4O2
and
König Henrico zu hülffnach, und wurde nochmaleni'n demjähr 1,67. in der Wacht bey Navaret zum krregs-gefangenengemacht Nach seiner ruck-kchr konnte er wegen seinem hohenalter der würde eines Marschalln von Frankreich nicht mehrvorstehen; legte derowegen solche wiedrum in des Königs Hän-de ab, welcher ihme die OrMmme zu tragen gäbe; welchesaeschenck, wie Belleforcst sagt, niemand anders als altenerfahrnen und ihrer grossen klugheit halber berühm-ten Rittern gebühret, und erwiese ihme üoerdiß noch vieleandre gnaden. Obwolen ihne auch sein hohes alter rechtmäßi-ger weise von allen kriegs-beschwerden hätte befreyen können,so triebe ihne doch die begierde, so er hatte, den Connetabel äuGueftlin , welcher in Spanien zurück kehrte, zu folgen, ihnedahin mit einer gewissen anzahl kriegs-leuthe zu begleiten. Esliesse ihme auch der König zu beyhülff seiner ausrustung durchbrief vom i. novembr. 1,70. alles nöthige anschaffen; er wäreaber kaum in diesen landen angelanget, so starb er allda in demfolgenden christmonat. Sein leich-degängnis samt, des Herrnvon Charny wurde auf befehl des Königs in der Cölest'tner-kir-chen zu Paris gehalten. Er hinterliesse keine kinder von Johan-na von Valincourt, einer Dame von Hamelaincourt, seiner ge-mahlin, und ward Johannes, Herr von Neuville, sein vetter,auch Marschall von Franckreich, sein erbe. /.elull. äes gr.uäs (Meiers.
Andreim, (Jsabella) gebürtig von Padua, war zu endedes XVI. und zu ansang des XVII. Lculi eine von den bestencomödiantinnen in Italien, dabey machte sie schöne verse, ver-stund die Spanische und Französische spräche wohl, und warauch in der Philosophie nicht unerfahren. Die Imeml zu Pa-via nahmen sie mit in ihre Academie auf, und pflegten sie co-mic. Oelsk», .csäemic. Imeut. äedt. I'LLLsk. zu nennen.Endlich kam sie in Franckreich, und wurde bey Hofe und vonden Grossen wohl aufgenommen, welchen sie zu ehren viel son-nete machte, starb aber zu Lyon an einer unzeitigen geburtden 10. jun. an. 1604. Dem Cardinal Cinthio Aldobrandiuihatte sie ihre Poesien dediciret. Ihre briefe sind an. 1610. zuVenedig gedruckt. Ihr mann war Franciscus Andreim,gebürtig von Pistoja, und in der compagnie der comodiantenOeloli. Er agirte meistentheils die person des Rodomont, gabauch einen äislosuni unter dem titul: Lr.vurs äel L^pitrmoLpaveuto, inglelchem Kaxionamenti Ls. heraus. Dieser An-dreini muß mit dem Johann Baptist« Andreim nicht verwechseltwerden, welcher eine tragödie, Florinda genannt, verfertiget,die an. 1606. zu Mayland gedruckt ist. Das exir.xkiuin, dasihro ihr mann fetzen lassen, ist vor eine schöne comödiantin wasseltenes, indem ihr darauf ein besonderes lob der keuschheit, lü-gend und frömmigkeit beygelegt wird.
v. 0. M.
ILKsII. Inärsin.. L.wvins, mulier msgria virtuts xrTäita,koueü.tis orn.menturu, maritMsgue xuäisitiL äesus, ors L-cunä., msuts koscunä., religioke pia, Mulls umis. L arris kss-nisse csput, kis rskurrsäkioueni expekk.r.
OK ukorwin obiit 4. läus. zuu. 1604. uunum.Zeus 42.
fi-MLilLUS ilnäreiuus incullilllinus pokuit. La.7/?.
Andrelinus, (Publius Faustus) gebürtig von Forli in Ita-lien, war zo.jahr kiolLllKr in der Poesie zu Paris. In seinemL2. jähre wurde er zu Rom zu einem gecrönten Poeten gemacht,und hernach bekam er in Franckreich den titul als Poet desKönigs und der Königin ; wäre auch noch dabey in We Ls-non. graduiret. Um das jähr 1487. kam er nach Paris , undstarb an. 1,17. Er hat aber nicht allein die Poesie, sondernauch die Rhetoric und Sphäric dociret, und die Psalmen Da-vids erkläret. Was von ihme gedruckt, bestehet vornemlich inLateinischen versen, darunter vier likri Linorum , oder äs Li-viL , und drey andere likri Llegiurum , auch eine sonderbargedruckte elegi. vom lob Caroli VIII. Königs in Franckreich,den vorzug haben, wie dann in der that an dieses manns versennoch eine ziemliche faeilität erscheinet, zugleich aber auch allzu-viele Worte, und öfters nicht gar nettes und reines Latein.Seine äistisk., als welche weniger geachtet werden , finden sichin dem ersten theil der Heilserum koewrum Itulorum. Sohat er auch Lxiüol.s iu.or.Ies (L provsrki.les in ungebundenerrede heraus gegeben, und Joh. Arboreus, ein illeolvMs zuParis, hat darüber commentrret.. Seine äillisk. hat auch Sle-phanus Prive ins Französische übersetzt, welche Version über-aus schlecht gerathen, und an. 1604. zum vorschem gekommen.Lra/»r. in Spill. in bibl. LuMr. zagem, sur äes kost.
tom. II. *
* Andreoff, oder Andreow, eine ansehnliche stadt undvestung in der provintz Dagestan in Persien, an der Caspischensee, zwischen Tiflis und Terki, allwo sich der fluß Axan mit derKoisu vereiniget. Die anzahl derer Häuser in dieser stadt belauf-ten sich ungefehr auf,000. Häuser.
Andres, Androsia, eine stadt in Galatien bey Ancyra.^hrer gedencket Ptolemäus.
- * Andres, ist ein flecken in Natolien in der provintz Bolli,ssprovintz Chiangare stosset. Er Ware vormals sehr^u;ahl seiner einwohncr aber hat eine mercklicheKt deme die Türcken sich dessen bemei--
ßert haben.
and
* Andreselle, Uriärekellus, ist ein dorf, welches eise ^meile gegen mittag von Guines gegen Champeaur geyen^^ckdrey Meilen von Melun gegen Rosou gehend, gelegen?'g„pst§auch destvegen berühmt ist, weilen es das vatterland oe» ^Martini IV. gewesen, dene andre aus der stadt BM-leo"'bert gebürtig geglaubet haben. vict. Osogr.
Andrews, (Lancellotus) ein zu seiner zeit in EngeN*,stei»angesehener Illeologus und Bischoff, war gebohreu ge-an. 1;;;. von wohlbegüterten eitern; Seine auferM« , ftkschahe zu Cambrigde in Pcmbrock-Hall unter v-welchen er hernach jederzeit eine Hochachtung bezeugst.me allda die §r.äus asLäsmisos an. Nachdem er m g Astslichen stand getreten, wurde er zuerst Prediger bev Hch, Michvon Huntington, welcher sich seiner nützlich bediente, „„stderspenstige zu der kirche zu bringen; Nachdem er hler»"> istan etlichen andern orten dem predig-amt vorgestanden,me ohne ftin nachwerben die kr^ke^kur. von PeMvn" Aß-und der Decanar von Westmünstcr aufgetragen. Ais ^Hummer Ely und Salisbury vacirten, wurden fielst" „ach?boten, aber nicht angenommen; dennoch liesse er NstMeslchwiewol nicht ohne widersetzen, bereden, das Bißthuustst.darauf das von Ely, und endlich das von WmchE Mcknehmen, und bey diesem letzter» bliebe er bis ?um em^ AMlebens. Sonsten wäre er auch Lumonisr, und gehest'^ st;Königs Jacobi, und hernach Caroli, da er fich-,^,bürgerlichen und weltlichen geschäfften wenig annav> erwelche nicht seiner profeßion waren. In seinem lchst'sehr gutthätig gegen jederman, und nach seinemließ er ansehnliche Vermächtnisse, deren summ Wpfund sterlings beloffen. Er eiferte mächtig widerfünden, sonderlich aber die drey damals im schwauflWucher, Simoney, und kirchen-raub. Gelehrte »no'leuthe beförderte er auch ohne ihr ansuchen, wie er d«>m ound Füller ohne ihr wissen fette präbendenstunde in den gedancken, die zehnden gehörten denM-e äivino, und aller zins seye ein unerlaubterSeine gelehrsamkeit in vielen wissenschafften undderen er bey 1;. solle verstanden haben, machtenwol als seine ausgearbeitete predigten einen gro!W. bGegen gelehrten Männern wäre er sehr freygebig, w - stCasaubvn, Erpenius, Voßius, Cluverius, Gro,xMe Lnugsam erfahren., Erpenium trachtete er fo gar «»' .
gene Unkosten hinüber in Engelland zu bringen, stst,, rst,
Orientalische sprachen fortzupflantzen", und erböte rhWxMsende ein ansehnliches lalarium. Seine maiuer zu.«'wurde damals für so vollkommen geachtet, dav sthpMst,gülden, geheissen , und ihme deswegen den nahmen . .
mi beygeleget. Seine 8ermons wurden aufbesondern befehl nach feinem tobe zusammen gest"» M stals ein kleinod an das licht gebracht. Altern die A 'lehrte Englischer nation fallen hierüber ein armest B,Der bekannte Lxeckswr hält seine wohlredenhert M' stBseine künstliche wort-spiele', welche dem König ststp .plE Lso wohl gefallen, für kindisch. Bey der versagHamptoncourt, da man wollte die Separatisten z ^yris > x,scheu Archen bringen , und da sonderlich Joh^^, ^gM Mfür die Presbyterianer bemühete, wäre er auch iMethäte mit feiner gelehrsamkeit gute dienste. Er pst^te st-auch für einen der besten casuisten seiner zeit. JvstL ä stielstErtz-Bischoff von Carterbury, Georg Abbot, al^sil
verdancken, daß er bey seinem amte geblieben. A - per r ^Ertz-Bischoff auf der jagd nach einein gewud jm ^aber unglücklicher weis einen menschen gelobtet,' „p sE Mkser streit erreget, ob er nicht dadurch "regularis, » Wst.chschöfflichen functionen unfähig worden, weil er lst
blut besudelt; dann da träte Bischoff Andrews t»v ^
und redte zu gunsten des Ertz-Bischoffs mit sojch-^^n ästdaß er von den Richtern völlig absolviret und ^ gMisschM^lassen wurde, wiewol er selbst aus zärtlichkeck bes» uMst^an durch seine gantze lebens-zeit alljährlichLancch'^,ag mit fasten und bäten zuzubringen pistsistst. ^hr,'
p
die
deme
drews starb den 2;. fept. an. 1626. seines alters 7 .^^her ?ssdigen stand. Seine schriften, deren etliche M-. . Lon^>meisten aber in Englischer spräche geschrieben, stn ^ p. Mgnsräuru I-utinX; äs (Huris ; äs Oscimis fch. st' ä»
Lpilkolss. lorturu torti. ZI 8peeck sgamst tonions ok M.Ir.sIc, sonssruingLsrrou, keinZ . äeksnke ok L.fnikon. ys.kerm
vkLsli.rmin. Lxxokiriou ok rke veLLlogue. , it.
I-oräs prsier. Ls. Lx ezus Icrixt. L kuner^-skronic.
-stadt in der Neapol-tan-sLiU >
cnuvv,wicye an.i552. vem a»B'
caten abgekauft. Es ist auch ein VischoM"unter Trajani gehöret, "
nesIoA. Iral.
Andria, eine insul, siehe Andro. ^ .„.^stadt*Andria, (Petrus äs) von seiner vmApulien gelegen, also zugenannt, war
X