Band 
Erster Theil. A - Be.
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bald darauf in Leipzig dieftn Zraäum an, und ward nach eini-ger zeit ässessnr des dasigen Lonüssorii, wobey er so lange fort-fuhr, die studirende daselbst zu unterrichten, und verschiedeneRechts-sachen zu führen, bis er endlich unvermuthet nach Wit-tenberg beruffen wurde. Hiesclbst erhielt er sogleich eine kro.fessionein chris orclinsriam, und that stch in dieser stelle derge-stalt hervor, daß er endlich nicht nur zum vornehmsten äms-«essars und 0rälN3rio in seiner Facnltat, sondern auch indes-sen zu einem Lsssssore in dem Nieder-Laufnitzischen Land - Ge-richt , ingleichen zlim Chur - Sächsischen Ober - Appeüations-Rath in Dreßden bestellet wurde. Da auch nach der Hand seinKönig Augustus II. als Vis3riu8 des Römischen Reichs, einbesonderes LollsÄum errichtete, wurde er zu dessen Mitgliedausersehen , und hiernächst in vielen andern wichtigen undschweren angelegenheiten mit zu rath gezogen, hierdurch nunwurde er bewogen, verschiedene auswärtige ehren - stellen, dieihm angeboten worden, ausznschlagen. Als er aber an. 1714.rum andern mal die Voodoo als würcklicher EvangelischerReichs - Hof - Rath nach Wien bekam, nahm er dieselbe an,und wurde von dem Kayfer Carolo VI. samt seinem gantzenHause mit dem titul eines Edlen Herrn in des heil. RömischenReichs Adel - stand erhoben, wobey ihn auch die unmittelbareSchwäbische, Fränkische und Rheinische Reichs-Ritterschafft inihr mitte! aufgenommen. Er starb zu Wien den 2;. nov. an.17z 2. Ausser der Chur-Sächsischen proceß-ordnung, die er an.1699. auf Königlichen befehl abgetastet, hat man auch von

ihm : Lmiotliriopes in f.Locsssoti inllltutiones,suris L'-moriioi;OecononiLLM.suri«; LniinLclverllones in Lrunnemanni MX-ÄionL8 sä p 3 näsÄ 38 ; Lollseionss S 3 t!ieär 3 ri 38 , welche bey

A. A. Pagenstecheri tractat äs kiLfsriptions fsuäi LLslefmssiLianzutreffen; DsÄs processus exscutivi, yossef8. yrovosst. Linstrimonia1l8 ^ nebst dazu gehörigen Iupplemcnti8 ; LlsökaäilseytLtionnln korenliuin, cum 1upplsmenri8 ; Helolmions8legnin obtisnrium ; u. a. m. Er hinterließ im übrigen viersöhne, als: 1.) Christoph Heinrich, der anfänglich Chur-Sächsischer Appellations- und Hof-Rath gewesen, nachäehendsaber gleichfalls Kayserlicher Evangelischer Reichs - Hof-Rathworden, und zu Wien den i;.jul. an. 1717. das zeitliche ge-segnet , nachdem er unter andern Oesilion^ ünnmi provoea-

lionum 8 sn 3 tu 8 ; Difguliit. utrum L gi!ou8que P 3 Ä 3 äot 3 Ü 3ex ÜLtuti8 ünt interpretanäL; ingleichen Loinmenwtionernäs perfoni8 , vuIZo I3rvi8 f. M3fsberi8 , von der carnavals-lust heraus gegeben. 2.) Ioh. Samuel, Kayserlichen Rath,Königlich-Preußischen Hof-Rath, und Königlich-Groß-Britan-uischen Leib-Nsäisum. z.) Friedrich Ludwig, Hochfurstlich-Wolffenbüttelischen Legations-Rath, und Reichs-Cammer-Ge-richts - Lssessörem. zu Wetzlar, der sich auch bereits durch un-terschiedene schritten unter den Gelehrten berühmt gemacht.4.) Johann Augustin, Königlich-Groß-Britannischen Hof-Rathzu Zelle. Ingleichen eine einige tochter, Johannam Mariam,welche an Ioh. Henricum von Heucher, Königlich - Polnischenund Churfurstlich-Sächsischen Hof-Rath und Leib - Neäisum,vermählet worden. Sein bruder, Johann Gottfried, Edler Herrvon Bergcr, gebohren zu Halle in Sachsen den n. nov. an.i6;y. wurde an. 1682. zu Jena Loclor, und fvlgends krofef-sor NsäisinX zu Wittenberg, endlich aber der Königin vonPolen und Churfürstin zu Sachsen, Christinä Eberhardinä,Leib-üIeäiLU8, wie auch der medicinischen Facultät zu Witten-berg krimariu8 und der Academie 8enior, IN welcher würde erden 2. octobr. an. 17)6. mit tobe abgieng, von welchem der fol-gende artickul. Sein anderer bruder, Ioh. Wilhelm, hingegenlebte noch an. 1718. als Kayserl. Rath, Königlich - Polnischerund Chur-Sächsischer Hof - Rath, wie auch Professor HUI. LLlogriemi-e zu Wittenberg, und hat ihm an. 1754. daselbst einenette Lateinische gedächtnis - rede gehalten, woraus auchdie angeführte Nachrichten meistentheils genommen sind.

* Berger, (Ioh. Gottfried, Edler Herr von) krok. Neäi-eiriD zu Wittenberg; war den n. nov. am i6;y. zu Halle inSachsen gebohren. Sein vatter, Valentin Berger, war desdamals blühenden I,7Lei HalenssZ llirscior. Nachdem er im67MN360 seiner vatter-stadt, fowol unter der anführung ande-rer gelehrten Lehrern, als insonderheit Christian» Alberti Rho-tii und feines vatters gute gründe gelegt hatte, gieng er an.1677. nach Jena, wo er sich vornemlich auf das 8wäNm kssy-sieum und N-Nkemar. nachhero aber auf die Medicin legte,und in kurtzer zeit sehr viel darin» begriffen. Nachdem er da-selbst nebst andern Aertzten auch seiner Mutter bruder, demHochfürstl. Sächsischen Leib-NsäiLo, vr. Aug. Faschius in diejähr fleißig zugehört hatte, wendeteer sich nach Erfurt, undbediente sich der anführung der berühmten Neäisorum, Krö-mers, Leichners und Jochii. Wiewol es ihm nun leicht gewe-sen , daselbst weiter empor zu kommen, gefiel es ihm dennochan. 1681. wieder zurück nach Jena zu gehen, allwo er unterdem berühmten Wedel, äs Liivlo, sjusque motu, f3NMiks3-rivne, ssmgiiinis sirculatione, ssepats L Y3ncre3i:e, öffentlichdisputirte ss mithin bey allen Gelehrten ungemeinen beyfall er-langte. Wie er denn auch unter der anführung obangeregtenLewMsäioi Faschii, verschiedene schöne proben öffentlich ab-legte, und seinen rühm hiedurch um ein grosses vermehret hat.Die vocssor-würde übernahm er an. 1682. zu Jena, und dispu-tirte vorhero unter wohl-gedachten Faschio. Von Jena gienger nach Leipzig, allwo er zwar anfänglich, als em fremderLoökor, viele schwierigkeiten fand, selbige aber vermittelst sei-

ber

«es gründlichen Wissens gar bald überstieg, dergestalt, daß ck,nachdem er sich öffentlich in die medicinische Facultät ,-iiue ma»zu reden pflegt, eindisputirt hatte, daselbst Professor Nessiem«extrgoräin. ward, auch zugleich gewisse Hoffnung erhielte, dien'lernächste krofessionem Usäionm , welche sich verledigen wuro,vor anhern zu erlangen; dagegen es GOtt fügte, daß man M»gantz unverhofft 3ä professionem Neä. nach Wittenberg berichallwo er nach und nach verschiedene Profession«^ verwalt"/bis er endlich I>3LuIt3ti8 krini3rin8 und ikoassemire 8enior wo 'den ist. Jmmittelst trieb ihn seine begierd, grosse männer s»sprechen, auswärtige seltenheiten zu sehen, und die natur-kramweiter zu untersuchen, dergestalt an, daß er verschiedene ren^

nach Holland, Engelland, Franckreich, den Niederlanden, .endlich nach Italien mit vielen kosten und vieler beschwer«^keit übernahm. Wiewol er übrigens auf Academien zu leven/und der studirenden jugend zu nutzen, vor seinen grösten vorly"hielte, solches auch, nachdem er von Hof wieder nach bssAkommen war, beständig bis an sein end zu thun nicht mm'ließ ; ward er doch gantz unvermuthet erstlich nach LiessUberg, und nach deme zu der Königin aus Polen und EHE)stin zu Sachsen nach Pretsch, als Leib-Ueäicos beruffen,ehe bedienung er auch, mit sonderbaren gnaden bey denen YvL.Herrschafften, so lang als selbige gelebt , verwaltet hat. -bseiner ersten ehe-genoßin, einer tochter des Cburfürstlichen Aw lManns zu Halle, Gottfried Richters, erzeugte er 4. Ander,der zweyten aber, einer gebohrnen Helmcrshausen, hat erw)ne Ander gezeugt. Er starb den 2. octobr. an. i?;6. zu Aw'tenberg, im 76. jähr seines alters. Gelehrte Zeitungen-

* Berger, (Christian Philipp ) der Artzney voctor, Graslich-Schaumburgisch-Lippischer Land-?KviiLus, ein um dietur-und Artzney - wissenschafft, wie auch Mathematic nEverdienter mann, machte der gelehrten Welt grosse hoffnm»von seiner gelehrsamkeit. Er gäbe auch derselben schöneden in seinen anmerckungen über Bions welt-beE'bung; und noch mehr, in den gründlichen erläuteruiM.der merckwürdigsten begebenheiten in der nalur.starb aber zu Bückeburg den n. novembr. 17;?. Dieregierung kaufte dessen kostbar» vorrath physicalischer in>nmenten, um solchen zu vermehren, und zu dem gemeinen»brauch zu wiedmen. Gelehrte Zeitungen 17 ;?. num. 99- ,

* Berger, (Ioh. Bened.) ein bleäicinX kraLLur zu

tenburg, woselbst er den 20. sept. an. i;8y. gebohren, N «Straßburg studirt, zu Bafel in vockorem promovirt, unoo^nach einen unglücklichen fall vom Pferde gethan, daran er -24. nov. an. 1626. gestorben. fVctM tssemr. ^

* Berger, (Claudius) dessen vatter gleiches nahmensüleäisiliX bey der Facultat zu Paris wäre, ward gel"U«,den 20. jenner an. 1679. und wiedmete sich gleichfalls der"ney-kunst. Er defendirte auf eine zeit ssK-sseL wider dmbrauch des tabacs; obwolen nun seine Ibefes voller

heit und sehr nett aufgesetzet, auch deswegen von jeden»«" ^lobt waren, so fände seine meynung in xmxi keinensondern man schnupfte und rauchete vor und nach. D>ess ^fe8 haben übrigens ihme die prorsüion des Herrn FssA Be-worben. Nachdeme Herr Berger eine geraume zeittanic unter dem berühmten Tournefort studiret hatte, geihn dieser in die Academie der wtffenschafften aufnehme», "our-un. 1699. erneuert ward. Er hat auch zu Paris eine»lum Meäicinse öffentlich mit allgemeinem beyfall geleje»da sein vatter an. 170;. mit tod abgienqe, wäre das ver" ^zu dem söhn durchgehends schon so groß, daß er völlig .kundsame seines vatters einträte. Und da Nr. Fago» - -,^^e,fessor KsZius Lssemi-e seine stelle zu versehen nicht zen /trug er an. 1709. dem Herrn Berger auf, dieselbige »E^sskstatt zu versehen, und verschaffte ihm auch die anwm >darauf. Allein das allzu zärtliche temperament des Eichen,ger konnte seinen vielen bemuhungen nicht langer ww">er geriethe in eine lungensucht, und starb den 22. mav»»'

, eloZe äs Nr. Lerger. ^

* Bergera, (Jul. Cäsar) ein söhn Leonis,aus Lorino, war krsepofitu8 UNdpIeemofM3riu8

tzogin von Savoyen, wurde darauf an. 164;. EAÄ 'gch destfeiner vatter-stadt. Der Hertzog Victor Amadeusfen in wichtigen angelegenheiten bedienet. Er star» »»'

, Itsl. f 3 sr. tom. IV. P. io6;. - .

Bergerac, eine ehemals bevestigte stadt, in der MssA' ^landschafft Perigord, und zwar in dem district von Sari» -befindet sich eine Königliche 8eneck3u6ee daselbst,ne brücke über den fluß Dordogne. In den innerlichen sfischen kriegen erklarete sich der ort für die Reformirtemuste dabey viel ausstehen. Die umliegende gcgemfruchtbar an wein, getreyde und andern fruchten. g,ppE

" Bergeron, (Nicol.) ein gelehrter Parlements-^ yiiv

zu Paris aus dem Hertzogthum Valois, lebte an.

schrieb I'Hissoire V3le6er>ne, Paris 1581-

toriale, ik>. i;84- vefcription äs 18 t 3 t, öguve n ^ K -

Miss äs prLnce ; «.ssueil äs ?Iusssur 8 Nrets

Berggieshübel, siehe Gieshübel.

»an dem Berghe, siehe Lymminghem