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Zweyter Theil. Bi - C.
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rs in der stadt Eu gemacht hatte, verfügte er sich in dem jähr1700. auf Paris, um alldort stine studien zu end zu bringen.Während seinem Lurlu küilosopkico erlernte er in dem Kö-niglichen Lollegio unterschiedliche mathematische wissenschaff-ten, besuchte nachgehends das medicinische Lollegium und dasIKsLcrum von St. Come sehr fleißig; seine gröste Neigung aberwar, in dem Königlichen garten die von dem-berühmten Profes-sors Locanic. Herrn Tournefort, über die pflantzen gemachteauslegungen und benennung anzuhören, von dem er auch inkurtzem mehr als andere seine Mitschüler hoch gehalten und ge-liebet wurde. Er that darauf eine reise durch Jantz Picardie,Normandie und l8le äs kr-mce, um neue kräuter zu suchen;und bemühete sich dergestalten, daß er in Picardie allein überhundert und zwanzig pflantzen fände, die nicht in dem Kö-nig!. garten, und so gar gantz unbekannt waren. Er entdecktein Franckreich unterschiedliche gattungen, welche man nur al-lein in America zu finden vermeynte. Er wurde in die Aca-demie der wissenschafflen als ein LIeve des Herrn Reneaumeaufgenommen. Von seiner arbeit hat man nicht über eine ei-nige schritt gesehen, darinnen er in ansehung einiger gattungpflantzen die geschlechte, darunter sie Nr. Tournefort gesetzt hat-te , veränderte. Man will versichern, er habe ein neues werckvon den pflantzen zu schreiben vorgehabt. Er fugte der Tsseo-riX auch die prsxin bey, und machte aus den pflantzen Me-dikamenten , welcher würckungen ihn in der provintz zu einemberühmten Artzt gemacht haben. Er wurde in dem jähr 1703.zu Rheims zum voökor gemacht, und wollte dafür zu Paris,all wo er schon sehr wohl bekannt, und von den berühmte-sten Männern dieser Facultat hoch gehalten wurde, disputiren,als ihn ein starckes fieber und engbrünstigkeit angriff, wovoner den r?. april an. 171z. in dem ;i. jähr seines alters starbe.

liili. clu rsnouveUement äe j'Lc-läemie äss 8 cienees.Blondus, (Flavius) ein berühmter Ulssoricus, gebohrenan. 1 z 88 - zu Forli in Romagna. Er hat das Secretariat vonPapst Eugenio IV. erhalten, und dasselbe unter den folgendenPäpsten fortgeführet, bis auf Pii II. zeiten, unter dessen regie-rung er den 4. iun. an. 146z. verstorben. In seiner Historie, dievon an. 400. bis 1440. gehet, hat er sich mehr bemühet, vieledinge zusammen zu suchen , als zu untersuchen, ob dasselbeauch so würcklich geschehen. Unterdessen hat er sonderlich beyden Römischen alterthümmern seine Verdienste. Seine übrigewercke, so zwar mit fleiß verfertiget, aber nach der damaligenschreib-art schmecken, sind: Koma triumpkiws; Koma inÜM-; ItaÜL illulirma; Hilf. ssom. äecsäes III. und cle Ori-xine L geliis Venetoium. Leander Aiderti berichtet, daß erfünf gelehrte föhne gehabt. Viel geld hat er nicht erworben ,was er aber gehabt, hat er unter seine töchter getheilet, damitsie sich verheurathen könnten, seinen söhnen hat er nichts als ih-re gelehrsamkeit und gute erziehung hinterlassen. Einige behaup-ten, man müsse ihn Blondum Flavium nennen, welche beydenahmen an sich selbst einerley bedeuten. in eloZ. e. 14.

L LeFMM. äe fcriptor. lib. X. üilk. o/a-

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* Blondus, (Michael Angelus) ein Neäicu8, schrieb 6-ksrtibu8 icku keÄis citissime kLNLnä>8 ; cle Origins luis Vene-reL clegne ligni Inclici Lncipiti propristste , Venedig 1542. in8 . ist auch in Oelneri Opx. Lkirug. befindlich ; cle Ventib^ nsvi^Ltione, ib. in 4. cks Lrinibns L vengtions, RvMch 44 - in 4. äe Oiebns äeerewrÜ8 <L eriss ; kb^liognomiLM,ib. eoä. äs Naculi8 Lorporis , ib. eoä. M4- cle Viro illuüriL iniguo fermones cluo8 , ib. eoä. in 8. ÜialoZum äe lkni-nm, ib. i;4^. M4. äs Nemorm, Venedig 154?. in 8. 8pe-clllum,chventnti8; viglogum äe Inviäia; äs sscllectibus seumorbiz infgntium L puerorum , ibiä. 15 zy. M 8. Lompen-äium äs NeäicLmentib; Lpitomen Hippncratiz; äe Origini-bv8 rsrum; äe 8epulcbri8 antigui8; cle kstientis

* Blondv, (Richardus) der n. Bischoffzu Exester, wur-de an. 1245. darzu erwehlet. Er liebte die gemächlichkeit, undließ alles durch seine Minister tractiren, dre aber solche gewalt-nis brauchten , und verschiedene schriften für sich ausfertigten,mittelst deren sie sich nach dessen tobe an dem Bißthum zu be-reichern suchten. Allern der betrug wurde entdeckt, und siemusten öffentliche klrchen-buffe thun. Er starb an. 1257.

cle ?rTlu1. k. I. x. 46c,.

Blonitfa, ein kleiner fluß in dem Schlesischen FürstenthumOppeln, welcher sich anderthalb weilen unter Oppeln mit derOder vermischet.

Blonye, BlonisZ, eine stadt in Groß - Polen in der Woy-wodfchafft Rava , 4. messen von Warzchau. Sie ist groß undwohl bewohnt, die Häuser aber sind nur von holtz.

Bloreheath, ist eine gegend nicht weit von Draiton, inder Englischen provintz Shropshire, welche durch eine an. 1459.zwischen der Porckischen partey unter dem Lord Audiey, undder Lancastrischen unter dem Grasen von Salisbury, zum Nach-theil der letztem , vorgegangenen schlacht berühmt worden.

0/ L-r?/. vol. I. p. 41z.

Bloflus, (Ludovicus) siehe Slots.

* Blosius , (Sebast.) ein NeäiciliD voäkor und Professorzu Tübingen, aus Ulm gebürtig, hat zu ausgana des XVI.und zu ansang des XVII. Iseculi flvriret, und nebst verschte-

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denen vifxutationchus Neäicis , als; cle pssremtiös;meiM 8 essculentis ; cle keüs ; cle Lnaromia ; 6 s OssibuSLc. Jac. Schegkii prselekkionss in srtem pAlVLM Lalenl,heraus gegeben,

* Bloßius, (Cajus) ein kbilolopbus von Cumis aus Eam-panien, Antipatri von Tarsen lehrjünger, war ein so vertrauterfreund Tiber» Gracchi, daß er demselben alles zu gefallenthat, was er nur verlangte. Ja als man ihn deswegen nachGracchi tode befragte, antwortete er: Wenn ihm dieser dasCapitolium anzustecken befohlen hätte, wurde er solches auchgethan haben. Man zog ihn zwar damals mcht zur straft,nachdem er aber kurtz darauf zu Aristvmco nach Asien grenz,und dieser in stimm kriege wider die Romer unglücklich war,wurde er auch niedergehauen, oder, wie andere schreiben, hater sich selbst aus Verzweifelung um das leben gebracht. Ncer-o,äe limicit. n.

Blotius, (Hugo) lehrte erstlich die Rechte zu Straßburg,gieng darauf nach Wien, und ward der erste, welcher den ri,tu! eines Kaystrlichen Libliotbecarli geführet, nachdem er an.157?. die ober-aussicht über die Kayserliche bibliotheck bekom.men. Er starb in solchem amt an. 1608. und hatte darinnenzum Nachfolger Sebastianum Tengnagel. spät. Ickol.

comm. äe bibliorb. L^s. lib. I. *

* Blount, ein altes adeliches gefchlecht, welches von N. IeBlount, Herrn von Guisnes in der Normandie herstammet.Seine zween söhne, Robertus und wilhelmus, kamen mitWilhelmo dem Eroberer naher Engelland. Robertus warvux M3MMM milimrium oder General von der reuterey, undward von Wilhelmo dem Eroberer zum Baron von Jrworthin Suffolck gemacht, wilhelmus le Blount war Generalvon dem fuß-volck. Gilbertus, der söhn Robtrti und seinerb, stiftete zu Jpworth ein kloster, welches ohngefehr zoo. pf.sterling einkommen hatte. Die linie der Baronen von Jxworthendete sich unter der regierung Königs Henrici III. in der Per-son Wilhelmi, welcher seiner ehren beraubet worden. Es sindnoch andere linien von Blount, welche heutiges tages noch be-stehen in den Personen Eduard: Blount, Baronnet von Mawlyin Shropshire, und Harry-Pope Blount,Baronnet von Titten-hanger in Hertfordshire rc. rc. rc.

* Blount, oder Blondus, ( Johannes) einer der gelehr-testen Engelländern in dem XIII. s-ec. studirte anfänglich zuOxford, und zog hernach gen Paris, allwo er den graäumvokkorib IbeoloZise annahm ; nach seiner zurückkunft in En-aelland ward er zum Professors Tbeologise zu Oxford gemacht.Er versähe diese stelle mit gröstem rühm verschiedene jähre lang,und ward endlich zum Lsnonico und Cantzler der Dom-kirche zuPorck erwehlet. Kaum war diese wähl geschehen, so warder wegen seiner grossen gelehrtheit und ftömmigkeit zu demErtz-Bißthum von Canterbury erhaben, aus welchem anlaser an. 12z 2. nach Rom reistte. Allein der Papst verwarf sei-ne wähl, und ward Edmundus Rich, ein OsnonieuL von Sa-lisbury, an seine statt ernennet. Baleus sagt, es seye vielleichtBlondus allzu gelehrt gewesen oder allzu fromm nach denablichten des Römischen stuhls. Robertus Brady aber behaup-tet , es habe der Papst diese Wahl zernichtet,,weilen Blonduswegen seiner erhöhung zu besagter Ertz-Bisthofflichen würde,dem Bischofs von Winchester tausend marck Wer verehret hät-te. Leland sagt, es habe Blondus nach seiner rückkunft inEngelland den ihm zugeflossenen Verdruß mit ungemeinem fleißin dem studiren zu vertreiben gesuchet. Matthäus ksrissensssversichert, daß in der gantzen Welt ihm zu seiner zeit an ge->lehrtheit niemand zu vergleichen gewesen sey. Er starb an.1248. unter der regierung Königs Henrici III. Er soll ge-schrieben haben: 8ummmium sscrse pacultsck; OileeptLtio.NL 8 scssolgfficgs; und verschiedene Lommenr»ri08 über die H.Schrift. Englischer

* Blount, (Thomas) ein gelehrter Engelländer des XVII.kLc. war gebohren z» Bordesley in Worcestershire. Sein vat-ter war Miles Blount von Orleton in Herefordshire, der voneiner jüngern linie obgedachten edlen geschlechtes herstammete.Obwolen er nicht den Vortheil genossen, auf einer Universität zustudiren, so hat er es doch durch seinen unermüdeten fleiß in derLitteratur sehr hoch gebracht. Da unter der regierung KönigsCaroli II. einige gefährliche anschlüge der Papisten an dentass kamen, ward er als ein eifriger Papist in solchen schre-cken gesetzet, daß er eine lähmung der gliedern bekäme, wieer solches selbst in einem den 28. apr. an. 1679. geschriebenenbrief an den berühmten Wood berichtet, und dabey gemeldethat, daß er von solcher zeit an alle bücher beyseits gelegt habe,ausgenommen die geistliche und andachts-bücher. Er starb den26. dec. eben dieses jahrs, in dem 6i. jähr seines alters. Er hatverschiedenes geschrieben, als: LeLäeniis Lloquemi-e; Olosso-ZraphiD; prs^meritA 3MiguitLti8; Lc. Englischer

* Blount, (Heinrich) der dritte söhn des Ritters Thomas-Pope Blount von Tittenhanger in der Grafschafft Hertford,ward gebohren zu Tittenhanger den 15. decembr. an. 1602. Eßser sein vierzehendes jähr erreichet hatte, fand er sich schon indem stand, in das Lollegium TrimtLris zu Oxford ausgenom^men zu werden. Nachdem er dep Zrsäum Lsccslrmrei er-langet hatte, stndirte er die^urs Nunicipslis in GrnW-Jntt.

An. iü;4. den 7. may stieg er zu Venebig zu schiffe, um na-