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Landes-Hauptmann, hat an. 1-146. die Schlesische privilegmund rechte wider die Böhmen stattlich vertheidigt. Sigmundauf Hadendorff war an. 1620. Königlicher Landrechts-Beysitzerzu Jauer und Schweidnitz, George auf Simsdorff aber an.i6zo. Reqierungs-Rath zu Oels. Ballhafar auf Groß-Auß-ker, des Wohlauischen Fürstenthums Landes - Nettester, lebtean. 1660. Friedrich aufHabendorff und Schönborn , war an.1682. Landes - Nettester der Fürstenthümmer Schweidnitz undJauer. Lucä Echtes, chron.
Bock, eine adeliche familie in Meissen, welche von der vor-hergehenden Schleflfchen abgestammet, und mit derselben ei-nerley wapen, nemlich einen springenden rehdock führet. Abra-ham Bock auf Saal-und Kliphansen, hat sich zuerst in Meissenniedergelassen. Er war an. 1582. Chur-Sächstfcher geheimerRath und Ober-Hof-Richler zu Leipzig, und wurde in verschie-denen Gefandtfchafften gebraucht. Er hinterließ drey söhne, vondenen Adolph an. 1602. Chur-Sächstfcher Hof-Rath gewesen,die beyden jünger« aber, Hans George und Abraham aufGroß-Priefen in Böhmen, das kriegs-leben erwehlet haben,tüestr. Annsl.
Bock, ein adeliches geschlecht in der Marck Brandenburg ,welches steh fast insgemein des vornahmens Nikolaus bedienet.Von Nicolao, der auf dem Kayferlichen wahl-tage zu Franck-furt Brandenburgifcher Gesandter soll gewesen seyn, handeltder folgende artickul. Nicolaus Bock, von welchem gleich-falls ein eigener artickul folget, war an. 1,92. Bischoffzu Camin ; der bald darauf folgende Bischoff Siegfried Bockaber ist nicht von dieser familie, sondern von Stolpen gebürtiggewesen. Ein anderer Nicolaus Bock stund an. 16;--. als Marg-gräflrch-Brandengurgifcher und Ertz- Bifchöfflich - Magdeburgi-scher Oberster über zooo. mann in gutem ansehen.Pommerland.
Bock, (Nicolaus) soll an. rzig. von dem Churfürsten zuBrandenburg, Waldemaro, auf den Kayferlichen wähl-tagnach Franckfurt am May» geschickt worden seyn, mit den, aus-drücklichen befehl, Friderico von Oesterreich die Brandenbur-gische wahl-stimme zu geben. Er soll aber den in seiner instru-ktiv» befindlichen nahmen Friderici ausgelöschet, und davor Lu-dovicum aus Bayern hinein gesetzt, auch selbigen würcklich zumKayser mit erwehlet haben. («) Einige geben vor, Ludovwushabe ihn mit gelt» bestochen ; andere, der König von Böhmen ha-be ihn durch viele Versprechungen auf dessen feite gebracht; nochandere, er habe deswegen seines Herrn befehl überschritten,weil er besorgt, es möchte derselbe in grosse Verdrießlichkeit ge-rathen , wenn er sich nebst etlichen wenigen den meisten Chur-fürsten, die Ludovico beygefallen, widersetzte. (t>) Hierinnenkommen fast alle neue scribenlen überein , daß er bey seiner zu-rückkunft in ein gefängnis geworffen, und so oft sein Churfürsttafel gehalten, in den saal geführet worden , allwo man ihn aneine seule gebunden, und nach aufgehobener tafel wieder insein behältnis gebracht, allwo er mit wasser und brodt vorliebnehmen müssen, bis er endlich vor Hunger verschmachtet. (-7)Allein aus dem schreiben, welches die Churfürsten Bayerischerfeiks an den Papst abgehen lassen, (ä) erhellet, daß der Chur-fürst Waldemar persönlich bey der wähl zugegen gewesen, undalso zu diesem uÄn keinen Gesandten gebraucht habe; von Hen-rico, Marggrafen von Landsperg, hingegen weiß man, daßer seine stimme Friderico von Oesterreich zu geben versprochen,und doch wird in dessen wahl-aÄis zum Römischen Könige,dieses Henrici gar nicht gedacht. (/) Mit einem Worte, es istdiese Historie entweder eine legende, oder es ist Nicolaus Bockein Gesandter Henrici von Landsberg und Brandenburg, nickstaber Waldemari gewesen, zumal da bis auf die zeiten der gül-denen bulle gebräuchlich war, daß die unverwandten der Chur-fürstlichen Häuser zusammen eine stimme führten, daraus aberoft, wenn sie sich nicht vergleichen konnten, zwey entstunden.
, p. Ily. (L) Fuggers Ehren-spiegel,üb. III. c. 2. p. 268. (c) c?tt/xr'»ra»«5, in vita fliäeiici III.
, in Laxonis Ich. IX. (ä) Mrv/. , Üb. I.
x>. i;. 0 ) viä. üb. III. c. 11. (/) ibiä.
* Bock, (Nicolaus von) war an. i;y2. Bischoff zu Ca-min, welche wurde er als der 18. in diesem Bißthum befaß.Er that den Hertzog in Pommern , Bogislaum VIII. der die ein-gelöseten Stifts-guther nicht eher abtreten wollte, bis er seinausgelegtes geld, welches sich über 40000. fl. beließe, wiederumeingenommen hatte, in den dann. Als aberBogislausvonsol-chem dann an den Papst appellirte, und der Bischoff durch denvom Papst abgeschickten Lommiüanmn zwischen dem Hertzogwollte gütig handeln lassen , so siel ihm der Hertzog Bogislausin sein Bißthum ein, und verderbete ihm einige guther, worü-ber er aus lverdruß resignirte, und ein Creutz-Herr wurde.
Pommerl. ?.li. üb. III. x>. 416.
Bock von wolffmgen, eine alte ansehnliche adeliche fa-milie indem Stifte Httdesheim, welche daselbst das Erb-Cam-merer-und Drosten-amt, ingleichen die guther Bockrode und
^Bock??Benedictus) Hochfürstl. Oettingischer General-Superintendent , war gebohren den 26. jan. an. 1621. zuÄaim, einer stadt in Mahren, wohin sich seine eitern, nach-dem sie der religion wegen aus Klagenfurth in Kärndten ver-trieben worden, gewendet hatten, wiewolen sie auch daselbstwährender Böhmischen Unruhe kerne sicherheit fanden, daher»
sie sich au. 1625. zu Loßdorf in Oesterreich, und als an. r6;o.alle Evangelische aus dem lande aeschaffet wurden, endlich zuNürnberg häuslich niederliessen. An. i6;6. that ihn sein vat-ter, ein tnchhändler, nach Regenspurg in das wei-
len er aber allda fast ein gantzes jähr kranck darnieder lag, undkeine gesunde leides-constitution zu haben schien, wollte manihn vom studiren , zumal wegen ermangelnder hinlänglichen Mit-tel dazu, abhalten , und eine profeßion lernen lassen; alleindurch vieles bitten brachte er es dahin, daß er bey dem studirenbleiben durfte, da er dann an. 1640. auf die Universität Jenazog, und des berühmten Dillherrns tisch-und Haus-genosse wnr- .de, auch verschiedene mal öffentlich, als äs 8islc>; ingleichencle LoÜÄ ückmi disputirte. Als hierauf crmeldter Dillherrnach Nürnberg berussen wurde, folgte er demselben nebst eini-gen 8mäioü8 mehr dahin, hielt eine vration cle Xacivitsreeürilti, und eine disputation cke Ignorsiwia. Nach diesemgieng er wieder auf Universitäten, erstlich nach Erfurt, unddann nach Jena, nahm hieselbst, nachdem er von der Egeri-fchen sauer-brunnen-cur an. 164z. zurück gelanget, das dar-auf folgende jähr den xraäum Älsgisterii an, und disputirteunter Joh. Musäo äs 1'rLäettinstione, fieng auch, als er zu-vor die Helmstädter Universität besuchet, selber collegia xbilo-lopüico zu lesen an, und ließ sich abermalen äilpursliäo hö-ren , worzu er das rüems äs Imperante <L korente erwehlethatte. Nach 6. jährigem aufenthalt auf Sächsischen Academiengieng er auf seiner Patronen begehren auch nach Altorf, von ban-nen mit einem Herrn von Leiningen über Jngolstadt, München,Augspurg und Ulm nach Tübingen, und endlich nach Straß-burg, war auch willens Franckreich und Holland zu besehen, alser unversehens an. 1649. nach Wöhrt zum Prediger berussenwurde, wo er aber nicht lange blieb, indem er noch in eben demjähre als Hof-Prediger und Superintendent nach Oettingen kam,und weilen er alle andere ihm angetragene vnc-mones ausge»schlagen, endlich Schulen-und Stipendiaten-IntpsÄor, Kir-chen-Rath und General-Superintendent allda wurde, welchebedienungen er mit äusserster sorgfalt verwaltet, «nassen er zuwiederaufhelffung derer durch den zo. jährigen krieg sehr ver-dorbenen kirchen-ordnungen sieißige vilitLüones angestellt, undauch die cÄrecüilstioiics eingeführet; desgleichen hat er einenPriester-wiltwen-ütLum aufgerichtet. Er starb im 8;. jähre sei-nes alters und 54. seines predig-aints den 29. nov. an. 170;.nachdem er 48. jähr im ehestande gelebet, und mit Anna Do-rothea, Johann Caspar Schwartzens, Fürstl. HilpoltsteinischenVerwalters tochter, 9. kinder gezeuget, darunter Albrecht Be«nedict, Pfarrer zu Appeutzoffen , und Johann Benedict, Oet-tingischer Cammer-Rath , Dorothea Felicilas aber an DavidNerreter, Stargardischen General-Superintendenten , der an.1726. gestorben, Sophia Dorothea an den Rathsherrn in Nord-lingew Johann Ulrich Clausen, und die jüngste tochter CoronaJudith Susanna an den Superintendenten zu Haarburg, Bal-thasar Swädlen , der als Hof-Prediger zu Wilhermsdorff an.1720. gestorben, verheurathet worden. Übrigens hat er nebstverschiedenen Leichen-predigten auch einige Lcmülm, Lcmlulm-tiones und Oesiüoneb in punclo instriinonü cum lornre uxa-ris u«»d zlvey MÄNuscriptL hinterlassen, davon das einte: Xeo-rericoium sirca üuäium sntiguitstis I-lpfus , das andere aber :Horse refeÄoriL ex LI. Illinois notis üä emblemsts ülciati
küiloloßicse betitelt. Grossens Evangel. Judel-Priestek, x.42. fegg.
Bocke, an der Lippe, ist eine kleine stadt, allwo CarolasN. sich einige zeit ausgehalten, und an. 77;. den Angariern deufrieden zugestanden.
* Bockeimann, (Christian Julius) ärsüiäi^conus undLonliltorisüs zu Zelle, ist sonderlich bekannt, wegen seiner grosssen sammlung der kirchen-ordnungen. Kahler hat an. 1721. ausdiesem vorrath zwey hundert und sechzig stucke in einem registerangeführet, und solches seiner dissertation äs ObüMtions Or-äinatioiium ÜLLlsliEicLrum beygefüget. Es ist aber derselbenanzahl bis auf 4.00..stücke vermehrt worden. Weil er unverheu-rathet gestorben, hat er den gantzen vorrath der kirchen-biblio-theck zu Zelle vermacht. Er starb den 12. febr. an. 17z;.rom. I. p. 74;.
Bockelnburg, einstecken indem Südertheil von Ditmar-schen, war vor alters der Grafen zu Ditmarfchen residentz, undwohl bevestiget. Man siehet noch daselbst einen alten wall, alseinen rest dieser devestigung. Danckwerths beschreibung vonSchleßw. und Holstein, L. 111 . c. iü. x. ;oo.
Bockenberg, (Petrus) sonst Petrus Cornelisson Bo-ckenberg genannt, war zu Goude in Holland an. 1148. geboy-ren. Er wurde Priester, trat aber zu den Reformirten über,und verheurathete sich. Er war sonderlich in der antiqnitat sei-'nes vatterlandes wohlerfahren, und gab an. 1574. OwloZumL Nistoiiam Kegulorum üollanäiL, Xeelanäise und kriürr her-aus , welche Janus Douza widerlegte, und dadurch zu eink-aen streit-schriften anlas gab. Ferner schrieb er LstaloAumLpilcoxorum vltrsjecst. L üntist. LZmunäanorum; äs vecs-rum Ürisonum äifeipünn miütari; wie auch eine historw UUgenealogie derer von Brederode, von Eginond und von Waunaer. Erstarb an. 1617. und ward zu Leiden begraben.blbl- steig. Bocke-