayser Leopolde zum Lomirs La-'lLtMo ernennet, und war über diß ein trcflicher Poet. Aus-ser, daß derselbe an. 1669. Lr-es. I). ^olclenberg. äs LsIummA-roridub L jurawenw cslumni-e, zu Rostock , und 1679. Inel.D. Nrckso^v äs Insenclii8 zu Greiffswald publillL cliss>utstione8gehalten, weiß man kerne schriften von ihm, weil er aber inder Poesie excelliret, werden folgende getichte ihme zugeeignet:Lento VirZilisnu8 in Lsnelium csnsm, Rostock 1679. in 4W.Vlorss Virgilisni in obirum ketri Lisrmnnni, 1667. XXNm
äob. Laxpi: Ich hab mein fach GOtt heimgeftellt. Indenen beyden erster» hat er lauter Virgilianische verfe zum grö-sser: wunder connectiret, in dem letzten aber sich an des liedesTeutsche sätze gebunden, daß die nettesten Lateinischen herauskommen; Man hat auch ein Teutsches anagrammatisches ge-tichte von ihm auf die Hohe Vermählung des DurchlauchtigstenHertzogs Carl Leopold 1716. in fvlio endlich auch mancherleygetichte, welche aber nicht gedruckt sind. Er ist im 81. jähregestorben. Vit. annnl. Iit. Keclil. äs 1721. in
ftolt. lit. p. 270.
* Amselius , (Pancratius) ward 159). zu Rostock geboh-ren, frequentirte zu Lübeck 1609. zu Lüneburg 1610. undgieng an. 1612. auf die Universität Wittenberg , studirte da-selbst VkeoloZisin, und lernte von dem berühmten Poeten Frie-drich Taubmann, muste sich aber wegen der damals in Witten-berg graßirenden pest wiederum in sein vatterland begeben. An.1614. ward er fchul-sollsM in Gnöjen, resignirte aber wegender schlechten Pension in dem darauf folgenden jähre; erhieltdarauf an. 1617. wegen seiner vortreflichen poefle den lorbeer-krantz, und ward in einer kleinen stadt des Stifts Paderbornnahmentlich Lugde Lsökor, und endlich 1622. zu Rostock e^n-wr an St. Jacobi. Die zeit semes todes ist unbekannt. SieheMecklenburgische Lebens - Geschichte derer Gelehrten.
centur. I.
Amftätt, ein alt adellches Oesterreichisches geschlecht, auswelchem Christoph und Johann sich an. 1529. in der von denTürcken belägerten stadt Wien signalirt haben. Im XVII. L-culo hat sich dieses geschlecht m Franckenland unweit Coburgniedergelaffen, und daselbst die adeliche guther Helldritt undRudolphsdorf angekauffet. Spangenb. Adels-spiegel, k. II.Hönns Coburg. chron. x. 105.
'Amstel , ein kleiner -uß in Holland, gehet durch Amster-dam , und fallet daselbst in die Y, so ein arm vom meere ist.
* Amstel, (Gisbert von) der erste dieses nahmens, ein söhnEgberti oder Engelbrechts, hat um das jähr 12°;. dem Grafenvon Loon , Ludovico, welcher sich mit Ada, einer tochterTheodore« Vii. Grafens von Holland, vermählet, und da dieSAA'r 'mt dieser Heurath übel zufrieden waren , nach Utrechtgefluchtet hatte, wider die Holländer hülffe geleistet, welcheser Ahan als >em Vasall des Bischoffs zu Utrecht, der desGrafen von Loon bunds-zenvß war. Damals durchstachen die
einwohnere des Kennemerlands, um Gisberto abbruch A^den Amsteler-damm, und verheerten gantz Amstelland 'AM?und schwerdt. Gisbert diente hernach an. 1227. demlau-fen zu Utrecht, Ottoni von der Lippe, wider Rudolphum,mendanten zu Coevorden, rvelcher mit einem kricgsGroningen lag. Des Bischoffs völcker wurden den MB1227. von Rudolpho in einen morast gelocket, allda men, ,tcr der Bischossselbsten war, das leben einbüßten, ße
ward gefährlich verwundet und gefangen, jedoch für e>Azeit auffeine parole wieder los gelassen, und aufnach Utrecht gebracht, um der wähl eines neuenstatt des von feinen feinden gefangenen und zu tode gcm" § MOttonis beyzuwohnen. Der neue Bisthofferklärte d/MUM- -- ° " - .. .. - mE
dieweil Rudolphus von Coevorden ein rebelt und
eigenen Herrn seye, so könne Gisbert ohne Verletzung M'unterlassen, sich wieder in der gefmE^
gebenen parole
einzustellen. Dieses ist alles , was man vonsten geschrieben findet, welcher zur zeit dieses letzten krus^Mhoch betagt war. Die zeit seines todes wird nirgend endaß er aber im febr. an. 12;;. noch gelebt habe, erhell^nem instrument, darinnen er die güther von BuckMBunschop der Abtey Rensburg übergiebt. AUgk'"'derl.
* Amstel, (Gisbertus III. Herr von) ein söhnwelcher ein enckel war des obgedachten Gisberti I.
Gisbertus II. welcher in etlichen chronicken StatthamAmstelland aenennet wird, ward an. 122z. nebst aAl, Mdem Bisthoff zu Utrecht in einer streitigkeit zwischenBisthoff und Gerhards, Grafen von Geldern, zum Mp Eter angenommen,nachdem er gerad zuvor in eben deMK-L B'auch einen gewissen vergleich zwischen eben diesemFlorentio IV. Grafen von Holland hatte geholfn M Mbringen, woraus man abnehmen kan, in was für rsen ansehen dieses adeliche geschlecht von Amstel zu irss'gewesen seye. Gisbertus III. bekriegte an. irzo. ovs Mnebst Hermanns von Woerden den Bisthoff von Utrecw^Ericum von Manen, wegen der abfetzung seines mM-MEwandten Goßwini von Amstel, erwehlten Bischoffses ist aber dieser krieg sehr übel für ihn abgelausten;''^ Mvorhergehenden artickui. Der Bisthoff Henricus erva^jssD.hernach das schloß Vredeland oder Friedland, um dss.lande wider die streiffereyen Gisberti und seiner unterw,^ e>bedecken. An. 1268. oder wie andre wollen, 1278-bauren im Kennemerland, West-Frießland und WE WAMißvergnügen wider den Adel auf die beine, fielen Eland ein, und zwungen Gisbertum bey ihnen du i'Generals zu vertreten. Gisbertus führte hierauf dleM fie ^den Haussen aus feinem gebieth in das Utrechtische,schlösser und güther der Herren von Abkoude,nen und anderer, Gisberti gröster feinden, au^MDarauf belagerte er das schloß Vredeland, er konntest.,-MPdarvor ausrichten, daher er sich vornahm UtreclstV^Überrumpeln, aber auch dieser anschlug ward ttj.ss'!,!,, z"er durch die unzeitige vorcilung einiger seiner volcrer Boffenbar wurde; man muste sich deswegen begnügenzu begehren , daß die Edelleuthe, welche sich daUW /Mhatten, aus der stadt sollten vertrieben werden, Mc EEcherfolgte, indem 40. vornehme Herren, darunter - r -Johannes von Nassau, und einige mitgliedere des e E
ments sechsten waren, alsbald aus der stadt verwreu .
Gisbertus marfchirte hierauf von dar nach AmeE.Arstadt er mit accord eroberte; hernach liesse er da
feinden Abkoude, Ryfenburg und Vianen mcdM^chS^
dem boden gleich machen, worauf er diesem vom ^sich wieder nach Haufe zu begeben, welchem raw ''leisteten. Der Bisthoff von Utrecht aus dem HAwelcher mit den Stiftischen güthern übel Haus dss ichloß Acldete, oder, wie andere vorgeben, verkaufte ssss ssardeland an Gisbertum von Amstel, wider dene es' Mt B^worden. Als aber nachgehends dieser Bisthoff B^
und sein Nachfolger dieses schloß für das ausgelM? zu KF-einlösen wollte, so kam es darüber mit vossssiK
krieg, in welchem dieser mit beystand Hermann»den, welcher wegen des schlosses Montfort einen vss
hatte, den Bischossin die flucht schlug. Es kam avon Holland, Florentius V. den StiftM" Mf E,,Gisbertus wurde bey Vredeland , welchesderkMchn'd^an. 1281. geschlagen, er sechsten gefangen , «rMMN / Etrmmph um das schloß herum geführt, welchesArnoldum, der darinnen das commandohatttchs und^Eselbe dem Grafen zu übergeben, worartf GstberM ^DS ^,ßtdusMngllchnachS^landgeführetwurden. jssweAevA
in solcher gefangenschafft bis aufdas jährcher A'ff>n GrafFlorentinus mit diesen bedingmssen A ^ z>ei>fuß stellte, daß er 1. alle seine güther h^ro <
von Holland zu lehn empfangen: 2. Numal ^ferne Nachkömmlinge weder mit rath noch that t^M M;. seine kinder nicht ohne des Grafen erE»rathen sollte. Das instrument dieses vcrgstm^^ rvKabend vor Simon Judä an. 128;.annoch in der Rechen-Cammer von Hollandden, und ist em abschrift davon in Casp. Eo>m ^,stck» ADompzelars leben und thaten der Herren vo