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um sebel, daraufdiest Worte le Lbevglisr Lns reproclis, gesto-chen waren, welchen nahmen er auch behalten. Er vertheidig-te die stadt Melun wider die Engelländer, und erhielt die victo-rie in der blutigen Wacht bey Chalons, weswegen ihm Caro-lus VII. den titul eines KelisurKwiis des Königreichs in einemeigenen patent beylegte, und dabey seinen vorgemeldten titul be-stätigte. Er wurde an. 14z 2. in der Wacht bey Belleville, wo-hin ihn Carolus VII. Renato von Bar, Hertzoge von Lothrin-gen , wider Antonium von Lothringen, Grafen von Vaude-mont, zu hülste geschickt hatte, gefährlich verwundet, und starb6. monat darauf da er denn, auf beseht des Königs, zu St.De-nis in der Französischen Königen begräbnis, mit Königlichen ce-remonien begraben wurde. Er hinterließ eine einzige tochter,Udine äe Barbazan, welche an Ludovicum äe Faudoas, Baronvon Faudoas und Montegoud in Gasconien, verheurathet wur-de. t.e , NiK. äe LNsrI. VI. , Nist. äs
LN-iri. VI. L VII. Niü. äs strgny.
* Barbeaup, tat. LarbeUum oder 8acei portu8, eine Abteyin Franckreich, in der provintz Brie, an der Seine, eine meilevon Mein» gelegen.
* Bärbeln, ist ein fluß Africä in dem Königreich Conqo,welcher durch die Haupt-stadt dieses lands, St. Salvator, fleußt,und sich in den Zairo etwas oberhalb feinem ausfluß in denOcermum. ergeußt.
* Barbentane, ist ein flecken Franckreichs in Provence, beydem Zusammenfluß der Durance und des Rhone-flusses, fünfweilen unterhalb Avignon gelegen. Einige 6eoZmpKl haltensolchen für das vor zelten genannte ort Bellintio. vici.
Leogr.
* Barberano, lat. Lsrbersnum, eine kleine stadt im Kir-chen-Staat im k-rcrimonio ketri am fluß Bieda, zwischen denenbeyden seen Bracciano und Bolsena.
* Barberiis, (Philippus äs) ein Sicilianischer Dominica-ner-Mönch, florirte gegen ausgang des XV. Lculi. Er wurdeUsgister in der Theologie , hielt eiferig über des Dr. Thomälehr-sätzen , und schrieb äs Dilcoräm imer Lusebium, Hierony-mum L sturslwin Luguüinum ; Mprok>3tU8 8ibM3rum LLropbetsrum äiÄi8 omniumgue gentilium kliilolopstoruin <Lveterum kostsrum, gui äe LNristo vaticinsri stint; Lommen-tarios super 8^mbolum Lrstansüsnum , Omtionem Oomini-csm L 8ÄlutLtldnem stngelicum; Lxxlsnarionem super tsDeum Isuäumus <L Zloria in excellst Oeo; Ilonskum TNeolo-sum, welche werckgen zu Rom an. 1481. zusammen heraus ge-kommen; cls stnimorum Immortaliwre; äs Oivina kroviäen-tia, munäi gubernatione, Nomimim prisäestinutions acgnereprobatione; LNioniea; 8srmonss gusär3geüm3le8; krieäi-
^ cationes Öominicarum ac 83NcIorum; Irinerarium.
eor. bikl. 8icul. ^llr«M«ra. Kmler. Lcbarrl, seript. 0. k. tam.I. x. 87?-leg.
* Barberina, (Lucretia) gebürtig aus Paris von adelichemgeblüt und sonderbarer gelehrsamkeit, daher ihr auch GabrielNaudäus des Leonhardi Aretini tractat äe 8tuäüs L sicerls,den er an. 1642. heraus gab, dedicirte.
, werden zu Venedig diejenige Xodili genen-uet, welche vor der ordentlich gesetzten zeit, nemlich vor dem2?. jähre ihres alters, vermöge einer absonderlichen an. i;i;.unter dem Doge Johann Soranzo gemachten Verordnung, inden grossen Rath aufgenommen werden. Es gehet damit alsoru: die nahmen aller Xokili, welche das 20. jähr zurück ge-legt , und das 25. noch nicht erreicht haben, werden an dem tageSt. Barbarä (daher auch das Wort Larberini entstanden) indem Lollegio von dem Doge aus einem gefäß einzeln herausgenommen, und durch einen 8ecremrium abgelesen. Zu glei-cher zeit aber, nemlich bey ablesung eines jeden nahmens, mußein knabe aus einem andern gefäß, worinnen so viel kugeln alsCandidaten, und allezeit ?2. gülden, hingegen die übrigen vonkupfer sind, eine kugel heraus ziehen. Bey wessen nahmennun eine güldene kugel heraus kommt, derselbe wird in dengrossen Rath admittirt; die andern aber können das nächstfol-gende jähr übermal ihr heyl versuchen, oder müssen das 25. jährerwarten. äe Nist. äu Zouvern. äs Venise p.
1415. vr'är'er, äe 1 a ville L Xep. äe Venise x. 214.
Barberino, eine kleine stadt in Italien in Toscana, liegtzwischen Siena und Florentz.
Barberino, ein altes vornehmes geschlecht in Italien, hieltsich vormals in Semisonde in Toscana auf, und erbauete daselbstzwischen Siena und Florentz das zuvor gedachte castell Barbe-rino, wovon sie den nahmen bekommen, da sie zuvor Lastellmihiessen. Sie musten sich aber wegen der kriege der Florentinermit denen von Fiesole, nachdem diese stadt verwüstet worden,nach Florentz begeben, woselbst sie in grosses ansehen gekom-men. Fridericus Barberino lebte um das jähr 1500. und hat-te zwey söhne, Antonium I. und Carolum. Antonius begabsich nach Rom; Carolus verheurathete sich zu Florentz; undzeugte Antonium II. Franciscum und Raphaclem. Franciscusgieng zu seines vatters bruder, Antonio, nach Rom, von demer auferzvgen wurde, und daselbst ansehnliche bedienungen er-langte. Raphael Barberino war Ritter des ordens St. Ste-phans ein MatNemarieus und Ingenieur, gieng mit dem Mar-quis Wellt tn die Niederlande, und diente unter dem Ducä'Alba, welcher ihn an. 1570. nach Engelland zur Königin Eli-
sabeth schickte, einige angelegenheiten abzuhandeln. NBarberino II. zeugte mit Camilla Barbadvra Carolumg stc-feum und Antonium. Maffeus wurde unter dem nay ,abani VIII. Papst, und starb an. 1644. Antonius degm>den Capuciner-orden, wurde aber hernach von,ierm>> Hbiio-zum Cardinal wie auch zum Groß-koenitentirmo «nv g.rNseLiio Lpoüolico gemacht, Er starb an. 1640-führte den titul eines Hertzogs von Nonre rownäo "und zeugte mit Constantia Magalotti Franciscum/ -UZuAntonium und einige töchter. Franciscus war Caro» ^ Mpfchoff zu Ostia und Veletri, Vee3nu8 des heiligen von sVice-Cantzler der kirchen. Er wurde auch von Uroa'dein er seine beförderung zu dancken hatte, als Legal vunien und Franckreich geschickt, und war ein grosser MGelehrten. Er starb den 10. dec. an. 1679. Antom.^rägleichfalls Cardinal, von welchem hernach. Thaddeuv» r - rmittlere söhn, war Printz von Palestrina, und Gvuveustadt Rom. Er heurathete Annam Colonnam, Mrv zim nov. an. 1647. und hinterließ drey söhne und enn MLucretiam. Die söhne waren (1.) Carolus, welchen ^ xcofltius X. an. 16,-;. zum Cardinal gemacht, worauf er > ga-der ersten geburt seinem bruder Maffeo übergeben; ^ AMcolaus, Ritter und Groß-Prior des Maltheser-ordenswelcher, weil er eines blöden Verstandes war, in em (mter-kloster gethan wurde, in deme er sein leben bescyssnMaffeus, welcher Olymptam Giustinianam, Andrea,von Bassano, tochter und Jnnocentii X. befreundtm/thet, und mit derselben kinder gezeuget hat:
Fürst von Palestrina und Grand in Spanien, wuror^gebohren, und erwehlte in dem Spanischen succeM .-.
die partey Philippi v. An. 1707. ließ er einen fa»or ch Uwissen klosters dergestalt prügeln, daß er wenig tage ^ AMnen geist aufgab, weswegen er eine zeitlang den Kirm« ^ Mmeiden muste. Bey seinem unordentlichen leben
500000. scudi schulden gemacht, welche er seinem W.
Cardinal, zu bezahlen überlassen, demselben aber aus" x a«güther des Hauses Barberino verzicht gethan, und M ^.-7'jährliche pension ausgedungen. Er starb den 27. ich." Mlnachdem er sich dreymal vermählet hatte; das ermmahlte er sich mit Cornelia, aus dem VenetianischMan. 1690. welche in dem folgenden jähr dieses zeltuu/^M^Seine zweyte gemahlin, mit deren er sich an., lüyl- . M ^hat, wäre Anna Maria Felicia, verwittibte Furstm UMLs
- - - - - - vonCal^EL
miglia, und eine tochter Francisci, Fürstens vv..Sicilien, von welcher ihm an. 1699. gebohrenRvgerms, welcher aber an. 170z. wieder gestorvei" ^fer gemahlin lebte er nicht zum besten, und noMN ,,cmal ihre sicherheit in einem kloster zu suchen.
vor kummer mit tod abgieng,
febr. an. 1709...
zum dritten mal an. 1714. mit Theresia, einerII. Hertzogs zu Sora und Fürstens zu Piombino, mE'an. 17^. eine tochter, Corneliam, gebohren. r-reK^;.
erstgeburt, und
.1H2. überließ jetztgemeMemÜ'rbano
md erhielt an.^690. von dem Papst
lichen stand alt, vermahlte sich an. 1701. mit ^Mbd^Theresia, Jacobi, Hertzogs von Muti tochter, mstfebr. an. 1702. 4.) Constantia, welche an. «ndFrancefco Gaetano, Hertzoge von Sermonetmvermählt worden, und an. 1687. gestorben.che an. 1689. Caroli Borromäi von Ärona zweyte össst,
den. Die tochter des ältern Thaddei, Lucretia, wm vck"s-6.ciscum, Hertzvgvon MvdenaundReggio, an. siede" 0.und an. 1658. in den wittwen-stand gesetzt, darum^z gvjan. an.iü99. gestorben.mini illllüri in Ital. *
Barberino , (Antonius) Cardinal, Ertz-BiOEoß-ÄÄ/tzog zu Rheims, Bischoffzu Palestrina, PassUst,, kjrche/sDlsenier von Franckreich, Cammerling der Romncm Acg"» Mmandeur der Königlichen Ritter-orden, Hertzosss^d vetles^>,ivon St. Evroul, war ein söhn Caroli Barbermu ^
bani VIII. gebohren an. 1569. Er war zum ^ Grov'shsi>bestimmt, und da Urbanus Papst wurde, ward ^ gabdieses ordens zu Rom, und an. 1627. Cardmai.darauf der Papst die Legation von Avignon deran. 1629. schickte er ihn als I.eMtum ä imere wen ^ferratischen streitigkeit nach Piemont, bey, welche-'er sich sehr klüglich aufführte, und den ftleden w 16z'zum stand brachte. Ludovicus XIII. trug lym vA'Mprvtection der Französischen Verrichtungen auf. . Aoi""
kam er die Legationen von Bononien, Ferrara ^piee' M
la, und wurde zum Generalißimo der D"Ei,acentiu^.die Mitten Printzen bestellet. Allein da Jrmv „ c,„a>>den Päpstlichen thron erhoben wurde, fodene n § ^ de"Cardinal rechnung wegen Verwaltung dleies»»» vou.L,,^wegen des Hertzogthums Castro mit demHertz"^ saEchMgeführt hatte; weswegen sich Antomus «MÄssco ÄÄFranckreich begab, ausser dem Cardinal ssram ^ Awelcher mit diefen fachen nichts zu thun geE'^kla^ gäAso weit, daß der Papst die Barberu" suM^^
rer güther und ämter beraubte, und eme gro»