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Erster Theil. A - Be.
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an. 1609. nach absterben des letzter» Hertzogs zu Iülich, dieIülichische regierung annahm, stund dieser seinem vatter in derregierung bey; nachdem aber selbiger an. 1614. gestorben, under in der thetlung Sultzbach bekommen, nahm er an. 1615. seinerestdentz daselbst, ließ sich angelegen seyn, stadt und land in gutenstand zu bringen, kaufte die Herrschafft Konigstein, und führtesich in allem löblich auf. Er war der Lutherischen religion mitgrossem ernst zugethan, und muste darüber viel leiden. Dennals der Kayser Ferdinandus II. die halbe stadt Weiden in derOber-Pfaltz seinem bruder, PfaltzgrafWolfgang Wilhelm, ver-ehrte , und derselbe die gantze stadt reformirte, widersatzte sichihm Augustus mit allen brassten, und nahm den ort ein; alleinjener bemächtigte sich nicht nur dessen an. 1626. wieder, sondernnahm auch zugleich Sultzbach und Bartenstein weg, richtetedaselbst alles nach eigenem gefallen ein, ließ die fachen Augu-sti versiegeln, und die kirche mit Catholischen Priestern bese-tzen , dergestalt, daß Augustus nur blos in seinem gemacheden Lutherischen gottesdienst halten durfte. Hierüber be-schwerte er sich zwar bey dem Kayser, gieng auch an. 1627.deswegen selbst nach dem Kayserlichen Hofe, da er zugleichder Kayserin Eleonorä crönung beywohnte, konnte aber we-nig erhalten. Unterdessen wurde zu Leipzig an. iü;i. ein Con-vent der Lutherischen Chur-und Fürsten gehalten, allwo ersich auch einfand, und seinen zustand denselben eröfnete, diedenn auch seinetwegen an den Kayser ein beweglich schreibenabgehen liessen. Es kam aber die innerliche unruhe des Teut-schen krieges darzu, und war dieser Pfaltzgraf dem Könige inSchweden für allen andern wegen seiner geschicklichkeit sehr lieb,wie er denn an. 16;-. mit diesemKonige den einzug in MünchenHielt, auch im jul. selbigen jahrs von ihm zu dem Churfürsten zuSachsen geschickt wurde,daß er die von dem General Wallensteingeschehene friedens-vorschläge zernichten sollte. Auf seiner rück-reise zum Könige aber überfiel ihn zu Winsheim ein hitziges fie-ber, an welchem er den 14. aug. starb. Seine gemahlen warHedwig, Hertzog Johann Adolphs zu Holstein-Gvttorff nach-gelassene tochter, mit welcher er den 2. jul. an. 1620. zu Husumin Holstein beylager gehalten, und 4. Printzen und;. Printzeßin-nen gezeuget, unter welchen sonderlich zu mercken ChristianusAugustus, welcher den Sultzbachischen stamm fortgepflantzet,und Philippus, der sich durch seine tapfere thaten berühmt ge-macht. äs rebus 6uüs,vi stäolpdi. tdeatr.

x. 7; 7. lMogs Ls.

-Zeryoge von Braunschweig und Lüneburg.

Augustus , Hertzog von Braunschweig und Lüneburg, wur-de den iy. nov. an. 1568. gebohren. Sein vatter war HertzogWilhelm, dem das Zellische zugefallen, und seine mutter Do-rothea , eine tochter Christiani III. Königs in Dänemarck. Inseiner jugend wandte er sich auf die üuäia, zu welchem ende ermit seinem ältern bruder Ernesto an. 158;. nach Wittenberg ge-schickt wurde, von bannen sie an. 1585. nach Leipzig, und dasfolgende jähr wieder nach Wittenberg giengen. An. 1588. be-gaben sie sich zurück nach Zelle, und im folgenden jähre nachStraßburg, woselbst sie beyderseits in dem hohen Stift Dom-Herren gewesen, worauf Augustus an. isyo. nach Italienreiste. An. izyi. begab er sich unter dem Fürsten Christian zuAnhalt in kriegs-dienste, als derselbe Henrico IV. zu hülste nachFranckreich gieng; nahm auch an. 1594. und 97. einen zug inUngarn vor, und commandirte beydes mal, ein regiment zupferde. Er commandirte auch an. 160;. die völcker, welche dieHansee-städte der stadt Braunfchweig zu hülffe schickten,als Hen-ricus Julius, Hertzog zu Braunschweig und Luncburg und Bi-schofs zu Halberstadt, dieselbige belagert hatte. An. 1610. wur-de er von dem Capitul zu Ratzeburg zum Bischofs erwehlt, nach-dem er bereits an. 1595- zum Loaäjuwr war angenommen wor-den. Im übrigen hatte er noch 4. brüder, Ernestum, Chri-stianum, Fridericum und Georgium, unter welchen er der mit-teilte war. Diese nun hatten sich vereinigt, daß nur einer unterihnen hermachen sollte, worüber sie losen wollten, da denn daskoos den jüngsten Georgium betraf, dannenhero sich die übrigenin keine ordentliche ehe einließen, insonderheit aber ließ sich Au-gustus eines burgers tochter aus Zelle an die lincke Hand trauen,mit welcher er unterschiedene kinder gezeuget, so nur den Adel-stand geführt, und Herren von Lüneburg genennet worden. An.16;z. folgte er seinem bruder Christians in der regierung desHertzogthums Zell, wie ihm denn auch an. 16^4. das Fürsten-thum Calemberg, nach absterben Friedrich Ulrichs, als des letz-ter» in dieser linie, zufiel, welches er doch seinem jüngsten bruderwieder abtrat. An. 16; 5. schrieb er, als Loriäirsäkor des Nie-der-Sächsischen kreises, einen kreis-tag nach Lüneburg aus, wo-selbst er mit den Nieder-Sächsischen Fürsten und Ständen denin selbigem jähre zwischen Ferdinands II. und Churfürst JohannGeorge zu Sachsen, zu Präge geschlossenen frieden, ungeachtetdes Schwedischen Reichs-Cantzlers, Oxenstirns, abmahnung,annahm, es ward aber seine vestung Nienburg durch denschwedischen General-Major Sperreuter besetzt, auch nicht^is nach dem allgemeinen frieden wiederum abgetreten.äM' 1 ^.hatte in seinem Bißthum einen Loscljutorem, Hertzogvon Mecklenburg, erwehlet, es starb aberEuctze zeit vor ihm, und Augustus folgte ihm den 10.einen plötzlichen tod nach, indem thne, daer bey der tafel das handwaffer nehmen wollte, der schlag

aug

rührte. sbron. sfllogs. /Mbss.

s. 4. n. 28. As.

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Augustus, Hertzog zu Braunschwelg und Lunebu^eck

an. 1579. den 10. apr. gebohren,und wurde anfam-oder jüngere genennet, in anfehung seines velierv vawder Zellischen linie, LclminiKrLtoris zu Ratzeburg.war Henricus zu Danneberg, und seine mutter urn"von Sachsen-Lauenburg. Er legte sich mit grofstKftudien, zog an. 159.4. im 15. jähre nach Rostock, or

selbst die KsÄors-wurde, und ließ sich z. mal m Ä

lionibus hören. Von bannen gieng er nach vuv .nachdem er an. 1598. der beerdigung seines vatters v " «

nach Straßburg, übernahm gleichfalls an dem ^

Rectorat, in dem letzten aber das Canonicat in dem A,c wStifte. Nach diesem trat er seine reise nachund Maltha an, und ausdem rück-wege besuchte er 0 ^ er

sten Höfe in Teutschland. Als er zu Hause ferne faw^ ^,,1^nung gebracht, gieng er nach den Niederlanden/ ^

nen nach Engelland, woselbst er der cronungbeywohnte. Aus Engelland schiffte er nach Frnnn-?.te sich an dem Hofe Henrici IV. wohl bekannt,auf an. 1604. durch Lothringen und Elsaß wieder ZE .da er, vermöge des mit seinem ältern bruder,gemachten Vergleichs, seine residentz zu Hitzacker i"'^,g 0aber doch wieder eine zettlang nach Straßburg t ^ er. „die teibs-und kriegs-exercitien. An. 1609.

Kayserlichen und Chur-Sächsischen Hof, und an. i . g Ate er der wähl und cronung des Kaysers Matthiawie er sich auch an. 161z. ausdem Reichs-tage Ä ziut-befand. An. 1620. machte er mit seinem bruder -Msckeinen succeßjons-vergleich, und erhielt von dem ^thia, den er zu Wien besuchte, die einkünfte des»Grubenhagen. An. 1629. legte er die irrungen zwo D» ^Christians IV. in Dänemarck und der stadtbey, that auch im nahmen des gantzen Hausts -0und Lüneburg in dessen angelegenheir eine reise .st mrick'^iiFerdinandum II. Als an. 16^4. Hertzog Frichrw) , M2. jähr daraufJulius Ernestus, mn älterer bruowmit tobe abgegangen, fiel ihm nicht allein von dlUnebergische antheil, sondern auch von jenem das.-Asche Hertzogthum zu, welches er aber damalsmen konnte; doch an. 164;. wurde ihm die stads" U ^von den Kayserlichen wieder eingeräumt, nachdember mit dem Ertz-Hertzoge Leopolds Wilhelms, st^E.^11chem General, perglichen, worüber dieser HerW W zs,re freude bezeuget, und den tag seines einzugs E , »ebefohlen. Bey welcher gelegenheit er auch den styberühmten alocken-thalern schlagen ließ. An.bisherigen streitigkeiten mit Hildesheim beygelegt. i»eWestphälifchen srieden an. 1648. dem Hause Lmiew V'/M'nation in dem BißthumeOsnabrück verschrieben w ^er es dahin , daß solche abwechselung nach gdg ,-HM.. Fburgischen auch aufdas Braunschweigifchedirt werden. Im übrigen suchte er durch aWMbw M,>stalten sein land zu bessern, ließ die residentz zu DU"vestigen, setzte die berg- und saltz-wercke, inglelch^x 1allenthalben in guten stand ; und weil er em OolissMder studien >var, legte er an. 164;. die bibliothe« ztel an, an welcher er schon an. 1614. zuangefangen hatte, welche nach der zeit wegen me>wder gedruckten und geschriebenen bücher eine oc Z M „1,in Teutschland worden ist; wie sie denn schon um ^vm-.„tstbey 80000. bücher starck gewesen. Zu ansang 01.^aber auf 11600a. stück geschätzt wordenwansehr gewachsenen anzahl der bücher gemußM streckjähr 1716. ein gantz neu gebäude vor diese biv w ^

ren. Er hatte' aber diesm schätz nicht zumopinion der gclehrsamkeit zusammen gcbrackg, ^

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wettlaustige und mühsame emslogos sowo« ^ tras^,, l-fauch der Materien mit eigner Hand zujumM^jsten sn sihKHat auch seine geschicklichkeit in öffentlichen stA^at vos ^gelegt, wie er denn an. 1616. zu Leivz.g e-M-'A eE;spiel in fol. und an. 1620. Lrvpwmsmcam 0^ jaßm ^sain unter dem nahmen Gustave Selen« u Mrueu xgckmhat er an. 1640. Antonii Bonesini Lvwpoim hcram v,,Barthol. Fontii Lommentsrium .xpeil u,av s

In der fruchtbringenden gesellschafft Eichen A

ernährenden. Doch war er den wcMM ^ an b^.„sc^ergeben, daß er nicht vor allen andern stm ^ ^ sicks. li«k

göttlicher dinge gehabt. Schon an. 16 v an. Mcie 's,,gebrauch emen biblischen calendcr a«t '" paßioNMhc»^»die Harmonie der vier Evangelisten Evang^ ^ illp^,,

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rie in Teutscher spräche mit einer kurtze»sA^erckau^. siv,m unterschiedenem format drucken / w, ^ starb des ^ ,ig^nen landen ordentlich eingeführt worden, ^. ^^n au ^ .

an. 1666. in einem hohen und höÄst ru^Lb^^do'' 5dem er eine so starcke leibes-constltu^u g ^ ^„deu-jähren keinen anstoß von einiger kranckheitcmv Mawinem dreyfachen ehestand und kindern ist^schen geschlechts-erzehlung Nachricht bestno« ^