Band 
Erster Theil. A - Be.
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Am,

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i '-x, auch an. i;88. den 4. nov. gebrauchen, denKönigsdas Parlement zu Paris wider die succeßionN Ravarra , nachmals Henrici IV. gefaßt hatte,

, „(Lenrico m. jn einer solennen deputation zu über-Uung dem-!! ^desselben beträffttgung anzuhalten. In an-jhnHenrici IV. GeneralLesdiguieres vonN iahre^jÄÄHum, worauf er sich nach Rom begab, und! k ^ zubrachte. So bald aber Henricus IV. mit

Wlben <-n^u stuhle wieder ausgesöhnt war, steng er an, vorü'Mer . reue und Zuneigung blicken zu lassen, daß ihnw M aeiiW m den besitz von seinem Ertz-Bißthum und vonMen ssaSen beneficien setzte, auch endlich (auf des nach-

1 er jvw >- "als von Ossat recommendation) so werth hielt,erss/«ne nomination zu dem Cardinalat gab. Allein

^»vble >!^er wurde gelangen konnte, starb er an. 1600. zu, kiil.lib.XLIII. Os/ar, lettr.

^II. p äwelot äs la Hou6a>e wm. I. p. 482. ;oo. ;o2.

.„Ävantu?^ ^ stehe wiflisburg.

bjqn, b ' (Johannes Marius) ein Rechtsgelehrter, war

2 a„, ^ einer stadt in dem Venetianischen gebiethe, den 2;.

ii., der gebohren. Sein gefchlecht hat seinen Ursprung

M ertz, und viel berühmte leuthe hervor gebracht.

M.^aren aus demselben Johannes und Rudolphus,»? des Jacobus Laurentius von Avantio war zu

dtt stake Gouverneur zu Rovigo , als die Venetia-g,.' Ein-ss,"'"nahmen, wurde auch daselbst an. 1491. ermor-det, ^^nselnenenckeln, gleichfalls Jacobus Laurentius^Sladt-Hauvtmann zu Rovrgo, und ein vatterW iyden<t^^unis Marii. Dieser hatte eine grosse nei-tz^Mlt ^^'8, und nahm in der Ticht- und Redner-kunstVNe- Ak aß stin lehrmeister Antonius Riccodonus vonSeltner,.°Mus wäre der einzige, den er gesehen, so zu.ei-X Dorten gebohren worden. Sein vatter hattelass daß er Älsäicinam studirt hätte, allein er hatteRechtsgelehrsamkeit, legte den gründ dazu zu«st'» vau-^^ angte zu Padua den titul eines vacloris. Alsknnm x av wieder zurück gekommen, verwaltete er mit'^ler büjss, °as amt eines Mals. Als er aber vor einendeii s dhaier k(! dieser banquerot worden war, muste er vielYen ,!»dei> bezahlen ; ja es wurde ihm auch gar von sei-leben getrachtet, welche ihn vor todt lie-V^icht/ nachdem sie ihm 18. wunden beygebracht hatten,^.stchren x/änlich doch wieder seine gesundheit, mustesV.^al>fss.daß sein einziger bruder war erstochen worden,^ lvax-Iarb auch seine ehefrau. Nach der zeit, als seine?e>ri 7 An? ^Wesen und zerstreuet worden, legte er sich wie-Mx/t ßch und bisher unterlassene lluäia, und nach-dwsNer liat,» x'"em adelichen frauenzimmer zu Padua ver-begab er sich an. 1S06. nach Padua, und lebte, ^rge zeu jn gutem ansehen, bis er den 11. mertz an.seines alters starb. Erhalte ein Italiänisch^Nina^get, und selbiges dem Ertz-Hertzog, hernach Kay-zugeschrieben,welcher ihn davor zum Staats-^ sc^^ollte. Sonst hinterließ er noch ungedruckt Hi-

, osm z Lutkeri apnlklu, »ä lus ussus tsmpo-nssö>,?steden-n rebus civilibns L crimlnslibus, und

!>ch Ae, dar.,,^^lnische und Italiänische getichte. Er hattex^^dolus ein berühmter lVIeäicus und sonder-. ,2' Vir. der krauter sehr erfahren gewesen.x^or- ebearr. x. 1°;;.

x?der , eine Hunnische nation, so aus

diu-^^d wl VI. Lseculo das Römische Reich längstMischen Ä'sste, endlich aber sich jenseit derselben in dem§?Ken (welches vor zeiten von den Wallachen,?»sb/, ?iederi,Aueu, Cosacken und andern völckern bewohnt!>es .ftsste: klbis in die gegend des Schwachen MeersMassen tb?i,s"x^dessen ihre lands-leuthe die Hunnen sich ei-vvu^von Pannonien bemeisterten,, und hernach

°r°°^."

m'Lyampagne m NrancrrM-, w, gieret, «^' .ullwo Carolus N. die Normänner, so das^'»«N^gen ^»^d^stadte zu Rheims ausgeplündert hat-und sie in solcher eil zurück zu gehen ge-iK'Ä ^rug5/„'U"stenlmflusse Aine, über den sie fliehenaus Grafschafft gehöret der familie äs

; Äy^es. d welcher viel berühmte leuthe entsprossen. Sie-

„ dvn REE>^stMes städtlein und amt an der Gollach,fuZNe, ,???urg gelegen. copogr. xranc.dem gebi-tkV^' ^bsgrisL, eine kleine stadt in Pro-^ m dem ItjMe der stadt Marseille, mit dem titul einer, Waig .^dhoffe daselbst zuständig.

?^v»^äen Nl°st Languedocs in dem Bißthum Nis-77 tr-x^pellierdieser stadt, und eben so wett von der".H ^' wL^n-.Man siehet allda eine sehr verwe-d-l sLen^bZe wohl der mühe belohnet, daß mr da-^ Und U^ung machen: Der umfang dieser trep-ern halbes klafter in der länge, und fünf

--- -opa durchstreiften und ausplünderten,

Iib. V. bilior.

gr^ Grafsshasst in Champagne in Franckreich, so

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und ein halb kläfter in der breite; und die mauren eilf klafterin der höhe, und fünf schuh in der dicke. Von diestr dicke hatman zwey treppen gemacht, um bis in das Helm-dach hinauf zusteigen. Man steiget durch fünf lehne hinauf, welche alle dop-pelt sind, ausgenommen die in der mitte. So man durch dengrossen eingang kommt, so steiget man nur zwey lehnen vonftchszehen stuffen hinauf, weilen die treppe auf einem hohenund niedern erdreich aufgebauet ist. Die tritt, welche an derzahl acht und achtzig, obwolen man nur sieben und dreißig hin-auf steigen muß, haben sieben schuh in der länge. Der gang,wodurch man die zwey obern zimmer vereiniget, hat fünf undein halb klafter in der lange, und drey und ein halbes in der brei-te, und ist sein bogen schier nicht gewölbet. Man kan nichtsverwegeners sehen als dieser stumpft Auf der feiten der treppesind zwey säle, deren gewolbe von gehauenen steinen sehr ebenund über die Massen schon sind. Gabriel Dardaillon, gebürtigvon Nismes, so in dem jähr 169;. gestorben, wäre der oaumei-ster dieser treppe, und brachte solche in dem Herbstmonat desjahrs 168;. zu ende. Man findet über diß noch in dem schloßvon Aubais eine bibliotheck , welche nicht allein wegen einergrossen anzahl die Historie und bamaniorL betreffender büchern,sondern auch wegen sehr raren, schonen und kostbar eingebunde-nen editionen, nebst einer grossen anzahl wichtiger die Historievon Franckreich und die Geographie betreffender manuscriptensehr ansehenlich ist.

* Aubar , eine stadt am fluß Tigris, in der TürMhen pro-vintz Babylonien, oder Erak in Asien, nicht weit von Bagdad.

* Aubarede, (Johann Michael von Astorga) Lsnonicusftegularis, ilrctuäiLLcmus der Haupt-kirche von Pamiers, undLensr-ä-Vicarius des Bißthums, da der stuhl ledig wäre;machte sich durch den antheil, so er an den streitigkeiten desBischvsss von Pamiers wegen der regal-sach genommen hat-te , berühmt. Er wurde in dem schloß von Aubarede indem Bißthum Tarbes von sehr hohen und qualificirten elterngebohren. Er hatte zwey bruder, deren der älteste, als ersich in den vornehmsten chargen der armee sonderbar sehenließ, zum Gubernatorn der insul von Rs ernannt wurde;der jüngere aber wäre Unter-Gouverneur zu Blaye ohnfernBourdeaup. Er studirte mit fortgang in der Theologie aufder Universität von Toulouse, worauf er sich in das 8emi-nsrwni von Pamiers begäbe. Er trachtete sehr in den or-dere der L-rnonicorum kegulLnum aufgenommen zu werden;und als ihme solches gelungen, wendeten seine eltern undverwandten alle ersinnliche mühe an, ihne wiederum darauszu bringen. Sein ältester bruder schlüge ihme eine lehreinträgliche Abtey vor, um ihne von diesem vorhaben ab-zuhalten; es waren aber alle ihre bemühungen vergebens.Da die zeit seines ordens-gelübds heran genahet wäre, wur-de der Bischoff von Pamiers wegen der fach das Keg-äs be-treffend , schon heftig verfolget; es verhinderte ihne aber dasungemach, so den Bischoffen und. das Capitul von Pamiersüberfallen-wollte, nicht, sein aelubd. abzulegen. Erwürbeauch kurtz hernach mit der ersten wurde der Haupt-kirchen,nemlich mit der stelle eines flrckiäisconi beehret. Als derBischoff von Pamiers mit tod abgegangen wäre, ernanntedas Capitul während dem vacirenden Bischoffs-stuhl den 9.augstmonat an. 1680. den k. von Aubarede und den k. Bern-harb Rech zu OLnersl-Vic-iriis. Ihr erste sorg wäre , durcheine Verordnung vom 1;. augstmonat gleiches jahrs, die durchden verstorbenen Bischoffen von Pamiers in dem Bißthum ein-geführte disciplin zu bestätigen. Weilen nun die Regalistenseit dem tod dieses Prälaten, ohngeacht sie excommunicirt wa-ren , steh unterstanden, dem öffentlichen gottesdienst beyzuwoh-nen , so deputirte das Capitul den k. von Aubarede zu demErtz-Bisthvffen von Toulouse seinem vettern, um ihme dieernennung ber Lensrsl-Vicsrloruin kund zu machen, und ihnezu bitten, die fach dahin zu richten, damit sich die Regalistenmit den einkunften des Capituls vergnügen, und durch ihregegenwart die Haltung des gottesdienstes nicht stören sollten.Der Ertz-Bischoff gäbe dem k. von Aubarede einen brief, wo-durch er denen Regalisten riethe, nicht zu gleicher zeit mit demCapitul in die kirchen zu gehen. Da aber dieser Pralat sei-ne meynung geänderet hatte, wollten die Regalisten den 18.augstmonat dem gottesdienst beywohnen, welches den k. vonAubarede nöthigte, die von dem Bischoffen von Panuers ge-machte Verordnungen zu verneuern, und einige unter ihnenals excommunicirt anzugeben. . Diese that machte, daß er durcheine Lsttre äs cacker oder Komgl. befelchs-brref naher Ger-aeau verwiesen wurde. Und als er die Wider die Regalisten ge-machte excommunication nicht aufheben woltte,wurdeer na-ber Paris qeführet, unb von bannen in das schloß von Caenüberbracht, aüwo er bey ohngefehr sechs jähren gefangen saß.Man ließ ihne den 24. christmonat an. 1686. daraus los, undwurde er in eine Priorey Lanoniemmn Keguigrnim in dasBißtbum Bayeux, so man le riellls nennet, verwiesen. Erhatte sich die schrift jo bekannt gemacht - daß er solche schiergäntzlich auswendig sagen konnte. Er starke den 4. augstmo-nat an. 1692. in dem drey und fünfzigsten jähr seines alters,nachdem er vor seinem end sehr mnstandig befohlen hatte,daß man seinen in unterschiedlichen exüuz zerstreueten mitbrü-dern zu wissen thun sollte, fern grosser troff stye dieser, daß erniemalm das geringste wider den Vorsatz des verstorbenen Bi-

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