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Dieses Roderici söhne, Petrus/ Diego/Ferdinandus und Ro-dericus / pflantzten ihren stamm in Spanien/ und sonderlich zuToledo fort; die nachkommen des Diego erlangten auch durchHeurath den nahmen von Ajala/ und Bernardus von Ajala undAvalos wurde an. 1617. von Philippo lll. zum Grafen vonVillalva gemacht / weil aber sein söhn gleiches nahmens nureine tochter hinterließ/ so brachte selbige diese Grafschafft an denMarquis von Aquila Fuente / aus dem Hause Zuniga. Derfünfte söhn aber des abgedachten Roderici/ Jnicus/ richtete seinesamilie im Königreiche Neapolis auf/ dahin er mit Älphonso,dem Könige von Aragonien / gekommen war. Er heurathetedaselbst Antoniam von Aquinv/ eine tochter Bernardi Casparsvon Aquino / und schwester auch erbin Francisci Antonii/ Mar-quisen von Pescara / wodurch er viel ansehnliche güther zusam-men gebracht. Er wurde auch Groß-Cämmerer des König-reichs Neapolis / und starb den 2. sept. an. 1484. nachdem er
söhne und 4. töchter gezeuget. llb. XX. c. 12. <L
16. /mbo/. I. c. p. 150.
Avalos / (Alphonsus äe) war der älteste söhn vorgedachtenJnici/ und bekam den titul eines Marquisen, von Pescara. Erwurde mit dem Königlichen Printzen Ferdinands dem jüngernerzogen/ daß er den rühm eines der geschicktesten Neapolitanererhielte. In dem Französischen kriege that er seinem Königegute dienste / ward aber an. 1495- von seinem Mohrischen scla-ven meuchelmörderischer weise umgebracht / und hinterließ ei-nen unmündigen söhn / Ferdinandum Franciscum. /»-
EI, äe vilÄ sseräin. Lvals Üb. I. /»rbo/I gsaeal. Ital. L Hisx.x. 151.
Avalos / (Ferdinandus Franciscus äs) Marquis von Pes-cara, einer von den grosten Generalen Caroli V. war ein söhn-es vorhergedachten Alphonsi. Er wurde in feinem dritten jäh-re mit Victoria Colonna, der tochter Fabricii Colonna / einesRömischen Edelmanns / welche von gleichem alter war / aufanstiften des Königs Ferdinandi zu Neapolis, verlobt. Mu-sophilus unterrichtete ihn in guten wissenschafften. Hieraufgienq er zu selbe/ und befand sich an. 1 ? 12. bereits in der Wachtbey Ravenna, da er gefangen wurde, und währender seinergefangenschafft ein sinnreiches gespräch von der liebe verfertig-te / welches er seiner braut zuschrieb und überschickte. Einigezeit darauf wurde er durch bemühung Iohannis Iacobi Tri-vultii / Marschalls von Franckreich / welcher seines vattersschwester geheurathet hatte, wieder auf freyen fuß gestellet.Er ergriff nach diesem die Waffen wiederum gegen Franckreich/und leistete dem Kayser sehr gute dienste. Denn er trugnicht allein ein grosses bey, daß die Kayserlichen an. 1522.die Wacht bey Bicoque erhielten, und das HertzvgthumMayland wieder eroberten, sondern auch, daß sie den sieg beyPavia befochten, und Franciscum I. gefangen bekamen. Dadenn dieser Marquis äe Pescara den König öfters in seinergefangenschafft besuchte, und ihm mit solcher Höflichkeit zurede-te , daß dieser König dadurch eine sonderbare Hochachtung aufihn warf. Als nun damals die siege des Kayfers grosse Miß-gunst in den äugen Clementis VII. und der Italiänischen Für-sten erweckten, entschlossen sie sich, ein bündnis wider den Kay-ser aufzurichten, und der Papst versprach dem Marquis vonPescara, Per aufden Spanischen Hof wegen einiger unerkännt-lichkeit nicht wohl zu sprechen zu seyn schien, das KönigreichNeapolis zu geben; welches er zum schein zwar angenommen,aber den gantzen Handel nach Spanien berichtet, dadurch dennder anschlag zunichte worden, und der Kayser einen gutenvorwand erhalten, sich des Mayländischen zu bemächtigen.Einige meynen, er würde sich in ernst eingelassen haben, wennihn nicht feine gemahlin abgehalten, siehe Colonna, (Victo-ria) oder auch, wann nicht der bott, weichen man in Franck-reich gesandt, um die bedtngnisse bestätigen zu lassen, unterwegsim Venetianischen von einem Wirth wäre ermordet worden;da dann der Marchese bey dessen langem ausbleiben anfiengezu besorgen, er möchte in der Kayserlichen Hände gefallen seyn,und deswegen die gantze Handlung selbst entdecket, das langestillschweigen aber damit entschuldiget, daß er dadurch des Papstsaedancken recht aus dem gründ habe erforschen wollen. Erstarb auch bald daraufden 29. nov. an. 152?. als er noch nicht;6. jähr alt, und kurtz zuvor General-Capitain der Kayserlichenarmeen worden war, zu Mayland an der schwindsucht, welcheer sich durch seine grosse bemuhungen im kriege zugezogen hatte.Er hinterließ keine erben, daher er seine guther seinem vetter, Al-phonso Avalos, vermachte. MitProspero Colonna konnteer sich niemals vergleichen, auch sonst nicht gern leiden, daß ihmim commando jemand vorgezogen ward. Sein gedachtniswar so gut, daß er aller seiner soldaten nahmen und eines jegli-chen verhalten gantz genau behielt. Paulus Iovius hat in 7.büchern sein leben beschrieben, welche er seiner Wittwe dedicirt;und Ludovicus Ariosto hat ihm eine sehr artige grabschrift ver-fertiget. lib. XVI.
Zeriesi. Iml. L Ililpan. p. i;l. Erben Baiser Carls V. p.1567. *
Avalos, (Alphonsus äe) Marchese ckel Vasto, General-Lieutenant bey der armee Caroli V. einer von den grosten Ge-neralen semer zeit, war den 2;. may an. 1502. gebohren , einsöhn Avalos, der des vorhergedachten Ferdinandi Fran-cssct vatters bruder war. Unter diesem seinem vetter hatte er sichim kriege befunden, und an. 2522. der Wacht bey Bicoque, wie
ava ^
auch der Plünderung von Genua und den
Maylandischen beygewohnet. Nach Anton« ^eu ^M
wurde ihm das Generalat und Gouvernement m ^ .§gc»U
vertrauet. An.i? z?. begleitete er den Kayser auf oe' HerM
Tunis, welcher ihn zum General-Lieutenant
wurde er in verschiedenen wichtigen geschäfften E Jas 's.
an. 1540. als Ambassador nach Venedig
gende jähr, als er erfahren, daß Franciscus I- Vanf
sum, einen Genueser, undAntontum Rincon, e»'^^, ^
nach Venedig sendete, und diesem letztem befthl
dannen nach Constantinvpel zu gehen, ließ er ihnen Mi,'
aufpassen, und sie;. Meilen oberhalb des einflmsto schriss^.
den Po ermorden, weil man muthmassete, in ih^" MiE-
richt zu finden von den vorhabenden anschlagen 0^»,^
Es gäbe aber diesen eben solche that den beste« vorneuen krieg anzufangen. An. 154;. entsetzte dMr^Mv^.
Vasto die Citadelle zu Nizza, welche von Francisco vo> ^Hertzoge von Anginen, und dem Barbarossa der«» hM'§Das jähr darauf aber verlohr er den 14. apr« Vs, pWacht bey Cerisoles in Piemont, widervon Angmen, da er 15000. der seinigen auf.0«" ,
2500. gefangene dem feinde überließ. Er selbsiflucht, da er doch zuvor des fieges, als ob er solche"ten, sich soll gerühmet, und 4000. ketten, die gefaNs^eii.hsWsen damit ausdie galeeren zu schmieden, mttgeno>' hqncIovius berichtet, er wäre verwundet worden , »verkleidet davon gemacht, aus fürcht, den Feanzom«^go > ^de zu gerathen, welche er durch die ermordung oes ^Rinconssehrerzörnthatte. Diesen Verlust Mch-itsen zu gemüthe, daß er darüber in eine kran»v „ .che dadurch noch vergrössert wurde, als er erM fC »1-Iohannes Iacobus von Medices bey dem yickrangegeben hatte; er starb auch endlich den ijyck ^ p-1546. zu Vigevano daran, und hinterließ vo«lin Maria von Aragonien vier söhne. ,,,
lilss. Neäiol. äec. III. lib. X- ^ ^
vis 8 äes Lsxlt. llo/ero, Luxit. illultr. ^
1. c. p. 152.
Avalos, (Franciscus Ferdinandus) Mmqu^>pE,'Fund Vasto, war der älteste söhn des jetztgedachten "verwaltete das amt eines Ober-Cammerherrn'«
Neapolis, welches nunmehro erblich bey dm^
Er war auch Vice-Ke und General in S-emen^B,^
ssE» "Ml an den Italiänischen kriegen unter ^Hennci II- m Franckreich. Er starb an.
Alphonsus keine männliche erben hlnterl'k Kv ^te desselben älteste tochter Isabella ihrem vetter 'los, dem erstgebohrnen söhne Cäsaris äe Avalos, ^ ^derdesietztgemeldten Francisti Ferdinandi war ,chen guther durch Heurath zu. Dieser Jnicus qo-
^L Äohaiinem, welcher in dem Fürstenthum «ones vatters bruder folgte. Daher von diesemhanne die zwey lrmen in dem geschlechte von An"'" , ^ ^
/«r^s/I. c. ^ MN ^
(Jnicus äe) aus Aragonien,h/kuhmten Alphonsi cks Avalos, und jüSerek A,Ferdinand, Er wurde Ritter von St- W. zEsrHun Königreiche Neapolis, und an. i;6i. vonW^ zyP-dmal gemacht. Endlich erlangte er das BsE GsK-und starb den 20. febr. an. lüo-ssauch aus diesem geschlechte Constantia 6e AvaN^^culo wegen ihrer hertzhafftigkeit und stärcke beruhst,.Hilarrvn Coste in feinen eloges cles komm-rer gedacht.
* Avance, (Capo ck) oder wie die> ^bo Froward, kromontorlum exrenlüm?des Magellanischen landes in dem mittagigeN-Achel.
Kes m dem krsto NsZellanico am meisten Ivl
Met allda die Überbleibsel der stadt St. meck-e"Spamer vormalen erbaueten, um sich von derster zu machen.
GrätzTbeoloZiam
^ UHÄeV'und'LcWE^MN' "'sei« ^derer Lollegiorum zu Passau, Gratz " 1681.-.Vcheilin Böhmen. Er starb den 6. dec» an.
und hat ausser einigen aus bA ^ricsw
jähre,
teinische übersttzten schriften koelin
Llogia 50. OLlsrum OermLnoruw; or
geben.
. Avancon , (Wilhelmus von) -ern schn Iohannis, Herrn von N ManWMl'Ny^aus Dauphins, Oberaufsehers über ^chMls v ^Komge von Franckreich Henrico II- ««d anbohren-an dem Römischen Hofe, war an. ^
an. 1561. zu demErtz-Bißttzum von N^.undAj A^nach diesem Rath bey den Komgen Carolo t §
Bey der dritten celebration des TndenllMi^^he, Mer sich mit gegenwärtig. In wahrender » „ er e- fi»"Guisisthe partey in Frankreich anfieng/ ^