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^°§untia äsviclka. dVrdsr. in origin. kalat. k. I. cap. 6. ?. H.*^p- i- ^er/crr topogrApd. p 6. äcs.
Berguion und Albion, zwey riefen und söhn« des Ne-pkuni, wollten, wie die Poeten fabuliren, verhindern , daßHercules nicht über die Rhone bey ihrem ausfluß setzen sollte/wurden aber von dem Jupiter mit einem stein-regen überschüt-tet. lih. II. cap. ;.i
Bergwercke / sind diejenigen örter / wo gold/ silber- kupfev/eisen, oley / quecksilber, alaun und andere ertze gegrabenwerden. In Europa / Asia und America sind folgende dieMerkwürdigste.
. In Frankreich sind die reichen gold-und silber-gruben aufvem gebürge Saut / die in Languedoc in der Baronie äs Re-gues bey Narbonne, wie auch die in der Provence bey Toulonm dem gebürge Carquaireme vor andern berühmt.
^ In Engelland / und zwar in Cornwaü bey Frmv und Pen-lans/sind köstliche zinn-bergwercke, an welchen orten manuuch viel kupfer-und bley-ertze findet. Auf der insul Wightwird silher / kupfer und bley gegraben. An der see-küste ge-Bristol sind gute bley - und kupfer-minen, so aber wegenMangel des holtzes unbrauchbar liegen.
In Irrland findet man viel reiche Mineralien / abfonder-"ch gegen die nord-seite von Kingsale, selbige brechen in demfesten gesteine, und haben entweder einen weissen oder gelbenMulm zum salband / seynd aber mehrentheils silber-ertze, dar-unter einige zo. marck und drüber halten; desgleichen brechenuuch daselbst kupfer - ertze und schwefel - kiese.
„ 3 n Italien / und zwar in dem Piemonteslschen gebürge/unweit der stadt Turin / gegen mittag zu / brechen aufdem al-wrhochsten felsen gute kupfer - ertze / wovon eines reich amSold ist. Es befinden sich auch daselbst vielerlei) gattungenMwefel- und vitriol-kiefe / wie nicht weniger einige sehr ko-,5'vigte silber-ertze. In dem thatVallcnsasco in dem May-mumschen wird viel gold - kies gebrochen, woraus man dasoMomit dem quecksilber ziehet / und dem Grafen Borromeo,ms Erbherrn, den dritten und vierten theil davon geben muß.^ 3 " der Schweif zeigen sich einige anmerckungcn von gold-n, 5"f dem Grunderg, Engelberg und in dem Mclchthal" .Erwalden, und wird solches auch von andern gebür-viel mehr gemuthmasset, weil die flusse Rhein, Aar,muy und Emme viel gold-körnlein oder gediegene stufleingoldmitfuhren. Silber-ertze finden sich auf dem berg Guppen invcm Warner - Canton, bey Bex in dem Cantvil Bern, aufden bergen Schnyden, Hoch-und Wolflis-Alp in Unterwalden,ehemals auch auf dem Schnabelberg in dem Canton Zürich,uuch in dem Engadin in Büudten, Bognies in Wallis, undUMm orten mehr. Eiftn-bergwercke finden sich im Mülli-chal, Haßlithal und Guttenthann in dem Canton Bern, inAm schwachen Ertzberg in dem Canton Uri, in Melchthal inunterwalden, bey der Cluß um die Erschwyl in dein CantonUvlothurn, im thal Filisux, Scarla, rc. in Bündten, bey-Rartinach in Wallis, sonderlich aber auf dem berg GuntzenSargans, welches das gröste und älteste ist, allwo auch innicht weit davon gelegenen dorf Flums stahl - mineren zunndeu. Kupfer-und bley-ertze sind anzutreffen auf dem berguodera in dem untern Engadin und dem birg Puffelorlaw Wall s^ in Graubündten und in dem Letscher-thal
d 3 n Teutschland hat sich an. -sg. das erste bergwerck aufäarye hervor gethan. Auf dem St. Andreas - berge>*ch noch heut zu tage gute silber - und bley - bergwercke,Ner v ^ gediegen silber und rothgüldisch ertz, wovon der cent-dem roc>. marck silber gehalten, gebrochen wird. Anfort- ^wissen wasser und der Sreber brechen unterschiedlichesilber - und bley-ertzen, auch marcasitische fchwefel-vitriol-kiese. Aufdem Hahnen-klee und der Bockswiesefeifs- eiche bley-und silber-haltige ertze; auf dem ZeUer-rem-n der und dem Clausthale sind viel reiche bley-und silber-sckw-i' .Bey Goßlar ist das Chur-Hannöverische und Braun-ch-g Mische gemeinschafftliche bergwerck Rammelsberg, wel-und ^ 7 r. entdeckt worden, worinnen man bley, kuvferbrich, ^ silber-ertze, wie auch Vitriol - und schwefel - kiesecke »n, dem Meißnischen ertz - gebürge sind die bergwer-fM.,," das jähr 1169. aufkommen. Denn als ein saltz-geaerw^" ^us Goßlar, ein silber - reiches stück ertz in dieserMdein Wege gefunden, so kamen einige bergleuthe vondem- herauf, und entdeckten den unterirdischen schätz insie ^r, wo jetzo Freyberg stehet. Es sind aber die vornehm-filben °mjchd berg-städte: i.) Freyberg, allwo gewachsenkuv?-v doth-und weiß-güldene, auch fahl-ertze, glantz, kies,a„ ,r-ertze und zwitter gebrochen werden. Die ausbeute sollauf ^7- aufdem quartal Viti 22428. gülden, und an. 1^72.üch^em quartal Crucis 21984. gülden, nachdem man den ze-hak-« ' nebst den hütten-und berg-kosten abgezogen , gegebenwo«» St. Anneberg, welches bey dem Schreckenberge,hak- dre an. 1499. geprägte Schreckenberger den nahmeneben ^ angeleget worden. Hieselbst gräbt man nicht alleinack" dergleichen ertze, wie bey Freyberg, sondern es findenäff auch blaue farben-kobalde. Die erste ausbeute ist allhier, und hat in den ersten 4. jähren 1248)8.den ausgetragen. ;.) Schneeberg, allwo vor zeiten je er-Hisior. /. Theil.
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giebige silber-zechen gewesen, baß man an. 1477. eine stuffeertz gediegenes siibers, i.lachter breit, und 2. lachter hoch,in der St. Georgen-zeche gegraben , worauf Churfürst Erne«stus (einige setzen Hertzog Albrecht) als auf einem tische gespei-st! , und daraus nachgehends 400. centner silber schmeltzen las-sen. Ja es ist damals das silber allhier in solchem Überflußgewesen, daß man es nicht alle hat vermüntzen können, unddahero, den gewercken, an statt der ausbeute silber-kuchen ge-ben muffen. Es sott auch ehemals daselbst ein kucks 24000. gül-den gegolten, und nur auf einer zeche ein quartal ;zooo. gül-den ausbeute gegeben haben. Heut zu tage werden hier silber-kupfer-und bley-ertze, wie auch kobalde und wißmuth gegraben.4.) St. Georgmstadt und Schwaryenberg, wobey ku«pfer-ertze, bley-und silber-glantz, schwefel-und vitriol-kiese,wie auch marcasit gegraben worden; in dem dabey fliehendenSchwartzwasser wird gold-seffen gefunden. ;.) Marienbera;die hieben befindlichen silber - bergwercke haben sich an. 142?.hervor gethan, und an. 1^40. in dem quaxtal Trinitatis 112260.gülden ausbeute gegeben. Bey allen jetzt erwehnten berg-städ-ten werden auch eisen-stein und zinn-ertzc, und diese sonderlich inmenge bey Altenberge,Eidenftock, Gcheibenberg, wolcken-ftem und Ehrenfriedrichsdorff gebrochen. Man findet auchdaselbst die edelgesteine, topase, diamanten, amethysten, car-niole, fmaraqde, jaspts und dergleichen. Alaun - bergwerckegiebt es bey Belgern in dem Chur-kreise und seidiger gegend.Die silber in diesem ertz-gebürge sind zwar guldisch, aber nichtscheid-würdig; jedoch haben ehemals die Elbe und Mulda,wie auch die bäche bey Hohnstein, Pirne, Stolpen undAugustburg diesen Mangel einiger Massen ersetzet; wie dannChurfürst Johann Friedrich eine kette gehabt, die iste halbemarck gewogen, und aus wasch-golde, so man bey Torgauaus der Elbe gesammelt, verfertiget worden. In dem Böh-mischen vvrgebürge, der stadt Eqer zuständig, findet manein gut kupfer-bergwerck, welches auch silber und gold mitsich führet. Von hier aus gegen den Dillenberg zu sollen inunterschiedlichen brunnen und bädern gediegen gold, grana-ten und rubineu seyn. Um Schlackenwalde herum werdenviel zinn-bergwercke gebauet; zu Kuttenberg brechen allerhandsilber-und kupfer-reiche Mineralien , so vor alters grossen Über-schuß gegeben. Zu St. Aoachims-thal werden noch ziem-lich reiche silber - wie auch kupfer-ertze und kobald gegraben ;der zmn-zwitter und eisen-stein aber thun daselbst das meiste.Zwischen Lommotau und Görckau find zwey alaun-berg-wercke. In Schlesien gab es vor zeiten sehr reiche gold-undsilber-bergwercke, absonderlich waren die berg - städte Gold-berg und Reichstem berühmt, bey welcher letztem das gold-bergwerck der güldene elel gcheissen, siehe Reichstein. Heutzu tage wird annoch zu Zuckmantel im Neißischen gold gegra-ben, zu Reichstem srleiiicnm, zu Kupferberg kupfer, zu Gie-ren zinn, und an vielen orten eisen, bley und anders mehr.Desgleichen werden an unterschiedenen örtern allerhand edelge-steine , rubinen, amethysten und smaragden gefunden. InHessen findet man bey Franckenberg viel kupftr-bergwercke,bey Riegelsdorffaber unterschiedene schiefer-bergwercke, so vielkupfer im schmeltzen geben. UmSchmalkalden herum werdendie eisen-und stahl-bergwercke starck getrieben. Auch soll manin dem so genannten Rohlberge häufig diamanten finden,welche wegen ihres glantzes und härte den Böhmischen gleichstreichen. In dem Lhur-Lölnischen wird bey Arensbergeisen-stein gegraben, worinn viel gediegen gold sich mit befin-det. In dem Fürstenthum Anhalt gegen Hatzgerode zu,sind schon an. 1492. silber-kupfer-und eisen-berqwercre in gutemaufnehmen gewesen, sie sind auch gegen ausgang des XVII.Lsuli wieder angetrieben worden, durch schlechte administra-tion aber fast wieder zu sumpf gegangen. In dem Illme-nauischen findet sich ein uraltes grosses bergwerck, so denHertzogen zu Sachsen gemeinschafftlich gehöret, worinnen vielsilber-ertz-und kupfer-reiche schiefer brechen. Jn dem Mans-feldischen giebt es viel schiefer-bergwercke, die theils bley undsilber , mehrentheils aber kupfer halten, und an. 1199. erfun-den worden. In dem Satfeldifchen sind viele kupfer-berg-wercke, wie auch einige zechen, so silber halten, der kobaldaber, so bey diesen zechen bricht, verderbt es im schmeltzen,daß sie nicht aufkommen können. Nechst diesen brechen auchdaftlbst kupfer-haltige schiefer, marcasite und kiese, auch eini-ge kobald-ertze. In Tyrol zu Hall, Schwatz und Raten-berg seyn viele silber- kupfer- und bley-bergwcrcke, welche sichum das jähr 1449. recht angefangen, das ertz aber streichetnicht recht zum gange, sondern bricht faünester-und nieren-weiß.Der eijen-stein hingegen wird hier in grosser menge gegraben.In dem Heryogthum Bergen gegen Siegen zu ist das ural-te silber-kupfer-und bley-bergwerck zum Wildberg genannt, des-gleichen styn um Dencklingen und am Siegestrom reiche ku-pfer-bergwercke.
In Ungarn, worinnen die bergwercke schon an. 750ren ansang sollen gehabt haben, sind die berühmtestenstädte 1.) Lremnitz, woselbst gold, silber, kupfer und andereertze gegraben werden. Das hiesige gold ist das feinste. undsind daher die Cremmtzer-ducaten berühmt. 2.) «chochiii»,allwo gold, silber, bley, glantz und einige kupfer-erne ammtreffen. 9. ) Alt - und 4. ) Neusol, woselbst vics kupfechauch ewige gold-und silber-bergwercke zu finden. Bey3 ni; Neusol