Band 
Erster Theil. A - Be.
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69O ayo aza

Ayora, ernstädtgen nebst einein alten vesten schloß am flusseNrcar im Königreiche Valencia gelegen.

- * Wrav Ferrer, (Johannes) ein von Saragossa gebürti-ger Dominicaner, hat sich in seinem orden sehr sehen lassen, undnachdeme er zum Doktor Vbeologise gemacht worden, ernennteman ihn zum Cathedranten von Huesca, zum Synodal-Exami-uatorn von Saragossa, wie auch zum Lektors der studien indem kloster gleicher stadt. Er zeichnete aus liebe gegen seinemvatterland einen grund-riß von dem Königreich Aragon, undrichtete eine charte auf, so er in dem jähr 1715. zu Paris ste-chen ließ; und wäre zu wünschen gewesen, er hätte solcher einebeschreibung beygefüget. fcrixt. orä. krssä. tom. II.

* Ayrer , (Melchior) ein guter IVlstüsMMicus, Lbxmicus

«nd Neäicus, war zu Nürnberg den 10. april an. izLO. ge-bohren. Er studirte zu Erfurt, Wittenberg und Leipzig; nahmdarauf zu Bologna den grsäum Doktoris an, practicirte nach-gehends in seiner vatter-stadt, wo er den 17. mertz an. 15 79. ge-storben , und unterschiedliche mathematische instrumente, wieauch einen ßlobum tsrreiirem <L coeleltem, der von meßinggemacht, aber vergoldet worden, und in dasiger biblivtheckbis jetzo noch zu sehen ist, verfertiget, rüemr.

* Asres, (Franciscus) ein Jesuit von Crato in Portngallgebürtig, war Lektor des Lolle^ü zu Faros im Königreich Al-garbien, und starb an. 1664. den n. nov. in seinem 66. jähre,nachdem er lange vorher seines gesichts beraubet gewesen. Demaber ohngeachtet, hat er Direktorium IxiritULle in villiu Lcnll;I'heutrum Divinorum Iriumpborum contra ingr-ltituäinemüominum; Imsginem xruäemium L Ipeculum ignorantinmLc. verfertiget.

* Avr-Fyrth, ist ein kleiner aufdem Irländischen meer sichbefindender meer-busen, so ein theil des Gvlfo äs Cluyd aus-macht. Er liegt zwischen der kleinen stadt Ladt und den grentzender Grafschafft Kyle und Carrict. Man haltet dafür, diesesseye der vor zeiten genannte meer-busen Vidogara, Vindogara,Vidotara und Vindotara.

2 lyrolus, (Paulus) der 4t. Bischoff zu Carniola, worzuer den y.jun. an. 1664, erwehlet wurde. Er war aus eineradelichen samilie zu Genua, und aus der LonZrcMtion Legul-,-rium LIericorum Ninorum. Seine grosse gelehrsamkeit undvortrefliche gemüths-gaaben aber machten ihn zu Rom so be-rühmt , daß er zu obigem Bischoffthum erhoben wurde. Auchin seinem 8«. jähre und drüber lehrte und predigte er noch ebenso lang, als in seiner jugend. Er asse bis an fein lebens-endean denen tagen, die vor dem feste Maria, der Mutter GOttes,vorher giengen, nichts als brodt, welches noch heut zu tage vondenen einwohnern der gantzen Vioscs8 gehalten wird. Er hatdie kirche St. Mariä Cavä unweit dem Via äppia nach Romzu von feinen eignen Mitteln erbauet, und ist den 24. sept. an.1722. in seinem 88. jähre gestorben. , Iml. Lcr. wm.

VI. x. 472.

* Avs , oder Eye, ist ein in der Grafschafft Suffolck, fünf

oder sechs meilen von der stadt Jpswich gegen norden gelegenerguter stecken, welcher das recht hat, an das Engellandische Par-lement Deputirle abzuordnen, Dikt. OsoZr.

* Avsa, oder Ayseaup, eine kleine landschafft in dem Wal-lonischen Brabant an der Sambre, und den grentzen von Na-mur gelegen. Sie begreiffet die dorfer und kirch-spiele Ayseaux,Oignies, Roux und Mougnelke in sich, und stehet unter derViveces des Bischoffs von Namur. Ehemals gehörte sie zu dermeyerey Genappe,und war den Herren von Lupoigne zuständig;nachmals aber wurde sie den Hertzogen von Brabant zu theile,worauf sie der Hertzog Johannes III. an. iz?z. seinem natürli-chen söhne, Johanni von Brabant, genannt Braut, zu lehnreichte. Endlich gelangte sie durch Heurath an das Haus Gavre,und wurde an. 162?. den 2z. apr. von Philippo IV. Könige inSpanien, zu einem Marquifat gemacht, siehe Gavre.tropbees äs Lrgbmrt, wm. II. x. 257. 8upp1smsnt, wm. I.x. z<-8.

* Aytcm, ist eine kleine stadt Griechenlands in Livadien,ohngefehr meilen von den Dardanellen an dem Golfo äi Le-xante gegen norden gelegen. Diese stadt hat ein Bißthum,so unter das Ertz-Bißthum von Lepanto gehöret, und haltetman dafür, diß seye die alte stadt Aetolia, so Lawäon^uile,qenennet wurde, die doch andre bey Calata, oder Galata, einembenachbarten flecken, setzen.

* Avutla, ist ein fluß des mitternächtigen America, welcherdurch die äuäiemmm von Guatimala, auf den grentzen derprovink dieses nahmens, und der provintz Soconusco lauft,und sich in das Nsre xLLikcum ergeußt.

A;a, eine stadt in Klein-Armenien oder vielmehr Cappado-cien, auf den grentzen von Klein-Armenien, liegt an dem fußeeines berges, ungefehr zwischen Trebisonde und Neu-Casarien.

* Azabe-Raberi, ist diejenige straf, so die böswichte, nachdem Mahometanischen aberglauben, in dem grab leiden müs-sen. Dieses Wort ist eine zusammensttzung von Azab , das ist,straf oder marter, und Kaber, das ist, grab. Die scribenten be-schreiben diese straf folgender gestalt, und sagen, daß so baldein todter in dem grab liege, werde er von dem engel des todesaufgenommen, welcher ihm alsobald zu wissen thue, daß zweyenge! als Ingmliwres, deren sich der einte Monkir und der andre

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Nektruenne, sich bey ihme einstellen und ihne exaMinU.„Mden. So ihne nun diese IimMüwws sür unschuld'ss..^,, ^lassen sie ihn mit ruh; wann er aber strafbar ,

luy; wann er aver nrasvu,

rhne mit grossen eisernen hämmern, und quälen thu . „jüngsten gerichts-tag. Andre aber sagen, es bE"' M>zwey LxammLwre8 und geister wiedrum von dem l M's

weg, nachdem sie ihne mit einer eisernen stangeben, dennoch werde dieser böswicht von der erden

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drucket, daß er unaussprechliche schmertzen auszusich^Nach diesem kommen zwey andre engel, welche eme IMstaltete creatur mit sich bringen, und nachdeme n > ,„r„>dem grab gelassen, begeben sie sich wiedrum indiev"Dieses greuliche ungeheur verbleibe bey dem ubeM^ßeM

den letzten richter-tag; da sie dann miteinander M A chM.ren, um aüdorten, so lang es von der gerechtigkelt o-M vaordnet ist, zu leiden. Dann diß ist die allgemeine E' MTurcken, es werde kein Mahometaner für ewigUm^siEsondern halten dafür, daß nachdeme er eine Zeitlangfunden und ubelthaten gebüsset habe, werde er durw -Mahomets in das Paradis aufgenommen. Aram,

xire Otwman.

Azac, siehe Asoph. -

* Azamon, ist ein Zephoris gegen über aelegE WMso sich durch Galiläam erstrecket. Dieses geburg d'E^riraufruhrischen dieser stadt zum aufenthalt, um den A hMverstand zu thun. Weilen nun die erstem von einem xort stritten, erlangten sie anfänglich einige Vortheilen^ Egen zwey hundert ihrer feinden; da sich aber endlich^ A .von diesem geburg meister gemacht hatten, «chtettn Mbarmlrches blut-bad an, und erschlugen ihrer über tmn ^daß sehr wenige entfliehen konnten. , as

Ilb. II. c. 57.

Azamor, eine stadt im Königreiche Marocco ln^^ -Emunde des flusses Ommirabi. Der König in P^ MssMsterte sich derselben an. 1508. ließ sie aber an.ren, unter dem vorwand, daß sie wegen der nachMMlB „hohe nicht wohl zu behaupten stünde. Die MohrM ^^Maber wieder, bis der Portugiesische Gouverneur zuwall bey nächtlicher zeit erstieg, und alle Mohrenober gefangen nahm, unter welchen letztem derund zwey tUphgguis oder lehrer desAlcorans, nach ^'.Atsendet, und folglich gegen andre Christlichewechselt wurden. Nach der zeit haben sich die NUF'§wieder unterstanden, sie zu bauen. äste. A

Azaotan und Azaoat, sind grosse wüsten inman gar selten Wasser findet, und wo sich die reisen^'Mauf dem meere, eines compasses bedienen müssen. ^ ^

üb. VIII.

Azavhi, ein Hafen im Königreiche Marocco, §,

* Azarecah, ist der nähme einer gewissen sichMufulmannern. Sie zogen ihren Ursprung von N"'her , vermehrten sich m sehr krrrtzer zeit unter derCalifen, und wurden endlich so mächtig, daßsch-liche schlachten lieferten, und die wider sie n ^

schlugen. Sie erklärten sich sür der Ommiaden iol>M Mten ihnen auch in Ahovaze, wie auch inkerüLL viel zu schaffen. Die aus demselben F

Calife Jezid und Abdalmalek,verfolgten sie zulen, und nöthigten sie endlich, sich in der provmy ZE»-chhzu setzen, allwo sie sich nach und nach vertheilte^ str rthe erkannten weder weltliche noch geiffichemäßig, und hatten sich mit allen der MusulE^, bivgion zuwider lauffenden secten vereiniget.

Orient. siM

Azariao, oder Asarias, ein söhn Obed, ein^ isdem Könige Assa entgegen, als er die Mohre''hatte, und ermähnte ihn, in dem dienste G-O" °-seyn. 2. c?0ro». XV. I. üb. VIII- 2N V

«^.XN.Z°Y4.

,Azarras, oder Asarias, der i;. König'U -ä ^r tuxMl'sia söhn,ward sonst auch Ustas genannt, einwegen wandelte,zuletzt aber stoltz ward, und em s.

wollte, darüber ihn GOtt bis an seinen tod m'

Er war ü. M.; 1 ;8- ti- L. 826. gebohren, trm « ^ zo-cnes alters nach seines vatters tode L. N- i 's?- ^^7. ä-gierung an, regierte; 2. jähr, und starb V sssOll'up. V. 4. 2. XV. r. XXV. Agd

Azarias, einer von den gesellen Daniels, 1

. * Azarias, war ein Italiänischer Ra^a gedru^sÄssmeinem band in dem jähr i;?4. zu MU hchtDieses buch ist betitelt: Meor ensjim, dasEr handelt darinnen von unterschiedlichen zu 5 ^ e>mtic gehörigen fachen, und giebt zii erkenlien , davwissenschafft der Christlichen scribenten alsa'wwelche gemeiniglich nur ihre scribenten lestm ^

sere Mtb»rs8, so er oft anzeucht , gelestn l)unterschiedliche die Lüronologism betteffetsse,det auch in gleichem buch eine Hebräische ^

Aristäi, die Übersetzung der 8sxtur>LMtt 0 W'"

in bibüotb.