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mion nenneten, überwunden und hätte man dabey sonderlichApollinem verehret, weilen sich Theseus dessen hülste am mei-sten getröstet, und durch ein oraculum desselben zur fchlachtangefrischet worden, als es anfänglich beyden theilen darvorgrauele. Ltymol. M. in itttic.
in Issek. *
Böhm, (Jacob) bon welchem die so genannten Loh-nlisten ihren nahmen haben, wurde an. 157;. zu Alt-Seiden-berg, einem flecken bey Görlitz in der Ober-Laußnitz, von armenund geringen bauers-leulhen gezeuget. In seiner jugend wur-de er zu eben dieser lebens-art gehalten, bis er im 10. jähr sei-nes alters in die schule gethan wurde, da er lesen und schrei,den begriff. Hierauf lernte er das schuster-handwerck, wurdeum das jähr 1594. mcister, und trat in den ehestand. An.1600. aber soll er in eine geistliche entzückung sieben tage langgefallen seyn, und dadurch nicht allein einen neuen zug zuGOtt bekommen, sondern auch eine grosse erleuchtung, wieschon vormals in der wanderfchafft, empfangen haben, der-gleichen ihm an. 1610. aufs neue widerfahren. Hierauf ver-fertigte er an. 1612. ein buch, unter dem titul: Aurora, wel-ches aber sehr dunckel geschrieben war. Da dieses bekanntwurde, fieng Gregorius Richter, kaftor xrimarius zu Gorlitzan, sich demselbiqen heftig ;n widersetzen , worüber die facheendlich für den Rath kam, welcher jetzt besagtes buch, daranungefehr zwey drittheil fertig, wegnehmen, und aufdem Rath-hause verwahren ließ, woselbst es bis an. 1641. liegen geblie-ben, da es ein Bürgermeister D. Paul Scipio dem Chttr-Sächsischen Hans-Marschaü, Georg von Pflug, verehret, deres nach Amsterdam geschickt, woselbst es gedruckt worden. An.1619. verfertigte Böhm seinen tractat von den z. xriucipiis,denen er in folgenden jähren noch unterschiedene andere hinzufügte. Er reisete auch an. 1624. nach Dreßden, woselbst ervon einigen IlwoloZik eraminiret, und, wie man berichtet,unstrafbar befunden worden. Er starb an. 1624. den 7. nov.«achdem ihn M. Ellas Dietrich examinirt, und das H. Abend-mahl gereichet hatte, und wurde zu Görlitz ehrlich begraben.Seine übrige schriften sind vom dreyfachen leben des men-schen ; Antwort aus die 40. fragen von der seele ; Von derMenschwerdung Christi, von seinem leiden, sterben und aufer--stehung; vom Baum des Glaubens; ein buch von 6. Puncten;vom Himmlischen und Irdischen MMerio; äe 8cripmrs rc-rum; von vier Complerionen; von der wahren Busse; vonwahrer Gelassenheit; von der Wiedergeburt; Mysterium ms-xnum über Oenessir; vom Übersinnlichen Leben; und andere,welche man anfänglich einzeln heraus gegeben, nachgehendsaber zusammen gedruckt. Vor die beste edition hält man die-jenige, welche in Teutscher spräche zu Amsterdam 1632. in 12.heraus gekommen. Einige haben ihn wegen seiner Weisheit,so in diesen büchern enthalten, sehr gelobet, worunter inson,derheit der berühmte Henr. Morris; andere haben ihn aufswenigste entschuldiget; andere haben vorgegeben, daß er dasseinige aus dem Theophrasto Paracelso, und dergleichen kcri.xtoribus Oüymicis, Myssicis und Isseokoplsscis entlehnet habe.Wiederum andere haben ihn gefährlicher irrthümmer beschul-diget , und gantze bücher wider ihn geschrieben, worunter wolder erste seyn mag, David Gilbertüs, der an. 164;. eine ad-monition wider seine schriften drucken ließ, welcher ein Schle-sischer Edelmann, TheodoruS von Tschesch, eine Vertheidigungentgegen setzte, die von Gilberto an. 1644. beantwortet wur-de. Nachgehends ließ Gerard Antagnossus, der sich zu derCatholischen kirche bekannte, die zweyfache apologie des Theo-dori von Tschesch wieder auflegen, mit einer Lateinischen Wi-derlegung , unter dem titul: ns kutor Ultra crepiäam, darin-nen er beweisen wollte, daß Böhm der Manichaer und Gno-stlken meynung hegte. Dr. Tobias Wagner hat in seinem ju-chcio propempÜLv ihn auch widerlegen wollen, aber Böhmensnurora Mit Pauli Felgenhauers Morgenröthe der Weisheit con-fundiret, ^gleichen auch Erasmus Francisci gethan, welcherwlder den Bohmen den gegenstrahl der morgenrothe geschrieben,und selbiges nachgehends wider Iohannein Matthäi in den zer-brochenen jpotk-und läster-pfeilen vertheidiget. So gehörenauch hieher Calovit ÜQti-6öKmiu8; Müllen Fanatischer Atheist,aus Böhmens schriften; dem ein Lnonynms eine gegen-erklä-rung entgegen gesetzt; Hinkelmanns fragen über Jacob Böh-mens lehre, worauf gleichfalls ein Anonymus geantwortet, derauch 40. gegenfragen hinzugefügt, darauf Johann Wincklerin Hamburg ein sendschmben an Dr. Hinckelmannen abgehenlassen, und andere mehr. Well es nun auch viele mit Böh-men gehalten, so hat man eine eigene tecstsm Nökmissicam ausihnen gemacht, worunter insonderheit die beyden SchlesischenEdelleuthe, Abraham von Franckenberg und Theodvrus vonTschesch, berühmt sind, anderer zu geschweige,,. Francken-
l- ^owerg, Hermetisch-Plat. Christenth. csp. 8.
x. )07. L segg. Arnolds ketzer-hist. L. II. lib. XVII. cax>. 19.
, (Bartholomäus) ein kunstreicher mahler und ku-pferstecher zu Nürnberg, der zu ansang des XIV. streust gele-bet, und viele saubere stucke verfertiget hat. Er war stmderlicham Bayerischen Hof m grossen gnaden, wurde von dastgemHertzoge tn Italien geschlcket, allwo er auch gestorben. Erhat einen vetter und lehrjunger, Hans Sebald Böhm, hinter-
lassen, welcher gleichfalls ein furtreflicher kupferstecher worden,Gandrarts Academ. k. II. x. 2; z. *
* Böhm, (Ioh. Carl) ein Prediger zu Nürnberg, wardgebohren an. 169;. sein vatterwar Pfarrerinder Nürnbergi-schen landschafft. Er wurde in dein Oyinnskio zu Nürnberg un-terrichtet, und begab sich an. 171z. nach Altorff, allwo er an.1717. Maxisser wurde. Er begab sich hierauf nach Jena, all-wo er in lesung der Rabdinen und des Talmuds eines Polni-schen Radbi sich dedienete. Er besuchte hierauf Halle und Leip-zig, gieng über Franckfurt und Heidelberg nach Tübingen, undkehrte an. 1720. nach Haufe. Er hatte daselbst 2. jähr die studi-rende jugend unterwiesen, als man ihm die stelle eines Inkpecko-ris ülumuorum auftruqe, wobey er verschiedene Dikxutationesvertheidigte, Französische bücher übersetzte, und einen tractatausfertigte, Unter dem titul: lätterstor LssmerpresLrabicMkersscus L Vurcicus, meckoäo Danriause accc>mmoäatus. An.1729. wurde er Diaconus bey St. Sebald. Er lebte zwar inder ehe; zeugte aber keine kinder, und starb den 2. mertz 17;7«> 4 ??. Hrsi. ec-c-/. tom. II. P. 277.
* Böhme, (Anton. Wilhelm) ein Lutherischer ss'steoloAus,war Hof-Prediger bey dem Printz Georgen von Dänemarck,und hernach Prediger in der capelle St. James zu Londen,wie auch ein Mitglied der Societät äs proxaganäa käs Lstri-ssiana. Er endigte sein leben an. 1722. im junio zu Londen.Er hat Arnvs wahres Christenthum in Englischer spräche zumdruck befördern helffen, solches auch in Lateinischer sprächenebst Arnds lebens-deschreibung heraus gegeben. Sonst truger auch zu der Dänischen Mission in Tranguebar viel bey; wiedenn durch seinen Vorschub: iln account of rke kucces ok r^voDanistLst iMissionaries in drey theilen, Londen 1718. ingleichendie dritte aufläge von 8everal Dikconrkes anst traÄs kor pro-morinß lkc common intereü ok true Lkriüianty, ingleichen1657. Te Dvty ok Reformation über üpoc. XVIII. 4. herausgekommen. Jetzo im jähr i?;2. werden dieses Böhmens erbau-liche schriften in 8. zusammen gedruckt, und sind bereits zweytheile mit Dr. Rambachs vorrede heraus, dem der dritte mit ehe-stem folgen soll. Unsch. Nachricht, stibl. Krem. kakc. I. p. n 1.
* Böhme, (Martin) einPreusse, und MaZisser kstiloko-xstiL, wurde an. l68;. krokessor orcstnarius zu Thoren, an.1712. ReÄor zu Marienburg, und hernach daselbst Schöppen-Herr, gieng aber endlich wieder nach Thoren, allwo er an.171;. ausser dienst gestorben, und im manuscript kmlstam ss-Inssratam ZeoZrapstice, posttice L ecclekisssice; ingleichen Dikp.äe Lonüantia Lstonecise; von Thornischen wapen an. 1706.welche Jänichen versprochen, wieder auflegen zu lassen, hinter-lassen. Bücher-saal, IX. x. 726. Schultz, gelehrt. Preussen,tom. 1 .0. 46. tom. III. n.
* Böhme , (Sebald) ein liebhaber der Mathematik, geboh-ren zu Nürnberg an. i;oo. begriff die Geometrie und Perspekti-ve, nachdem er bey seinem vettern, Barthel Böhm, im zeichnen,mahlen und kupftr-stechen, wie sein absehen war, einen glück-lichen ansang gemacht, und darinnen nach an. i;2o. bey Al-brecht Durern noch weiter stattlich avanciret, mittler zeit aberbey ihm wohl eingesehen , wie solche künste noch mehr beygründlicher application der mathematischen fundamenten be-fördert werden mochten, mit vielen fleiß, und gab hernach, alser sich darinnen ziemlich hadilitiret, zu deren erwünschten ausü-bung an. i;28. eine kurtze Unterweisung von der Proportion derpferden, in 4. allda zum druck, fertigte auch hierauf einen klei-nen unterricht, wie man nach rechter Proportion, maas undaustheilung des circkuls das zeichnen und mahlen erlernen müsse,aus, welches werck aber erst nach seinem tod, zu Franckfurt amMayn an. i;;2. zu seinem nicht geringen rühm pudliciret wor-den. Böhme zeigte selbst die richtigkeit seiner fundamenten gartreflich in feinen kunst-wercken, indem er verschiedene gute ge-mählde, eine grosse menge von schönen kupfern und Holzschnit-ten verfertigte. Obwolen er sich durch diese kunst-stücke in grosseachtung gebracht hatte, so fiel dieselbe um ein merckliches, alSer hernach in ein unordentliches leben Miethe, und in kupfernallerhand Vorstellungen machte, welche die ehrbarkeit nicht zulas-set, deswegen er dann sich an. 1,40. von Nürnberg nach Franck-furt begab, und allda auch seine kunst in mahlen und kupftr-stechen sehr wohl triebe, inzwischen aber doch auf seine vorigelebens-art wiedrum verfiele, und darinnen bis an sein end ver-harrete, welches allda an. i;;c>. erfolget ist. Doppelma^e,Nachricht von den Nürnbergischen Mstkematicis und künstlern.
Böhmen, Böheim, int. Lokemia, ssnjnkemia, Lrsclssa,ein Königreich, welches in weitläustigem verstände nebst den in-corporirten landen betrachtet, zwischen Deutschland, Poleuund Ungarn; eigentlich aber und ms besondere genommen,sehen Oesterreich, Bayern, der Ober-Pfaltz, dem Vogtlande,Meisten, Lausitz, Schlesien und Mähren , zwischen dem z-ftund ;8. grad lonZir. und dem 48. und ;i. grad laritucss^lieget. Es ist rings herum mit gebürge und wald, gleichwie mit einer mauer umgeben; insonderheit gegen Bayern unodem Vogtlande mit dem grossen Böhmer-wald, so ein stu»von dem alten kylva Dercyissa ist, gegen Schlesien mit demNiesen-gebürge. Gegen Mähren ist der zugang etwas leEter, gegen Bayern aber am schwersten. Mitten im lanoegiebt es auch einige berge, als der berg Zrzik bey RaudnMder berg St. Laürentii oder Petzrin, und Strahov m-un^der weisse berg an der stadt Prag, die berge Tabor n>wOred, Beran, Milessow, Geltz, der Biliner-berg, ^
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