Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
434
JPEG-Download
 

4Z4- 6 N N

* HIMONOI/Mk. Es sind ferner vier orden diesesnahmens bekannt, i. Derjenigen Personen, welche eigent-lich Servilen oder dienere der H. Jungfrau Maria genen-net werden. Es wird dessen gedacht art. 8MVIH Ernähme seinen ansang zu Florentz um das jähr 12^2. da sichsieben kaufleuthe dieser stadt, deren Bonfilio Monaldis derfürnchmste war, aus besonderer andacht zusammen thaten,und sich auf den nahe bey Florentz gelegenen berg Senere bega-ben. Philippus Bcnizi, oder, wie andere schreiben, Beniti,welcher für den eiterigsten fortpjlantzer dieses ordens gehaltenwird, folgete ihnen bald nach. Es ist aber zu bemercken, daßman den nahmen ünnouLiaäs, oder Lununcinm mit unrecht,und ohne genügsamen gründ diesem orden der Servilen gegeben/nur weil ihr grosses kloster zu Florentz also genennet wird. 2. Einanderer orden dieses nahmens wurde zu Bourges gestiftet vonJohanna , einer Königin von Franckreich / welche eine tochterLudwig XI. und gemahlin Ludwigs XII. gewesen. Dieser lies-se sich aber mit ihrer einwilligung und äilpenLrion des PapstsAlexandri VI'. von derselben scheiden. Die satzungen diesesordens wurden auch an. 1502. von gemeldtem Papst bestäti-get / ehe daß noch ein kloster für die Nonnen / welche deme bey-getreten / gehauen wäre. Der k. Gilbet Nicolai / ein Fran-ciscaner-Mönch und Beicht-vatter der Königin Johanna/ ersuch-te den Papst Leonem X. daß er solchen nochmalen bestätigenmöchte / welches auch an. 1^4. und 1517. würcklich gesche-hen. Es befinden sich nun mehr als 40. Häuser / sowol fürmanns- als weibs-personen dies-- ordens/ in Franckreich / Flan-dern und Lothringen / welche alle sollten den Minoriten unter-geben seyn / vermöge der Päpstlichen bullen: Allein der gro-lle theil hat sich nun den ordentlichen Bischöffen der orten / dasie sich befinden / untcrworffcn. ;. In dem jähr 1607. wurdevon einer Wittwe zu Genua / Maria Victoria Fornari genannt/der sogenannte orden der himmlischen tftMOXLILM gestif-tet / und also geheißen / weil das kleid der diesem orden beyge-thanen Personen zum theil Himmel-blau ist. Die Verordnun-gen desselben / welche der Papst Clemens VIII. schon bestätigethatte/ wurden an. 161;. von Paulo V. und nochmal an. i6zi.den iz. augstmonat von Urbano VIII. gut geheißen. Es fin-den sich klöstcr dieses ordens in Italien / Franckreich / Lothrin-gen / Deutschland : auch in Däncmarck soll der bekannte Mar-schall von Rantzau, nachdeme er den Habit dieses ordens ange-nommen / eines dergleichen gestiftet haben. Es kan aber die-ses unmöglich wahr seyn / weil diese stiftung in das jähr1666. gesellet wird / da doch der Marschall von Rantzau schonden4.'septembr. 1650. verstorben. 4. Es ist auch in Italieneine LongreMtion von Nonnen / welche ünnonciacles cts som-baräle genennet werden / auch sonst ordens-personen St. Am-brosii und St. Marccllinä heissen. Sie formirte sich um dasjähr i4;y. durch die zusammenstossung verschiedener klöstern/welche in dem XV. Lculo gestiftet / und durch eine General-Priorin / deren amt z. jähr währete / regieret wurden. Siehielte ihre ordentliche General - Capitul, welches von Nicolaov, gut geheißen, aber von Pio V. verboten worden. St. Ca-tharina von Genua wäre aus dieser LongregÄton. dttrar, Kill.ckos Orär. Non. Win. IV. c. 14.

* Annonciation / (Archangelus Gabriel clest) aus Pro-

vence gebürtig ; wäre einer der ersten / die in die sogenanntecongwMtion des H. Sacraments / .welche aus Prediger-Mön-chen bestehet / eintraten. Er hatte vorher einen andern nah-men / welchen er aber bey dem eintritt in den orden geändert/also daß man nun nicht mehr weiß / wie er zuvor sich genen-net. Der berühmte k. Antonius 1e O.uieu / welcher die ge-dachte LonZreMion gestiftet / gebrauchte ihn viel in Mißionen,nähme ihn auch bisweilen mit sich auf seinen reisen. Nach demtobe desselben^ welcher sich an. 1677. zugetragen/ machte ihnder Gcneral-Luperior des ordens zum General-Vicario; wel-che wurde er an. 169;. noch getragen. Man weiß aber nichteigentlich / wann er gestorben ist. Er ließ an. 1682. das lebenL. Antonii 1e Quieu / seiner zweyen reise-gefährten / und zweyergeistlichen iungfrauen / in Ävignon drucken. Man urtheiletvon diesem werck / daß er des k. Ie Quieu eigenschafften undgeschichten genugsam beschrieben / aber allzu leichtgläubig ge-wesen in demjenigen / so er von erscheinung der geistern / undden zauberern crzehlet. Auch dieses wird an ihm getadelt, daßer / aas allzu grosser liebe und Hochachtung seiner LonZwMtion,oftmals eine unerträgliche Verachtung gegen der gemeinen auf-fnhrung der Dominicaner-ordens-personen bezeuget. Welchesauch samt einigen andern fehler» / die man ihm vorgeworffen,verursachet / daß man dieses werck zu Parts nicht wollen dru-cke» lassen. , kLi-chr. oi'ä. kr-ecl. tarn. II.

Nnnopolis / vorher kurt-lloyol, ist die Haupt-stadt in derCanadischen provintz Acadia in Nord-Ämerica.

Annouer / ein ort und Grafschafft in Neu - Castilien amTago, oberhalb Toledo gelegen / dem Haus Guevara gehörig.kI3LLTOX18, siehe Fischer - ring.

* Anmmciacano Justiniano / (Diego sta) ein Lanonicus8-ecuiLri8 von St. Johann in Portugall / ward zu Lisabonavon armen ehern aebohren. Er nähme die Oraäu8 auf der Uni-versität von Coirnbra an / und nachdeme er nach Rom gesandtworden/ preorgte er daselbst mit sonderbarem lob in Italiä-nischer sprach. Nach seiner rückkehr in Portugall perorirteer vor den un zahr 1697. versammelten Ständen. Von der

a n n

zeit an wurde er zum Ertz - Bischoff von Cranganor

aber leine leides - schwachheiten liessen ihme nicht

ner gemeind zu begeben; wurde derohalbcn zum

des Ertz-Bißthüms von Evora erwehlet. Man

seiner predigten / welche seit an. 168z. bis 171z. E' M M

den. Er lebte noch in diesem letztern jähr / wäre ave>-

1720. schon todt. PMn.

JXXQXLI.-VI /I, einebrüderschafftznRom,wMi«willig eine gewisse summe gelbes zusammen leget/ dm"-;zo. jungfern verheurathet, oberm klöstcr könnenden. Den nahmen führet sie von dem feste ärmunciA „ ^riX, als an welchem tage diese ausftenrung mit tzfs

monien geschiehet. Der Papst begicbt fich mit dem g»!dinals-LoIlsNv in die kirche äella Minerva, und v^^iiEhohe amt. Die jungfern müssen darauf beichten m> ^ cl)Aniciren; nach der communion gehen sie paar-wcsse n> , PF'allwo alle Cardinäle zugegen sind / und legen sichsüßen auf die knie. Auf der feite stehet ein bedienter ^ hauin einem decken etliche kleine beutcl von weißem um., o'.worinnen ein zettel von i°o. scudi vor die / so das E 'bvon ^0. scudi/ vor die / so den ehestand erwehleuiSo bald nun eine jedwede ihre meynung demüthig - ".steigst,gegeben / wird ihr ein beutel an einem kleinen banor

welchen sie mit einem kuß empfänget / und daran

Die den geistlichen stand erwehlen /einen blumen-krantz unterschieden. tiil. rsmarg.

eis

fest / welches auch sonsten lucarruitlo Verbi äivim gJ ststiiiE'stan welchem man das gedächtnis dieser zweyen getz-^welche eigentlich nur eins ausmachen / celedrirl. -^sty,Gabriel wurde bekannter maßen von GOtt nach dm» Mner stadt in Galiläa / zu der Jungfrau Marra / vs MÄ-phj verlobten braut geschickt / um ihro die gluck-uvEE^zu überbringen / daß sie GOtt für die mutter des - gM

crlestn; und diß ist/ was man cknnuncirit-o nenm M

deme darauf die H. Jungfrau in die vollztehumQ Ali'hcimnisses eingewilligt / so wurde darauf dch.durch würckung des Heil. Geistes in,ihrem lew -und nähme die menschliche natur an sich; weesrnntio nennet. Seit den Zeiten des H. Aug , ^,man nach einer alten Ift/Luvn,,der HErr CtM'„jchl2z. mertzen empfangen worden; man siehet aocr hsBftman einen feyrtag / die cmpfängnis JEsu ChrlI . ,yitzu feyren angeordnet hat. Die Alten ft'yreten QHErrn geburts - tag. In der Griechischen Jcho „gMeldung gethan von dem feyrtag der verktMchv ,vodas LonLiiium in TruIIo im jähr 692. allwo verve §11.^in dem vierzig - tägigen fasten / an andern WE,famstagen / sonntagen und dem tag der verkunaG- a jsmeß zu lesen. In der Lateinischen kirchen giebt bs Mti ErarMln des Papsts Gelasii I. zu erkennen / daß dM ist 'Rom vor dem jähr 496. angestellt worden. , ^ E j/ßßhero von allen nalionen am 2;. mertzen gestyrft-„, yckdaß in dem X. Loncilio von Toledo in Spgi'fi fta656. gehalten/ befohlen worden/ daß diesch ieii E"M'hiemit 8. tag vor Weyhnachten / sollte feyehch ^ gBden/ weilen der 2;. mertz sehr oft in die Cyar^^welches vielmehr eine zeit der buß als freud lst-^ ^chrP^ Eetliche kirchen in Franckreichgefolgt. Es wurde aber

eich und Italien dlestru s. ^ ,yvLv »ver kurtz hernach biejemvorheriger tag bestimmet/ mildem beding, äh

die Char-wochen einfallen wurde/ man dasielbe^^ Ära" -Maufschieben sollte. Die kirche von Unserer OtPuy in Velay hat das privilLgiuin, vieles 1^1' -' ,y erlstzA/si''den Char - freylag fallt / dennoch zu feyren, Ä,stigAalsdann in dieser kirche ablaß/ giach alS an ^ veE kllA,Die Griechische kwche feyret auch das festwährend der Char - Wochen. Nichts destowetUg>^ fev ^>>t>von Milano ihren alten gebrauch behalten?

fest in der Char-wochen/ sondern schiebet ^'- -,- U.- .

gung bis an den sonntag vor Weyhnachten AohnUckder Spanischen kirche ein Überbleibsel dieser^M B ,, ckten, allwo man annoch das fest der verk» dAhtell ^nahmen ftxvsÄLtionis am sonntag vor -^^rtzen

/,-l ord

nahmen LxxeckLÜoQis am sonntagwolen man nichts destoweniger am ^'/.'.'sUcN,Verkündigung fcyrlich begehet. Es sind vu!^ ^ beess^ic- i„sonderheit die Verkündigung der H. Inngft "stiftet worden / wie unter andern der« EBourges / so durch die glückselige p»rchFranckreich, und ein anderer zu Genua, so ^,che .Heilige Mariam Victoriam gestiftet Word nhftstvk. 7V//V/E 5. aus

* Annunciatione, (Dominicas ä lv. zl'Ae IstdesH.Domtnici, wardgebohrmlMbü,r > g,war der andere söhn Ferdinand» von /--Lerndem tod seines vatters an. icr8. wn l - Aonnn^ xeünach Mexico, allwo er im iahr ^ ta"ß.F?

annahm, und das folgende jähr^ bebck ichalsdann seinen nahmen Johamus, denr arbsne'^,1'' ^pfangen. Nach vollbringung fi-»ner studl ^, bey^^ermüdetein eiser an dem heil der J»d'. ,Hrgen seiner gottesforcht urw gelkndtgketr»