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Aureng-Zeb, der dritte söhn Cha-Gehans, des grossen Mo-gols, erhob sich an. 1660. selbst aufden Kayserlichen thron/ vondem er seinen vatter herunter und gesanglich gesetzt hatte. Sei-ne 2. ältern brüder hiessen Dara und Sultan Sujah / derjüngere Morat-Bakche. Dara war von dem alten Mogolzur nachfolge bestimmt / hielt sich auch immer bey demsel-ben auf, da die andern indessen in gewissen provintzen alsVier-Könige regierten. Sultan Sujah machte den ansangznr rebellion / wozu er des vatters vorgegebenen tod miß-brauchte/ war aber gleich das erste mal unglücklich. Indessen stellte sich Aureng-Zeb , als ob er nach dem throne nichtdas geringste verlangen trüge, sondern sein leben mit strengeund in der einsamkeit als ein Faquir ober MahometanischerMönch zubringen wollte / beredte auch den jünger» bruder /daß sich der zum Könige aufwerffen / und sich seiner hülffebedienen muste. Bey dieser gelegenheit arbeitete Aureng-Zeballein vor sich / und, nachdem Dara geschlagen / Agra einge-nommen / und der alte vatter so gut als gefangen war / be-mächtigte er sich auch des Morat-Bakche / und ließ densel-ben gesanglich auf die vestung Govaleor setzen / unter dempvrwand, daß er wegen seiner trunckenheit zu nichts tüchtig.Hierauf ließ er sich öffentlich zum Könige erklären / und weiles der alte Cadi / der Hohepriester von Jndostan/ nicht thunwollte / ward er ab / und ein anderer an seine stelle gesetzt.Nach diesem schlug er den Dara durch verrätherey zum an-dern mal / bekam ihn auch auf eben diese weise in seine Hän-de / indem ihmdene ein gewisser Patanischer Herr/ nahmensGion-Chan/ zu dem er auf der flucht nach Persien, als ei-nem guten freunde/ eingekehrt/ auslieferte/, worauf er ihmden köpf abschlagen ließ. Dem Morat-Bakche widerfuhr imgefängnis dergleichen/ und Sultan-Sujah/ der sich nocheine weile wehrte / ward endlich gezwungen / in das König-reich Arracan zu fliehen / von dar er nach Persien gehen woll-te. Der Arracanische König hat ihm viel untreu bewiesen /und man meynt / weil niemand weiß / wo er eigentlich hinge-kommen/ er sey in einem aufruhr erschlagen worden. Aufdiese weise bevestigte sich Aureng-Zeb auf dem throne. Seinvatter lebte noch eine weile zu Agra in dem Serrail ein-gesperrt / starb aber in wenig jähren. Der neue Mogol leb-te/ nachdem er zur rcgierung gelangt / noch sehr strenge / undhielt im essen und trincken eine Mäßigkeit als ein Mönch.Sein ältester söhn / Sultan - Mahamoud / machte sich ihmnoch zeit währenden krieges so verdächtig/ daß er denselbenauf die vestung Govaleor gesanglich setzen ließ. Aureng-Zebwar ein verschlagener und sehr kriegerischer Herr / gestalt erdenn die länder Visapour / Golconda und Carnate erobert.Wenn er zu selbe lag / muste sein zelt allzeit mitten unter derarmee stehen / weil er sich fürchtete / seine söhne möchtenihm eben so / wie er seinem vatter, mitspielen. Er wurdeschon an. 1692. vor todt gesagt/ ist aber erst im 51. jähr sei-ner regierung / und 91. seines alters/ im febr. 1707. gestor-ben , und hat 4. söhne hinterlassen, darunter er dem jüng-sten / Sultan Cambax oder Kaum Basch kurtz vor seinemtobe die Königreiche Visapour / Golconda und Carnate über-geben. Nach des vatters tode aber verfielen diese 4. brüderrn innerlichen krieg / darinnen der andere bruder AzzanSchaw/ wie auch der jüngste in der Macht bey Agra den1;. dec. 1707. blieben / der dritte Sultan Eckbert nach Per-sien flöhe / und also der älteste Sultan Chaw-Halem / vor-her Sultan Mahamoud genannt , das Reich behauptete.
A 7ÄE». Indiums, reijen. üilioirs §e-
neiale äe l'Lmxirs ciu Älogol. Einlkit. ZUk heut. hift.tom. I.
Aureolus, (Petrus ) gebürtig von Verberie an der Oi-st/ sonst Oriol genannt/ ein Barfüsser-Mönch / und einerder berühmtesten lüeologorum zu seiner zeit. Er war kro-kellor Ideologie auf der Universität zu Paris / da man ihmden titul voÄor KlLunäus gab / hernach Provincial in Aqui-tanien/ und endlich an. 1;20. oder 1,21. Ertz-Bischoff zu Aix.Er starb an. i;2r. oder 2;. Er war von subtilem verstand/und soll eine grosse zuneigung zu neuen meynungen gehabthaben. Einige sagen / er sey Cardinal gewesen. Man hatvon ihm einen tractat äe immaculats Lonceptions, IlreviL-rium öibüorum, live Lxiwmen cmvsrlrc lacrxe 8crixtur-ejuxta literslem lenlum; Oommenwrio8 in Älsgistruni lsn-tentisruin, Lc. comment. eju8 in Na§itt. lsn-
tent. a Lonkant. äs 8ernano eäitis pr^inillä; tit.
XXIV. 0 . 8- Z'iMnr/I üb. IV. dibl. sanök. V/Äl-E LLv/larM/«. äe Icr. eccl. in annal. IVlinor. ,
in iltüen. Vrsno. , not. in vit. Llein. V.
6sII. annal. äc i'egl. ä'iüx.
»r». LaLLe', äüleit. cle 1er. eccl. toin. II.
* Aureolus / von geburt ein Daciev / wäre nach aussageTrebeüii Pollionis ein Hirt, welcher sich durch die waffen sol-cher gestalt hervor that und sehen liesse / daß er zum General«der reuterey ernannt wurde. Der allererst angezogene scribenthat zwar eine ziemlich kurtze aber mit fehlem sehr angefüllte le-bens-beschreibulig von Aureolo hinterlassen / und karr man sogarnicht begreiffen, was die von diesem General in Jllyrien er-weckte aufruhr sagen will. Dann wer könnte wohl glaube«/daß / nachdeme er den Kayserlichen titul angenommen / er sel-bigen wiederum abgeleget / und sich mit dem commando überseine reuterey begnüget habe. Zosimus stellet ihn vor,
aur
en der Kayser GaüiemK all^L!), die beherrschung E P°E'Ltrger provintzen, weile» «annen Italien einen emM^ M! niöve vieier anadk NNwN.
Meinen man«/ in welchentrauen setzte / dem er auch dtiä / dazumalen sehr wichtiger provintzen / '»'-''s'Xfl ^und andere Gallische Tyrannen Italien einen E» ^ten / Übergabe. Aureolus wäre dieser gnade »rnvsen / wann Trebellii Pollionis aussag sich wahr best»daß er nemlich den Pvsthumum nach zertrenn uns rn
mee habe entwischen lassen. Gewiß ist, daß er V yed >jähr ;6?. endlich sechsten wider Gallienum enwUper.ULigurien vest gesetzt hat. Gallienus ließ ihne ^ ,n>Lnicht lang gemessen / sondern ruckte gegen w» ' jni,ck ' „besten Generalen an / und belagerte Mayland, w v»" l
dieser Tyrann befände. Diese belagerung wahrer v
ziemlich lang / als es Aureolo einfiele, er wolleter dem nahmen Gallieni machen / darin» esdie fürnehmsten seiner armee umbringen zu K
re; und als diese schrift den meisten unter Mr» Z lK- rermacht wurde, wäre solches ursach an des ^ ,x,käme also ums leben. Claudius II. aber, der°regierung nachfolgete, wollte sich mit Aureologleich einlassen, und wurden iseine trouppenund er sechsten muste sein leben lassen. Er hreffe ^iiick Klius Aureolus, und haltet man die unter stmemschlagene Medaillen für verdächtig, auch werden oere»gefunden. ?«//. üb. I.
* , war eine göldene müntze bey
mern, und galt dem werthe nach 25. venarios 0 ^serm gelbe ungefehr fünf Reichs-gulden. o,", »v. Das geprage ist auf denen goldenen mun?"eben so beschaffen gewesen, wie auf denen siwff'ffche e"daber hat sich der menschliche Hochmuth und narr ?darein gemischt, da dann die Iriumviri n/cme»jenigen , welche sonst das aufsehen über das ^
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ihre Priesterliche bedtenungen mit anzuflickenwurden auf manchem stücke die thaten, die triu» ^lerhand sinn-bilde vorgestellet, so daß zu unserer z gMpdie gedancken kommen sind, es wären dergiei»^vielmehr für schau-stücke anzusehen, als daßgemeinen gebrauch hätten seyn sollen, welcher "'. richtet,Lrx/»« äs pecun. vet. L 3 P. 4. nebst andern wss,^et
Vocsns inlimul Lä üb. IX. Doch Kt»
man habe schon zu der Römer zeiten die allentzen sehr ästimiret, und schacherev damithieß auch 8o!iäus eben so viel als Lureus; l»gemeiniglich diejenigen Kayser hinzu gesetzet, "liäuin oder Lureum haben schlagen lassen l AVlnminius ; Lntonianus; VäleriLrms <^c. E
allein Lureu8 und 8oüäu8 tvnonyms gewejen. ^ Käe pecun. vet. III. 18. Weil Iustinianus w'land ziehen wollen; so hat er alles nach llwItzch ve''silber gerechnet, auch benebst in denen straf-gen« §.gemindert. , in fluilinisni In. oaff
* St. Aureus , Bischoff zu Mayntz,geschlechte, wurde fromm erzogen, und zum ß« x Vnen er vortreffich zunahm, angeführet. Nach lss' begUvl^theilte er alle seine güther denen armen aus, nß.ss vu ^eine einöde am Rhein. Von dar wandte er 1 ?w hM K Enes engels nach Mayntz, und predigte denen eE SssE^sres Wort, wurde auch nach absterben des daM' M ydessen stelle erwehlet, die er zwar ungern amG z,„d jb'derer Hunnen König, Attila, in Mayntz emsi»c sie ff.seinem viacono, Justins, vor sich kommen luv' ^ sie >viel aus GOttes Wort vorpredigen wollten con«"fängnis geworffen. Ob sie nun gleich duE per/A KWachter aus selbrgem entflohen, bekam sie ,»b A
zu Rustenfeld rn Thüringen wieder in A xjeihnen an. 45 r. nach vieler angethaner marle.^^schlagen, welche er so fort dem Könige uberlw^^,gen^S'ber wurden ausserhalb Rüstenfeld in einer armbegraben, und hat lange zeit hernach K°Z A n<-A„ ^oder vielmehr Austrastus bey seiner durchrelle^^a^Eallda gehalten, und weilen er den folgenden ^
krebs, damit er behaftet gewesen, vE » ' paß LEwie man vorgiebt, auf Göttliche offa'bacuZreus und St. Iustinus an solchem orle begrabm - Aund stadt dahin bauen, und dieselbe He» ^dre corper aber in eine kiste legen lassen^^, ^xpe-
vre corper aber in eine liste legen ^ Z»
von mancherley kranckheiten beschwerte, gem ^ynder zeit hat dieser Dagobertus einige relwmeu^^^e Mi'iu dem arabe Iustina, bey' «ips
zu demals
grabe seiner schwester St. Justina, M hfHl.reit, als ^ nebst vielen andern Heck- diesesMechts zu Mayntz erschlagen worden, m ^oll N^ rcc!^.lassen, wiewol deren einwohner behaupt» gnchlU'Ick st-Aurei gantzer leib bey ihnen vorhanden, e ^„er>"" vAvllgestorben und begraben wäre, la daß wa« i ^ peyJustinä cörper daselbst an. "17-entdecket,vcn jederzeit em Haussen wunder sich M
nemlich St. Aureus durch die Ananer v ^ vonben worden, nach Verwüstung aber der M>estet^hrenzurück gekommen seyn, und nebst 'Ar iw ^v S^i>^und andern die einwohner zur standhafte" DistN nben ermähnet haben, da er darin nur