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reis, welches der einwohner meiste Nahrung ist, ingleichen fin-det man allda grauen ambra, grosse und kleine perlen, welcheaber aus etlichen schnecken ausgekochet, und aus weiß in rothverwandelt werben. Lrn'c-.
Ängov, ein Afrikanisches Königreich, welches gegen südenan dem fluß Zaire, gegen norden an Loargo, gegen osten andas Königreich Caccogno und gegen abend an das meer flösset.Auf den kästen sind die see-häfen Bamba und Cabinda, welchevon den Engel- und Holländern besuchet werden, um daselbstsclaven einzukauffen. Man hat zwar schon öfters versucht, dasChristenthum darinnen aufzurichten, allein alles vergebens,sintemalen die einwohner dem götzen-dienst allzu eifrig ergebenfind; sie haben auch viel weiber, so viel einem jeden zu nehmenbeliebet. I.E.R. staats-beschr. k. II. xsg. z;i.
Angra, eine stadt auf der insul Tercera, so eine von denAzores, hat ein Bischoffthum unter dem Ertz-Bischoffzu Lis-sabon stehend; sie ist nicht groß, aber wohl bevestiaet, und miteinem starcken castell, St. Philipp genannt, versthen. Allhierwohnet der Gouverneur über die y. Azorische oder Flandrischeinsuln. Die stadt ist rund herum mit spitzigen felsen umgeben,und nach der see zu wie ein halber mond, an deren äusserstenenden die berge Bresil zu beyden feiten weit in die see lausten.Auf den gipfeln gegen abend und morgen zu stehen hohe thürme,auf welchen stets wache gehalten wird, und kan man von daraus etliche mcilen weit die schiffe sehen, so aus Ost- und West-Indien ankommen, oder aus Europa dahin segeln. Es sinddaselbst 5. kirchen, so ziemlich prächtig erbauet, und ist diestadt in ihre gaffen gar gerade abgetheilet. Die see daherum iststhr fischreich. O«?-
* Angradus, ein Mönch der Abtey Fontenelle des Benedic-
liner-ordens, lebte zu ansang des VIII. seouli um das jähr 701.Er componirte das leben des H. Ansberti oder Ausberti, Abtsvon Fontenelle, hernach Ertz-Bischoffs von Roucn, welcher umdas jähr 69?. gestorben. Dieses leben wird von Surio undBollando ihren wercken einverleibt, und ist Hilberto, auch Abteben dieses klvsters, dedicirt. in auei. äe lcript. eccles.
äe nist. 1 . 3 t. L All älsm 9. kebrusrii.
kibl.' meä. L ins. ret. tom. I.
Angriani, oder Aygnani, (Michael) General des Car-meliter-vrdens, war von Bononicn gebürtig, allwo er auchstudiret, und den orden angenommen, hielt sich hernach langezeit auf der Universität zu Paris auf, und ward voöior. Vonhier begab er sich wegen der geschässte seines ordens wieder inItalien, woselbst er sich dergestalt die gewogenheit des Römi-schen Hofes zuwege brachte, daß Urbanus vl. ihn zum Vibrioeenersli ernennete, worauf er an. i^gi. zum Genera! erweh-ret wurde. Er verwaltete diese würdejähr, hernach begaber sich in sein kloster zu Bononien, und fieng die bücher an zuschreiben, so noch von ihm vorhanden sind, als über die Psal-men, Über St. Matthäum, über die moralla 6rexorli, überden iVlsZillrum sententiarum, von empfängnis der H. Jung-frau, u. a. m. Er soll auch zu Bononien an. 1416. gestorbenseyn. in bibl. Lärm. parsä. Lsrm.
äe scr. /'»Aevr«. spp. L«»r«/är bibl. Lonon. Le.
Angrivarti, werden von Plinio und Tacito unter die Teut-schen volcker gezehlet, und von dem Ptolemäo Angriarii ge-nennet, welches letzte mit unserer Teutschen mund - art, wieReineccius muthmassct, näher uberein kommt. Man glaubt,daß sie von den anaern oder ebenen gras - reichen feldern, wiehingegen die Marfl und Bructeri von den Morasten und brächenalso benähmet worden. Der Mönch Wittechindus rechnet dieAngrivarier ober Angarier, wie er sie nennet, unter die Sach-sen, deren er;. nationen fetzet, die Ost-Phalen, Angarier undWest-Phalen. Sie haben ihren sitz im Stift Osnabrück, Min-den , Münster, einem theil der Grafschafft Schaumburg, Teck-lenburg und Ravensberg gehabt, und den strich zwischen derEms und Weser bewohnt. Es ist auch ihr gedächtnis in demstädtlein oder flecken Engern, davon die Niedersächsischen Her-tzoqe den titul gefuhret, noch jetzo übrig. Cluverius hält dafür,-aß selbiger orten zwischen Minden und Oldendorp die -. bluti-ge schlachten mit Arminio vorgefallen. Diese Angrivarit, sosich mit den Chamavis conjungiret, haben die Bructeros in ei-nem treffen dermaßen geschlagen, daß ihrer in die 40000. aufder Wahlstatt geblieben. cle 6erm. e. L SMI.
üb. XIII. L. 55. 6eim. üb. III. c. 19. äs /lu-
xriv. Monument. Luäerborn. bilt. ^ellpkul. üb. I.
* Angugui, eine stadt Africä in dem Königreich Tigrs, 6.
grad von der linien gegen norden gelegen. , Ltsr äu
xrsnä Xexur.
* Anguiano Sedano, (Christoph äe) ein voökor.furis Os-
nonici und ^ntecellor primsrius zu Alcala, im ansang desXVII. krculi, practicirte anfangs zu Granada, woselbst er auchgestorben. Er hat äs üeglbus A Lonüitutionibur krincipum,ipsorumgue L uliorum ^uäicum oräinuriorum <L äeleMtorumVotsstsre, ^urisälÄione L Imxsrio geschrieben. bibl.
blilpsn.
Anguien, Enauien, Iat.Lng1g, ein feines städtgen imHennegau, zwischen Mons und Brüssel, allwo viele tapetenverfertlgetwerden. Es ist die erste Baronie in der provintz Hen-llchgu. Sre kam ins haus Bourbon durch die Heurath Mariävon LMMburg, Gräfin von St. Paul, die sich auch Dame
inE
von Anginen nennte, als welche alle diese titul chkch^p,csirFrancisco von Bourbon zubrachte. Hernach strleIr"beydersohn, Carl von Bourbon. Als dieser r. loyff «Mlassen, Äntonium König von Navarra, und Ludwig.von Conds, und Angnien im erb dem erster» heuuM"re, liesse Ludwig, um den nahmen Anguien in stuw!'Ebehalten, nach einer in Franckreich üblichen gewol»"^ Per«'gen dem ihme zustehenden ort Nogent Is Rotro, ^ hmbeylegen, und hiesse es Anguien le krsneols.nach dessen groß-sohn Heinrich II. Printz von Conds äws AMguten, oder Nogent le krsngols, mit dein Hertzog ° ^
vertauschte, verlegte er von neuem den nahmen umHertzogthums Anguien auf die Baroney MoudunDieses ist um so viel mehr zu mercken, weilen ustwu ^ groiBourbonischePrintzen unter diesem nahmen Anguun Mse thaten verrichtet haben. Schon an. 154;. trüge Wmen Franciscus, Hertzog von Bourbon, welcherroli V. völcker in der grossen schlacht zu Cerisolles AxEerlegt, und nach damaliger beschaffenheit der fachenaus einer der gröften gefahren errettet, in deren es n - PMschwebet. Im letzt-verwichenen Leulo hat Ludwig ^ Evon Conds genannt, ungemeine ehre eingeleget, . E
die schlacht bey Rocroi, hernach die bey Freyburg u» rlingengewonnen, auchThionvillc, PhilippsburgunPlätze erobert. Also haben die älteste söhne dieses haw^dieftn nahmen zu tragen, so lange ihre vätter iM w" ^und erst nach deren tobe nahmen sie den titul der M KM-
Conde an,bis aufden letzt-verstorbenen Franzosoberm ^, ^
Minister, welcher sowol bey lebzeiten seines Herrn DBz,nach dessen tobe immer den nahmen eines Hertzogen , ^bon gesühret hat. Die Franzosen traten diesen ^Ryßwickischen frieden wieder an Spanien ab,het er unter der regierung der Oesterreichischenund gehöret dem Hertzoge von Aremberg. * . ^
Anguier, (Franciscus und Michael) zweybru^^jst>tlg aus der stadt Eu in der Normandie, welche ocv Aer Ader bildhauer-kunst einen grossen nahmen erworben- ^.1°»starb den 8. aug. an. 1669. der andere aber den "-w 'beg^cBeyde liegen zu Paris, in der kirche von St. REs Anguier , (Franciscus und Michael). DieE^Iei»gaben von jugend auf zu erkennen, daß sie zurHauer-kunst gleichsam äebohren, indem sie schon w ^kindheit mit ihren Messern aus holtz und stan E«,bilder machten. Als solches ein burger in Eusie zu sich, und liesse ste daraus zu Paris die bildhar« ^ r ^einem guten meister erlernen. Nach diesem thar»^^
woselbst sie sich in ihrer kunst berge
nach Rom
Unter ihre
bildhauer - wercken gebraucht wurden. .. ..
stücke gehören unter andern das grosse marmorsieimso in der kirche der Sorbonne auf den altar anm.mähldes gestellet worden. Ferner der Obeliscm A, AEvon Longueville,. und das grabmahl des Hertzogs v wder kirche der Cölestiner-, die Verzierungen an d^LMiskirche äu Vrä-äe- 6 rkice, wie auü) das kindlew 7 ) gttekkrippc samt der H. Jungfrau Maria und dempho auf eben diesem altar, rc. Bey ihrem aus wcw -verfertigten grabmahl befindet sich folgendes epw»?
Osnz llr coucsvits ce funestö tombesu . .
Tiem les os renlerruss äe I'un, L I'autrs uII leur ewic uise ä'en avoir uu plus bs->u, ;
81 äe leurs propres m-uns ils 1 'eulseM vouIVIuis 11 Importe peu äe loger iroblewent» ,
Le gu'spres le rrepss Is eorps Imile cle '
Lt xourvü ^ue cs eorps cpiltLmt le lo§^ü'sme Irouve le 6 en äsns le sejour celcl -
äe F>. mols äe muv 17 ; i. .iche dss, ßk
Anguigenes, äirgulgen-L, alte völcker, ^ Mespont wohneten. StraboIlb.III. sagt/ Zeilen.
Hellespont wohneten. ..... ^........ >
haben einige gemeinschafft mit den schlangen,'theiletblosses anrühren der biß dieser giftigen thlere«
T'l-oM-tt , LlÄ. 6eoZr. . - jll ^'7, >»'
Anguilla, ist eine von den AMillischen Ä
zwischen den beyden insuln Porto Rwco und ^ gfteEgrad und 20 . Minuten diffeit der KguinoÄim-u . inbestehet in einem strich landes, welcher sss!? Ar breite hckgekrummet ist, und in der länge 6 . bls 7 - in de^ sie Ä zMgefehr anderthalb Teutsche weilen austragr. ^^uw Me ^
gar sehr allhier vermehrm, trift man dase w nablN^ ftow.,,welche inerckwürdig sind. Zum exempel eme^ wer^ rs
sum, welches an grösse einer katze vergliche More-n^fFund unter seinem bauche eincn beutel tragrher». ^len zeiten seine jungen einschliessen und m» ^ so E^ekan. Ein anders, nahmens Talon /. ssAAcht, bss gewdfuchs ist, mit dem köpf aber einem ssrckel S zu M
und schuppichte haut,womit, es,als mrt eme