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Erster Theil. A - Be.
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vermählen sollte , wozu die Hertzoge von Savoyen und Mode-na, oder auch ein Printz von Französischem geblute in Vor-schlag gebracht worden, wie denn dieser Konig Jacobo michangelegen, sich der erziehung seiner kinder selbst anzunehmen, zuwelchen beyden Puncten sich Jacobus in einem geheimen tractatmit Franckreich verbunden. Es ward aber doch durch alle dieseversuche nichts gewonnen, indem Carl II. auf der Protestanti-schen erziehung der Printzeßin bestund,, sie auch durchaus aneinen Printzen von diesem glauben vermählen wollte. Als dem-nach die vorgewesene Verbindung mit einem damaligen grossenPrintzen, so ihr naher anverwandter, aus gewissen Ursachenzurückgegangen, und die Werbung, welche der SchwedischeMinister Olivencrantz an. 1678. vor seinen König ohne dessenwissen um sie gethan, von sich selbst hingefallen , gab sich derDänische Printz George um sie an,, und weil auch d>e Cron vonFranckreich dessen Werbung unterstützte, als welche mit Däne-marck zur selbigen zeit in besonders gutem vernehmen stund,unddurch diese Heurath dem Printzen von Oranien einen riegcl vor-zuschieben hoffte, ward selbige an. 168;. in Engelland vollzo-gen. Nachdem ihr vatter Jacobus II. in Engelland zur regie-rung gekommen war, und überall gerne den Catholischen got-tesdienst eingeführt hätte, setzte er auch und zwar öfters mit be-drohlichen Worten an diese Printzeßin, daß sie chren glauben an-dern solle, welchen allen sie jedoch im geringsten kein gehör gab,daher man ihr bey Hose nicht trauete, und sie um die zeit, da dervorgegebene Printz von Wallis sollte gebohren werden, ins badschickte, da sie sonst den gesehen nach dieser geburt hätte beywoh-nen sollen. Jedennoch nahm sie an der hiernächst folgenden re-volution vor ihre Person keinen wettern theil, als daß sie sich nachder landung des Printzen von Oranien von Hofe wegbegab, da-hin sie erst nach geschehener crönung des König Wilhelms undseiner gemahlin auf deren erforderung wiederkehrte, gleichwolaber eben in keinem sonderlichen vernehmen mit dem Hofe stund,gestalt denn der Graf von Nottingham und andere Torrys, dieder regierung heimlich zuwider waren, stets bey ihr aus undeingiengen, welches alles man den arglistigen anschlägen derHertzogin von Marlborough, die schon eine geraume zeit ihrevertraute gewesen, und zu ihrem eigenen Vortheil solche kaltfin-nigkeit unterhielt, beymißt. Als zu, ansang des jahrs 1702.Konig Wilhelm verstarb, war sie die nächste erbin zur crone, undward den 8. mart. als Königin ausgeruffen, darauf sie in dievon dem verstorbenen Könige gemachten verbundnisse widerFranckreich trat, wozu sowol als zu der folgenden einrichtungrhrer regierung die Unterredung viel mag geholffen haben , wel-che bemeldter König mit ihr auf seinem tod-bette länger als zweystunden von dem zustand und erforderung des Reichs gehalten.Sie erklärte hiernächst im monat may vermöge der von KönigWilhelm mit dem Kayfer und den General-Staaten gemachtenalliantz den krieg wegen der Spanischen succeßion, machte dendamaligen Grafen von Marlborough zumGeneral-Capitain in-und ausserhalb des Reichs, und gewann die gemuther ihrer Un-terthanen bald anfänglich damit, daß sie 100000. pfund sterlingsvon ihren eigentlichen einkünften zum besten der gemeinen ange-legenheiten wiedmete. Hierauf ward der krieg von Englischer fei-te bis an. 1711. mit allem ersinnlichen eifer gegen Franckreich ge-führt, und die Wighs, welche diese zeit über das meiste im Parle-ment und W-Merlo zu sagen hatten, liessen sich dessen fortfetzungaufs äusserste angelegen seyn, gestalt denn das Parlement im-merdar ungläubliche summen dazu willigte. Die vornehmstenVerrichtungen der Engellander in solchem kriege waren diese, daßsie an. 1702. nach mißlungenem anschlag aus Cadir die Spani-sche stlber-flotte mit einem grossen theil ihrer ladung in dem Ha-fen von Mgos wegnahmen; an. 1704. den Konig Carl nachPortugall brachten, in eben selbigem jähre ein starckes kriegs-heer nach Bayern schickten, durch dessen hülste vornemlich dieWacht bey Hochftädt gewonnen, und der feind aus dem hertzedes Reichs vertrieben ward, ferner den Spaniern Gibraltarwegnahmen, an. 170^. Barcelona eroberten, und den KönigCarl also in Catalonien veste setzten, nach welcher zeit sie stetigviel volck und geld nach Portugall und Spanim geschickt. An.1706. schlugen sie die Franzosen bey Ramellies in den Nieder-landen, worauf der gröste theil dieser lande in der Alliirten Hän-de fiel, auch die Spanier wurden von der belagerung vonBarcelona aufgeschlagen, dadurch der eingang in Aragoniengeöffnet ward. An. i?»?- litten fie in dem treffen bey Almanzam Spanien einen grossen Verlust, und konnten nach demselbenmit genauer noth Catalonien erhalten, so greng auch in selbi-gem jähre den Alliirten die Unternehmung auf Toulon, welchedie Engelländer mit ihrer flotte befördern sollten, zu schänden,da hingegen den Franzosen die vorgenommene landung mSchottland an. 1708. mißlung , in welchem jähre auch dieEnglischen die Wacht bey Oudenarde gewonnen, Ryssel ein-nahmen, und bis zu ausgang des jahres ihre Waffen glücklich ge-gen die Franzosen brauchten. An. 1 7 °s. schlugen sie tue Fran-zosen aus ihrem besten lager bey Mons, an. 171«. halfen sie demKonig Carl die Spanier bey Saragossa Wagen, und führtenrhn nach Madrid, wiewol ihnen dieses gluck durch allerhand nn-»ettlge anschlage, Versäumnis der gelegenheit und aussenbleibender Portugiesen, die in Castilien zu ihnen stoßen sollten, wiederverderbet ward, si> daß sie noch in demselben jähre Castilien undAragvmen völlig verlassen musten. Bis hieher war nun alsosonderlich durch Vorschub der Engelländer vor die Alliirtender krieg an allen orten mit grossem Vortheil geführt wor-

den , indem die Französin >

^ ^ ails gantz Italien vertrieben

am Rheine nicht viel ausgerichtet hatten, in denIlssde , ^ ^sich das messer an die kehle gesetzt sahen, und in Spä he lman die wenigsten Vortheile gehabt, die fachen MMstunden, daß alles daselbst ziemlich gut hätte werden ^ Mwann man es mit grosserm Nachdruck angegriffen, Mgss Mausgang des jahrs 1710. veränderte sich alles, da dieeinmal vom Mniüerio abgesetzt wurden, die bisher

von Marlborough,bey dem.Fn'^ch ves

mee durch den Hertzog von Marlborough,bey

durch den Lord Godolphin , und im Staats - Rath b" -Grasen von Sunderland alles zu sagen gehabt, wor«"das dieser partey gantz ergeben gewesene Parlement «"M?der gelassen ward. An dieser Veränderung soll der»» ^ ABMarschall von Tallard, der seit der Hochstäbter-sch'W^,, Mgelland gefangen gewesen, durch seine heimliche W" ^ Etheil gehabt haben. Unter den Englischen aber issssHü Esonderlich durch den Lord Harley, nachmaligenford , befördert worden, und funden die Torrls Ader Whigs um so viel bessere gelegenheit, weil v'-,

rer bisherigen gewalt gar übermüthig geworden warengegen sich zu sagen gemacht hatten. Insoriderhett w« , Bdadurch beleidigt, weil ihne die Marlboroughlsiheder er es sonst gehalten, an. 170z. um sein Staats^Mriat gebracht, als er vor den Grafen von PeterborouM .ENeigung blicken lassen. Man fieng also der- Königm au MBgen, welcher gestalt die Whigs die Königliche gewairlern suchten, deswegen man sie, als des bekannten ^ ick.rels proceß im Parlement vor war, zuhören ließ, "'g.so die Whigs dabey führten, aufs übelste zu beuten ^lE,gab dem Hertzog von Marlborough und dem Lordschuld, daß sie einen grossen theil der nach Spanien r

völcker und gelber in den Niederlanden angewenvse, c»

der Spanische krieg ein so schlechtes ansehen gewom^ yM>sonst vielen unverantwortlichen unterschleif Putsch E.Hiezu kam, daß die Hertzogin von Marlboroughgeitz und Herrschsucht ihren feinden vielfältige gsU §7, diesich zu reden gemacht hatte, inmassen sie bisher nicht ^dienungen und Königliche gnaden verkauft, ssW MsKönigin gäntzlich nach ihrem willen regiert, welchch ^die Mad. Masham , welche eine von denFrauen war, und die der Lord Harley zu diesemgerichtet hatte, der Konigin aufs gehäßigste vorg»M AArInsonderheit geschahe es um dieselbige zeit, daß ^der Hertzogin befohlen, ihr einen muff von neuer ^ - -

ihr zu verkauffen gebracht war, einzuhandeln,aber den kauffmann um drey guineen willen geyess'auf ein gewisser Lord den muff seiner maitresse ge^§ihn die Königin zu ihrem grossen Verdruß erblicke»,sich auch die Hertzogin sehr,als sie die Masham,derogünstig zu werden anfieng, zu sturtzen, und ° ge-

suchte, und deswegen zu einer zeit, da diese DM''gverS^bey, der Königin gewesen war, und sich noch an eu , g »»nen orte des zimmers aufhielt, zur Königin p, >-Masham sehr unordentlich, und werde sich/ssenmen eines Pagen befinden, darauf die KomgM L MJhr lügt, Masham ist die gantze zeit nach dcr tm^ jhr S^gc-wesen, und nicht eher aus dem cabinet gegangen, p,e

men. Diese und noch viel andere dergleichen nun b

sachten die Veränderung des alten Mniüertt, va» F

oben genannten Haupt-personen nebst allen, dre es n,plei>Myten, entsetzt, und lauter Torrys an ihre stelle ange'^^ck^M-den, unter deren Verwaltung sich bald die gaM?eg > pjeänderte, und den Französischen friedens-vorsch aS» besi^Me"/gelländern zum Nachtheil der übrigen Alliirten '"Ap pen hckthan wurden, gehör gegeben ward. Die vornev 'so dieses gantze werck einrichteten und abhande'Sgatssi « Bobgenannte Harley, Graf von Oxford, und d^Dur^V-

rw8 St. John, Vicomte von Bullingbrocke. ^jte M^M

ren Vorschub geschahe es nun, daß von EnglEIAgec ^/vA.nach Franckreich, und von Französischer M- MA^^Msigelland in geheim geschickt wurden, mtt.welM» ^die Englischen Ainillri vor sich die pralimmarien^^M'tigen frieden ausmachten, dabey sie die KoEw AuB Lihre vollmachten überschritten. Dss ch^^zu veEgeÄdens-handlung ward zu Utrecht angelegt, und ve Malle übrige Alliirten gezogen, aber von peswiWAckKhintergangen , daß sie zu dem zwecke, mn o^ pW Mangefangen Ware ,, nicht gelangen kmuttm, mv ihEhEden Franzosen beständig unter der decke sMi A M,eA,Eund wege an dre Hand gaben, wie sie sich b'ss u § Csollten, und solchergcssalt den Alliirten hA

nattvn einen frieden auft>rungen, der vor u, B

bare Vortheile enthielt, die wichttgst tt ^^rctte e ^sp-elte, und Franckreich von dem veiderben ^ ^

durch diesen krieg sehr nahe gebracht war,gei^^Acn i^ayre,Punct, dessen man in demselben hatteway^^ ^,,esSpanische Monarchie nemlich aus den ha ^

schen Printzen zu reissen, gantz aus den a^^s ^der verzicht Philippi aufFranckreich em v

gemacht ward . indem die FranzosiM „ach pAesschen selber versicherten, es werde diese „„p rh ^ -

tzen von Franckreich nullund mclMg >e, Ahe,,.erbietungen darüber in blossen werten