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volck Wider die Reformirten möchte aufgebracht werden. AlleinAmyraldus antwortete: Er würde seine schäflein vielmehr ver-mahnen, daß sie nichts dergleichen thun sollten, und er selbstwürde es am wenigsten thun; er predige zwar stets von demgehorsam gegen die Obern, allein das sey niemals von dendingen zu verstehen/ die das gewissen verletzten. Als er von demSeneschal abschied genommen hatte/ gieng er von Haus zu Hauszu seinen pfarr-kindern/ und vermahnte sie/ eher alles zu leiden/als dem beseht zu folgen. Der Seneschal ließ den befehl untertrompcten-sthall ausruffen: das Lonlistorium aber verfammle-te sich/danckte Amyraldo vor sein bezeigen/vnd trug den Aeltestenaus sorge zu tragen / damit nichts dergleichen geschehe. DerLieutenant des Königs wollte dem Seneschal mit seinem volcknicht beystehen, aus dem angesponnenen tumulte ward nichts/und einige zeit darnach ward der befehl aufgehoben. UnterAmyraldi tugenden ist seine freygebigkeit gegen die armen mitzu rechnen. Die letzten zehen jähre seines lebens hat er ihnenseine besoldung ausgetheilet. Die Bettel-Mönche/ die ihm flech-sig zusprachen/ grenzen nie leer von ihm/ und die Recoüeeten zuSaumur haben auf seinen vorspruch nicht wenig aus dem ge-meinen kästen erhalten/ ihr verbranntes kloster wieder aufzu-bauen. Nr. äu Bosc hat mit eigener Hand folgendes äisticbonunter sein bildnis geschrieben:
Note sä Nokein psr Moll non knie ullus,
Alore, ois, L cslAmo mirus mergus kuit.
Er hat einen einigen söhn hinterlassen / einen geschickten Parle-ments-Advoeaten zu Paris / der aber nach der widerruffungdes edicts von Nantes sich nach Holland retiriret hat/ unddaselbst vor wenig jähren in hohem alter verstorben ist. Sei-ne schritten sind: Osclsiatio stäsi LirLL itrmiirianorum erkö-re; vekensto OoclrinL Lalviui äs sbkoluto äecreto rcpro-bstionis ; äs Ächiisrio Irillitatis ; Lxercitatio in OrationeniOominicaiu ; kgrspbrslis in kstümos; Irenicon k. äs psce rs-
liZionis und viele andere. Arnolds kirchen-hist. k. II. lib.xvil.c. 9. bio§r. Le/roir. bist. äs 1'Läit äs Xsn-
tes. *
Amyris, ein Sybarite/ war von feinen mit-bürgern nachDelphos geschickt/ um das oracul zu fragen / ob sie in ihremglückseligen stände noch lange verbleiben würden/ welchem selbi-ges geantwortet: Ihr glück würde sich verändern/ wenn.sie ei-nem sterblichen menschen mehr ehre als GOtt erweisen würden.Nachdem nun bald hierauf ein knecht, der von seinem Herrn ge-schlagen war/ zum altar/ als zu einer freystatt liefe / und daman ihn von bannen weggerissen/ endlich durch einen gutenfreund seines Herrn gnade und Verzeihung erlanget hatte / ver-wies Amyris solches den Sybariten, erinnerte sie des orscnü,und zog von bannen nach Peloponnes/ weil sie seiner als einesthoren spotteten / bis sie hernach mit ihrem schaden den ausgangdieser prophezeyung erfahren. Daher ist das sprüchwort ge-kommen : Amyris ist wahnwitzig worden; und wird aufdiejenigen gedeutet/ deren kluge Warnungen bey andern vor thor-heiten paßiren.
, * Amyrtäus / wäre nach Ctesiä meynung zu der zeit Königin Egypten / als Cambyses dieses land zu erobern vornähme.Comoapheus/ein verschnittener/ leistete ihme darinnen hülst, undöfnete ihme die pässe; es ward hierauf ein grosses treffen ge-lieferet, darinnen fünfzig tausend Egyptier und zwanzig tau-fend Perser ums leben kamen. Amyrtäus wurde darinnen ge-fangen ; deme aber Cambyses kein ander übel zufügte / als daßer ihne famt sechs taufend Egyptern / so er auserlesen konnte/nach Susa verwiese. Und dieses ist alles/ was man von Amyr-tao in den auszögen des Ctesiä befindet. Athenäus üb. XIII.sagt / man lese in diesem smbore, Cambyses seye wegen kei-ner andern ursach in Egypten eingefallen, als sich an Amasiszu rächen/ weilen dieser ihme anstatt seiner eigenen tochter ei-ne tochter des Apria geschickt hatte. Es giebt Herodotus üb.III. dem Amasi nicht Amyrtäum / sondern Psammenitum zumNachfolger, und nach seiner meynung regierte Psammenilus inEgypten, als sich Cambyses dieses lands bemeisterte. Dennochredt er von Amyrtao als einem König in Egypten, welcher vonden Persern des throns beraubet worden ; er thut aber keineMeldung, zu welcher zeit er gelebet, sondern vergnüget sich zu sa-gen, daß eben diejenigen Perftr, welche ihn überwunden, seinensöhn Pausiris auf den thron gesetzet hatten. Prideaux, welcherdem Chronico Eusebii folget,, mercket an, daß die Egyptier, alssie der herrschafft der Perfen uberdrußig worden, in dem i°. jährder regierung Dar« Nothi, 414. jähr vor Christi geburt, Amyr-täo Sa-ti, welcher sich endlich aus den morastigen gegenden, all-wo er sich, seitdeme die aufruhr Jnari wider Artaxerxem ge-dämpfet worden, allezeit gehalten hatte, heraus liesse, von allenorten her zugelassen seyen. Damals wurden die Perser vertrie-ben, und Amyrtäus zum König in Egypten erkläret, allwo ersechs jähr lang regierete. Nachdeme Amyrtäus gestorben, odervielleicht in einem treffen geblieben , so folgte ihme in dem 7.Mhr Darii Nothi sein söhn Pausiris in der regierung nach; undzwar, wie solches Herodotus bemercket, durch der Persianernschür; welches anzeiget, daß sie entweder von neuem Meister vonworden,oder darinnen den meister gespielet haben, undöch Unrasten gewesen sind. bist. äes Mks I. xart.
ZtV. VI. « vit.
Amyruta, »der Amyruzes, ein Peripatetischer kbiloko.
amy
xbv8, gebürtig von Trapezunt, war in grossem anE^wol bey dem Kayser Johanne Paläologo, welchen er nawlien begleitete; als auch hernach bey dem Kayserschrieb mit grosser zufriedenheit der Griechen wider die 1 ^0-des Florentrnischen Lvnciüi, begleitete auch den KEf. hckvid nach Constantinopel, als Mahomet II. nach erobern»^,stadt Trapezunt, ihn um das jähr 1461. dahin brEchMSeinen rühm aber verdunckelte er gar sehr, indem er ms >kindertt zur Mahometanischen religion trat, wodurchsx MSerrail in grosses ansehen kam, auch bey Mahomet chgelitten war, daß er zum öfter» von gelehrten und reus'Ma-chen mit ihm zu reden pflegte. Einer von seinen solMw Mmet-Bech genannt, war auch bey Mahomet II. in gnE - M.muste auf feinen befehl unterschiedene Christliche buchetbische übersetzen, äs conkenkn üb. I. c.
bist. äs Msboin. II. üb. IV. La-'/e. fck
*Amys, (Johann) Xotarius und Geheimschrel^Königs Ludwig XII. in Franckreich. Er schrieb auf bendo von Rochefort, welcher damals Cantzler vonwar, einen rechtlichen bericht von der Huldigung,lipp, Ertz-Hertzog von Oesterreich dem König Ludwiggen den Graffchafften Artois und Charolois an. p. 18°:Man findet diesen bericht bey Seissel bist. äs üomsauch in dessen Leremonial äs krsncs p. 664. Ferner .2 Eguier üv. VI. cb. äes stecbercbes. Obwolen d ^tere den Urheber Avis nennet, so ist doch dieser AE 4 Estehen; indeme sowol er, als andere feines gejMux,.. ^nahmen, unwissend warum, geändert haben, ^
bibl. äs sirsncs p. 616. L.hit ^
* Amys, (Peter) Herr von Ponceau, ist der Mnes kleinen tractats, so zu Angers an. 1667. unter om ^ausgegangen : llikcour8 äs 1s Xokleste , gui 8
bi pourprs äes ksr1emen8 äs ce Ilo^snme. Mun I l>waus, daß sein vatter Salomon Amys, von Ollvel / . (EChateau-Gontier in Anjou, und Zacharias Amys, L ^ Mardiere, seines vatters bruder, beyde Parlements-Rawtagne, dem dienste des Königs so sehr ergebenanhanger der Ligue das Haus zu Olivet, wo damaw AMIlmys, beyder vorgedachten vatter, wohnete, verbrannn Mydiesen Verlust, lind den tod seines vatters wurde As "ssgezwungen, sich in krieg zu begeben. Er machte xkannt, und wurde beförderet. Er ward GeheiME«. ssszGesandtschafft bey dem Münsterischen friedens-schluZ ^
Er hat verschiedene kinder hinterlassen, darunter gck»ein Jesuit worden, und sich fleißig auf diehat. Dieser setzte die vogmsm Tbeol. ketavü fou ^haltet ihn für einen der ersten anfängern der bera»
N10ÜS8 äs Irevoux, welche man im jenner °ansienge. impr. ö ksr. -/licht l"
)lmythaon, ein söhn Crothei, Königs in Elis,
Pylos rn dem Peloponnes, und war ein vatter des H Vdius und Bias, welche nachmals Könige Z» Afd XE»;Pausanias üb. V. meldet, daß er die OlymptM^ch M»^weder angerichtet, oder doch die pracht dabey verm^Asund Stephanus Byzantinus berichtet, daß das ia« .ihm den nahmen Ämythaonia bekommen. U
,* Amytis, eine tochter Astyagis, des letzten sie Kö-nigs, wurde an Spitamas verheurathet, von ,,äete. Msöhne, nahmens Spitaces und Megabernes, erzeup^gabe 1^ges, nachdeme er von Cyro überwunden worden ' heiMWnaher Ecbatana, und verbarg sich in einem Me 0 ^ort des pallasts. Cyrus ergrimmete sehr/ls.finden konnte, und befahl man sollte Amvtls, M
und ihre kinder an die solter spannen. Woraufentdeckte, und wurde ihme mit viel grösserer -e
gegnet, als er hatte hoffen dorten; Spitamas ^ MeM-Mmann wurde mit dem tod gestraft, weilen C P -rösivwisse nicht, wo er sich verborgen hätte.. Sem v^ttexMaber berührte darauf, weilen er eine schone ergW.jsseeche ihrem uberwtnder sehr wohl gefiele. AmsM Ay,-wenig thränen, als er sich mit ihro vermag- D'zweyten ehe kamen Cambyses und TanyoMee» ^r>ck» xcceCyro in der regierung nachfolgeten; denen ernen aber, so sie mit Spitamas erzeuget hatte,4 pM'f EHerrschafften in besitz. Tanyoxarces wmde aus^p fMbysis mtt gist getodtet; und als AmM.ftmen E hK,
hernach entdecket, bäte sie Cambysem mstanW "^raE Wzu liefern, der ihme diese schandthat auszuuve' ssahniete; als sie aber solches nicht erlangen konnte, gudurch gift selbsten das leben. Cteflas rst der v >i^ Mchein alles dasjenige, so hier erzehlet wwd/Pzschemet es, als ob ihme so wenig wegen dielen, ^sseterschledilchenMdern Puncten möchte silauben ^ sgvo
den; dennoch hat man nicht unterlassen >vom M
als auch viele andere alte artickul mtzufuhre»' wur^si-
* Amytis , ,eine tochter Xerxis I. und Amc!^^ einA.h,ck
Megabyzum einen sehr vornehmen mann, v^r hM
henlichen rang in der Persischen dlstone del^p MSie erzeugte mit ihme zwey söhne,. Zopyr"M schstN^Ewelche ihrer hohen geburt sehr würdig Z» j^^„pig/ Baufführung dieser Printzeßin wäre sehr n«