Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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boc bod

* Bockenem, oder Vockenemb, Bockelem, Bockelen,Lockclheim, eine kleine stadt nebst einem bevestigteir schloiiein der Grafschafft Woldenberg zur rechten der Netta, merlevon Woldenberg» anderthalb-vonGoßlar, und vierthalbe vonder stadt Hildesheim gegen süd-osten gelegen. Dlese stM hatnebst andern Gras Otto II von Woldenberg dem StiftHildeS-heim einverleibet. L^/^. wposr. Oerm. notir.x.77- Schnei-ders beschreib,mg des alten Sachsenlandes, P- 245.

Zelters Reichs-geogr. x. Junckers anleitnng zur

Geogr. der mittlern zeit, II. 6zc>.

Bc>ckenhei>n, ein städtlein und schloß in der Iknter-Pfaltz,LU-k-» °°» «ÄL SöM° wird >um SM--S«--

terÄei'd d5"^"^re stadt dieses nahmens, welche um un

im Westes I°"^n Saar-Vockenheim genennet wird, liegtin der Grafschafft Saarwerden, und gehörtN^Mie von Lothringen.

schäme,vörde, beygenannt Schungel, ein adellches ge-Abt in^Nieder-Sachsen, von welchem Heinrich an. ,415.Am«,"Argen bey Magdeburg gewesen. Ein anderer diesesvmens, welcher von etlichen unrecht Buckenode genennet^' war an. 1440. Heermeister der Ordens-Ritter in Liefland.

rmann Theodorns war an. 1667. Lsnorüeus zu Coln , und«n. 1700. lebten ihrer vier als Lsncmici zu Hildesheim.

ii. Ritter-orden. Le/ct>. Liest, chron. x. i;8-

g, ^ockholt, eine kleine stadt im Stift Münster, an Dem stuß7W, gegen den grentzen von Eleve und Zütphen gelegen , da-von ein grosser strich landes den nahmen führet.

* Bocking , (Rudolph) ein Englischer Dominicaner-

Monch aus Ehester, lebte in der letzten tzelste des XIII. stsesuli,Um das jähr 1270. und schrieb: Vicsm 8. sticksräi, stüssikrisLLxiseopi, welches in den Itckls 8snÄc>runi unter dem ;. apr.befindlich ; ingleichen 8ermons8, die aber noch nicht zum Vor-schein gekommen. Le/a»ä«!. , Lript.

o. ?. wm. I. x>. 240. v« Oioflsr. BMtheMS Englis.

schul-und kirchen-staat, XXIX. ; i .

Bockora, siehe Bochara.

Bockold, siehe Johann von Leiden.

* Bocquillot, (Lazarus-Andreas) ein Priester und Licen-tiat der gesehen, LanoniLus von Avalen, legte sich aufdas ein-fältige und zum begriff der gemeinen und unverständigen leu-then dienliche predigen , machte auch seine predigten durch dendruck bekannt, und liesse nachgehends in dem jähr 1701. einenhistorischen tractat von der heiligen Liturgie drucken.. v»ki« , dibl. cles sut. esclest äu XVII. siecls.

* Boctoner, oder Lutoner, (Wilhelmus) ein von Som-

merset in Engelland gebürtiger Ritter, war ein Artzt, Histori-cus und Uacliemaricus, und schrieb ohngefehr um das jähr146s. ein buch von den antiquitäten von Engelland, einigetractate von der Astrologie und andere von der Artzney - kunst.LollCctiones Meclicinsle8; cle Mrologis- vslore; äbbrsviscko-IW8 äoökorum, Lc. Einige verwechseln ihn mit Wilhelmsvon Worchester; Voßius aber, einer der gelehrtesten Lriüoo-rum, stimmet dieser meynung nicht bey. ?,r/er«,, äe stcripr.Lngl. lib. III. s. 7. äs UM. stur.

* Boczutus, (Ludov. I war aus einem vornehmen ge,schlechte zu Neapolis und ein weltlicher Abt, «le strK,,äs stsmil. nodil. regn! Xsapoi. k. I. p. 2Y2. worauf ihm Ur-banus VI. an. 1578. das Ertz-Bißthum in seiner vatter-stadt gab.Er konnte aber nicht eher zu dessen ruhigen besitz gelangen , bisder Gegen-Papst Clemens und die Königin Johanna von darvertrieben waren. Allein es eroberte diese nicht lange darnachdie stadt Neapolis, da denn Boczutus um sein Ertz-Bssthumund alle seine güther kam, und endlich, als er lange zeit flüch-tig gewesen , und sich bey seinen guten freunden verborgen ge-HEu, ausgekundschafftet und mit arrest beleget wurde, dar-aus ledoch durch hulffe Nicolai Ursini, Grafens von Nola,rnlkam ' Und an. 1,79. sich nach Rom salvirte. Gedachter Ur-banus lchlckte ihn noch in diesem jähre nach Mayland, allwoer dem dangen Vrcomte Galeatio die dtspensation ertheilte, desHcrtzogs Bernabonls tochker, Catharinam, welche mit demsel-ben in genauer verwandtschafft stunde, zu heurathen. Er ge-langte zuletzt, als die Konigm Johanna umgekommen, wiederzu seinem Ertz-Brßthum, besaß aber solches nur etliche wenigeMhre, indem er den 2;. may an. i;8z. mit tobe abgieng.

, IcsI. stscr. tom. VI. x. I Z7-

* Bod, war ein Indianischer abgott, den diese abgöttererum linder anrüsten. Es waren ihm zu ehren tempel aufge-richtet. Wenn ein weib diesem abgott ein gelübd abgelegt hat-te, und mit einer tochter darnieder kam , muste sie solches ktnddem Bod anerbieten und ihm überlassen ; wann nun diesetochter erwachsen, nahm sie ihre Wohnung auf dem öffentlichenulatz vor dem tempel, hängte eine decke vor die thür, und gabM jedem, ohne sich seiner religion zu erkundigen, preis; nach-M sie mit ihm wegen der beivhnung uberein kommen war.Des was sie nun also zusammen lesen konnte, überlieferte siev«n Priest^ diesesgötzen, damit er solches zudem gebär, und

Unterhaltung des tempels anwendete. , reist.

^ lnäes.

, ein kleiner stuß in dem Eichsfelde, welcher un-t Bleichroda entspringet, bey Dnderstadt und andern orten

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vorbey gehet, einige kleine dache zu sich nimmt, und alsbeimbey dem flecken Gebelhausen oder Gtbelhafen, m die Nnmaoder Rhamme kommt. Schneiders beschreibung des altenSachsenlandes, p. 22;. feg.

* Bodaan, (Gualther i ein Reformirter Prediger zu Am-sterdam , schrieb in Niederländischer spräche voÄnnsm venrs-eis, Amsterdam 168Ü. in 4. so auch ins Franzofische uberfthttworden; ingleichen äs Vericsrs Xsligiouis tz,nrmisn!L; cie Ok-ücio Verbi Livirii Niniilrorum und äs 8tstu Xsrurse L I-rs-tise, ib. IÜ84- M 4.

* Bodachcath, ist eine stadt in Transoxana, welche nach ei-

niger meynung -er stadt Schasche, und nach anderer der stadtEsfigiah unterwvrffen Ist. , bibl. Orient.

Bode , oder Lude, lat. Lc>äs Ilerrz-'niäum, ist der haupt-fluß unter denen auf dem Hartze befindlichen wassern. Er hatan dem Brvckersberge seinen Ursprung, fällt hernach über demSteckelberg von zwey hohen seifen, beym borst zum Thal ge-nannt, hinunter, stieflet auf Quedlinburg, so dann in das Hastberstädtische, Magdeburgisthe und endlich in das Anhältische,woselbst er sich bey Rienburg in die Saale crgeust. Leckm.Anhalt, hist. k. 1U.

* Bode, oder Bodo , ein Fränckjsther Herr, welcher imIII. ÜLLuio gelebet , und sich in Sachsen niedergelassen, auchunter die Sächsischen Könige gezehlet wird. Er soll ein söhnMarbodi, Königs der Sachsen gewesen, und an. zoo. ge-storben seyn. Bucelinus setzet ihn zum stamm-vatter Witte-kindi. Weckens beschreibung der stadt Dreßden, vm p. 6.Hkstor. Labyrinth der zeit. stXXVII. p. i;r. Lamtz in seinemPalmwald, V. i. §.4. machet aus Marbodo und dlejem Bobonur eine person.

* Bode, (Gerhard) waran. 1620. zu Lippstadt in West-

phalen gebohren. Nachdem er sich auf verschiedenen berühm-ten Universitäten , als Utrecht, Löven, Douay, Leiden, Fra«necker und Rostock umgesehen, kam er an. 1644. nach Rinteln.Das jähr darauf wurde er zum Conrectorat in Minden, an.1655. aber wiederum nach Rütteln zurück zur Lrokessisne LIc>-^uenüL beruffen, welche er an. 1666. mit der VbeoloNssverwechselt, in weicher Facultät er an. -68;. krimsrius, dennSuperintendent und Cvnfisiorial-Rath geworden. Sein älte-ster söhn war Henricus Bode, sein anderer söhn aber JustusVolrath Bvde, erlangte die Hvf-Rath-stelle erstlich an dem Nasssau-Jdsteinischen Hofe, hernach zu Weimar, von dar kam erals EhurfüiMich-Brandenbmgischer Rath und nach

Magdeburg, und nach einiger zeit als Furstlich-Würtembergi-scher geheimer Rath und Cantzler nach Oels in Schlesien, fer-ner als geheimer Rath zu dem regierenden Hertzog nach Stutl-gard, und endlich an. 1712. als würcklicher Kayserl. Reichs-Hof-Rath nach Wien. Diese zwey aedrüdere sind vom Kayserin den Adelstand erhoben, und der Reichs-Hvs-Rath noch dar-zu an. 1726. in das conloreium des Fränckischen Ritter-kreisesangenommen worden. Er ist aber an. 1727. den iz. jun. zuFranckfurt am Mayn gestorben.

* Bode, (Johannes Justus) ein Nschemsticus, war an.1676. zu Bvdenburg im Fürstenthum Braunschweig gebohren.Nachdem er zu Jena studiret, wurde er Hofmeister und her-nach SecreiAl'iuZ der Printzen von Coburg, begleitete auchdieselben auf der reise. Hierauf wurde er an. 171;. kwkellorMachest L Merspb. zu Coburg, und starb an. 1719. den ,2.octob. Er verfertigte ausser einigen vilxwtaticmibus lind kro-grammstibus, eine beschreibung der von ihm erfundenen spa-tzier-sonnen-uhr auf die Istitullinem ;o. grad 20. min. Leps»».leben der Gelehrten.

Bodeck, ein altes Teutsches geschlecht, welches in unterschie-denen provintzen floriret, und an. 1622. auf recommendationdes Kayiers der land-rafel der Cron Polen einverleibet worden.An. 1272. giengen zwey brüder, Conrad und Dietrich < in Prem-ier, , und begaben sich in den Teutschen orden. Jener starb an.r zo?. zu Colmensee, dieser aber ward an. 1231. nebst dem da-maligen Ordens-Meister, von den Semigallen erschlagen. Hein-rich büßte an. i;4i. in Liefland sein leben ein. Nicolaus hatan. i;86. einen zeugen abgegeben, als Henning von Webelnsich wegen der stadt Schievelbem gegen den orden verziehen.Conrad diente dem Polnischen Könige wider den gedachtenorden, und blieb an. 1454. vor Conltz. Nicolaus hat seinetapferkeit in Franckreich sehen lassen , und ist daselbst an. i z 17.umkommen. Bonaventura begab sich in dem XVI. stesulo ausPreussen in die Niederlande, und von dar nach Franckfurt amMayn, allwo er gestorben, nachdem er von dem Kayser Ru-dolpho II. vor sich und ferne descendentm viel schöne privilssiserhalten. Er hinterließ 2. söhne, r.) Johannen!, welcher dieMarwitzische linie bey Elbingen m Preussen angelegt, dieJohannes Bonaventura von Boveck aufFraunhagen bey Franck-furt, und Bonaventura von Bobeck auf Gylzau in dem Lauen-durgischen, Hertzogs Chnstiant zu Mecklenburg Cärnmerer undgeheimer Rath' l^rtgesetzest 2.) Bonaventuram, welcher dieElckamsche Irnie rn der Schwertz gestiftet, da er an. 1599.die Herrschafft Ellgow m dem Canton Zürich erkauft, die aberdessen nachkommen wieder verkauft. Diese linie ist von Jo.hamils Evangelista von Bodeck, Ober - Amtmanns zu Oder-ktrche» bev Straßburg, söhnen fortgesetzt worden. Valentin,ern bruder des obgedachten Bonaventura, blieb in Prenj-

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