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Erster Theil. A - Be.
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äelmv. Lom. VI. l8. Man nennet auch noch heutiges tageS^pparseores die bedienten der Obrigkeit, welche ihre be-fehle in gerichtlichen Handlungen ausrichten müssen. Es sinddarunter die gerichts-schreiber; aufwärter; gerichts-botten unddiener; büttel; stadt-land-oder gerichts-knechte begriffen, Lib.XII. L. tit. 52.54.55. 56.58. 59 ' 6-2.

* Apveldorn, (Herman) von Cöln, ein Carthäuser, lebte

in dem XV. lMulo, schriebe unterschiedliche wercke, und starbim jähr 1450. bibl. e»rtkul'. Gleiches nahmens wird

auch ein dorf in Veluse nahe bey Loo, einem lust-haus Wilhel-mi III. Königs von Engelland, genannt, ^a^r.

* Appelius , (Johannes) zu ansang des XVII. Lculi, eistPriester zu Bergen, hat mit Balth. Menzero wegen der taufeeinige streit-schriften gewechselt, unter denen Lsnlurs oder Prü-fung und kurtze antwort, wie auch kurtze erinnerung aufdie er-klärung und abweisende anweisung auf die endliche anweisungMenzeri zu Franckfurt am Mayn heraus gekommen.

Appenzell, ist das XIII. Ort des Eydgnoßischen bundes.Das land liegt gegen dem Rhein und Boden-fee, und ist mitdem Rheinthal, Toggenburg und St. Gallischen landen umge-ben. Es wird von denen zwey kleinen flüffen, der Gitter undUrnäschen durchstoßen, welche sich bey Teuffen vereinbaren,und dann weiters bey Bischoffzell in die Thür ergießen. Dasland an sich sechsten ist rauh und bergicht, hat demnach wenigfrucht-wachs, aber hingegen gras-reiche alpen und weyden, da-von eine einträgliche vieh-zucht erhalten wird. Die wciberpflantzen auch viel Hanf und flachs , welcher im Winter gespon-nen , geweben und naher St. Gallen zum Verkaufs getragenwird. Den nahmen trägt es von feinein Haupt-stecken Appen-zell , welcher solchen von derjenigen Einsiedlerzell erhalten,darinnen vor alten zeiten St. Gallus sich aufgehalten habensoll, und da, nach der Hand, die Aebte von St. Gallen einecavell und Wohnung errichtet. Es wird dieses land feit an. 15 97.in zwey theile abgesondert, welche dennoch zusammen nur einOrt ausmachen, nämlich in Inner-Roden und Usser-Ro-tzen. Inner-Roden theilet sich wieder in sechs gemeinden,oder Roden , nämlich die 1) Schwendiner. 2) Rütiner.;) Leener. 4) Schlatter. 5) Gonter und 6) Ringgenbacher-Rode. Deren Haupt-flecken ist Appenzell an der Gitter gelegen.Er hat seinen ansang und anwachs bekommen von der capellund dem schloß Clanx, so die alten Aebte von St. Gallen da-hin gebauet hatten , nachdem die Könige in Franckreich dieselands-gegend und alldort wohnende leib - eigene bergleuth, demGottshause zu behuf der kloster-schul vergabt hatten. AbtNordbert zu St. Gallen wäre der erste, der an. 1071. die Pfarr-kirchen zu Appenzell gestiftet hat. ( -) Es ist dieser flecken an.1560. fast gäntzlich abgebrannt, hernach aber besser angebauetworden, also daß man ihn nun wohl unter die schönen fleckenzehlen kan. Usier-Roden hatte vor diesem auch nur sechs ge-meinden, deren Haupt-flecken ist Herisau , und die übriqensmdHundwvl, Trogen , Urnäschen, Gevß und Tuffen.Aber sie haben sich seither fast vermehret, also daß heut zu tag19. gemeinden , groß und klein in Usser-Roden gezehlt wer-den , welche den Inner-Roden an mannschafft überlegen sind.Die Inner-Roden sind der Catholifchen, und hingegen die Uffser-Roden der Evangelisch - Reformirten religion zuaethan.Das gemeine land-wapen ist ein ausgerichtet: schwacher bär mitrothen klauen, in silbernem schild. Dielands-farb der über-reutern und weibeln ist ein von schwach und weiß abwärts ge-theilter mantel, daraus die von Inner-Roden die buchstaben I.R- und die von Usser-Roden U. R. führen. Die Aebte zu St.Gallen waren vor altem Herren des landes und der leuthen zuAppenzell, jedoch wohnetcn auch adeliche geschlechter im lande,als die Freyherren von Trogen, die Edle von Anwyl, von Ro-senburg, von Glattenburg, von Schwanberg, rc. welche gleich-falls ihre dörfer,Herrschaften und gerächte im lande hatten. DieAebte baueten bey Appenzell einen vesten thurn, oder schloßClanx genannt, darinnen die Aebtischen Amt-leuthe sich enthiel-ten , und dahin die Aebte selbst, in nothsällen und kriegs-gesah-ren oft sich begaben, wie aus Abts Walthers von Trauchburgexempel erhellet. O) Zu den zeiten Abts Rumbold von Ram-stein, haben die land-leuth die bürg Clanx belagert, weilender Abt ihren Land-Amman darauf in arrest genommen hatte.Allein des Abts diener und helffer kamen ihnen aufdie Hau-ben , jagten sie davon weg, und der gefangene Land-Ammanmuste 70. marck silber zur busse erlegen. Nach der Hand wur-de diese bürg in dem krieg zwischen Abt Wilhelm von St. Gal-len und dem Abt von Kempten zerstört, aber bald wieder auf-gebaut. Es gäbe auch das land Appenzell dem Kayser eine jähr-liche Reichs-steuer. Diese nun hat Kayser Adolph von Nassaudem Abt von St.Gallen um ein klein gelb und von hulffs-wegenwider den Kayser Albert I. von Oesterreich versetzt, (->) welcheVersatzung auch dem Gottshaus verblieben und die stcuek> be-zahlt worden , bis an. 1417. da die land-leuthe solche durch Ver-mittlung der Eydgenossen an sich gelöset haben. (^) Als nunmn der zeit die Aebte zu St. Gallen das gantze land, theilsAssch.Vergabung der Herren und Edlen, theils durch kauff und«mvEd, sich gebracht hatten, und selbiges durch Vögteregieren liessen, mißbrauchten diese ihren gemalt,'Am die land-leuthe mit auflegung neuer steuren, unddaß diese begunten schwärmisch zuwerden, und sich unter einander zu verbinden, worzu die

stadt St. Gallen (die damalen mit dem Abt

wäre s nicht wenig angestiftet hat. (^) Endlich, nam^MSchwäbischen städte etliche jähre an einem veralE-Mnund den bund der Appenzellern mit der stadt St- o" >kannt halten, 0 ) brache das feuer an. 140 ?« M vo g AM.aus, da die land-leuthe ihre klagden bey Abt Cunovo >sen vergeblich angebracht hatten, und aus übel W „AM

dann sie griffen zu den Waffen, eroberten und zerM

die bürg, und jagten die Aebtischen amtleuthe zum >a» M Mmachten auchbündnis und land-rechtmit Schwytz-ten zwar ansuchung bey allen Eydgnoßischen orten 9 v rnichts erhalten, jedoch liesse Glarus ihren leuthen w' yerUnen von Schwytz gen Appenzell zu ziehen. (O W H-EAhierauf mit 5000 . mann gegen das land angerucretland-leuthe mit hülff deren von Schwytz und Gw/Mer Epsche reulerey, an einem ort Speicher genannt,. m») ptzü.geschrey und häufigem stemm erffen angearistcn

davon erscheucht, die reuterey und endlich daram jl'UM'Hvolck in Verwirrung , Unordnung und endliche fluw jpMmit Hinterlassung zoo. todten. Hernach an. 140?' zlpM.wurden die Aebtischen völcker übermalen von dem>lern, bey der land-march, an einem ort der epmv M Mgeschlagen, und deren 500. erlegt. (^) Gleichder Hcrtzog Friedrich von Oesterreich mit dem M-zell zu, da ward zwar die landwehr am Stoß ^und niedergerissen, allein die auf einem hohen berg M

penzeller, empfiengen sie durch herabwältzuMund holtz-klötzen dergestaltcn, daß sie, mit Verlust? > Klc>^hinter sich auf Altstetten ins Rheinthal wichen.gestalten geriethe es auch an dem berg die Wolfshun.^jchem..^,denen Appenzellern, daß sie die Aebtischen ffL,

Verlust 4°o. mann zurück schlugen. (,) Anfdrcsev^zn,,^die Appenzeller selbsten aus ihrem land, in dasgentzer-wald, Rheinthal, Sargans, Thurgow,

Kuburg, ja gar in das Etschland hinein, raubte», sie A sie

brannten, schlugen kvd was sich ihnen widersetzte issew, 1 ^aufdiesem zug von 60. städten, städtgen undeingenommen, mehr als den halben theil zerstöre» - pB

haben, (^) gaben auch nichts weder um des sie ^noch um des Btschoffs zu Costnitz bann. Ferners vOesterreichische landgen March, das Gastal und 7 MB,7, ge,Windeck eingenommen , und die March ihrenvon Schwytz geschencket, in deren und der stadt ^ ^

sellschafft sie an. 1406. die städte Bischoffzell msMA siavtgow belageret, mit accord eingenommen,

Abt Cuno selbsten gefangen bekommen, und

St.Gallen geführt , die er mit seinen MönE V^ii. '^k

aus sorcht verlassen hatte. (k) Der krieg rvMuda die Appenzeller und St. Galler vonworden. Worauf Kayser Rupert naher Constantz srdie kriegenden parteyen für sich befchieden, "»., r siherspruchs-weis gemacht, des innhalts: Jedes sisten stl»littenen schaden und kosten (der sich auf d^.ApchÄv^100000. fl. beiiefe) an ihiu selber haben. D>^ M ^,„0

len dem Abt rent, zins und gülten geben wte vv MM^,

was recht und billich wäre. Dem Bischoff n>stW ohssdem Abte die abgenommene städte in Thurgow powdas Rheinthal aber sollen sie noch surbas besitzch v tzsiNachtheil des Abts darin» Habenden gefallen.

( cl. 1 oL. (-) g. ^

Ich. v. L.2Z.

Lucern, im Rechtsspruch den 6 . may i 4 »r.ckrou. ülkc. k. II. sä srmum 1400. (e)sä snu. 1402. <L(/) U- l

(Z) ä. üb. V. c. 24. "

( ö ) Kba«. sä snn. 1405. ex. stullmg. (^ MW-L XXIV. (z,) ÄE/>s. ä. loc.c. 2. (/) ä. loc.

ä. loc. ä. loc. a» ^

Als NUN Abt Cuno an. 14 H. den 29 . dE'mit f ^5lichkeit abgeschledeu, machtet,^ AppeM^^, reK,chL.

hulffderen von Schwytz, ein burger - und Je .

len Eydgnoßischen Orten, ausgenommen^^datirt den 24 . nov. an. - 4 ". Der Ln ,ahr „cbron. zu lesen. Im Apt vow^lrig^wurde Herr Heinrich von Gundelfingen chM^ niEsiyccLjstätiget. Diesem nun wollten die unter sss-schBAflals mit dem beding , daß er der gemelndm Ey-gn^ Isii^-machte Vereinigung , wie auchdrewttdenm^^h pe „ten errichtete bündnis, gutheißen,. vor

sollte, um künftige späne und streitigkeitm,^^ zuwugnossen, recht zu nehmen und zu geben, w ^ ^x,enaneuen Abt zu starck bedauchte, ^ «erklagw ffch zsÄhjst

darein zu willigen. (-1 Derowegm verc.^^ « g ^

wol bey dem Kayser, als bey dem Papst I „ gMin d,e R-Ma«r und in dm »-AN

«» nemw-aeyr unv rn vru ^ ^,

aller gottesdienst im lande still gestellet wurde ^ ,„0» anfallen , mev °

zu Costmtz ferne Abtey förmlich auf, »no . ) DConrad von Pegeu , zum Abt verordnet, . ^ry weiev^pck

wollten die Appenzeller auch nicht änderst M