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barer, als ihre gebäude. Der Königliche pallast wäre ein we-nig von der stadt entfernet, und läge auf dem gipfel eines bergsmitten zwischen zweyen andern bergen, welche nicht fo hoch wa-ren , als der erste, und auf welchen die Grossen des Reichs ihreschlösser gebauet hatten. Man stiege in das Königliche schloßeine sehr prächtige und an dem ort, welcher der bequemste dazuwar, in felsen gehauene stiegen hinauf. Zu oberst auf diesertreppe wäre ein sehr grosser platz. Dieser wäre gleichsam wiedas bollwerck dieses schlosses, und hatte solches eben zu machenunermeßliche summen gekostet. Das schloß wurde von einer50. ellen hohen mauer umgeben, welche gantz von quader-stei-nen gebauet wäre. Was das innerliche des schlosses anbetrift,so waren die gärten, Höfe, gänge und zimmer von fonderbarerschönheit. Das verwunderungs-würdrgste aber wäre ein läng-licht und runder thurn in form einer Pyramiden, den man inder mitte aufgerichtet. Er wäre sieben stockwerck hoch. Ein je-des stockwerck hatte sein besonder dach. Die dächer und zinnenwurden von ihren färben von einander unterfchciden, und wa-ren von diesem so schönen und kostbaren Iaponensischen vernisangestrichen, welcher tust und regen widerstehet. Endlich wä-re zu oberst eine gattung gewölb, worauf eine cron von feinemgold stunde. Dieses gewölb wäre gantz heiter, und sowolvon aussen-als innenher von asur-steinen, gemahlden, und tau-fend andern zierrathen, auf Mosaische art auf das kostbarste aus-gezieret, zu unterst aus diesem berg entspringt ein see, welcherzwanzig Meilen in der länge, und sechs in der breite hat, dersich endlich einziehet, und zu einem fluß wird. An dem auslauffdieses sees wäre die stadt Anzuquiama gebauen. Die Jesui-ten hatten allda ein sehr prächtiges Leminarimn. Solcheswurde von dem Kayser gestiftet und erbauen. Man auferzogedarinnen schier den gantzen Iaponensischen jungen Adel. Die-ses alles wurde nach dem tod Nobunanga, nachdeme man dieunermeßlichen reichthum geranbet, so dieser Fürst in seinemhallast gesammlet hatte, zu aschen verbrannt. l>. <7^-
/evsis-, bist. stu ßgpon.
. * AltZV ls OuL, lmriLLum, ein flecken Franckreichs in demHertzogthum Burgund. Er ist an dem fluß Reconce eine meilenvon der stadt Semur, in der landschafft Autun bey Charolois ge-legen.
* Aochara, ein flecken im Königreich Algier in der Barbareyin der provintz Tenez, zwischen der stadt dieses nahmens, undder stadt Serselly gelegen. Einige halten darfür, es seye die alteBischössliche stadt Icosium, aus Alauiitüm'u Lrelärisiili, imwestlichen Africa. Sanson aber glaubet, es seye Brischa, ei-ne kleine stadt eben derselben provintz, welche nicht mehr alszwanzig meilen von der ersten gegen morgen entfernet gewesen.
Aon, Neptuni sohn, ward von seinen Unterthanen vertrie-ben , und ließ sich in Böotien nieder, davon das land den nah-men Aonia bekommen.
Aonia, ein gebürgichter strich in Böotien mit vielen flüssenund wasser-quellen, davon zuweilen bey den Poeten die gantzeprovintz Böotien also genennet wird; daher auch die Musen Ao-nides hiessen, als die ihren sitz auf diesen wasser-reichen lustigenbergen genommen.
* Aonulphus, oder Odoulphus, ein bruder Odoacri, des
Königs derer Heruler; ward von ihm an. 47;. wider die Ru-gier, eine längst dem meer oder am Belt wohnende Teutsche na-tion, zu selbe geschickt, die er auch schlug, und gäntzlich über-wand. vit. c. 12. §. 55- op. j,i 3^.
8- j-m. x. 496. far,/. Oiaoo»«i, songob. I. 19. /sslg,-.cbron. 6otb. p. 721.
2 loris, des Arantis, Königs zu Corintho, söhn, tvuste mitdem wurff-spiesse wohl umzugehen. Seine schwester Arethiräamliebte er so sehr, daß er die gantze gegend, wo er sich aufhielt,nach ihrem nahmen nennete. Iib.II.
Aornos, ein hoher felsen mit einer vestung, wäre in Indiengelegen, und würde vor unüberwindlich gehalten, auch vomHercule vergeblich belagert, bis Alexander A. sich derselbenbemeisterte. lib. VIII. L. II. lib. III. L. 11. <L
zib. IV. c. 10.
Aornos , ein fluß in Arcadien, der sich in den Pheneischensee ergeust. Sonst wäre noclssein ort und see dieses nahmens inEpirus, aus welchem so starcke fchwefel-dunste ausdämpften,daß auch die darüber fliegende vogel davon erstickten und herun-ter fielen. Daher auch der nähme Aornos kommen, so einenort bedeutet, der keine vögel hat oder duldet. Virgilius meldetauch ein Aornos in Italien, sitz. VI. Ln. Siehe Ariern. *
Aosta oder Avofta, das land der alten Salaßier, ist ein Her-tzogthum in Savoyen, welches 7. grosse thäler in dem Alp-ge-burge begreift, und von dem flusse Doria Baltea recht in dermitten durchschnitten wird. Dieses land wird insgemein I»Vsl 6'Aosta genannt, von der Haupt-stadt Augusta 8alssso-rum, oder Augusta xr-Lwria von dem Kayser Augusts, demmfter derselben, oder weil von ihm eine Römische colonie da-hm gesendet worden. Diese stadt hat einen Bischofflichen sitzunter das Ertz-Stifl Tarantaise gehörig , und pranget mit^umph-bogen Augusti, so noch säst unversehrt stehet;such llt allda ein LmxliitneLtrnm und mehr andere merckma-ie Romrichen prachts m sehen. Sie liegt io. starcke Teut-sche meilen ostwärts von Turin, und ist die geburts-stadt des
aos apa
berühmten St. Anselmi, Ertz-Bifchoffs von Canterbmv^zio;o. oder;2. soll dieses Hertzogthum durch dre vcry"'Mder Adelheit von Susa an Ottonem, Grasen von ^ d>>'das Haus Savoyen seyn gebracht worden. n^
c. 20. O/s», stick. lib. III. ljb.1V.
vn;-s. llgdsL Ilal. läer. Oe hi". 0
cliiep. L Lxisc. keäsm. Lall. , . Mdti
* Aofte, oder Hoste, LuZuilum, vorhero eine ließ'jetzund aber ein dorf des Delphinats in Franckreuh-. ^ Man den grentzen von Savoyen, an dem kleinen fluß sse»gefehr eine meile von seinem auslauff in die Rhone, ,
so weit von dem flecken St. Genis entfernet.
Asus, ein fluß in Epiro, siehe Aea. , ^ E
2lpaches, tlpaci, völcker im nördlichen AmericanMexico. Ihr land erstrecket sich sehr weit, und nachwerden die einwohner von den Spaniern in viere»nen eingetheilet, Apaches äs Periüo gegen mittag,
Xillo, gegen abend, Apaches äe Navajo gegen nm^ Eund Apaches vsZueros gegen morgen. Sie lind lNW ^Mtzen-diener, leben unter der regierung ihrerhaben einige berg-vestungen, dahin sie sich vor denflüchten. miisM
* 2 Ipachnao, ober pachnan, dritter König
der Königen aus Arabien oder Phönicien, geyanch r X-welche sich von Memphis und Nieder-Egypten bewEAx Zeregierte z 6. jähr 7. monat nach Manethonis regljchr enigen. Seine regierung fienge an in dem zrüg. jhN>^
rioäi suIiaiiL, 1446. vor Christi geburt. Apophlvder regierung nach. bist-st,-
LNQNii. cbronic. llecul. VIII. O« ?/» , ^
xlisnes. Usserius setzet ihne V. M. 198;. ünt. Lnr-hiemit viel früher als andre.
Apaffi, siehe Abaffi.
oder Apalachiten, völcker im nordi-^Erica, in der provintz Florida, gegen das gedUM.
Ihr Reich bestehet aus unterschiedlichen kleinen pro"ren einige sich durch die schönsten thäler erstrecken0^gebürge Apalatai, als mit einer kette, gegen ^ternacht umschlossen werden. Gegen mittag haoch^vintz Tagövesta, deren einwohner grausam und A-r. ^gen morgen den fluß Hitanachi, von den Svamern ^genannt. Bemarin, Ämana lind Matique sind auw^M^thal-länder, von den bergen Schama, Meraco unoumzingelt. Die Haupt-stadt des landes ist Meüton.^lt/ "yvintz Bemarin, allwo der König von Apalache voiüber die kleinen Fürsten des lands, Paracoustes »MM'gebieten hat. Der boden des landes ist sehr tfu ft vor „einwohner sind einfältig und ausrichtig, werden ^ren nachbarn mit krieg angegriffen; und gevral- ch «r!M-streit-kolben, und wurff-spiesse. Sie bäten die ch'' xamehr andere Americanische völcker, sind aber nunw^ch ' Ur-theils zum Christlichen glauben gebracht, vonde°der Capitain Ribauld und König Carl IX. die erw^c,hin geführt hat. ckelcr. ilmer. c. r- ^ W
äe8 Lntill. 11b. II. c. 8- .
* Apamatuck, lat. Lpsmutucs, ein fluß in ^
mitternächtigen America. l/»w. BEW
Apamea , bey den Türcken Miarlea, eine stE^E^am Propontis oder msr c!eNsrniors gelegen, 0Polmeure gegen über, zwischen Cyzicum undte vor diesem ein Ertz-Bißthum, und war m gr"»
gedacht 5 und wA,?^archen M MtwckMM'E
/emee ^ bom lheer oft bey den a/ten.^
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AwrLkS'M tLL 5 > W-e ApameaFar»EFHuge/^ Mte sie rhr es an
Horn nrch/ern* ^nee arM ' ^ Hegt gar arttg/A ^frucht, kleinern NA ^'ne, ive/che Meder
siadt m Av" und qetE§ 5 kn umgeben ist, undrmem /s.« Y nahe ?lde reichlich Herfür bringet. A
kar !vM r^^tsiehenA?^fHossen mit dem ^onte^ F
Mör. A/u statten koEFwsscn fte, welches den
HH- A. L- ebene commandiret. r flle.
E§§dtmAL/chvtos, und Celana, eine A-A
der ^ ^staandro un dem flusse Marssfls, ^ ,p,e->
P/i>,N "MvoH„^^muchr. Antiochus §oter beichte^^tz^us, Lrvius, 9,ss.,A ste vorhero fast gantz entoo«
'E, welche/^, Appranus und andere a?ten aedE Fe-kp etlicher meynung, gleichMs rwi