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Binsdorff, nn Österreichisches stä-tlem in Unter - Steyer-marck, in der Herrschafft Hohenberg.
* Binse, ein flecken in Ungarn, am finß Gebest». Er hat einschloß, welches der berühmte Mönch, George Martinusius,Bischofs zu Waradeiii^nnd nachmals Cardinal, allda hat er-bauen lassen.
* Btnsfeld, (Petrus) gebürtig von Luxemburg, lebte indem jähr i6oc>. studirte zu Rom, und ließ sich allda zum uo-üoro IsseologiL machen. Nachgehends kehrte er m Nleder-land wiederum zurück , wurde zum Lanoriico von Trier undGroß-Vicano des Ertz-Bischoffen gemacht. Er machte em b.n-css^kulwn l KsologiN xsssorslis und andre wercke des Mirnonici bekannt: LommsMürium in ric. Oscrsc. äs lNjurus «äsmno ästn; Lomrnsm. sä rir. äs 8imoni3; LomlnentLria inrir. Loä. cis NNeüciL sc Nstiiemarisis, Lee.
, dibl. Lü>§.
.Biobic», oder Biophio, ein fiuß in Süd-America, imKö^ntgreich Chjlj, entspringet aus dem gebürge Andes, und ergiessetnchui das Sud-meer, nahe bey der stadt Conception , der mfulAviquirina gegen über.
Biörnebura, Bernsburg, eine stadt in Nord-Finnland,an dem fluß Cumo, wo derselbe in den Bothnischen meer-busenfallt. Sie ist schlecht bewohnt. Die einwohner haben gute Nah-rung von den lachftn, welche sie häufig dorren und in gantzSchweden verführen.
*Biörnö, eine kleine stadt und guter Hafen in Süd-Finn-land, in Schweden, am eingange des Finnlandischen meer-bu-sens, 5. Schwedische Meilen von Abo.
Biörnklau, (Matthias Milonius von) gebürtig von Aros,war anfältglichkrokessor Lloguemi« zu Upsa!,und Protocoll-8e-LkstLrms. An. 1648. ward er Legations - 8ecrswriu8 bey denWestphälischen friedens - tractaten, bald darauf erhielt erdie stelle eines Hof-Raths, und den Adelstand unter dem nah-men Biörnklau. Endlich ward er Präsident im HertzogthumBremen , und nach dem Westphälischen frieden als Abgesand-ter an den Kayserlichen und Französischen Hof geschickt. Letztens1671. als Königlicher Schwedischer Cantzler undReichs-Rath. Er hat Tsbulaz in Hugoni8 Orotii Opus äs s. ö.« rasiz geschrieben, so an. 1688. in fol. vermehret herausgegeben worden. 8uscis lirsr. cum Notier! bypom.
äiar. biogrgxk. pufend. Teutsche kriegs-geschichke.
Bion, ein Griechischer Poet, so hirten-lieder geschrieben,war von Smyrna gebürtig, und lebte zu den zeiten PtolemäiklsslomeiAriz, Olymp. Lb. 1. 0. L. ^74. ä. N. ;8o4- L. 0. i8->.Er brachte seine meiste zeit in Sicilien, oder im Neapolitani-schen zu, und starb an beygebrachtem gift, wie sein discipulMoschus angemercket, welcher auch bezeuget, daß Bion einunvergleichlicher Poet gewesen, und die wenigen verse, sovon ihm noch vorhanden, stossen dieses urtheil nicht um. DieläylliL des Broms und Moschi sind vielmals ediret worden, dochdie beste editivn davon ist diejenige, so Nr. äs Longue Pierre miteiner Übersetzung in Französische verse und mit anmerckungenan. 1686. zu Parts heraus gegeben. L5o/ct>«,, in epicspssio Li-sch«. Vis äs Lion, so AFr. Or ?rer»-s seiner editivn
vorgesetzt. LcM Lruäit. sips. 5sÄ. 2. tom. I. tupxl. 8a-/e.
Bion, zugenannt LoryssüenitS8, weil er von BorystheneSin «scythien gebürtig war, war ein kchloloxssu« von grossemverstände, aber von schlechter religion. Er florirte ungefehr inder oxx. Olymp. tl. 0 . 4; 4. L. N. ;684- ss. L. zoo. und warbey Antigono, dem Könige in Macedonien, wohl gelitten. Ergestand selbst, daß er ein söhn eines fteygelassenen knechts, derseine schuld-leuthe betrogen, und einer hure sey. So lange alSer ein zuhörer Crates war, zeigte er immer eine grosse Verach-tung gegen die Platonische Philosophie, bekannte sich hernachV0M zu der secte der Oynicorum; folgends hielt er sich zuMeovoro, der von dem Nssellmo proftßion machte, und end-«ch b^sifve er ein anhänger des Theophrasti, so das Haupt derAristotelischen secte war. Er war hochmüthig, ließ sich in ver-schiedenen stadten sehen , und zu Rhodus von einem Haussenbovts-knechte, dce sich aufsein begehren als philosophische schülerangekleidet hatten, nach dem schau-platz begleiten. Er wargeschickt, sinnmche und kurtzweilige reden vorzubringen, derenman noch verschiedene bey dem Cicerone und Diogene Laer-tio aufgezeichnet findet, als z. e. da er sahe, daß sich die leuthe,wenn es ihnen unglücklich gienge, die haare ausrauften, sagteer: Ob denn der kahle kopfdie schmeryen weniger em-pfände? Ferner gehören zu fernen schertz-und spott-reden diefolgende: Der weg in die andere weit müste gar eben seyn, dennman gienge auf demselben mit zugemachten äugen. Bey denleich-ceremonren verwunderte er sich, daß man die leuthe verbren-ne , als wenn sie nichts fühlten, und doch über sie wetnete,als wenn sie eine empfindung hatten. Von Alcibiadisliederlichen leben sagte er: in ferner jugend habe er die frauenihrer mannern, und in seinem erwachsenen alter die, männerihrer frauen beraubet. Ja er schonete auch der religion nicht.Von den Danaiden, die nach der Mmschm Mythologie inden unterirdischen örtern zur strafe wasser rn zerlöcherten krugentragen müssen, meynete er, man konnte nt Wer strafen,wenn man sie in qantzen und unzerlocherten gefassen das waftftr tragen liesse. Derjenige Gott, der die kmder wegen der übel-sten der elrern strafe, sey wie ein artzl, der dem söhn oder demÄistHV, Leserco» II. Theil»
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enckel das medicament vor den krancken vatter eingebe, wiewolbereits Plutarchus in seinem buch äs fers Gummis vinäiÄa die-se falsche vergleichung mit allem fleisse widerleget hat.Seneca hatin setnem'Huch äs beneücii8 L. 17.einen andern sophistischen schlußdesBions widerleget: Er sagte,ausGOttes allgemeiner herrschafftüber alle dinge flössen zwey gantz unterschiedene sätze, erstlich daßalle diebe kirchen-räuber wären, und denn zum andern, daß keindieb ein kirchen - räuber wäre. Das erste meynte erfolgender ge-stalt zu beweisen: Alle die, welche GOtt zugehörige fachen stah-len , wären kirchen-räuber, nun stählen alle diebe GOtt zuge-hörige fachen, denn ihm gehöre alles, folglich wären alle diebekirchen - räuber. Das andere hingegen auf diese art: Wennman eine fache, die GOtt zugehöre, von einem orte an den an-dern bringe, der ebenfalls GOtt zugehöre, begehe man keinenkirchen - raub; nun thäten diß die diebe, daß sie von einem ortedie heiligen fachen brächten an einen andern, der ebenfalls GOttzugehöre, denn alle dinge gehörten ja ihm, und also begnügendiejenigen, welche die tempel bestählen, keinen kirchen-raub, wor-aus man den verfall der Philosophie selbiger zeit, und sonderlichunsers Bions, genugsam abnehmen kan. Zuweilen ist ihm auchein gut Wort in mund kommen. Den gcitz hat erqr-rE genennet, welches mit des Apostels Worten : dergeitz ist eine wurtzel alles Übels, gantz übereinkommt; und Plu-tarchus erzehlet, daß er seme Guter gelehret, sie sollten als-denn glauben, Laß sie in der ubung der lügend weit gekom-men, wenn sie mit eben der ruhe des gemuths diejenigen,die sie schändeten, anhören wurden, mit der sie andere zu hö-ren pflegten, die gutes von ihnen sagten. Zuletzt begab ersich nach Chalcis, fiel daselbst in eine kranckhett, m welcher ererst an seine bosheit gedachte, suchte auch allenthalben durchabergläubische dinge hülsse, muste aber doch, nachdem er vielerlitten, daran sterben. Manchmal wird auch dieser Bioa mitdem Btas fälschlich confundiret. Ich. IV Leck. 46.
ssulcul. y.
Bion, ist der nähme 10. berühmter Männer, derer bey denAlten gedacht wird. 1.) Bion,so zu zeiten Pherecydes von Scy-ros gelebet, ursprünglich aus Proconnesus. 2.) Einer vonSyracusa, so eine Rethoric geschrieben. ) Der vlssloloplE,dessen zuvor gedacht. 4.) Einer von der secte Democriti, ein Na-rkemstisus zu Abdera. Dieser hat am ersten gesagt, daß es ge-wisse länder gäbe, darinnen der tag und die nacht 6. monatwährte.) Einer von Solos, welcher von Aethiopien geschrie-ben. 6.) Ein Redner, welcher 9. dücher, so er nach den Mu-sen nennete, verfertiget. 7. ) Ein Lyrischer Poet. 8-) Ein biid-hauer von Mileto. 9.) Ein tragödien-schreiber aus der zahl der-jenigen,so man Tarsianos nennt. 10.) Ein bildhauer von Chios.
^7»,, in bibl. OrTS. In c-ttgl. script. 3 klinio slleg. 6 :s.
* Biondi, (Joh. Franciscus) ein Dalmalier,war zu Lezinaan dem Golfs äi Venezia an. 1572. aus einer adelichen, dabeyaber ziemlich armen familie gebohren. Nachdem er in Huma-nioribu8 und in der Rechtsgelehrfamkeit einen sattsamen gründgeleget, verfügte er sich nach Venedig, und wurde nicht al-lein von der dasigen Republick mit ihrem Ambassador Soranzo,als dessen 8csret3rm8 nach Franckretch geschickt, sondern auchnachhero zu unterschiedlichen andern sehr wichtigen affairen ge-braucht. Weil man aber feine bemühungen nicht also belohnte,wie er nach seinen gedancken verdienet hatte, gieng er mit demEnglischen Gesandten, Herme» Wotton, nach Engelland , woer, wie man nicht unbillich dafürhält, sich zu derReformir-ten religion bekannte, und von dem Könige Jacobo I. eine pen-sivn von 200. pfund sterlings bekam. Nach diesem heuratheteer eine schwester des Engelländifchen Letb-Nsäici, TheodorMaycrne Turquet, wodurch er einige güther in Franckreich er-hielt , brachte es auch folgends durch seine geschicklichkeit im ne-gociren an. 161;. aufder zu Grenoble gehaltenen Versammlungder Reformirten so weit, daß sich dieselbe vor den Printzen vonConde erklärte,und ließ sich endlich zu Aubonne in der Schweitzbey seinem schwager Th. Mayerne nieder, woselbst er auch an.1644. mit tobe abgieng. Seine schriften sind: I-'lssoris äesss
xusrre civil! ä'lnglulcsrra trs 1e äue Lsse äi I^osassro sä ^orc,äoppo I'-timc, 1)77. sll' snno 1^09. in drey quart-bänden, nebsteinigen romanen unter dem titul: I'Lromsria ; I.L vonrella äe-IkerrLäs; und II Loralbo. Oloris äsgli IlicoAnlti.msm. tom. XXXVII.
Btorgor, siehe Beorgor.
Biorno, ein König in Schweden, ließ bey Carvlo N. umftomme und gelehrte leuthe anhalten, dre m stmem Reiche darEvangelium predigen könnten. Der Kayftr ließ auch ums jähr«iz. Herbertum, und viel andere Priester, Lahm reisen. Als sichnun der Christliche glaube glücklich ausbreitete, schickte er nocheinmal an Carolum N. und bat sich mehr Geistliche aus. Alleinder Kayser war eben gestorben, daher» die Abgesandten von-Ludovico kia, Ansgarmin, einen Mönch von Corbey, bekamen,welcher an. 8-6. rn Schweden gepredrget, und hernach Bischoffzu Hamburg worden. Karo«.
bedeutet diejeni-gen,so emes gewaltsmnen todes gestorben, und werden insonder-velt bte 7-lohne WSmnphorosswelche an.iro.unterAdriano diema^vrer-crone erlanget, damit belegt. 8«r«a^r 3Ä3 lincsrg L c.
. . , ist ein Bernerisches berg-schloß,
dorf und Landvogtey, un Buchsgow, zwischen Solothurir und
C z Oiken