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wenn Cardinale , Fürsten, Königliche Statthalter oder Ge-sandten eintreten wollen, in welchem fall sie ihre stimmen münd-lich geben. Lnmunerstiv gehöret vor frauenzimmer und colo-nien. kexrTientatlo, wenn die Lollegis, in welchen junge vonAdel auferzogen werden, ihrer einen oder zwey der Societät re-commendiren; In beyden fällen geben die Arcadier ihre stim-men heimlich. 8 urwg!ltio, wenn an eines verstorbenen oder ausder Societät gestoßenen Arcadiers stelle ein anderer erwehletwird, und endlich veki-istio, wenn einem nur die anwartung zueiner der zeit noch nicht ledigen stelle nebst einem Arcadischennahmen ertheilet wird. Sie rechnen ihre zeiten nach den Olym-pischen spielen , welche bey ihnen alle 4. jähre angekündiget,und nicht sowol mit bewegungen des leides als anständigen ge-müths-belustigungen geschert werden. Sie haben auch ihre gese-He, und vermöge deren die löbliche gewohnheit, daß sie die lebenihrer verstorbenen schäfer ausführlich beschreiben. Joh. Mariusäs Crescimbenis hat bereits zwey theile hiervon unter dem titul,Vie äegli Lrcacl! illuttri zu Rom 1708. und 1710. Heraus gege-ben. cVe/lvM-F«' äella volZur xoeüu L ibi epiltola uä Lomitemcle LollouitlLb. suppl. tom. III. 8. 10. p. 4^9.
Arcadia, eine tochter des Kaysers Arcadii, und derEudo-xia , lebte in dem pallast ihres bruders, des Kaysers Theodosii,mit ihren schwestern der Placilla und Marina in allerhandÜbungen der gottseligkeit. 802--»,. lib. IX. c. 1. L;.
Arcadia, eine provintz in Peloponneso, anjetzo Tzaconiagenannt, grentzet mit der provintz Argos gegen morgen, mitElis gegen abend , mit Achaja xroxria gegen Mitternacht, undMit Messenien gegen mittag. Sie führte erst den nahmen Pc-lasgia von dem Könige Pelasgo selbiges landes; hernach wardsie Arcadia, von Arcas des Jupiters und der Calisto söhne be-nahmt. Ihre Haupt-städte sind Megalopolis, der geburts-ortdes historien-schreibers Pvlybii, und Mantinea , so von derWacht berühmt ist, die Epaminondas mit seinen Thebanerngegen die Lacedämonier und deren bunds-verwandte v. L. 186.befochten, aber selbst darin» sein leben verlohren hat. Kurtzvorher hatten die Arcadier, als sie es noch mir den Thebanernhielten, in einer schlacht von den Lacedämoniern eine grosse nie-derlag erlitten, und auf die 10000. mann verlohren, und gleichdarauf ward aus noth der anfchlag von ihnen gefast, einen gu-ten theil der Arcadier in einer stadt zustimmen zu ziehen , wel-ches gelegenheit gab , die jetzt gleich gemeldte und hernach fehrberühmte stadt Megalopolis zu bauen. Nach diesem wurdendie Arcadier wegen des schändlichen kirchen-raubs , den sie beyanlas des kriegs, so sie zu hülffe deren von Pisa wider die Eleergeführet, an des Olympischen Jupiters tempel begangen, beyallen Griechen verhaßt; wie dann diese nicht minder verdroß,daß die Arcadier und Pisatier während demselbigen Unwesen,als sie sich des orts der Olympischen spielen bemächtiget, sichgegen das alte herkommen des gewalts angemaßt, dieselbe hal-ten zu lassen, und darinnen zu präsidiren. Das land hat vielgeburge und Wälder, trägt schön geträid und allerhand früch-te, ist mit guter vieh-weide versehen, wie nicht weniger mitgnugsamen wasser-quellen, seen und flüssen. , in
ärcaci. lib. IV. üb. VIII. , lib. IV.
c. 9. Hn/Vor,. 1 ik>. VII. lib. XV. lib. XIV.
Lr-ecia uutig. Lc.
Arcadia, eine stadt in Peloponnes, nicht weit von Messe-chen, macht heutiges tages einen theil der provintz Belvedere.
Arcadia, oder Archadia, eine stadt in der insul Candia,war vor zeiten berühmt, und hatte einen Bischofs, der unterCandia gehörte. Der Golfo ckArcadia wurde sonst LxpariüüsIInus genannt.
Arcadius , ein söhn Theodosii N. und bruder Honorii,war Kayser in Orient, heurathete Eudoxiam, Leontii tochter,worüber Rufinus, Oberster von der Kayserlichen leib-garde,und Arcadii Vormund, der ihm gerne seine tochter vermählethatte, so zornig ward, daß er die Gothen unter Alarico ins landrüste, die sich dann bald einstelleten, und viel herrliche städteverwüsteten., In dieser grossen Verwirrung hoffte Rufinus Ar-cadio das reglment aus den Händen zu reisten; aber Stilico,Honorii Vormund, merckte dieses, und kam Arcadio mit einemgrossen Heer zu hülffe. Doch brachte es Rufinus bey dem Kay-ser dahin, daß Stilico contramandirtward. Dieser muste, wie-wol nicht ohne grossen Unwillen, gehorchen, befahl aber Gainä,dem General der armee, die Honorins zum andern mal nachConstantinopelschickte, daß er diese bosheit an Rusino rächen soll-te ; worauf dann die soldaten diesen verrather mit vielen wundenniedermachten. Doch es kam an seine statt Eutropius bey demKayser wieder empor, der es nicht besser als Rufinus machte,indem er viel ehrliche männer ins elend vertrieb, und einen kriegin Africa erregte, wider die Gothen aber gar nichts fürnahm;und der gute Kayser Arcadius,der sich von den Weibern und ver-schnittenen sehr regieren ließ, ward gleichsam des Entropiigefangener. Gaina brachte es endlich dahin , daß Eutropiusgelängen, verklagt und zuletzt enthauptet ward, und weilnach diesem jener eben das, was Rufinus und Eutropius, vor-hatte , bekam er auch seinen lohn , ward vom Kayser vertrie-Hunnen gefangen, und sein kovsnach Constan-^.n^l geschrckt. Nachdem die fachen also glücklich abgelauf-allenthalben die Heydnischen götzen-tempelArianer aus Constantinopel, und hieltüber dre von fernem vatter wider die ketzer und Heyden ge-
arc ^
gebene gesttze mit sonderlichem eifer. Doch verdunst^, Mnen rühm dadurch, daß er den heiligen Ch^yffMu ^ Eantrieb seiner gemahljn und lieblinge, von st^er .setzte und verjagte. Er starb an. 408. im 1 r-lahru«und 14. seiner regierung. 11 b. V. k .
in cbron.
Arcadius , Ertz-Bsschoff zu Bourges, ^folg^n.
Lircaoruv , zu Bvurges, ,,
und war einer von den berühmtesten Bischoffenm v-An. 5; 8 . unterschrieb er die aem des dritten Louc x. i-leans, und starb an. 542. c. i°- "
, In vit. aci ä. 19. Nov. 6au-
bibl. nov. j„ eE
Arcadius, ein Rathsherr von Auvergne, war rLSidonii Apollinaris, Bischoffs zu Clermont, am ^ heE-er den Konig Childebertum an , sich dieser provintz Etigen, mit dem vorgeben, daß sein bruder Theovouben. Als aber Childebertus darüber begriffen wa. ? ^ kEdaß sein bruder, als ein überwinder der Thüringer zudaher nahm er seine reise nach Spanien vor, ^ -
bitt. lib. III. u. 9.12. L 16. -MlißL
* St. Arcadius , flöhe an. 260. vor dcr veM ß W v^Cäfarea in Mauritanien gelegen, stellte sich aber / l
ter darüber ins gefängnis geleget worden, wieder v,ihm seines von Christo gethanen freymuthigen s hjs eeL^wegen alle glieder nach und nach abgelöset worom / ^lieh verschied. Andere wollen, daß solches zu 2
nien geschehen sey. Der 12. januarit ist ihm zum v ^setzet. ^
* Arcadius, ein Bischoffin Africa in
versetzte sich den Arianern sehr hertzhafft. Der tvw ' M ,,ses Prälaten brachte diese ketzer in grimm,
Genserico, dem König der Wandalen daricker be«^^ MAeher Fürst, so selbst ein Arianer wäre, Hoffete, K-
meinde bald bezwungen haben, wann er derendem weg geraumer hätte; ließ deswegen dencadium umbringen, den iz. sepr. des jahrs 417 »
IM. xM Vünäal.
Arcadius, (Fabius) ein ßLws zu Ronv
, «L
..,
llones suress LLÜmm guoristisnoiuin ingue .furs keuäi sccresLenäi L äolium ,
1606. zu Franckfnrt am Mayn, auch zu ^
gekommen; ingleichen Imä-aum rerum crnnin1Ü2;. zu Grömngen gedruckt worden.
* 2 lrcadius, ein Bischoff, wurde von dem ,4
als Nuntius , zu dem (ioucilio von Ephesus, uae ^
tern dieser Versammlung zu dem Kayser ^heooo>dem jähr 4;i. abgesandt. Von diesem thut ePerron in feinen antworten an den Komg atzvnien Meldung: beantwortet auch alldorten die emProtestanten wider die Ober-Herrschafft des Pap'aus ursach, weil Arcadius, Projectus undPäpstliche Nuntii waren, sich nicht allezeit die er!^. Ist
öecretis des Ooncilii unterschrieben haben. ...
D« , relpons. zä Heg. Älsg. Lrit. lw. t- i
* Arcäus , (Franciscus) von FraßinetoNeäieinL Iloctor, und schrieb an. 1?74'
rum L morborum. Welches werck Älv. Noi Filterdam an. 16 5 8 . Teutsch, und mit anmerckuNP .pr,tul: Chirurgische bucher von der rechten wurw yer
gegeben. kleiNÄ!,t<>tL,
* 2 lrcalu, (das Fürstenthum von) ist ew kTartarn von Mongul oder Mugal , in dsr grollst M,,dEan dem fluß Hoamko, an dem ort, äüwo dtt
mauer anfangt, unter dem 122. grad wE,lutituclinis septelitrioiu,1is gelegen. lDW V Ssick
verändern allezeit ihre Wohnung, je nachdemfür ihr vieh finden, und ist ihr Fürst demunterworffen. 8a»/o». Lurtss
lNcapolrtaiiücv
" Arcamomus, (Arelluö) eln uct^»^^,na''^„und Herr von Borello , wurde Rath bey ^e aßcher ryn als Ambassador naher Venedig, » ' ^
Sixtum IV. sendete. Er starb an. , b-b--'
tractat 8oxrs 1e Lonllitutioni äel dess
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Arabischer Mrolagus. Es ist ungewiß / , ÜAs
gelebet hat, und sind die meynungen, l - gesche^M isl' jsi.den, sehr unterschiedlich. Er hat em w^g,z dehtMParis rn dem jähr 1542. gedruckt worden, s
veritLtibus L xrEäiZic>uibus '/stud vA ,ssk'
Mtum: das ist, von den wahrsassUNge^ ^ 0 ^gen aus der Astrologie, und furnem c >4 Me
vität-ftellung. äu Ibwut. ^^osszu
* Arcana, (Nicolaus üe) der 4§. / kireb.^M
war aus dem Gräflichen geschlecht^^yre verden 22. dec. an. 167°. erwehlt. Er n pbcr^von seinem eigenen vermögen zu ,te, weswegen er auch tnit mit denen