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Erster Theil. A - Be.
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Z 78 ana

D/oZ. in UnackLiü. <?Eo lib. V. <^u. Trilb. M'«.üb. VII.

c. 46. *

Anachimußr, völckcr im mittägigen theile der insirl Mada-gastar, haben ein ftuchtbares starck bewohntes land/ so reichvon Vieh und reiß ist. bist. cle N-iä-ig.

Anachis / einer von den 4. Haus-göttern der Egypter / dienach ihrer meynung den menschen von seiner geburt an zugeord-net gewesen. Sie hiessen Dymon / Tyches / Heros und Ana-chis. Wiewol Giraldus dafür halt / daß diese Wörter corrum-piret, und auf Griechisch heißen sollten: O^namis, die gemalt;T^LÜS , das glück ; Lros , die liebe ; La-inclce , die Nothwen-digkeit. Worunter die Heyden so viel verstanden, daß dermensch von sich selbst zu nichts tüchtig sey, sondern des göttlichenbeystandes nöthig habe.

, heist in der Griechischen spräche so vielals einer / der sich absondert, wird aber von den Mönchen ge-braucht/ so sich der gesellschafft der menschen gantz entzogen,und sich, nach dem exempel Elia und Iohannis des Täufers / indie wüsten begeben. Man findet dergleichen Anachoreten so wolin der Occidentalischen als Orientalischen kirche,und war sonder-lich die wüste Thebais in Egypten vor diesem damit angefüllet,unter welchen der Heilige Macarius / Hilarion, Antonius undPaulus Thebanus, so zuerst diese lebens-art angefangen, be-rühmt sind. Einige wollen schon die IbeiLpLums des Phitonishieher ziehen, doch ohne gründ. Daß es noch bis anf diesentag in Orient solche leuthe gebe, will Allatius behaupten. Wasdie Occidentalischen Anachoreten anlanget, ist zusörderst zu mer-cken, daß ihnen nach den regeln des Benedictiner-ordens vordiesem erlaubet war, das kloster zu verlassen, und sich in diewüsten zu begeben; doch lebten sie nicht so gar in der einfamkeit,daß nicht einige Personen sollten zu ihnen gekommen seyn sie zubesuchen, und sich ihrem gebat anzubefehlen. Sie pflegten auchbisweilen alle aeschencke anzunehmen, und wenn sie an einemort sich genug bereichert, sich an einen andern zu begeben, beyihrem ende aber solches dem kloster, woraus sie gekommen , zuvermachen, Krcl. L>-o-r. origin. äss

reven. LLLl. carat. clegü orä. reüg. *

Anacletus, von Athen gebürtig, wird gemeiniglich mit un-ter die Päpste gezehlet, und mit Cleto vor einerley gehalten.

Anacletus, sonst Petrus, Leonis söhn, war ein Gegen-Papstwider Jnnocentium ll. und hatte die Römer, Mayländer, undRogerium, den Hertzog von Sicilien auf seiner feite. Er beriefein Loncilium nach Rom , und excommunicirte Jnnocentium ,welcher nach Franckreich geflüchtet war. Er starb an. n; 8 .nachdem das ÜLbilbia 7. jähr gedauret hatte. ex. 124.

L 147. lib. II. e. 7. in Lernli. I'e,»'.

D,«eaÄ. in cbron. Lallin. ^98. leg. Lara», L. ii;o. Z4.L ;8-

* Anacoana, eine Königin zu Maguana aufder insul Hi-spaniola, eine gemahlin des mächtigsten Fürstens dieser insul,nahmens Carnabo. Ihr bruder Behecchio war König zu Xa-ragua, auf eben derselben insul, als diefelbige in dem ansangdes XVI. jahrhunderts entdecket wurde. Sie wäre ein weisvon ausnehmendem verstand, hatte auch viele Zuneigung zuden Spaniern, welche sie gern zu nachdarn hatte, damit siemit ihnen handeln könnte, v. Bartholomäus Columbus, einbruder Christophen, machte sich diese ihre Zuneigung zu nutze.Anacoana hatte sich nach dem tode ihres gemahls zu ihrem bru-der begeben. Da sie nun hörete, daß die Spanier gegen Ta-ragua anruckten, trachtete sie ihren bruder zu bereden, daß ersich ihnen unterwerffen, und einen jährlichen tribut bezahlensollte. Die Spanier wurden würcklich zu Taragua wohl auf-genommen. Columbus nähme den König allerdings ein; undman bestimmete anstatt des goldes, welches man in dieserlandschafft nicht fünde, ein gewisses an baumwollen und le--ens-mitteln zum rribut. Da nun Behecchio in kurtzer zeit dieerste dezahlung beysammen hatte, und die Spanier ein schiffschickeren, diest zu entheben; gienge sowol der König, als feineschwester zu diesem schiffe, und besahen es mit der grösten be-aierd, indeme es das erste wäre, so an diesen kästen anlange-te. Sie fülleten darauf das schiff mit baumwollen und einerart aus gewissen wurtzeln gemachten brodts, welches Cassave ge-nennet wird; also daß sie mehr herbey brachten, als bestim-met wäre. Behecchio starb gegen an. i;o;. und da er keine lin-der hinterließ, folgte ihm seine schwester. Nach diesem hattesie nicht mehr gleiche zuneigung zu den Spamern, als sie vor-her gehabt hatte, weilen sich solche undanckbar erwiesen. Esmengen verschiedene feindfeligkeiten unter ihnen vor, und ver-klagten endlich die Spanier bey Ovando, dem General-Gouverneur , die Königin, als ob sie wollte rebelliren. Ovan-do begäbe sich sogleich nach Xaragua, mit z°o. mann zu fuß,und 70. Pferden. Anacoana meynete, er käme als ein freund;ließ deswegen alle ihre Vasallen zusammen kommen, und gien-ge den Spaniern mit vielen freuden und ehrbezeugungen ent-Kegen. Sie hielte dieselbe herrlich zu gast. Die Spanier stcl-leten sich, als wollten sie die Indianer hinwiederum beehren,kamen aber des folgenden tags mit bewehrter Hand, machtenaues nieder, die Konigin sechsten verurtheiieten sie zum galgen,welches auch öffentlich ins werck gerichtet wurde,luüoirs äs l'lsle LixgM.

Anacreon, ein Lyrischer Poch gebürtig von Tejus, einer stadt

ana

in Ionim, lebte OlMp. ÜXII. 1. ä. N. E F

222. zur zeit der Persischen Monarchen Cyri und Camovvda Polycrates in Samos regierte, und HipparchU» ..schafft über Athen von feinem vatter Pisistrato bekomme ^ ^

Hipparchus hatte ihn sehr lieb, schickte ihm eine gE A

rudern zu , und ließ ihn darinnen nach Athen «beEI gcMwar der woüust sehr ergeben, und hielt viel von soEschafft, auch bestehen seine getichte aus lauter verlievre y eund trinck-liedern, dabey ächtste er kein geld, undzooo. cronen, die ihm Polycrates, der Regent U ^fchencket, wie Stobäus mit dem zeugnis des ^',WigeimHäupten will, nicht langer bey sich haben, werk ihm' Ene ruhe verstörten. Er erstickte endlich an eurem E,kern von wcinbeernim 8;.iahe seines alters, wleLW^,richtet. lib. III. lib. I. üb- c-s

lib. IX. L. 12. lib. IX. c. 4.t '

<!e kost. 6r. c. 4. I? clesüoet. Lrec. Kc-ör'icE, bibl. Or-LLÄ üb. II. c. 1;. n. 12. göb

* HKäLl'ss8, X»°eit2-rc, ist ein nähme, dene dreyter gemein haben; sie sollen zu Athen von Jove eiM''Hyhtt»testen Königen des lands und von der ProserMa vseyn. Cicero üb. III. äs nswr. veor. nennet sie TrüEubullus, und Dionysius, sagt anbey, sie seyen auch , habe^nahmen violcuri, dene sie mit andern görtern gcm», Mbekannt. ^ Sie hatten zu Athen einen tempel, dene'cesin, nennete, wie wir solches von Hakb^

welcher den Demosthenem anführet, erlernen ; barm >te man ein fest Lnac-kA genannt, nach der crzehlung. , Ezu deren ehren. Pausanias in Lorimb. L üb?L.habe auch den feyertag der Anacten zu Amphissagangen ; einige aber, sirgt er, halten dafür, diese L» ^, 0die viofeuri; andere wollen behaupten, solches seyreess , einige aber 5 welche sich noch mehr als alle Mvwissen einbilden, wollen sie von den Labiris nichthaben. Wir halten dafür, man könne sich an den V .halten; und daß weder Plutarchus in Tüsleo, rir

retus, üb. VIII. OrLL. aL urfach gehabt zu sagen, ^pel i»Pollux seyen die ünaÄes gewesen, welche einenAthen gehabt haben. Der Ursprung des nahmens ^sehr ungewiß, Plutarchus in HLo hat von dEdenen Ursprüngen geredt; er kan herkommen, Ms-aciverbio welches sorgfältig bedeutet, dünn ^ M»

te es auch ein verderbter nähme seyn, welcher achckAInäuciD der stillstand , oder «>-« einem aclverbio, m ^pra oder daroben bedeutet, hergeleitet wird. ^,jlcn^Bhier nichts, was dieser amüor sagt, gut geheißen, re'^ches auf den Castvr und Pollux zeucht, welche man ^ ^Anacten unterschieden zu seyn vermeynet. Votzm^ pic«^^orig. iclolor. nap. 1;. Ware schier überzeuget,

Phönicischer nähme wäre, und daß die üna-ltes nm,als die von Enak Herstammende Fürsten waren,den büchern Mosis und Josua geredt wird;letztern verjaget worden, und sich vielleicht in Gf; sizogen haben; er muthmasset dennoch auch, es kE P Ichen diesen nahmen auch von Cadmo , als der auw ^cier gewesen, erlernet haben. Siehe den folgere» .

* äX VSsss 8 , ist ein ehrcn-nahme, welcher, ^sichert/stoteles, so von Harpocratione angeführet wird,E Fsöhnen ober bindern des Königs in Cypern , fav^ysirty ^nähme velxores in der neige des Griechischen " jg Ul'fyh,eigen wäre. Weilen auch die Könige in Cypern s gtenlern auf ihre lustbarkeiten bedacht waren, so ^sen die LnaÄes die regierung, undmustenIHM' aEpiiBalles dasjenige, was sie wichtiges beobachtet harr»und davon rechnung geben; nachgehends echoler»dir kromalanMs über die Wahrheit dieser HE E soraths, und richteten alsdann nach ihrem angco' ^etvexder nenneten sich ün-Fs-, und liessen sich altech^Eman Lolacicl'äs nennete, bedienen, welche chneubetten und sorgen abnehmen sollten. Doßms, Mgen worden, haltet dafür, dieser «ahme >ey^^sss c.,sches Wort, und habe sehr leichtlich können m ..,uberbracht werden. . ...

Anactoria, heutzutage Voniza, eineftadr^meer-busen von Ambracia, gehörte vor zelten 0 .^W^rund Corcyraern insgemein zu,und gab oMWnst/Ät ^anlas zum kriege. Die Athenienser machM R ftavE,.davon, vertrieben die einwohner, und besetzte» Mnanrern, die ihnen in solchem zuge beystand gelei ^samas sagt, der Kayser Auguftus habe biest cow^ XIls bey Actmm geführet, welches Strabo bestatt^ ^üb. I. II. L IV. üb. V. ^7- tlb-

Anacujes, sind Americanische völcker m pav

dem lande zu , welches die Portugiesen urm geS- .

Hauptmannschafft von Seregippe rnne havei ^ HessAAnadyomene, ein gemählde des AMs ^xieniee lAnatis, eine gvttin, welche die E^^chts od so 4,,und Tartarn vor zelten fehr ehrten, und ch j^^ochtz, ^ e ^rath vornahmen, ja sie wiedmeten derselbenn^^yiehre denen, die ihr opfer brachten, zum or,