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habe einen unächten söhn, nahmens Simonem, gehabt, wel-chem er das Decanat zu Lincolne zugewendet. Sonsten hat erdie von seinem Vorfahr erbaute kirche eingeweyhet, und diekrTbLnäsnos, deren ein und zwanzig gewesen, bis auf zweyund vierzig vermehret, auch mit ansehnlichen güthern aus sei-nen eigenen Mitteln versehen. /Er starb den 10. jan. an. 1122.an dem schlage, als er neben dem Könige Herritte, und mitdemselben in einem gespräche begriffen war. Lsä-wr». äs kr«-lul. Lngl. k. I. x. ;40.
Blois, eine schone volckreiche stadt in der kleinen landschafftBlaisois, zwischen Orleans und Tours, an einem Hügel, undin einer sehr fruchtbaren gegend gelegen. Gregorius luronen-ils, Aigolfus, Aimonius und andere gedencken ihrer unterdem nahmen LIelum, kielte, und LZKrum. ölslenle. Sie hatein Bißthum, Präsidial, LMlsge und den titul einer Graf-schafft, »velche sich diß und jenseits der Loire gegen Sologneauf eine, und gegen Chateaudun auf der andern feite erstreckt.Es ist daselbst ein prächtiges Königliches schloß, welches mit ei-nem lust-und thier-garten versehen, und nahe bey der stadt fin-det man siege! - erde, alte Wasser - leitungen, und die überblei-bungen von einer Orckeürs. An diesem orte haben vormals dieKönige ihre kinder auferziehen lassen, und öfters selbst Hof ge-halten. Henricus III. hielt allhier zwey Versammlungen derStände des Königreichs, nemlich an. 1^76. da der krieg wi,der die Hugenotten beschlossen, und an. i;88. da der Hertzogvon Gmse nebst seinem bruder, dem Cardinal, umgebrachtwurde. Unter den einwohnern sind vortrefliche künstler, wel-ches unter andern die berühmten uhren, so man allda verferti-get , zeigen. Die ersten Grafen von Blois waren aus dem ge-schlecht Hugonis Capeti, des Urhebers der Könige von demdritten stamm: denn Theodebertus, Graf von Mcttrie, dervierte groß - vatter Hugonis Capeti, hatte drey söhne, davonVerändere, nahmens Wilhelmus, Graf zu Blois, ums jähr8;4. ermordet ward, Eudonem hinterlassend, welcher an. 86;.ohne nachkommen gestorben. Robertus I. aber, der jüngerebruder Wilhelmi, Grafen von Blois, zeugte Robertum II.genannt den tapfern, und den andern Maccabäum, suc-cedirte seinem vetter Eudoni, welcher den 2;. jul. an. 867. seinjeden endigte, und von Adelheide, einer tochter des KayfersLudovici kü, Eudonem und Robertum III. gecrönte Könige
auch Graf von Blois, und ein vatter Eudonis I. worden, vonwelchem und ihren nachkommen unter dem titul Champagnemit mehrerm wird gedacht werden. Hier ist nur zu mercken,daß Theobaldus IV. zugenannt der grosse, Graf von Cham-pagne , rc. mit Mathildis von Karndten, unter andern Theo-baldum, mit dem zunahmen den guten, gezeuget, welcherGraf von Blois und Chartres wurde. Ums jähr 1152. oder5;. wurde er Senefchall von Franckreich, und that Ludovicodem jünger«, und Philippo Augusto gute dienste. An. n;8.eroberte er das schloß Ambosse, belagerte an. n6r. Vendome,und als er endlich dem letzter« von diesen Konigen nach Palä-stina gefolget, starb er daselbst in der belagerung Acre, ums jährnyi. An. 1164. hatte er sich mit Adelheid , einer tochter Ludo-vici des jüngern, vermählet, welche ihm verschiedene kinderzur welt gebracht, darunter Theobaldus und Henricus in derjugend, und Philippus ohne erben gestorben, Ludovicus aberihm succediret. Die töchter waren i.) Margaretha, welcheerstlich an Hugonem von Oisi, Herrn von Montmiral, rc. her-nach an Ottonem, Grafen von Burgund , und, zum drittenmal an Henricum, Herrn von Avesnes, vermahlt worden.2.) Elisabeth von Blois, Gräfin von Chartres, war anfangseine gemahlin Sulpitii III. Herrn von Ambosse, und hernachJohannis von Oisi, Herrn von Montmiral rc. ;.) Adelheid,so an. 1 2i i. Aebtißin zu Fontevrault gewesen. Ludovicus,Grafvon Blois und Chartres, war ein großmüthiger und eifrigerHerr, und wurde durch die predigt Falcoms, Pfarrers zuNeuilli, bewogen, eine reise in Orient zu thun. Er gieng de-rohalben zu Venedig zu schiffe, befand sich bey der belagerungJara, Constantmopel, rc. und ward durch die Bulgaren ineiner schlacht nahe bey Adrianopel, den 14. april an. 120;.erleget. Er vermählte sich mit Catharina von Clermont, derältesten tochter und erbin Rudolphi I. Grafen von. Clermontin Beauvaisis, Connetable von Franckreich, und hinterließ zuseinem Nachfolger Theobaldum den jungern , Grafen vonBlois, Chartres und Clermont, welcher ums jähr 1213.ohne kinder von seinen beyden gemahlinnen starb, und suc-cedirte seine base, Maria von Avesnes, Gräfin zu Blois,welche an. 1241. verstarb, und unter andern kindern vonHugone von Chatillon, Grafen von St. Paul, rc. auch Jo-hannen! I. Grafen von Blois, nach sich ließ, der sich an. 1254.mit Adelheid von Bretagne, einer tochter Johannes I. Hertzogsvon Bretagne, vermahlte, welche ihm eine einige tochter ge-bohren, Johannam, Gräfin von Blois, die aber den 29. -an.an. 1291. gestorben, und keine kinder mit ihrem gemahl , Pe-tra von Franckreich, einem söhn Königs Ludovici 8. verlassen.Derohalden succedirte ihr Hugo von Chatillon, ihr vetter,ein söhn Guidonis II. Grafen von St.Paul, und starb an.i zo?.von seiner gemahlin, Beatrix von Flandern, einer tochter Gui-donis von Dampierre, Grafen von Flandern, Guidonem I.
Grafen von Blois, und Iohannem von Chatillon, hinterlas-sende. Guido I. starb an. 1)42. und ließ von Margaretha vonValois, einer tochter Caroli von Franckreich, Grafen von Va-lois, nach sich Ludovicum I. welcher ihm folgte, Carolum,Hertzog von Bretagne, der in der schlacht bey Avray an. N64.blieb, und Mariam, eine gemahlin Rudolphi, Hertzogs vonLothringen, und hernach Friderici, Grafen von Linanges.Ludovicus I. Graf von Blois, welcher wegen seiner tapferkeitsehr berühmt war, blieb an. 1146. in der schlacht bey Creci,und hinterließ von Johanna von Hennegau, einer tochter Jo-hannis, Herrn von Beaumont, Ludovicum II. der an. 1^72.sowol als Johannes II. an. i;84. und Guido II. von Chatil-lon, auch Graf von Blois, an. izy?. ohne erben starb.Dieser letztere verkaufte an. i;yi. die Grafschafft Blois Lu-dovico von Franckreich, Hertzoge von Orleans, einem vat-ter Caroli, und groß - vatter Ludovici XII. unter welchem dieseGrafschafft an die Crone gekommen, und unter Henrico II. alsdem erben der Königin Claudia, seiner mutter, einer tochterLudovici XII. und gemahlin Francisci I. vollkommen damitvereiniget worden, , äslcr. äu ps'w LIMIM. äs Llistlllon. , A , IM. äs 8 Lonir. äs
Lbamp.
Blois, ein Cardinal; siehe Wilhelmus von Champagne odervon Blois, genannt Blanchemains, und Petrus von Blois.
Blois, (Gerhard) ein Bsschoff, siehe Gerhard.
Blois , (Ludovicus von) war ein söhn Adriani, Herrn vonJuvigni, entsprossen aus dem Hanfe Blois äs Chatillon. Erwurde an. i;o 6 . auf dem in dem Bißthum Lüttich gelegenenschlösse Don-Etienne gebohren, und bis in fein 14. jähr mit demnachmaligen Kayfer Carole» V. erzogen. Hierauf studirte er zuLöven, trat aber nachgehends zu Liesse im Hennegau in denBenedictiner-orden, und wurde daselbst an. i;;o. Abt. DasErtz - Bißthum Cambray, welches ihm Carolus V. anbot,schlug er aus, und sorgte nur vor die reformativn seines klo-sters, wie er denn neue Kamm machte, welche Paulus III.an. 154;. approbirte. Er starb an. 1 ; 66 . und hinterließ unter-schiedliche geistliche tractate, welche öfters aufgelegt worden.Antonius Winghius, Abt zu Liesse, hat seiner edition an.is;;.das leben des Nuwrib beygefügt. O« msis äs Llistillon.in Ntk. Lelg. bibl. 6 sII. rcim. IV.
As.
* Blok, (Daniel) gebohren zu Stettin in Pommern an.i;8o. gab bey zeiten zu erkennen, wie sehr er zu der Mahlereygeneigt wäre, und ward deswegen gen Dantzig zu JacobScherer, einem vortresiichen mahler, gethan. Er legte sich son-derlich auf Portraits zu mahlen, und brachte es sehr weit indiesem stücke. Er muste für Gustavum Adolphum, König inSchweden, das gantzc Haus der Hertzogen von Mecklenburgmahlen. In der zeit, da er bey Hof war , verlohr er in einerfeuers-brunst an. i6;i. alle seine haabe, und konnte mit gros-ser mühe sein leben retten. Er starb zu Rostock in dem 8 °. jährseines alters. Groß allgem. Holl. Lexicon.
*Blok, (Benjamin) ein söhn des vorhergehenden , mustewol samt seinen brndern Emanuel und Adolphs sich aufdas mahlen legen, weilen sein vatter durch gemeldres Unglückgantz erarmet war. Fridericus Adolphus, Hertzog von Meck-lenburg, griff dieser familie unter dir arme, und erzeigte sonder-lich dem Benjamin viel gnade. Das erste prob - stück, so Ben-jamin Blok verfertigte, war das mit der feder verfertigtebildnis gedachten Hertzogs, den es von dem Haupt bis auf diefüsse vorstellte. Dieses stück ward von jedermann mit Verwun-derung betrachtet. Kurtz hernach mahlte er mit färben diebildnisse des gantzen Sächsischen Hauses. Von selbiger zeit anmahlete er verschiedene schöne stücke und altar-blatten , welcheihm einen grossen rühm erwarben. An. ,6;y. gieng er inItalien , und besähe die vornehmste dasige cabinets von gemähl-den, und brachte einige jähre zu Venedig , Florentz und Romzu, da er dann die bildnisse vreler vornehmer Personen mah-lete, unter welchen sich auch der berühmte karer AthanasiusKircherus fände. Er kehrte endlich wieder nach Deutschland,und verheurathete sich an. 1664. mit Anna Catharina Fische-rin, einer tochter Thomas Fischers eines berühmten Nürnber-gischen mahlers. rom. II. Groß allgem. Holl.
Lexicon.
*Blok, (Jacob Reugers) ein so vortrefficher mahler, daßRubens ihm zu Ter-Goude eine besuchung abstattete, und ihmdas lob ertheilte, er hätte noch keinen mahler gefunden unterallen, die er kennete, der ihm in der Perfpecttve und Archi-tectur so nahe käme. Blok hatte in seiner jugend Italien be-suchet , und sich zu Rom mit ungemeinem sieiß in stiner kunstgeubet. Der rühm, den er sich sonderlich in der Architekturerworben, erweckte bey dem König in Polen die bcgierde ihnbey sich zu sehen, und in seinen diensten zu haben. Er wardvon diesem Konig in der that sehr geliedet und geachtet, aberdie Hof - leuthe beneideten ihn eben deswegen , und suchten ihmHandel anzurichten. Er erhielt also von dem König wiede-rum seinen abschied, und kehrte in sein vatterland zurück,allwo er gelegenheit fand die Mathematic zu erlernen von demObersten Persival, welcher bey Friderico Henrico, Printzen vonNassau - Oranien, in grosser gunst stunde. Er trat hernachin dienste bey dem Ertz-Hertzog Leopold, welcher sich sehr gna-