Band 
Erster Theil. A - Be.
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736
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Baldus äs Maldis, (Petrus) ein berühmter Rechts-gelehrter. Sein vatter war Franciscus Ubaldus , ein Usäi-«us zu Perugia , daher sein rechter nähme Ubaldus , Baldusaber der vornähme ist. Er studirte die Rechte unter Bartolo,und da er nur fünfzehen jähr alt war, machte er demselbenschon einen so schweren einwurff, daß dieser zu beantwortungdesselben bedenck-zeit nehmen muste. Als er voeior wurde,verdunckelte er bald durch seinen rühm den glantz des Bartoli,pflegte auch öfters wider ihn zu dienen, daher eine grosse eifer-sucht zwischen ihnen entstund. Da er zu Perugia lehrte, warauch unter seinen schillern der Cardinal äs Beaufort, so hernachunter dem nahmen Gregor» XI. Papst wurde. An. i;?8. wur-de er nach Padua beruffen, verließ aber diesen ort, als ihn Ga-leacius Visconti nach Pavia, und von daran, i;89. in feinvatterland, selbige Universität wieder in aufnehmen zu bringen,forderte. Hier hatte er mit seinen coüeaen, Philippo Cassolo,und hernach mit dessen Nachfolger, Christoph Castellianeo , vie-le streitigkeit. Baldus aber behauptete doch sein ansehen, undgewann dabey grossen reichthum, wie man denn sagt, daß erDurch die einzige Materie von lubüiwtionikus i;oc>. ducatenerworben habe. Er starb endlich den 28. april an. 140°. vondem biß eines Hundes, mit welchem er spielen wollte, im 76.jähre seines alters, und hinterließ zwey söhne, so beyderseitsRechtsaelchrte gewesen. Der älteste, Zenobius, war zugleichBischoff zu Tipherne. Er hatte auch zwey bruder, AngelumUbaldum und Petrum Ubaldum, welche zu gleicher zeit, jenerzwar das lus Livile, dieser aber das .lus Lanonicmn mit nichtgeringem rühm gelehrt haben. Seine schriften sind bekanntgenug , als super Loäicein lidri IX.; luper lligelkum vetusllbri XXIV.; luxei viZeü. inkortiswm ; luper II. vecre-tsl. <Ls. äs leg. intsrxr. , in vic. ILtor.

bibl. Mnor. bist. suris. /oiE, in elo§.

cle Isr. eccl. lLsAevr«.in tbeatr.

exonym. crit. c. i. Libliothsgus hiüorigus äes au-

teurs 6s Oroitxar KMs», tom. I.

Baldus, (Bernardinus) Abt zu Guastalla, wurde zu Ur-bino an. izz;. gebohren, und übersetzte, da er noch ein Mlgerstudent war , des Lrati phsenomena in Italiänische Verse.Sein vatter schickte ihn an. 157z. nach Padua, woselbst er sich,unter anleitung Emanuelis Margunii , auf die lesung derGriechischen Poeten legte, und einen tractat äs lormentis bel-licis L eorum invenwribuZ verfertigte. Die Pest zwang ihn,Padua zu verlassen; dannenhero kehrte er wieder nach Urbino,und bediente sich gantzer fünf jähr der unterrichtung FridericiCommandini m der Mathematik. Da dieser starb, wollte erdessen leben beschreiben , und bekam dadurch gelegenheit, eingantzes werck äs Vitis Älarhemarisoruin zu verfertigen. Unter-dessen nahm Ferdinandus Gonzaga, Printz von Molfetti undHerr von Guastalla, der ein grosser liebhader der Älatksmsti-eorum war, Baldum zu sich, welcher an diesem Hofe anfiengüber den Vitruvium zu arbeiten, und einen tractat äs Verbo-ruin Vitruvisnvrum hMisicatione nebst unterschiedenen andernschriften herausgab. An. r? 86 . wurde er Abt zu Guastalla,ohne daß er darum angehalten, legte sich also auf das chis Ls-LOMLMN, auf die lesung der katrurn und Lonciliorum, wieauch auf die erlernung der Orientalischen sprachen. An. 159;.gab er fünf bücher äs nova dnomoniLs heraus, und verfertigteim folgenden jähre eine Übersetzung der fünf bucher Mosis nachder Chaldäischen karaphrast, nebst einem Lommsntario, wie erdenn auch das buch Hiob, ingleichen die Klaalieder Jeremiäaus dem Hebräischen übersetzet, und anmerckungen hinzuge-fügt. An. i6oz. fieng er an eine geographische beschreibungder gantzen weit zu verfertigen , brachte auch die Materie diesesbuchs zusammen, doch konnte er nur einen theil davon in Ord-nung bringen; denn er starb den 2. oct. an. 1617. und wirdsonderlich wegen seiner arbeitsamkeit gerühmt.invüaLaläi. äs Llathem. s. 44. §. zo. <L c. 49. §.28.

kinacoth. I. La-y/e.

* Baldus, (Augustus) auch Valdus genannt, ein be-rühmter Lrokellor kstiloloxstiss und Hunianitatis aus Padua,florirte im XVI. Lsulo, und war nicht nur in der Dialectic undRhetorik wohl bewandert, sondern verstünde auch nebst derLateinischen die Griechische spräche, welche er in Griechenlanderlernet hatte, so vollkommen , daß man ihn vor allda geboh-ren halten muste. Er lehrte öffentlich zu Rom, und bekamnach Pomponio Läto die Lroksssionem 6rrecX fuiMD, die erin die vierzig jähre mit gröstem rühm verwaltet. Als die Spa-nier inzwischen Rom eingenommen , und überall geplünderthatten, war er auch um das seinige gekommen, bis auf seinebibliotheck, die er noch gerettet, und so lieb hatte, daß, wieihm seine gute freunde riechen, er sollte nach seinem vatter-lande, wo es ruhig, zurücke kehren, er ihnen antwortete, erkönne sich von seinen buchern , die ihm lieber als das lebenwären, nicht absondern, blieb auch zu Rom, und starb nichtlange darnach, meist vor Verdruß, weilen alles, was er durchgenaues haushalten bisher ersparet hatte, auf einmal verlohrengegangen. Er hat ausser der ehe gelebet, und nicht mehr alseinen laquay und eine magd zur aufwartung gehabt. LarUeo-«r«r, äs smicjuie. urbis katav. p. 242,

* Baldus, oder äs Baldis, (Baldus) ein berühmter IVls-Sien« aus Florentz, und des Papsts Urbani Vlll. Leih - Artzt,

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. äs 1°^

lebte an. 16; I. und schrieb äsLontagione pestssera,

sKecto in kleuritiäe ; äs Opobsllamo Orients!, m c Ma-

theriaca §cc. Linas. III. /.r-räes. äs W r

inapibur. . .»Pkk

* Baldus, (Franciscus) em Lrokeftor zu Perugia r,zlo.

familtedes berühmten ILei, Baldi äs Ubaldis, wurde» MisLuäitor Lotse Lom. und starb den 17. wart. an. Nobles ^zwey und siedenzigsten jähre. Er hat vecistones ^schrieben. bikl. Ilmbr. ^liniease^

* Baldus, oderBaltus, (Johannes) einDow^gclve-Mönch, von dem man aber nicht weiß , von wanm

sen, und wenn er gelebet; doch will Rovetta aus vl n E»richten des klosters zu Gubbio erweisen, daß er dsrm 7^1^jähr izoi. ein ordens-bruder gewesen, und folge>w^^Eben hübe : Oelsriptionem rotius orbis terraruw i jyglä^LeZnorum atgue krovinsisrum L dorum hilioriss; . ^ ^Hilloriss fui temxoris. Isrixt. 0- L- ^^X schE,

Andre hingegen halten ihn vor einen Genueser, "UAcEihm einige von denen obigen gantz unterschiedenen^als: Latnolicon vosAbulars; tzuMiones ^uimse säs Latione kakshse; äs Noäo UZoikcanäi und §n(>anosm. /ae. /«c. äs slar. ^ '

Lbronistoria an. izoz. .

krȊ. * .. 5 'Sk

* Bale, (Robert) ein Jurist, hat unter EduE

lebet, und älvkabetum 8 anÄorum Lnsliss; 6 eÜÄ u s Mäi III. und LNronicon uriiis Lonäinenlls geschriebk ' ^ AsLtken. Oxon. äs Hiü. Lst. III. 9 . BeE»

schul - und kirchen - staat, 29 . §. 8z. ... Aa«'

Balearische insuln liegen im Mittel - meer gege" 5 Mi-schen kuste von Valencia, und werden heutiges tag,und Minorca genannt. Den nahmen Baleares ss""nige meynen von dem Griechischen Wortehaben, welches werffen oder schiessen bedeutet, weuner dieser insuln jederzeit den rühm gehabt, baywurff- spieß und schleudern wohl umgehen können. ^und Florus berichten, daß man die kinder vonzu angewöhnet, indem man ihnen ihr frühstück -M,denen ort gestecket, welches sie herunter schiessensollen auch aus eben dieser Ursache Gymneten ^

genennet worden seyn, entweder von der Übungsich, wie andere dafür halten, ohne kleider nur vier Aschleudern in den krieg begeben. Die Griechen ge^'^jßi^kdiese volcker von ihnen entsprossen , wiewol noch 7"?welchem volck in Griechenland sie herstammen,die fache noch in Zweifel gezogen werden kan, sirue«der alten Balearischen einwohner garnichtGriechen übereinkommen. Plinius meldet, esBalearischen insuln vormals so viel caninichen ge§einwohner von demKayser Augusts hülffe blttendas land von diesen thieren zu befreyen. Es ware>>gleichwie gantz Spanien, unter der botmäßigkeu^, stlcv ^aber Jacobus, König von Aragonien , nahm >y''MjsiM xckund da er noch bey seinen leb-zeiten an. 1276. , r>eo> M

ter seinen söhnen anstellte, fiel das Balearische RUjeri, e 'jj-Grafschafft Roußillon und der Herrschafftsöhne Iacobo zu. Diesem folgte Sanctius, vLjge

sein söhn Jacobus " - ... a-

gonien, an. 1^4;

söhn, gleichfalls ... ^ . ,k»-

der trtul eines Balearischen Königs übrig bil^. glü'äKAragonien verknüpfte also die Balearischen tmn.^tzReichen, und sind sie also insonderheit eine depevv^siE^/s-gonien-worden. Einer jeglichen insul besoE. sib-siehe an gehörigem orte. /.^s/>z-xo«. uo- -lib. III. c. 8- k.rvE. Drsäor.

VIII. c.

* Baleazarus, der dritte König von T^mvcls Z"

gierung in dem 2z. jähr nach erbauung des ^

lem, 1008. jähr vor Christi geburt, in dem I?

^ulisnB an.

* Baien, (Heinrich von)lehrjünger Adams von Oort.wäre sehr gut, und machen die von tyme vv-v-HMnem gedächtnis ehre. Houbrakens schtlderv.

HoU. Lexicon. <.^,ine bcO^ii^

* Baien, (Petrus Christophorus van) hat

von Hertzogenbusch verfertiget, in welcher er i ^hlemferner zeit in dieser stadt 2000. wohl-gebaute yam -fl

die Häuser der armen rc. .Vweerc. Lehen. ösi8' - 1»

Baien, (Matthias) ward den e- st-s

Dordrecht gebohren. Er wäre der antlqmtmcn^Mr ,vterlandischen Historie sehr wohl erfahren. Ax)ordEpEmachte er erne beschreibung von der stav hrE^rer ftiftung, Wachsthum, und »hre grosser A

den druck bekannt. Er konnte desto b/A^Mnd dEbe sAgang an diesem wercke arbeiten, als chme was ^die Archiven der stadt allezeit offen stunden. ^

Flammändische verse, welche sehr wohl avtg ^^ d ^Siehe seine Vorrede in der beschMv»'"

Dordrecht. *

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