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Erster Theil. A - Be.
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Bergius , (Conradus) ein bruder des vorigen, wurde an.1592. nach seines vatters tobe gebohren. Den gründ seiner stu-äiorum legte er unter seinem bruder, und käme hernach in das<Hmnsüum nach Dantzig, wurde auch nach einander Hofmei-ster verschiedener Gräflich- und Hoch - Admcher söhnen, mitwelchen er Deutschland, Franckreich, Niederland und Italiendurchreiset hat. An. 1624. bekam er seines bruders kroselüorizu Franckfurt an der Oder, wurde auch vEor und Predigerbey der Reformirten kirche, da er dann den ansang zu seinembuch, dessen titul ist, Grund und Haupt - summ des wah-ren Christenthums , gemachthat, welches hernach ein Zun-der zu vielen streitigkeiten gewesen ist. An. 1629. gieng er nachHreMM, allwv er krokessor IkeoIogiT , Wie auch Lecsnus«nd ksüor der Collegiat-kirche Sr. Ansgarii worden, und sol-chen ämtern vorgestanden bis an seines lebens end, welches an.1642. erfolget ist. V 16 . klirre, cI.loL. Lcl ann. 1642.

»ra»». 6. loc. p3§, 158. *

Bergius, (Georg Conradus) ein/ohn des obgedachtenIohannis, gebohren zu Cöln an der Opree an. 162?. Dengründ seiner studien legte er im (Hmn-Im zu Bremen von an.i6;8. bis 41. da er schon seines vatters schrift 6 s 8 . Lwna de-fendirte. Hierauf liesse ihn sein vatter nach Königsberg kom-men , da ihn Rittangelius in küiloiogi» Lsci-a unterwiese, wel-ches ttuäium er hernach zu Franckfurt unter Reuchelio fortsetzte,und ein 8 pecimen Lnti - lisbblriicuni verfertigte. Von Franck-furt gieng er nach Leiden, und hörte den Spanhemium, giengeauch auf dessen recommcydation mit denen jungen Herren vonOwerkerck nach Franckreich. Als er wieder naher Haus gekom-men , wurde er an. 1650. zu Franckfurt an der Oder kroketlorklulolopliike Roralis , an. r6«l. üoctor und krofellor Ureolo-eise extraorclinsriuL, an. orclinsriu8, an. 1664. Hof-Prediger zu Berlin, und nachmals Consistorial - Rath, allwoer an. 1691. gestorben ist. Vi6. cl. loc. pllg. i;6. *

* Bergius, (Matthias) war den I. nov. an. i;;6. zuBraunfchweia gebohren, und bekam nach absolvirtcn studien inseinem vatterlande einen schul-dienst. Als ihm aber an. 1578.auferlegt wurde, die ssormulam LoncorcllT mit zu unterschrei-ben , schlug er solches nicht allein aus, sondern händigte auchdem Uinitierio eine protestaticm dawider ein. Es wurdeihm deswegen angesonnen, daß er entweder öffentlich wider-ruffen, oder aber den dienst und das land meiden sollte. Erergriff das erste, und that am XI. sonntage nach Irinitsrisan. vorder öffentlichen Versammlung einewiderruffung,nachdem er zuvor Chemnitii predigt vor dem altar kniend ange-höret. Allein es waren kaum 2. jähre verflossen, als er stine alteMeynungen wieder öffentlich zu vertheidigen ansieng. Deswe-gen ward ihm angedeutet, daß er unverzüglich das amt, undbinnen 8. tagen das land räumen sollte. Er that dieses auch,und kam nach Altorff an. i? 8 r. den 19. may, da ihn sein Vet-ter , Conradus Rittershuflus, denen Pflegern der Äcademie sonachdrücklich recommendirte, daß sie ihm die krokellionem ülo-isllum anvertrauten. Er hat seine eigene Meynungen daselbstnie ausgebreitet, sondern vielmehr, wie einige muthmassen,aufs neue verlassen. Er ist endlich mit dem rühm eines gelehr-ten mannes an. 1592. den 22. aug. gestorben. Seine schriftensind: OrsminsULL lUns; Lurmins ssvLNAsIisL; Xarrstio 6 s8ync>6c» Xicsena verübn« expoüta; Nsäitstiones ex LvangelüsDommicaiibus; Lccleüsliicus illustratus Or. <L üst. Helmstädt1580. Lübeck izyl. in 8vo; ürissoteüs libri Ltbieornm cuninotis Lc. Orrrei/» xloria tkltorüna. L/ttMererr imtiquitst. Lrun-InlZens. x. 2. vit. küllokopü. filtork.

* Bergius, (Nicolaus) ein Ooctor HieoloZiT, General-Superintendent in Liefland, und kro - Lsneellsrius der Acade-mie zu Pernau im XVII. iseculo, hat zu Giessen studirt, undeine LxercitAtioneln lüstorieo - tbeologicsm 6s üstu essIsÜL <LleliZionis NoLovitiL-e nebst verschiedenen schriften hinterlassen.

Icones vir. illulir.

* Bergmann, (Michael) ein Pfarrer zu Wollin in Vor-Pommern, und Teutscher Poete, lebte um das jähr 1670. undschrieb Lrorium poeticuin , Jena 1661. Landsberg 1674. in 8.6e tremen6a ülortis Hors , Wittenberg 1664. üutbsrum Leo-uoloZum , Leipzig in 4. Ibsatrum 6 c Lrariuin Liblicum, Stet-tin in 8. Neumeister, 6s Lost. 6erm.

Bergomas, oder Bergomensis, ( Iacvbus Philippus)siehe Forefta.

* Bergomas, (Bartholomäus) ein Dominicaner-Mönch

«us Bergomo, daher er auch den zunahmen erlanget, trat all-da in obgedachten orden, und war, wie Donatus Calvus inicenL letterar. 6e LsrZsmsscbi meldet, einer von denen bestenHiüoricis seiner zeit. Er hat im XVI. Lculo floriret, undObronicon a principio munäi 36 In am nsgus setatsm geschrie-ben. , script. 0 . k. tom. II. p. ;;2.

* Bergomo, (Herbordus 6 s) ein Dominicaner-Mönch,«us Ungarn gebürtig, trat aber, nachdem sich seine eltern vonbar nach Italien gewendet, zu Bergomo in den orden, undbrachte es durch seine gottesfurcht und gelehrsamknt dahin, daßer an. irsi. zum Bisthoff allda erwehlet wurde. Er starb an.1272. und ließ IkLÜLt. aäverüis bseress«; Lommentarium in7. ksalmos posnitemiales; 8ermones 6e tempore. KZr/nr. "

, bik. prav. NunA. x. 408. Itsl. sacr. tom.

script. 0. k. roni. I. p. 26z.

IV.

b e r

* Bergomo, (Paacmus äe) ein Dominicaner-Mönch, oos

dem XlV 7 üesuIo, dessen Leander p. r;6. und Lusttanus, w>auch Casttllus k. II. üb. I. s. 49. 36 an. 1^2;. gedencle».Rovetta aber setzet ihn ins i;i9. und Altamura ins ni)'jähr. Laur. Pignon rühmet ihn nicht nur num. zo- so>ff^„.leget ihme auch folgende schriften bey, als: LolMss

kentsteuLkum, super Lasure, ^u6icum libruru, super ssrsupineuon; Ls6ram, XebemiZm, lobiam, flob. Lccleüsüen,rsbolss, Lsutica, 8spieliti3m, Lcclsüslticum, LssItsriuM, ^ 'kropbetss majores, super Lvsngelis 6c Lpiüolss kauli;Leander füget noch hinzu: Lostillss super ffutb, libros ffoguuL LpoLA^pün. Ausser diesen eignet ihm Lusttanus foM^schriften zu: 8uper I 2. kroxkecss minores; 8ummsm cot>Useretieos ; sibrum 6e Ü6ventu, und 8ermones 6e t? ^xors L 6e lsruckis Lo. Le/lre,'. , soript. 0. k- ww-

p- 5 t 4 - ,

* Bergomo, (Petrus 6e) ein Dominicaner-Mönch ff'

Bergomo, sonst Almaduranus genamit, äslcn?/

Ital. nahm in seiner geburts - stadt den orden an , lehrtediesem an. 1471. zu Bononien mit grossem s 6 xlsusu, uE ^wegen seiner gelehrsamkeit überall in vielem ansehen. Er fl"zu Piacenza den 14. oct. an. 1482. und ließ In 6 icem un>^salem in omnia Opera Tbom-e 6e tlguino, ingleicheN ^ -cor6antis8 locorum Oo6toris snZelici, gu-e üki inviceM ^ .verlsri viclentur, Bononittl 147;. in fvl. Basel 1478-.ffVenedig 1497. m fol. Rom iz;z. in 4. , k. II.

p. 41z. L L. III. iik. II. c. 7. p. 267. 0c-^--a»cic>2.

/tsverra. , soript. o. k. tom. I. p. 86z. feg. , a

* Bergomo, (Venturinus 6e) ein Dominicaner-M'Aaus Bergomo, daher er auch den zunahmen bekommen, n'woselbst er in den orden getreten, florirte im XIV. üecw 'und predigte in denen vornehmsten städten in Italien. ^brachte einsmal etliche rooo. neu - bekehrten aus Bergomo''^,nach Rom, gerieth aber dadurch bey Benedicto XII. Z" ^er nach Avignon gereiset war, in verdacht , und muste dawx,nach Marneges ins exiüum. Doch als acht jähre daraufmens VI. Papst »vorden, welches an. 1)42. geschehen, I'-;

„nt, miirve gen> f

dieser stlbigen alsobald seiner vorigen freyheit und würde stsen, ernennte ihn auch zu einem Prediger bey dem creutznach Jerusalem. Er langte auch an. 1)46. den 1. mall-»Smyrna an, hatte aber so viele fatiquen unterwegs ausgei« ^den, daß er den 28. besagten monats starb. Er soll,bey seinem leben, also auch nach dem tobe wunder geWssHsden. Sein leben hat Ioh. Ant. Flaminius beschrieben,Leander seinen Viris illuüribus p. 2z 8- einverleibet. -7 ^.eignet ihm 8 ermoues xlures und Lpiücflss zu. 55. ^

III. s6 6. 28. 6escript. Itsl. p. ;Z 4 - ^

k. I. p. ^47. , soript. 0. ?. tom. I. p. 621.

Bergftädte, liegen in Ober - Ungarn, zu beydenflusses Gran, und heißen Schemnitz, Chremnitz, Altsol, M,ssol, Königsberg, Puggang und Tyller. Sie sind Er-reich an gold, Wer, kupfer, quecksilber, auch andern wlen und Mineralien.

Bergstraße, wird ein schmaler strich landes zwischendelbcrg und Darmstadt, disseit des Rheins, genennet^hebet sich bey dem kloster Neuburg an, welches eine stnlff^äre-tel mclle oberhalb Heidelberg, über den Neckar liegt, nnvLi ^cket sich durch Schricßheim, Weinheim, Heppenheim/^M-heim, welches die vornehmste stadt darinnen, bis nach^stadt, auf 6. meilen. Freher gedencket ihrer weitläufigmeldet, daß einige örter darinnen noch von den RömernProbo, Gratiano und Valentiniano erbauet worden l ,

bks enüvli, . R-iNni . «c. heM'^^,z«

des Nävii, Dosseni, Siricii, Heppii, Basini, rc.deuten. Einige sagen, sie fty halb Fränckisch und yn-bisch; welches nicht unrecht ist, weil der strich landes s" Ze-cken feiten des Neckars von Heidelberg an den bergen vgen Wieseloch zu die obere bergstrasse aenennet wird, 7^,,,-Schwaben lieget; andere aber, daß sie ein anhana 0^ »ckenlandes, unten an- und neben dem Oden - waldsey. Oben ist das gebürge mit stattlichem holtz bew<ff^und mit vögeln und wildpret versehen; bald darunter". ^1«erlesener weinwachs, und besser hinab finden fich d'lobst - gärten, und in den thälern eine herrliche vich - w^- ^st»zucht. Auf der ebene aber zu beyden feiten giebt es ^aetreyde - land und Wälder; zwischen diesen aüen geb" ch,strasse auf Franckfurt. Es soll diese Bergstrasse vor vmdert jähren theils zu der Grafschasst Ladenburg,kloster Lorsch gehöret haben, an welches letztere eudlicnsoll gekommen seyn, dem es aber an. 12;2. von dem BFriderico II. entzogen, und dem Ertz - Stift Mayntz S» ,tz,worden. Als an. 1461. Ertz - Bischofs Diether von Mein aebohrner Graf von Isenbura , abgesetzet, und n Hatne stelle Adolph , Graf von Nassau , erwehlet wardjener bey dem Churfürsten Friderico I. zur Dfaltzangehalten, der ihm auch neun Mayntzische stadte eum Ehelffen, wofür ihm Diether wegen der kriegs-kosten, Eberg, Heppenheim, Benshetm, Mörtebach, LorschAgese-zugehörungen gegen 100000. gülden an. 1462. zum Mtzet. Es ist also die Bergstrasse bis aufden MunstcrEsM vv"in Chur-Pfältzischen Händen geblieben, da sie der Ch»n SEMayntz an.i6?i. wiederum erngeloset. m cvr

keim. öc 6e xelti« Lriäeriei I. Lüroa. ÜLurisüsmsnte.