Band 
Erster Theil. A - Be.
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z8o ana

solle ihm der HErr Christus am 7. und amder H. Geist er-schienen seyn , wodurch der kercker-meister bekehret, und alsobalsnebst Anania auf dem rost gebraten wurde. Wie nun die 7»soldaten, so sie bewachen musten, sahen, daß rhnen das feuerkeinen schaden thäte, bekehrten sie sich auch, und wurden des-wegen mit denen andern zugleich ins meer gesturtzet. Der 2;.sehr. ist ihrer gedächtnis-feyer gewiedmet.

* Ananias, ein läusser, der auch zugleich die Mahlerey ver-

stünde, wurde von Abgaro, dem Könige von Edeffa zu demHErrn Christo, von dessen thaten und wundern er gehöret hat-te , mit einem schreiben abgeschicket, weil er selber kranckheithalben nicht zu ihm reisen konnte, darneben aber befehliget,ihm das bildnis des HErrn Christi auf eine tafel abgemahltmit zurück zu bringen. comx. bist. x. 144. Lama/bm.

vrtboä. K6. IV. 17.

* Ananias, ein Jüdischer kaufmann, schmeichelte sich andem Hof Jzati in der provintz Spazim, so Armenien ist, ein,unterwiese auch etliche weiber in der erkänntnis des wahrenGOttes, und als er durch ihre hülffe einen zutritt zu Jzatobekäme, brachte er ihme gleiche erkänntnis bey. Jzatus wä-re ein söhn Monabazi Königs der Adiabener. Als er zu demKönigreich gelangte, machte er seine mutter Helena samt vie-len Fürsten seines Königreichs ihre religion andern,

üb.-XX. ant. L. r. Simon in seinem viÄionario bibl. willbehaupten, dieser Ananias seye ein Christ und kein Jud gewe-sen, und habe er den Jzatum samt denen von seinem Hof zumChristenthum gebracht. Josephps aber, welcher von der Jü-dischen religion redet, habe solches seiner religion zu ehren,Und aus haß gegen dem Christenthum, wann man darüber demOrosio will glauben beymessen, gethan.

* Ananias, wäre ein söhn Sadduci, eines der schlimsten und

boshafftesten Männern der stadt Jerusalem, welcher auch amhartnäckigsten in der aufruhr wider die Römer beharrete. Erwurde von Eleazar dem Haupt der aufrührten zu Metiliodem Römischen Generalen, welcher in dem Königlichen pallastbelagert ward, geschickt, mit versichern, man wollte ihme dasleben schencken, wann er den platz übergeben wollte. ,Er wäreso wohl beredt, daß er einen alles dessen, so er wollte, überredenkonnte. bell. stuä. üb. II. L. Z2. Auf eine andere zeit

wurde er sinnt einem andern gleiches nahmens von den Ze-loten abgesandt, um die Jdumäer fowol wider Ananum, alsauch diejenige, so den frieden und die ruhe der stadt zerstörenwollten, um hülffzu ruffen. Welches ihme nach wünsch vonstatten gienge. üe Kollo Maico, üb. IV. L. Iz.

Ananus I. Annas oder Hannas, der 66. Hohepriester derJüden, ein söhn Sechs, des Caiphas schwieger - vatter, hatte5. söhne, so ihm allesamt in dem Hohenpriesterthum gefolget;welches gluck sonst keinem widerfahren. Er ward Hoherprie-ster L. L. 6. Vor diesen Annas ward JEsus gefuhret, als manihn in dem öl-garten gefangen genommen. Jngleichen hat auchzu seiner zeit St. Johannes geprediget. Er stellte auch nebst denübrigen vom hohenpriesterlichen geschlecht die Apostel wegen ih-rer wunder und predigten zu rede. Bey den VbeoloZis giebt esunterschiedene meynungen über die erklärung und Übereinstim-mung dessen, was St. Lucas saget: Annas und Caiphas wä-ren zugleich Hohepriester gewesen. Einige meynen, daß Annasgleichsam als Vicarlus die stelle des Caiphas in feiner abwesenheitvertreten, und beziehen sich auf das exempel Seraja und Zepha-nia, welche r. keg. XXV. unter der regierung Zedekia Hohe-priester gcnennet werden. Andere geben vor, daß der eine deroberste unter den Priestern, und der andere das Oberhaupt imgrossen Rath Sanhedrin gewesen. Enscbius hält dafür, daß,weil die amter damals schon in der Romer Handen gestanden,Annas vom Hohenpriesterthum abgesetzet, doch aber hinwiede-rum , nachdem Caiphas «begangen, zu solcher würde gezogenworden. L»-. III. XVIII. IV. /o/l-T-i-. Ilb. XX.sntiq. c. 8- Üb. I. N. ü. c. 12. Vo^re- 7 . ü. N. 4069. n.

1. Vo/er. L. ig. inßoban. concorcl. evanZ. c. iz8-

^0». II. L. Zi. ÄLo-r. üb. V. cle rex. Hebr. c. 2.

Ananus, oder Annas II. des vorigen Anani I. söhn, einernsthaffter und kühner mann, von der Sadducäer secte. Erlödtete St. Jacobum, Christi bruder, und ward vom KönigeAgrippa seines Hohenpriesterstchen amtes entsetzet, als er sol-ches kaum 4. monat verwaltet hatte. Die Jüden waren darü-ber sehr entrüstet, daß er an den frommen Apostel Hand geleget,und hielten die verstorung der stadt Jerusalem und ihres lan-des vor die strafe dieser Mordthat. Jo/^. üb. XX. amw.b. 8. Lrsses. üb. Ü. biü. c. 22. Lara«. L. L. 6;. H. L.

üb. I. c. 27.

Ananus III. wird von Josephs wegen seiner klugheit undsottseligkeit sehr gerühmet. Er setzte sich der bosheit der aufrüh-rsschen Zeloten entgegen, welche den tempel zu Jerusalem einge-nommen hatten, und ermähnte das volck, dle Waffen wider die-selbe zu ergreiffen. Als aber die Zeloten von den Jdumaern hulf-se bekamen, verübten sie an den Juden noch grössere grausam-und müsse dieser Ananus auch seinen köpf lassen. Jo-üb. IV. äs bell. juäalc.

wäre ein sehr tapferer Hauptmann aus dem fle-angeklagt wurde, als ob er sich in die zu-""der Ananiam den Jüdischen Hohen-Mester gemrschet hatte. Quadratuö schickte rhne darauf nach

ana

Rom, um sich vor dem Kayser Claudio zu rechtfertigtam. üb. XX. L. 5. „rek

* Ananus, aus der stadt Emmaus gebürtig, ware^jstekleib-wacht des tyrannen Simonis, und gäbe stmem f,an bosheit und grausamkeit nichts nach. Als es an omre, daß die stadt Jerusalem sollte bestürmet werden.,

er daraus samt Archelao, und begäbe sich in deswelcher ihnen gnade erwiese, anbey auch erlaubte sim, Vl-chen ort sie wollten, zu begeben. bell.

c. 2;.

* Anapachanie , (Antonius) ein ürokeüor ^beoiMr,

Cracau, und des Königs Sigismundi Augusti HdnUeii ^welchen zu hören das volck häufig und von entlegenen " .A,hinkam. Erstarb an. 1562. zu Cracau in seinem^'Acht-und hinterließ üocos L0MMUNS8 käei LatboÜLL wkoeVUlN. , clo sorixt. kol. x. ;c>. .< tck

Anapauomene, ein wunder-brunnen in dem tenü^chtJupiters zu Dodona, in Epiro, darinnen nach abmdie fackeln, wie sonst in andern wassern verlöschten,so bald sie wieder in selbigen getauchet worden, selbstanzündeten. Dieser quell war zur mittags-zeit fast 0»und nahm immer allmächlich zu, bis gegen wittern»" ^>/F.er wieder nach und nach abnahm, bis zum Mittage v»üb. II. c. 10;.

Anaphas I. König der Cappadocier in Klein-Äsit !>t

durch hulffe des Darii auf den thron erhoben, nacyo^thaphernem, welcher in Persien aufruhr angerichre,, ^ Bdet hatte, wollte aber die Crone nicht annehmen ,dem bedinge, daß er den Persern keinen tribnt E'Darius gab ihm noch darzu eine stelle unter den obernVögten seines Reichs, üb. III. , ^

Anaphe , eine insul in dem Aegeischen meere, sswPoeten vorgeben, von sich selbst entstanden seyn. ^^er -e-

sollen ihr die Argonauten beygeleget haben, als ihnen erder damals neu gewesen, unverhofft in einem stürmschienen war, damit sie nicht auf die klippen dreier., M.,lauffen nlöchten. Apollo wurde hier sonderlich verehre.^er auch den zunahmen Anaphäus bekommen. Jrtzr ^insul Nansio genennet. ? üb. II. c. 7. '

üb. V. OrM. metam. üb. VII.

Anapius, oder Anapus, einflußin SictlienAjMcusa, davon die Poeten tichten, daß er in die CyansWesen, welche sich dem Pluto, als er die Prosts verstAUentgegen gesetzet, und dannenhero in einen brunnmworden, desten Wasser sich mit diesem fiusse vev "

de

derseits mit einander ilts meer lauffen^ meti""-

Anaplistus , oder Anaplyftus, eine ane n hürMnGriechenland, nicht weit von Athen, bey dem xcr

lias, wohin die zerscheiterten schisse in der .(y

fchlacht angetrieben worden. Sie war beruhnn ^ ^

heydnischen tempel, so daselbst zu finden, wegen der genEg.befindlichen stlber-gruben, und wegen der gefassevon ^ 1

erde, die man allda verfertigte. Ptolemäus nenn

* Anapodart , llnapoclarws lürvlus, vor alten ^U8 genannt, ist ein kleiner fluß in der insul ^ §r>»'.A

raiüu8 >.»> aal. M

cher ferne quellen ohnweit dem castell Bomfaaosehr nahe bey dem Castell Belvedere vorbey, unv^a,in das mittägige meer zwischen Castel äe Gwn ^ .

Capo von Matala. , Dick. 6eoZi. . OA

Anappes, eine Grafschafft nebst einem stecken w ^^ile"Ionischen Flandern, an dem flusse Marque,

Ryssel gelegen. .,msgebFV

* Anaps, (Nicolaus cle?) aus der ssadt Rhew^^ M siri-nähme den Dominicaner-orden an, und unter,", ^ ra M,rinnen sowol durch seine wiffenschasst als seme tugrcolaus III. einen Patriarchen von Jerusalem er«so Übergabe er solches dem Lollsgio der Caro^^

alsobald die äugen auf k. Nicolaum "segeltVerdienste ihnen bekannt waren , warfen ,^awe

is

oerannr waren /

dem jähr 1273. in das gelobte land ab, uni> s§r E ^mais an, allwo er seinen sitz aufrichtete, M Etriarch verträte seine würde mit st'M' arostem v ^ erheit. E Nachdeme aber nachgehendsungläubigen belageret undgenothiget sich mit dem cwegzubegeben. Sie waren beyde tödlucygaben sich auf ein schiff, welches wegen der gr'^fdarauf waren, schiffbruch litte. Sem wd m um s 'jg„ckr-82. Es hat der k. Nicolaus dre Libüa xa zuden, welche man mit unrecht dem St. Bonav ^

/'s«-««, tlieatr. Oominic. x. 46. . m delst.^ptck

Anapuia, einelandschafft inSüd-Amerst^s Msi

the von Venezuela, bey dem Ursprung oesBariquecem.

Anapus, ein fluß, siehe Anapius

Anaqutto,provintz Peru

, ein schönes ebenes feld w u,, im land-striche Quito geies