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mit dem zunähmen Lugiuk, der Kleine, zu unterscheiden. Erstammte her von Abu-said, emem Mogolischen oder TartarischenKayser, und wäre folglich aus der Ilekhanischen familie, soein äst des stammens Genghiz Khan ist. Als fern datier in dem7? 7. jähr der Hegira, 1;nach Christi geburt starb, so folgteer ihme in denen von ihm besessenen landen nach, indeme un-terschiedliche Tartarische und von dem GenM Khan Herstam-mende Fürsten, das grosse und von diesem uberwinder eroberte,und seinen nachkommen hinterlassene Reich unter sich vertheil-ten. Dann Abu-said wäre der letzte, so solches gantz, ausge-nommen das land Kathai und China, besessen hatte. Indemjähr 7,9. der Hegira, nähme sich der Scheikh Avis das landAdirbeizan zu erobern vor. Worauf ihme Akhi Giuk, so überdiese provintz, die den alten unter dem nahmen Mediens be-kannt ist, meister wäre, mit einer mächtigen armee entgegenzog. Er wurde aber von Avis geschlagen, und sich in die stadtTauris zurück zu begeben genöthiget; und als er sich auch danicht in sicherheit sahe, so überliesse er solche seinem feind, undsuchte seine sicherheit in der auf den Armenischen grentzcn gele-genen stadt Nakgivan. Avis hätte nun in dieser gantzen undgrossen provintz keine feinde mehr zu befürchten gehabt, wann ersich selbige durch seine allzu grosse härtigkeit und strenges verfah-ren nicht zugezogen hätte; dann weilen er vierzig der furnehm-sten Herren des lands umbringen ließ, zöge er sich der andern Un-gunst solcher Massen zu, daß sie sich mit Akhi Giuk vereinbarten,und ihn in den besitz aller seiner verlohrnen landern wiedrum ein-setzten ; also daß Avis genöthiget wurde sein erobertes land zuverlassen, und sich mit einer sehr zerftummelten armee naherBagdad seiner residentz-stadt, zu begeben. Dennoch liesse er fei-nen muth nicht fallen, sondern läge seiner ersten Unternehmungmit allem fleiß ob; liesse auch ohngeacht seinem zugeflossenengrossen unglück, das folgende früh-jahr frische und von Taurisher verstärckte trouppen anrucken; und als er den Akhi Giuk, de-me ein andrer feind nahmens Mohammed Modhaffer den gan-tzen Winter hindurch keine ruhe ließ, überfallen hatte, bemeifterteer sich seiner person, und ließ ihm das leben nehmen. In demjähr 76;. wurde dem Avis in seinem land unruh erwecket; Erhatte während seiner reise in Adirbeizan, dem Khuage Mer-gian, in seiner abwesenheit das commando über die armeen zuBagdad übergeben, welcher aber seinem befehl nachzukommensich weigerte, also daß er genöthiget wurde, mit gewafneter Handzurück zu kehren, um ihne zu paaren zu treiben. Es wurdeaber diesem Handel bald ein end gemacht; dann Mergian er-vfnete ihm die thore dieser stadt, und erhielt gegen einer neuenVersicherung seiner treu die Vergebung seines begangenen fehlers.Mach seiner rück-kehr naher Bagdad genösse er bey einem jährlang einer guten ruh, so er sich durch seine Waffen zuwegen ge-bracht hatte; nachgehends aber überfiele er einsmals die stadteMosul und Mardin in Mesopotamien, und eroberte solche insehr kurtzer zeit. Avis nähme sich in dem 772. jähr der Hegira,i;7<-. jähr nach Christi geburt vor, den Emir Veli zu bekriegen,welcher sich von der provintz Mazanderan nach Vertreibung desThogatimur Kan, deme er das leben nehmen liesse, meister ge-macht hatte; er lieferte ihme auch ohnfern der stadt Rei eineschlacht / schlüge ihne, und verfolgte ihn bis nach der auf dengrentzen Chorasans gelegenen stadt «semenan, worauf er sieg-reich über alle seine feinde in die stadt Bagdad zurück kehrte. Indem jähr 776. ward der Sultan Avis kranck, und als feistekranckheit von tag zu tag zunahm, fragten ihn seine vornehmsteMinister, auf welche art er seine nachfolge eingerichtet habenwolle; weilen er vier söhne, als Hassan, Hussein, Ahmed undBajazeth hatte, so gab er ihnen zur antwort: Er ernenne denHussain für seinen Nachfolger, und solle sich Hassan mit dem Gu-bernament der stadt Bagdad begnügen. Als ihme aber seineMinister vorstellten: Hassan seye gleichwol der älteste, und werdeallem ansehen nach mit dieser eintheilung nicht gar wohl zu frie-den seyn; antwortete ihnen der Sultan: Ihr wisset wohl, wasman thun soll: Aus welcher antwort die Minister abnahmenund vermeynten; der Sultan gebe ihnen gewalt, alles dasjenigezu thun, was sie vor das Reich am vertraglichsten zu seyn ver-meynten ; derowegen sie auch den Hassan handvest machten,undsehr genau gefangen hielten. Avis verlohre kurtz hernach dierede, also daß er sich, den Hassan betreffend, nicht mehr erklä-ren konnte; weswegen auch, so bald er die äugen zuthat, dieStaats-Minister, so den Hussain gerne möchten auf dem thronsehen, den Hassan ihren gefangenen umbringen liessen, und al-so den vatter und söhn an gleichem tag begruben.
, bibl. Orient.
* Avis, Ahmed Ben Avis oder Veis, folgte feinem bruderHussain, einem söhn des Scheikh Avis, auf nachfolgende weisein der regierung nach. Als in dem 784. jähr der Hegira, 1; 82.jähr nach Christi geburt, der Sultan Hussain den Adel Aga, ei-nen Generalen seiner trouppen, um einige schlösset in dem zuder stadt Rei gehörigen land zu belagern geschickt, ihme auchden grösten theil seiner macht übergeben hatte, begäbe sich seinbruder Ahmed unter dem vorwand einiges Mißvergnügens, ausder stadt Tabriz, allwo der Hof wäre, in die stadt Ardebil.Nachdeme nun solches dem Sultan zu ohren gekommen, sandteer alsobald einen erpressen an ihne ab, um ihne zu der rück-kehrzu überreden; es wollte aber dieser mit grossen Unternehmun-gen umgehende Fürst, ihme nicht gehorchen, sondern raste zugleicher je» ane mögliche trouppen zusammen, um seinen in der
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Haupt-stadt sich aufhaltenden und gleichsam gantzem ,bruder zu überfallen. Hussain , welcher aussert M'. Bnem bruder Ahmed zu widerstehen, wollte sichrere,»^aber gleichwol alsobald in seines bruders Hände, " '
umbringen liesse. Ahmed nähme alsobald darauf sa,,c -c>nes Sultans an; weilen aber dieser von ihme ,«
der-mord einem andern bruder nahmens Bmazew.geringen schrecken eingejagt hatte, nähme solcher du 1flöhe zu dem die armee commandirenden AdelGeneral erkannte ihne alsobald für den rechtmaM''^-chl»gienge auf den Ahmed los, welcher, als er um ^a "nug hatte ihme widerstehen zu können, sich^chen, und nach Marvand begeben muste. Als HE»den Ahmed verfolgen wollte, ihn auch schon mst/s-giis SUhatte, fiengen die fürnehmsten Häupter an wider cc ^gegen dem Ahmed eine aufruhr zu erwecken, E.. zi>mit seinem neuen Sultan in die stadt Sultama zmu Mll,^ben genöthiget wurde. Als Ahmed davon nachrich^er alsobald in die verlassene stadt Tauris, und cn ,' .Wgelangt wäre, überbrachte man ihm die neue e MB §Scheikh-Ali und Pir-Ali ihne alldorten zu belagern , r §seyen. Ahmed zöge sehr Hertzhaft aus der stadt ^ vllW,wollte ihnen eine Macht liefern; es stundenarmeen einander schon vor äugen ohnfern einem ^oder die sieben flüsse genannt, als der in dessich befindende Omer Kipchaki seine partey verlies„ WsFdem Scheikh-Ali schlüge. Diese treulosigkeit mU y>a^,> Msieg verlieren, auf den er schon voraus zehlte; Mchrsis!.cl>anders mittet für ihn vorhanden, als daß er MIMohEP,stadt Nakhfchivan ziehen muste, um sich mit ^,,„1
dem Turcomannen, dem ersten Fürsten der !
lie des schwachen Widders zu vereinigen. Mt»brachte seine jachen, gäntzlich wiedrum auf den MW.,,ssdann er gäbe ihme fünftausend reuter, welche er' schMM.mandirte; sie zogen also beyde gegen ihre feEre>ngantzlich; und blieben Scheikh-Ali und Pir-AstAhmed kehrte nach diesem sieg triumphirend mf,E,^ii>ris zurück, allwo er gleichwolen nicht ohne uM'Uy-te; weilen sich Adel Aga beständig mit dem SmW^jch c ;Sultania hielte. Dennoch konnte er sich noch Ej„vA/lcgen, als ihne Tamerlan, nach eroberung PersieM/jähr der Hegira, in der stadt Bagdad belagerte. Awohl, daß er einer so grossen macht ohnmogU«' ge-konnte ; ließ derowegen alle seine bagage über ve' recren, warft sich endlich mit seinen trouppen selb!"" N,»chwanne das jenseitige gestad sehr glücklich , bEflucht, und überließ also die stadt seinem feind. K^e»von einem corpo Tartarn bis in die ebne von Ker"verfolget, und, nach einigen kleinen scharmutzE.sg Efeiten, entgienge endlich Ahmed, sowol durch im PSseinem mächtigen feind; und kehrete dieses corpo 'her Bagdad, um sich mit der armee zu vereinigesich nun Ahmed also, mit Cara Josef dem M-W'„zwelcher ihme, seit dem ihm in der Wacht von AMdssenen grossen dienst, beständig und treulich nacWt, MTamerlans Handen entrissen hatte, entflöhe^;EManuelis, des Constantinopolitanischen KE 5 ,e ck ldPiFsich auch allda nicht in sicherheit befände, ''Wschen Ä L^sich in Egypten unter den schütz des MammE" §cht ^Farag zu begeben. Dieser nun, so sich vor der' xtraM'Merlans forchtete, auch mit ihme in gutem.wollte, gab ihmbäldigst von der ankunftLacas^ie/gästen Nachricht; Tamerlan thäte alsobaldsen, daß, so fern er ihme einige freundscham U den WlEsollte er ihme unter einem guten und sichernAhmed überschicken, den Turcomann aber E pichtDer Egyptische König wollte zwar das gaffr MjsenL dLbrechen, dennoch aber dem Tamerlan einiger, ss"leben, behielte also beyde bey sich, gäbe wund hatten sie gleichwol die freyheit miteinander^ initG^piudieser Unterredung machten sie eine genaue vun- jg lii W»,kraft deren sie sich verbanden, die mit dem UverbeÄ ß'Ä,gemachte verbündnis beständig, vest widertvstH
halten, auch alsobald nach erlangter ftevN^. E,
einander beyzustehen und ht^flichehand zu >em /ben aber in diesem stand bis zu dem tod des E gebrÄ>lÄin dem 807. jähr der Hegira, 1404. nach Cd uAls nun der Egyptische König von diesem to ^hr/ ^ E,liebkosete und schmeichelte er seinen gefangen^ x^M § „ c»' ^selbige in die freyheit. Cara Joses aberwM ^pten gekommen, so eroberte er mit feigen Aer Eg^MÄi!
grossen theil Chaldää und Mesopotanua. csLs
tan ward über diesen einfall sehr erzürnet ,0 . sM.j,gen bey dem Sultan Ahmed über ^ , schlostsfh
keine satisfaction von ihm erhalten konnter Uvöllig aus seinem schütz aus. Ahmed,ovw ^ gennem so mächtigen bunds-genossenv^
den muth nicht fallen. Er hatte
kleidete sich mit einigen der feimgen in bettle pafelMb^F
geschicklich in die stadt Bagdad , u"§/AamerMÄc.
an statt Omar Mirza, welchem von dem ^
ben, commandirenden Gubernatorn eme g ^get,
Gubernator ward durch das volck daraus