Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Protestanten verfolgen ließ, und studirte ausser feinem vatter-iande. Als er nun daselbst wiederum unter der Königin Elisa-beth angelanget, kam er in grosses ansehen. Absonderlich hatihn seine grosse bibliotheck berühmt gemacht, welche er derUniversität Oxford verehret, deren caraloZum Thomas Hydeheraus gegeben. Er starb im mertz an. 161;. Ka/ess «rat.

tun. spucl Lsteliuin in vitis telect. vir. I^c.

* Bodley, (Laurentius) ein Englischer Ideologus zu an-sang des XVII. liLLuIi, war gebohren zu Ereter um das jähr1546. und in Christ-Church näher Oxford gesandt, allwo er fei-ne studien mit grossem fleiß triebe, und nach erlangten xraäi-buz kkilotv^kicis wiedrum naher Haus kehrte. Seine grossegelehrtheit ward allda in kurtzem so bekannt, daß er zum Ls-noliico Kelläentiurio zu Ereter und ItLÄors von Shobroke er-nennet ward. Er diente seinem ältern brnder Thomä Bodleysehr viel in sammlnng seiner nachwerts so berühmt geworde-nen bibliotheck zu Orford , nahm den graclum Ooctoris ssbeo-togi-L den ;o. may an. r6iz. an, und starb den 19. april an.1615. nachdem er seinen ämtern auf eine sehr exemplarischeweife vorgestanden hatte. Er hat eine lob-red in Lateinischerspräche gehalten bey dem tod des Dr. Jewel, Bischoffs zu Sa-rum. Englischer

Bodickheim, Bodicke, ein berühmtes Jungfer-Stift La-Aonillsrum regularium, in dem Bißthum Paderborn, unweitWevelsburg.

Bodman, oder Bodmyn, lat. Voiiba oder Voluba, ei-ne stadt in der Enqelländischen provintz Cornwall, lieget an demfluß Alan, ohngefehr 4. oder;, stunden von dem Britannischenmeere, und fast so viel von Jrrland. Sie hatte sonst einenBischöfflichen sitz, undwaringrösserm ansehen als heutzutage.

Bodmann, ein altes Freyherrliches gefchlecht in Schwa-ben , welches seinen Ursprung von den alten Grafen von Lin-dau am Bodenfee hat, als deren anherr von Warino, Her-tzoge in Alemannien, um das jähr 720. zum Burggrafen aufdem schlösse Bobinen am Bodenfee soll bestellet worden seyn,worauf dessen nachkommen, die fast die gantze gegend am Bo-densee eine zeitlang inne gehabt, davon den nahmen behalten.Schon an. 896. war Lamprecht Ritter von Bodmann bekannt,und Caspar, Herr von Bodmann , ist an. 918. auf dem erstenthurnier zu Magdeburg Wapen-König gewesen. Zu gleicherzeit hat Hilunger gelebt, der wegen feiner wider die Hungarnerwiesenen tapferkeit, von Kayfer Henrtco I. ein besonderesPrivilegium erhalten. Conrad kam an. 1)07. auf dem schlos-st Bodmen durch ein gewitter, und dessen söhn, nahmensJohann, durch eine feuersbrunst um das leben. Sein enckelgleiches nahmens hatte fast gantz Europa durchreiset, und wurdedahero insgemein der landsturyer genennel. Sein brnder,Johann der jüngere, heurathete an. i;92. eine Hertzogin vonUrßlingen. An. 1592. widersetzte sich Hans von Bodmannden Bohmey, als sie den Teutschen das St. Georgen-panierstreitig machen wollten, und ward von i;i. Gräflichen, Frey-herrlichen und adelichen familien secundiret. In der mitte desXVI. Lculi war Catharina Aebtißin zu Lindau; Johann FrantzJoseph war Kayfers Leopoldi Cammer-Herr, und an. 1710.Johann Ludwig Herr zu Möckingen, ausschuß bey der Schwä-bischen Ritterfchafft im Hegöw. Rupert, Abt zu Kemplen, waran. 1711. Kayserlicher Principal-Lommillärius bey der revisiondes Kayserlichen Caminer-Gerichts. L„ce/. stemm. k. II.vom Schwäbisch. Adel. x>. 244.

Bodmar, ein sehr altes adeliches und nunmehro Freyherr-liches gefchlecht in Nieder-Sachfen, dessen stamm-haus Bod-mar zwischen Hannover und Verben an der Leine und Ammergelegen. Um die mitte des XVI. steculi war Bruno ein be-rühmter kriegs-held, Johannes aber Statthalter zu Hildesheim.Conradus, ein söhn des vorhergehenden, stund an. i;86. demkloster zu St. Michaelis in Lünebnrg als Abt vor, und an.i6?c>. war Julius Augustus, Freyherr von Bodmar, geheimerRath zu Lüneburg. An. 1711. war Johann Caspar Han-noverischer Abgesandter in Engelland, und wohnte an. 171;.den friedens-tractaten zu Utrecht bey.- An. 1717. that sich einFreyherr von Bodmar als General-Feld-Marschall der Chur-Braunschweigischen volcker hervor. Spangenb. Adelsp. L.II. 8ax. p. 778.

Bodmen, Bodmann, ein uraltes schloß und stamm-hausder Freyherren von Bodmann, von dem der Bodeusee dennahmen hat, liegt zu Unterst am see unfern der stadt Zell. Eswar zur zeit der FränckischcnKarsten,.aus Caroli ssi. stammenein Kayserl. pallamnach anzeigung der alten schritten des GottS,Hauses Reichenau. Das alte schloß Bodmen ist um das jähr917. zerstört, hernach aber ein neues unfern davon erbauetworden. üb. v. p. 5;. *

*Bodockms, (Laurentius) ein Frangilcaner aus Posen, be-gab sich zu der Lutherischen religion, worauf er im Lymnsiiozu Riga, und auf der Academie zu Rostock krostssor Llogusn-tiL, ingleichen Rath des Hertzogs von Mecklenburg worden.Er starb an. 1661. im Monat sept. und schrieb: Orationsmstevocatorism; 6snium kspss Kam. Laueg^ricum in krmcipemRsLÜlenb. Oustavum Läolxkuin; 8uaäain ^omanain; stuZu-stWmum inLarmttic>ni8 stesti N^stsrium; 8 tuclio 5 um stcaäemi»XottoLstienlis. biogr. X stippa licrerata.

Bodrog, LoäroZum, ern jchloß in Ungarn djsseits derDonau, an einem arm dieses flusses, davon ein sehr grosser Co-

mitat den nahmen Lomitstu« LostroZiensts hat. Selbiger liegtzwischen der Donau und Theiß, bis da wo sie zusammen fliestfen. Die Donau sondert ihn von dem Baraner Comitat undSirmien, die Theiß von dem Csanader Comitat und Temes-warer Banal, und da wo die Merisch in die Theiß fällt, liegtdisseils der Theiß die vestung Zegedin. Die andern bekanntenörter in diesem Comitat sind, Zenta, Titel, Futack und ande-re mehr. Es ist auch darinnen die landschafft Batska. Ge-gen Mitternacht oberhalb Zegedin wohnen die Cumaner. Die-ses land an der Theiß hat so einen grossen Überfluß an fischen,daß man sie den schwemm vorschüttet. Was aber mitten imlande und von den obgenannten zwey Offen entfernet ist, dafindet sich ein Mangel an wasser und holtz, daher sie ihr seuermit röhr und getrocknetem vieh-mist unterhalten müssen. Deracker ist in nichts fruchtbarer als an Melonen. Auf den wei-ten feldern ziehen sie eine grosse menge von Pferden und rind«Vieh, welches ihre Nahrung ist, und sind diese pferde sehr hur-tig und dauerhafftig, haben aber gemeiniglich sehr grosse köpfe,mistest, äee. III. x. zo.

Bodrog, lat. LostroZus , ein fluß in Ober-Ungarn, ent-springet an der Polnischen grentze in dem Carpathischen gebür-ge, in dem Saroser Comitat bey Seztropcko nicht weit vondem schloß Makovitza, fließt durch den Ungwarer und Zempli-ner Comitat, nimmt die flüsse Latorcza, Ung, und andere insich, und fällt bey Tockay in die Theiß. mistest,

stee. II. p. i.

* Bodron ,, oder Boudron, ein schloß nebst vielen, aberunbewohnten Häusern in Asien, am meere, der insul Eos oderStanchio gegen über und zwar 12. weilen davon gelegen. Eshat einen sichern Hafen, allein die Türcken haben solchen mitschlämm ausgefüllet, daß er nunmehro vor die grossen schiffenicht tief genug ist. Das schloß ist mit 7. thoren verwahret,über deren jedweden viele wapen stehen, welche vielleicht dererje-nigen seyn mögen, welche diesen ort commandiret haben, als ernoch den Rittern von Rhodis gehöret hat, inmassen man vie-le Mallhesische creutze daselbst siehet. Zwischen dem andern unddritten thore stehet auf der erden die statue eines gewaffnetenMannes, doch ohne köpf, über welcher in der mauer schönetief poßirte dilder sind. Inwendig über dem dritten thore sindeinige wapen, unter welchen diese Worte zu lesen: kropter ststmLacholstam renemas loLum iüum, allwo auch auf einem steinein der mauer eingehauen stehet: 8arre bcmre nzo. Andermauer, an welche das meer schlagt, sind viele schilde, unterwelchen sich sonderlich einer mit dieser Überschrift befindet: k.Loniiantius ist opLribus Larvinolibv8: ferner sind an diesermauer drey löwen, welche bis an die helfte des leides herausgehen, zu sehen. Zwischen dem 4. und 5. thore siehet manvon tief geschnitzter arbeit soldaten, unter welchen nebst einerFranzösischen schrift die jahrzahl 15 rc>. stehet. Auswendig überdem sechsten thore sind auch drey wapen mit dieser Unterschrift r

8rstvki N08, Oomine, vi^istn^, cussocli nc>8 ämmientS8, nistOomirws stäikcaverit civilstem, krustra vstistc, gui Lussoäic

esm. Auswendig an dem flehenden thore sind z. wapen, undinwendig eben so viel mit Gothischer schrift. Dieses schloß istmit hohen mauren von sehr vesten steinen umgeben; an die einefeite schlägt das meer, an welcher längst dem meer hinschieß-töcher mit canonen versehen sind, durch welche die schiffe kön-nen abgehalten werden. Es liegt an einem so bequemen ort,daß man ihnen weder zu wasser noch zu lande viel anhaben,ausser daß man ihnen leichtlich das wasser, welches sie einzigund allein durch einen canal dahin bekommen, abschneidenkan. In denen daselbst befindlichen eingeäscherten Häusern woh-net niemand, sondern abends begiebt sich alles auf das schloß.Allhier siehet man noch grosse ruäsra von der ehemals sehr be-rühmten , nunmehro aber schon längst zerstörten stadt Halicar-nasso. 72-kEs-, Morgen!, reis. k. I. üb. I. c. 71. SponSreise-beschr. 1. x. 74-

Bodtfeld, eine alte adeliche familie in Meisten, welche al-lem ansehen nach von dem nunmehro rninirten lust-und jagd-schlosse der allen Kayser, Bodtfeld, bey Quedlinburg aus deinHartz gelegen, den nahinen bekommen, wie sie denn auch vor'zelten in selbiger gegend floriret hat. Vielleicht ist auch von der-selben das in dem amte Lützen unweit Weissenfels gelegene gutyBvthfeld angebauet worden. Gerhard wird an. 1247. in einem«üploinate, so Hertzog Otto von Braunschweig dem kloster Gau-dersheim gegeben, als zeuge angeführet. Johann bekleidete beydem Bischoff zu Merseburg, Henrico von Hoym, die stelle ei-nes Raths, und als derselbe an. i;8r. nachdem er kurd vor-her zu einem Ertz-Bischoffzu Magdeburg war erwehlet worden,das zeitliche gesegnet, hielt er dessen tod so lange verschwiegen,bis er alles dasjenige, was der Bischoff dem Stift entwendenwollen, von dem schlösse Giebichenstein zurück geholet hakte.Melchior auf Burgwerden war an. iz6o. Chur-Sächsisw^Rath. Abraham zu Göttwitz und Julius zu Burgwerben, tha-ten sich an. 1614. als Fürstl. Sächsische Räthe hervor. Mel-chior auf Blesien war an. 1692. des Stifts Merseburg Lanv-schaffts-vireökor, und Hans Siegmund aufGeusau vertrat aN'*699. die stelle eines Ober-schencken bey dem Hertzoge zu Wen-fenftls. sät. 6snc!er8b.

*Bodzanczin, eine stadt in dein Bißthum Cracan, in KleimPolen, welche Bischoff Florianus von Mokrsko mit einer maue

umgeben/