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Erster Theil. A - Be.
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* Sr. Auxentius, ein Priester in Bithynien, war ein ge-bohrner Perser / gelehrt/ und dabey ein tapferer und erfahre-ner soldat / erwehlte aber nachgehends auf dem berge Oxiain Bithynien ein einsames leben. Und ob er gleich von da aufdas Concilium nach Chalcedon beruffen wurde, begab er sichdoch nach seiner zurückkunft in eme zelle auf dem berge Siopa/lebte sehr strenge, that täglich wunder / hatte offenbarungen,bewog viele in den geistlichen stand zu treten, und war sonder-lich in der Heiligung des sonntags eiferig / richtete auch zu-letzt ein Nonnen-kloster auf/ und starb ums jähr 47c». inseiner zelle. Der 14. febr. ist ihm gewiedmet.

* Auxentius / ein Bischofs von Mopsuestia in Cilicien/ Wa-re nach Suidä meynung ein soldat unter Kayser Licinio / wel-cher lieber wollte dem kriegs-wesen absagen/ und sein gewehrablegen / als dem Baccho trauben opfern. Es ist aber sehrschwer / solches Mit dem / was uns die Hiilori-l ecLleli-Mcavon Auxentio Bischoffen von Mopsuestia lehret / zu vergleichen,welcher demMaeedonio, nachdem indem jähr;51. zu Sir-mich wider den ertz - ketzer Photinum gehaltenen Concilio , indiesem Bißthum nachfoigete. Dieser Auxentius nähme das ausseiner gemetnd verjagte Haupt der Anomeer, Aetium, mit vielenfreundschaffts - bezeugungen auf; welche aufführung samtden lobsprüchen / so ihme Philostorgius giebt, ihn wegen demltrirmilmc, verdächtig machte. Dle Griechen haben ihn zwarfür keinen Heiligen erkannt / dennoch befindet er sich an dem 17.december in dem Mmt^rologio Lom-mo aufgezeichnet,

, mem. ecclcs. WN1. V.

/ee, vies äcs 8Lint8.

Auxerre / MWoäorum oder Lutillioäoruni, eine altestadt nebst einem schlösse in Burgund , welche unter das Parle-ment zu Paris / nebst dem gebieth und lande umher / ls x-usstuxerroi8 genannt / gehörig ist. Sie liegt an der Nonne in ei-ner schönen gegend / und ist eine der ältesten städte in Franck-reich. Ammianus Marcellinus gedencket derselben / und mel-det, daß sich der Kayser Julianus üxoilst-l daselbst an. ;;6.eine Zeitlang aufgehalten, um seine armee zu erfrischen. An.4zi. wurde sie von Attila gäntzlich zerstört, bald aber wiedererbauet. Sie führt den titul einer Grafschafft, und hat sichunter andern Robertus, mit dem zunahmen der tapfere, derim IX. Lculo gelebet, und von welchem Hugo Capetus ent-sprossen , einen Grafen von Orleans, Auxerre und Revers ge-nannt ; welches darum soll geschehen seyn, weil seine gemahlinAdelais, Conradi, eines Grafen von Auxerre, Wittwe gewesen.Im XI. steculo hat der König Robertus seine tochter Hadweid,oder wie andre melden , seine schwester Adelais , an Rainal-dum I. Grafen von Revers, verheurathet, und derselben dieGrafschafft Auxerre mitgegeben, worauf dieselbe beständig,doch mit einiger Veränderung der gescblechter, ihre eigene Gra-fen gehabt; bißsie endlich Johannes IV. im jähr 1; 70. anbei»König Caxolum V. verkauft, worüber derselbe im julio undsept. an. i;-?i. einige äscrsca verfertigen ließ, wodurch er dieseGrafschafft mit der Creme Franckreich vereinigte. Johannes VI.starb an. i;7y. ohne erben, worauf dessen bruder Ludovicus,Graf von Tonnerre, die Grafschafft Auxerre in anspruch nahm,und deswegen einen Proceß mit dem Könige anfieng, starb aberdarüber an. i;y8. mit Hinterlassung eines sohns Ludovici ll.welcher sich endlich mit Carolo VI. verglich , nachdem er einegewisse summe von demselben empfangen. Ludovicus II. aber,Graf von Tonnerre, blieb an. 1424. in der Macht bey Verne-ville. Carolus VII. wurde durch den vergleich zu Arras ge-zwungen , die Grafschafft Auxerre an Philippum II. Hertzogvon Burgund, zu übergeben , doch Ludovicus XI. vereinigtesie wieder mit der Crone, ungeachtet Margaretha von Burgundheftig darwider protestirte, und von der zeit an ist sie bey derCrone geblieben. Sonst ist noch zu mercken, daß in dieser stadtein Bißthum ist, welches unter den Ertz - Bischofs zu Gens ge-hört , und soll der erste Bischofs allda, St. Peregrinus , einRömischer burger gewesen seyn. Vor zeiten waren auch allhier,gleichwie zu Paris , Rheims und Tours, die vornehmsten öf-fentlichen schulen in Franckreich, worinnen die Bischösse Vor-steher gewesen, auch wohl selbst gelehrt haben. Es sind aucheinige National-Loncilm daselbst gehalten worden, als einesan. 584. unter Pelagio II. und das andre an. 1147- unter Gil-berto Purretano, Bischofs zu Poitiers, der seine lehre daselbsterkläret hat, und gedenckt desselben LonciliiIib. I. cls Mst. Lrikl. I. Imperat. An. 1020. wurde eine kirchen-versammlung zu Airi von dem Auxerrischen Bischoffe gehalten,bey welcher sich der König Robertus mit befunden.

iiist.lib.XVI. /Vo/xei-, in c!ir. in c!ir.

in viM 8. Oenn. Osll. dir. L« vilies cic

Kr. Or, äroit clu stoi. D« 1a mailon cke Lour-

tsnay, Lc.

^ Auxesia und Damm, zwey nmgfrauen aus der insul Cre-ta, »velche in einem ausruhe in der stadt Trocene mit steinen zurode geworffen wurden. Worauf man ihnen zu ehren ein festseyerte, so vom steinwerffen birboboli-» hieß. Als der Epidau-rvs Erschafft mit Unfruchtbarkeit geplagt war, musten sie aufdiesen beyden Personen zwey säulen aufrichten,»vodurcy ihr land gx^^et, aber auch wieder unfruchtbar ward,als ihnen die Aegmeten diese faulen genommen hatten.

Iib. V. in Lorimii.

AmMo, (Joseph von) der sieben und vierzigste F

zu Caserta, war ein Neapolitaner, und erst LrmDom zu Neapolis -.^"" rssz.« .

L>om zu nceapvus, »vorauf er den 2. jul. an» All, jahrcs ABißthum gelangte, welches er den 1. sept. SÄ

besitz nahm. Er hielte alle jähr eine viücstlcm dnrcy > ^ seistvioeces, und wo sich einiger Mangel fände, war yorswabhelfung bedacht. Die kirche, welche einer vo"ren, nahmens Wrunorus Sciamanna, baue« AMhatte, brachte er zu stände, beschenckte Meeinkünften, und wiedmete sie dem heiligen 3E,zu Neapolis den 28. jul. an. 1663. stm-

* Auxilius, ein scribent des IX.

Papst Formoso zum Priester geweyhet, und kam»legenem land naher Rom, allwo er die gultigreic - hiesck^,Papst gemachten einweyhungen behauptete, auch" >Äxfach ztvey kleine tractaten schriebe. Der erste besteyclals aus einem auszug geistlicher Verordnungen um BiE»,Lk. dadurch er beweisen will, daß ein aus ivm^verjagter Bischofs in eine andere kirche könne c

und daß auch die durch unrechtmäßige Bifchomweyhungen kräfflig seyen. Der andere beMs.frags - und antworts - »veise gemachten gespracv,der Mtbor vornimmt denen gemachten einwursc>>^^^u ^durch den Papst Formosum gemachte einweyhm'» ^ch 5seye, zu antworten. Diese zweytractatewurdenrin,einen Priester des Orawrii, in seinem tractalbus bekannt gemacht. Sie sind für die zeit,lius gelebet hat, mit ziemlicher gelehrtheit auch vu> . ec^,tigkeit und freyheit geschrieben. äs» -

c. 12. cle Oräin->rionibv8. ^

äe8 am. ecclest clu IX. stecle. . ja

Auxois, lat. stisxiLnl>8 rrscku8, eine lEÄ,nois/^F>gundien zwischen Auxerrois, Autunois und Diw"Champagne zu, hat eine absonderliche Amts-voguv .

cswl. glor. O« villes äc Lr:mce. DiS^ F/

Auxone, lat. stustoniÄ, eine kleine lustige und ^r E-,1.sen beseitigte stadt im Hertzogthum Burgundfünf Französische meilen von Dijon und vier von e^,,.Sie führt den titul einer Vicomts. Die ernwov rclvim XVI. steculo grossen eifer vor die CathvlnIib. XXXI. .

Auxum , eine stadt in Abyßimen, siehe

)lury-le-Chateau , lat. stlciscum, eine kleE ^

landschafft Artois, an den grentzen von der P> «V tzi»hat den titul eines Marquisats. Der fluß Aulvdurch. M

* Auxy - -mx. Moines, ist ein in denCachou>b^landen, an dem fluß Ternvis , e»ne melke over^ ^1Hesdin gelegenes dorf. Dieser ort ist wegen nw^Feiner Benedictiner-Abtey , so ihme den nahmen

NL8 gegeben hat, merckwürdig. .

*7luxy , (legn, 8ire <L Ler ä') der IV- U, st-Herr von Fo»»taines-üir-Somme, von FWAÄaP'AssVogt und Gubernator der Grafschafft Ponth'eu^MeE Ast)Abbeville, Courtray, u»»d Olldenarde, Mtter de^ s ^ E Mses,Rath und Cammer-Herr des Königs unMJL,oisss^bck^aund, erster Cammer-Herr des Grafen von Cyaster der Bogenschützen von Franckreich, stundest E

zeit in sehr hohem ansehen bey dem Grafen von oe ^dein Hertzog Philippo von Burgund, welcher w »ratz Ä

142;. mit der Schloß-Hauptmal»nschafftchon Cv ^

Riquier versähe, ihne auch noch uberdlß «n dem er>Wasser-u»id Forstmeister der Grafschafft 14S -welches von dem König in den jähren .§hx LMsstVtiget wurde. Er befände sich bey dem m dem > § gcstv ^ ,istschen dem König und diesen HerMen M /^ ve «SÄftledens-tractat gegenwärtig, nähme das Mg ^

Gamache den Engellandern nnt gemalt mm grenv^ >

zum obersten HauptmaM'

hieu angeordnet wurde §rotoe ^ M

von diesem Fürsten

Picardie und Ponthieu

die Schloß-Hauptrnannschafft von Theroua ^

ne in dein jähr 1440. zum Cammer-Herr ^ ^

Grafens von Charolois; Übergabe thrne das ^ die .

Vogts von Ponthieu, wie auch in dem iam ,^bnis/^^Hauptmannschafft von Abbeville mtt der ^uthe ,-idiese bedienungen durch tüchtig besindmee RiEkonnte. In dem jähr 144z. machte er ihne z ,ahcdens von dem güldenen Vließ, behielte se- e j. > l

ieinem Vollast, und aak^ ibme rur entscha w gyN w ist..»,

seinem pallast, und gäbe ihme zur enimw ^ vonEngeüändern verbrannt und verheereten / ^ von

ru»n arssgebauten schlosses Auxy , eine pe^Ärst dÄ^ t^In dem jähr 145°. Übergabe lhme d.eM 6 c ^

Hauptmannschafft von Oudenarde, gen

jähr hernach bekräfftigte. In dem j-^r er -pension von 600. pfunder», ass erster EaM' vM^gsD^

sen vonCharolois, nebst derSchloß-Haupm' ^pig

pelmonde. In dem jähr »46». trüge

ih»n der .