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welcher der predigt-stuhl über 20000. rthlr. gekostet. Das Zucht-haus dienet zur bändigung der bösen leuthe und land - lauster;man setzet die halsstarrigen in einen keller , da sie stets Wasserpompen ober ersauffen müssen; die spinn-hauser sind vor lie-derliche weibs-personen; die toll-hauser, die findlings-wäisen-armen-krancken-alten männer-und alte stauen - Häuser sind alle-samt klüglich eingerichtet. Das ftadt - regiment zu Amsterdambestehet aus z6. Personen, so ihr lebenlang in solchen ämtern ver-bleiben ; sie wurden vormals durch die reichsten bürger erwehlet,aber stit mehr als i;o. jähren hat die bürgerschaft solches rechtdem Rath überlassen, der die erledigten stellen mit tüchtig befun-denen Personen besetzet; nach welchem exempel sich auch die übri-gen Holländischen städte allesamt richten. Der Rath erwehltdre Bürgermeister und Schoppen; jener sind vier, und werdenalle jähr drey erwehlt, und nach den drey ersten monaten präsi-drrt immer einer nach dem andern. Dieser Magistrat verrichtetalles, was im nahmen der stadt und zu derselben ehren geschie-het, vergiebt die unter ihm stehende ämter, hat die stadt - casseunter sich, und verwendet die gelder, wie es ihm gut dünckt, ver-wahret die schlüssel zur banco, welche nie ohne beyseyn eines vonden Bürgermeistern eröffnet wird. Keiner unter ihnen ist ver-bunden, grösstem staat als andere zu halten, es werden ihnengewisse besoldete leuthe in der stadt gehalten, die ihnen bey öffent-lichen ceremonien aufwarten, und wann sie einen auswärtigenHerrn oder Gesandten tractiren, wird ihnen solches aus gemei-nen Mitteln ersetzet. Der Schöppen sind acht, davon alle jährsieben gewehlet werden, und ist die wähl seit an. 167;. durch denGeneral - Statthalter geschehen. Sie richten absolut über allecivil-und criminal-jächen; doch in geld-strafen kan an das prin-cipal-gerichte appellirt werden. Unter diesem Magistrat stehennoch andere beamten , darunter vornemlich diekkrsloriets oderempfänger der stadt-einkünfte. Der Schout ist gleichsam alsein krsvüt und Lommillsrius von der policey; der keMIonMozmuß ein gelehrter und Rechts-erfahrner mann, auch in den gc-wohnheiten und gebräuchen des landes wohl geübt seyn, der imfall der noth dem Rath und den Bürgermeistern mit dienlicherinstruction an die Hand gehen , und bey öffentlichen begebniffendas Wort führen kan. Die banck zu Amsterdam paßiret vor diegrösste schatz-kammer in der Welt. Sie ist in einem grossen ge-wölbe unter dem sstadt-hause angelegt, und wird alle ersinnlicheVorsichtigkeit und sorgfalt angewendet, dieselbe in guter sicherhertzu unterhalten. Kein mensch erfährt es, wie hoch sich die darin-nen verschlossenen reichthümmer belauffen mögen. Der stadtcinkunfte bestehen in gewissen auflagen aufdiekaufmanns-gü-ther, so verkauftet werden; in den steuren und taxen,so von Häu-sern und ländereyen zu zahlen; dann auch in einigen andernausservrdentlichen imposten. Die stadt wird wegen ihrer läge undschleusten, dadurch die gegend herum unter Wasser gesetzt werdenkan, fast unüberwindlich geachtet. Es werden in derselben al-lerhand religionen geduldet, die Reformirte und Lutherischedoch nur öffentlich daselbst geübet. ko«r.E IM. LiMsI. v->«.
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dam. ölst prekonc ciss krov. onios. Leti, tbeatro Lelg.
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2 lmsterdam, (neu) eine Amerikanische stadt in Neu-Nie-derland, an dem munde des Nord-flusses gebauet, ist die Haupt-stadt selbiger provintz, hat einen gar guten see - Hafen und stehetunter den Holländern.
s Amsterdam, (neu) diese stadt wird heutigs tags sowolals die provintz, darinnen sie liegt, Neu-Aorck genannt, undstehet nunmehro nicht mehr unter den Holländern, sondern un-ter den Engelländern, von denen sie an. 1664. unter der anfüh-rung des Ritters Roberti Car eingenommen worden. SieheZ?orck, (Neu-).
Amsterdam, eine insul im eys-meer, zwischen Grönlandund Spitzbergen, von den Holländern entdecket, unter demnahmen das Amsterdammische Eyland, die Engelländer nen-nen es Nervland.
Amsterdam, eine kleine insul in dem Indianischen meer ge-gen dem unbekannten Sudland, zwischen Neu - Holland undMadagascar gelegen» Die Holländer haben sie erfunden, undihr diesen nahmen beygelegt; sie ist aber von schlechter Wich-tigkeit.
Amsterdam, eine andere kleine insul, welche gleichfalls dieHolländer kurtze zeit nach der erster» entdecket haben. Sie liegtin dem Indianischen meer, zwischen Peru und den Salomoni-schen insuln, nahe bey einer insul , welche die Holländer Rot-terdam genennet.
Amsterdam, noch eine insul, im Chinesischen meer, zwi-schen Japon und der insul Formosa.
Amsterdam, eine schmale, jedoch sehr lange insul, aufvem Indianischen Meere, an der westlichen feite des Königreichs^ajsanapatan auf der mächtigen insul Ceilon. Die einwohnerAnnen sie Cardiva, und seit deme die Holländer an.i6;8. sichdavon gemacht haben, ist ihr von ihnen der nähme Am-öW^Mt worden. Auf dieser insul haben die Hollän-^AA^nnA-krche, und hat sich an. 1660. allda eine schule«mäp-A tAfun?/ wre auch eine gemeinde von iooo. bis noo.juhorern befunden. Man findet auch auf dieser insul viele
ams amu
schlangen, und werden die elcptzantcn von hier über
lieh lange brücke geführet und zu schiffe gebracht, um MCoromandel und Bengala übergesetzet zu werden.welcher Iaffanapatan von der Ceilonischen provintz ^scheidet, lauftet zwischen dieser und der insul Leiden, vor" ^Ourature genannt, hindurch, und liegt zwischen vev" ^der mitte an dem eingang des meers das k ort HanimenmCays, welches alle aus - und einfahrende schiffe bezwE'^z.und von den Portugiesen allda erbauet, aber im apr. ""M. ho>von gedachten Holländern erobert worden ist. 0schreibung von Malabar, Coromandel und Ceilon. ^
* Amsterdam, ein ziemlich grosses und wohl be^, sokort in Africa, mit einer grossen und drey kleinen damzusammen 20. stücke geschützes tragen, versehen, hat
men von der mächtigsten handels-stadt in Holland, uno » a"einem berg, nicht weit von dem dorf Klein - Cornianr'Myelwenig unter dem dorf Adja, in dem Königreich Fanlw . , Mgold-küste von Guinea. Ehemals war dieser ort die ha>w .^Ftorey der Engelländern bis auf das jähr 166;. da vMjchssHolländische Admiral Michael äe Ruyter, welcher m» k Okriegs-schiffen gegen diese küsten war commandirt worv ^bigen eroberte, und bevestigen liesse, seit welcherländische West-Indische compagnie aühier einen ober-ttw> ,als Commendanten, samt einer ziemlichen besatzung »>" «hchobwol der kauff-handel hiesiger orten nicht viel zu bedcmwenn schon das dorf Groß - Cormantin, welches eine» Mschuß weit unterhalb diesem kort auf einem hohen WhiiW/sehr groß und volckreich ist, dieweil nemlich dieSchwache mehrern nutzen finden in dem Handel ".IaEnigen, die verbotene Handelschaft treiben, nnd unrceringsten vorwand, ja wenn es ihnen nur in den sinn row Egestalten die pässe sperren, daß kein kaufmann aus Nan die küsten sich begeben kan, allda zu handeln.
Indische compagnie hatte den einwohnern krafft elne» - Mfür die hälft, so sie den Holländern bey der einnahm " hch"Amsterdam geleistet haben, nicht nur eine grosse jMwgelds bezahlet, sondern auch annoch bewilliget, daßlen ihren schiffen, welche auf hiesigen küsten ankomm stEHandel zu treiben, bey dreyhundert gülden beziew'worvon aber die schiffe, darauf sclaven abgeholet w"dem vertrag ausgenommen waren. Es haben aber"'ner, welche ein sehr treuloses und boshaftes volck Dv ssM .gehends den Holländern diese summe von allen sclavc>A e>..abgepreßt. Die Engelländer müssen ihnen jahrlM) .jp-mstarcke summe bezahlen, lk'. beschreib, der»
von Guinea. M-a
* Amsterdam, ein kort in HolländischMoluccischen insul Amboina, in der Gespanschaftoder Neu-Hitoe gelegen. Vor diesem war es nur
werck, ist aber endlich in eine steinerne vestung veran ^^den Gouverneur von Amboina, Herrn von Vlamn»,,schuhe ins gevierte verqröffert, und mit einer stewer> ^schuhe hohen brust-wehr versehen worden; es beftw"' ^.4in diesem kort 60. stücke geschützes und eine besatzu'^E^soldaten unter einem Sergeanten, welcher von dem ^der factorey, dene die Ost-Indische compagnie aUWM M/K.tet, abhänget; übrigens ist dieser ort einer der luMM. 5 '"
^ n; uvrrgens pr vieler orr emer oerArnboina. beschreibung von AMV"
Allgemein. Nieder!. E ^^0
Amstrutter, eine Schottländische stadt an dem ^
schen meer-busen. ^
Amu, oder Amus, ein see in Asien, in der
— - — lutt. per»
Wica /
der provintz Zagathay oder Usbech
Amudez, oder Amudasa, eine stadt inKönigreiche Tunis, Leo, äelcr. ntr. ^
* Amville, wird auch sonsten Damville ftne^rB^kHerrschaft und schloß in Franckreich in der obernan dem kleinen fluß Jton nicht weit von Breteu» .Lckehemals dem an. i6zr. zu Toulouse enthaupten^ ' Mtzogen von Montmorency gehöret, welche av^ot^gHinrichtung seiner schwester Margaretha vonHertzogin von Ventadour, zufiele. Beim"franckreich. -.^n)a^>
ntonlus^^M-^
Venetianern in solches ansehen setzte, daß sie lYl' ^M ^,,iten an Kayser Carolum V. Phftppum II-^ ZH'den Papst Pium IV. schickten. Dieser gab -l 5 ^b>I A
zu Verona, und an. i;; 6 . den CardmalschUM E'E
thum zu Rieti, und dem amt eines Libliotdecar ^,elldurch ward die Republic gegen ihn sehr erzürn / von
ihre alten gesetze, so den Ambassadeurn verbttttw
tigen Printzen einige geschencke oder bedlemnw ^ verwss,gehandelt hatte, und musten seine fs"ssssA,,AngckÄiltE.Venedig viel darüber leiden. Doch dieseö vet" W 0 ^hen am Päpstlichen Hofe gar nicht,und wäre er ^ stachbey nahe zu seinem Nachfolger erwehlet wordem ^ ^ ei ^6canus des heil. LollMi an. I?7°. Zu V effstet, Je. 5 /.
Lium vor 12. junge Venetianifche Edelleuthe g Ilichen man zum unterhalt jährlich 6->. ducme