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Erster Theil. A - Be.
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auslegung, welche selbigen verstn von einigen gegeben wird,gantz falsch, und die freundschafft Bezä mit diesem gelehrtenmann gantz unschuldig und ehrlich gewesen seye. Was nochsonsten zu völliger entschuldigung Bezä und zernichtigung derstärcksten Verleumdungen seiner alten und neuen feinden dienet,und von Nr. Bayle selbst nicht angeführet worden, ist, daßin dem letzten vers des exigrammÄtis muß gelesen werden,dsliolo tacebit Ulio, nicht imo, so zwar durch einen druck-fchler eingeschlichen, aber mit der puren latinität nicht über-einstimmet/als in deren bsllolum imum gantz unbekannt,und darauf sich gleichwol Beza in seinen versen unstreitigaufs äusserste beflissen, ja es wird ein jeder, der nur diesesepigrsmma mit Vernunft lesen will, alsobald wahrnehmen,daß selbiges den schändlichen verstand, welchen einige, unddarunter absonderlich Maimburg diesen Worten antichten,keines wegs haben kam Audebertus starb zu Orleans an.1598. da er über 8m jähr alt war, und hinterließ einengrossen rühm feiner aufrichtigkeit. Sein söhn Nicolaus warRath im Parlement zu Rennes, und hatte gleichfalls gargrosse Verdienste, würde auch ohne zweifel die wercke seinesvatters heraus gegeben Haben, wenn er nicht durch einenfrühzeitigen tod daran wäre verhindert worden. Man mußdiese beyde von Matthäo Audebert unterscheiden, welcher Ka-res O. Lsruluiräi geschrieben hat. Ärrnmatt/,. in elog.jn tbsutr. *

* Audebert, (Stephanus) ein von Belac in der Marche

gebürtiger Französischer Jesuit, nähme diesen orden in demjähr r6r;. an, und lehrte darinnen die kkilolopkiam, dieHebräische sprach, wie auch die HieologiLm'IcbolMicsM,und wurde endlich gewiedmet, über die controversen widerdie Resormirten zu predigen, welches er in 1 a Röchelte, inder insul Re, und an andern orten verrichtete. Er schriebeauch unterschiedliche tractaten wider sie, als: Lxxlication äes en-äroitsäs 8. ilugulliu gui regmäsut 1'Luckariüie, zu Röcheltei6zc>. in 12. Icheoäorstus explicatus, cLc. samt dem buch 6e-ftasii, äs äuabusdlaturis, in 8vo. se Iriompne äs 1a verite für1 a tranlubliantiarion <L 1 s purgawirs, Lc. Er starb ZU Pau den;o. Heumonat 1647. , lcript. 80c. .selu, Lc.

Audebrand, (Stephanus) ein Mönch zu St. Allire inClermont, Prior zu Turet in Auvergne, hierauf Schatzmeisterund Groß-Cämmerling der Römischen kirche, Bischoffzu Mon-te Caßino und St. Pons, und endlich den 22. dec. an.Ertz-Bischoff zu Toulouse. Clemens VI. erzeigte ihm grosseautthat , weil er lange zeit vor besteigung des Päpstlichenstuhls, da er einsmals durch strassen-räuber um das seinigegekommen, von demselben mit kleidern und anderm benöthig-ten beschenckt worden. In Lnti-ssrirouio x. 2z.

* Audemar, oder Odomar, ist der nähme, dene man

einem Fürsten giebt, welcher dem fürgeben nach in dem IV. L-cuio vor stiftung der Französischen Monarchie in Gallien 14.jähr lang solle regiert haben. Es solle auch ein gewisser PriesterVeethan, ein klülosopkus und Poet, welcher die Gallische undLateinische sprach sehr wohl verstünde, zu seiner zeit dieFranzösische Historie geschrieben haben, , in exir.

snnsl.

Audenarde, eine stadt in Flandern, siehe Oudenarde.

* Audentius, ein Spanischer Bischoff, lebte in dem V. üe-

eulo. Er schriebe wider die ketzer und insonderheit wider die Na-nicliMs, 8abe11ianos, Lrianos und kbotlnianos einen tractat,betitelt: Oe Käs contra Iicereticos. äs scrixt. eccl.

0 14. , Lc.

* Auderius, der XII. Bischoffzu Cremona, von aeburt einGrieche, succedirte Syrino, dessen gefehrte und schuler er ge-wesen, ums jähr z 8m und ließ, ohngeachtet er alt und kränck-lich war , an seinem amte nichts ermangeln. Er starb an.syi. mit dem Nachruhm einer besondern demuth und Mäßig-keit. klZdeLr«, Ital. lacr. tom. IV. x. 580.

Audeus, aus Mesopotamien, lebte ums jähr ?42. unterKayfer Constantio, und wird ihm schuld gegeben, daß er derUrheber einer ketzerey gewesen, indem er gelehrt, daß GOtt ei-ne menschliche gestalt, und nach derselben den menschen erschaf-fen habe; daß er das Oster-fest aufJüdisthe weise gehalten; und,wie Theodoretus hinzu fuget, geglaubet, die finsternis und dasfeuer hätte keinen ansang rc. Seine anhänger wurden daherAudeaner genannt. Er war sonst exemplarisch, gelehrt, undwohl belesen, aber dabey sehr eigensinnig; er predigte scharfwider die lasier der Geistlichkeit, welches ihm auch so grosseVerfolgung erweckte, daß er von dem Kayfer Constantio bisin Scythien ins elend verwiesen ward, von dar er unter dieGothen gegangen, und wie Eviphanius berichtet, viele zumChristlichen glauben bekehret hat. Lprpi,««. kssr. 70.k<er. 50. üb. IV. liTt. ksb. Fa^o«. ä. L. 541.

. * , machten in der alten kirche diejenige klaf-

ft von Lsteckumenis aus, welche bey dem öffentlichen got-tesdienfte, nur in so weit zugelassen wurden, daß sie die pre-digt anhören durften, aber mit zu bäten und das heiligeAbendmahl Mt anzusehen, war ihnen nicht erlaubt.

»e, Aon. (ir. x. 4.;. Lt-o , äs Xsrtliecs vet. eccl.

zi. äs Lstsciium. III. LoäVe/, äiss. L^xi. VI.

aud

lUVIMIIL, ist ein nähme, weichen ,

souverainen Gerichts-Lollsgüs, so sie hm und wievrica angestellt, beylegen. Weil nun einemprovintzen angewiesen sind, über welche esfindet man das Spanische West-Indien m oenland-chartm in so viel Äudiencien eingetheilet. ..^0»

Audiffret, (Hercule) General von^rCE^MChristlichen lehre, einer der berühmtesten Redner m ^

-zu Carpentras den 15. may iüoz. gebchren.ner-kunst feiner landes-leuthe in einem sehr veroer^indem fewige ihre reden entweder mit einer una-^ p»ge von citationibus und anmerckungen, >o , odä «cin eine rede, als dissertation schickten, anfumgekünstelten erfindungen und hochtrabenden ausor»Spanier und Welschen allzusehr nachhingen. hsich demnach die Hoheit der Worte mit dertur der dinge zu vereinbaren, worinnen er au", E,ccc^ ^1ders gethan, und andern den weg zu der wam AM. ^keit gewiesen. Er starb den 16. apr. an. ^ :>>

Von ihm Ouvrsgs äs piets, so in III- towie 9 ^ ^men, wiewol es meistens dergleichen stücke Wo, „ »u ^verfertiget , und eben nicht zum druckSonst aber werden zwey leichen-reden von 'UMEMtet, deren eine der Prinzeßin von Conde, ^ gcv"Montmorency, die andere dem Hertzog von

cle Irsvoux 1711. Xov. pag. 1949 - UkH.

* Audiffret, (Joh. Baptist«) ein Edelmanns,Ahrl-ce, weicherem vetter gewesen eines gewissenAuv>>'^Feld-Marschalln; dienete seinem vatterland lange. X, ^

Der König Ludwig XIV. ernennte ihn den 2°-

zu ftinem ausserordentlichen Abgesandten, bey Wvon Mantua, Parma und Modena. Na») > ^heruffung muste er in gleicher würde an. dienste ,thringischen Hof gehen, allwo er auch gute Heubis den 29. jun. an. 1752. da er von der vermin^ ^abschied genommen. Er starb darauf zu Pt po»an. 17;;. in einem alter von 76. jähren. Man6eogrgphie miciemie, moäerne «L kiüorigUL'.z gy'^Vielen hoch gehalten wird, Sie ward zu Pa Estttl lin 4. und an. 1694. in 12. in drey bänden gE^^ DMist nicht vollständig, indem es nur von E»r^ 4-auch davon Spanien, Italien, und die Europ

mangelt. Atmn.

* Audiguier , (Vitalis ä') war gebürtig SjEMvon Rhodes, wie dann einige Naiac, nahe b"/ ^

für seinen geburts-ort angeben. Man hat vo«dene schriften, welche meistentheils heut zu /ag ^gelesen werden. Darunter ist: I.a kKilokoMvrai <L Lncien ussge äes vuels , zu Pakls au- . ^ ^druckt; Oeuvres koetigues, und andere hier ' xe>ute getichte: Xelstions äu Nurc ä'Obregoa au^heischen übersetzt, ingleichen 8ix nouveUes äs 1-5 ^ e»tes ; ^älts cle la couverllon äs lu Nsäelsl -^cir Mcle sylruräre cle LsliKe; les ümours

Lleonice, und andere romans. Er wärehatte lange in den Französischen armeenwurde er gegen an. i6;o. ermordet.

* Audiauier, (P. ä') des vorgehenden bruo^

nach des Abts von Marolles zeugnis, einer " .

welche mit ihm eine art gelehrter gefellMav ^ die» -darin» ein jeder feine schriften vorlast, uns» M »vfische spräche seine meynung gäbe. Man barLromsue; 1 a Vis äs ssvarills äss ssormcs^ Ylt ^xagnol. Ferner wird ihm zugeschrieben, vav .

ce, einen roman, aus dem Jtastansschen un/-si/er, inemoires. , IM. äs t licsä. . M

* Audiguier, (Heinrich von) Herr vo"

Advocat rc. Dieser wird f»r den urheber ve ^

ten gehalten: als le Lenleur censurs, welche i6;2.,y^rs..

von Sandricourt geschrieben ist, welcher an-Iiese .. icgeben hatte: I.e LsMur äu rems , wuc>»m - a»,, -,sssinss Neres äss nos kvis. Audigmer g ^

tres äs reguete civile, xieces »L msmor , U1e äs la Lsronie ä'Märes , pour la K „ äs 0^ ,contre Lbsrles Hippol^te äs 8pino1s, ^^sscNParis an. 1662. Eine fa.nmlung von ^ .

mehr. Er wäre kein verwandter der ben^ , ^ .

und nennete sich eigentlich Daudigmer.blwm. äu Liebelet.

(WVITLVft, ist bey der mllltz ber^E^o<ß

Kriegs-Richter, welcher alle vorkomme Z)jefe k"^Eä^dahin einschlagende fachen verrichten mu^ alle F'D, ssF

voralters in grossem ansehen; dann we^MaEs'^

lediglich durch denselben auf befehl des ^-02,ret wurden, über dem auch bey einer ganvals einer oder zwey waren : So nahm,, ferE^^ockjede klagen, nach seinem gutbefinden, a^^^aus, hielt kriegs-recht, und legte ohne e> es wa^eb^, !>ndinge, amts-und genchts-wegen, ant'/^yworM amnem jeden Mäitsur lnsonderhelt zwo.t ulleiNgerichts-sthreiber zugeordnet, welche n>^