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den 28. apr. an.1729. wegen schwacher gesundheit wieder ab. An.17; i. ward er zum zweyten mal kskkor der Academie. Indes»sen gab er heraus: Inssirntisns8 Aleäisinse , welche an. 1708.das erste mal gedruckt, und zu Constantinopel in die Arabischesprach übersetzt worden. Ferner, Lpssorssinos äs sognolLsn-.äis <L curanaiL inorbis , an. 1708. äs Noterio Neäico, 1719.Inäisem klJNtorum Dorti LeoäemiLi , 1720. Er beschrieb auchan. 1724. die schwere, und vorher niemals beschriebene kranck-heit, an welcher der Baron von Wassenaer, Admiral von Hol;land; wie auch an. 172z. diejenige, an welcher der Marquisäs St. Auban gestorben. An. 172?. gab Boerhaaoe mit hülstBeruh. Sigf. Albini , A. Vesalii Opero Lnotorniso <L Lbirur-.., heraus, und an. 1727. das Lotonison Seb. Vaillantik»
spräche mit ^ rn oer rarern - unv Herauf hatte er im sinn, eine sammlung aller alten Griechischen
dem n. jahx Artgang, daß der junge Boerhaave m Aertzttn, welche man als meistec dieser kunst anstehet, drucken
chen uberfchp» ohne weitere hükff aus beyden spra- zu iamn. Seine übrige geschäffte liessen ihm aber solches nicht.
.er zu. Doch brachte er es durch Grönveldt, einen gelehren Artzt
und Rathsherrn der stadt Leiden dahin, daß eine neue ^
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der Adr*Leiden ' ward in dem schönen, nahe bey
Voorhout, den Hartem, liegenden dorf
Boerhaave wa? >668. gebvhren. Sein vatter JacobDaelder? Dessewen^vn?-n ^' ""d seine Mutter hiesse Agardern, und Älbst waren ursprungl.lch aus Flan-
Sie hatten M ""ter dem »ahme äs Rwrere bekannt,die handAL aLt^^Sem zu Leiden gesetzt, und aufseiner familie, wW^^arcus Boerhaave war der erste vonfeine gelchrtheit und studiren ergab, und sich durch
mannigroß-vattttsk/^^n bekanntmachte. Er war Her-Boerhaave wendete ^Pfarrer zu Medenbltck.. JacobEr wiedmete ikn^Asossen stech an seines sohns aufcrzrehung.absicht unterwies er Gvttsgelehrtheit, und m ,dieser
spräche mit r» Au ftldst in der Latein - und Griechischen
V °,^ae»a»ers ohne" weitere HM ocyveu^"übersetzen konnte. An statt aller ergvtzlichketten beMen
sich des bey dem pfarr-haus befindlichen, gartens, weiweu^
bautte, pstantzte und begvsse. Durch diese Mgliche udu gward er sich ziemliche leibes-kräffte, und Vielleicht auch densang seiner botanischen wiffenschafft, und die herrschende .
Kerd/solche immer zu vermehren. In dem *?-undem böses geschwur auf der linckeu hust, welches dreAertzteunWund-Aertzre nicht heilen konnten, und daher beurlaubet wm-den. Der Patient wurde hierauf sein eigener artzt, und wmchsdas geschwür so lang mit wasser und saltz < daß es ihm moncygluckte, solches zu heilen. An. 168;. den i;. nov. starb >ymsein vatter, mit Hinterlassung einer wittwe mit neun Andern.
Sein erdguth war klein; doch erhielt er von seinen Vormündernerlaubms seine studiere fortzusetzen. Er bekam hierauf zwey pa-tronen an Jacob Triglanden , welcher nachgehends kiokessor"theologin worden; und Daniel van Alphen, einer der fur-nehmsten Magistrats-personen zu Leiden. Er srudirte die Welt-weisheit unter Senguerd, daS Latein und Griechische unter Ja-cob Gronvv, die Rhetvrie, Chronologie und Geographie unterRyck , die Hebräische und Chaldaische sprach unter Triglandund Schaaf. Er bereitete sich also zu dem kirchrn-dienste. In-dessen fieug er an die mathematischen wissenschafften zu erler-nen, und beschaffttgte sich an. r687.und 1688. mit der Geo-metrie , Trigonometrie, Algebra, und in dem folgenden jährbrachte er es unter anfuhrung des berühmten äs Volder in derLnslyk und 8vnckek-sehr weit. Als er sich demnach zu derTheologie begäbe, verfertigte und hielt er eine gelehrte rede,von der meynung Epicuri äs Gmmo könn , und zeigte, daßCicero solche sehr wohl begriffen und widerleget habe; fernereine Abhandlung , äs DissinÄione sinim« 6c Lorporis , welcheer öffentlich mit grossem lob vertheidigte, und darinnen Epi-curi, Hobbesii und Spinozä irrthümmer bestritte. Trigland,Spanheim und Marck wurden hierauf seine lehrmeister. Erlegte sich nicht allein auf die H.Schrift,sondern auch auf die Kir«chen-lchrer, welche er in der ordnung der zeit, in welcher sie ge-lebt hatten, läse. Neben diesem fieng er auch an, andre inder Mathematic zu unterweisen, und erwarb sich damit, nebstvielem rühm, auch die gunst Ich. von den Berg, welcher ihnden Curatoren der Academie reeommendirte. Diese übergabenihm die mLimlcripm Js. Voßti in ordnung zu bringen, welcheman eben gekauffet hatte, um die Biblivtheck zu Leiden Damitzu zieren. Jener riethe ihm auch sich auf die Artzney-kunst zulegen. Boerhaave that es, und kam dadurch auf die hohe staffelder geschicklichkeit und ehre, welche von der gantzen weit be-wundert worden. Er bediente sich aber der anweisung der da-mals zu Lecken lehrenden Aertzten nicht, aussert daß er zuwei-len dem Professor Drelincvurl zuhörte. Sonst legte er sich an-fangs auf die zergliederungs-kunst. Demnach fieng er an, allealte Nsäisos nach der ordnung der zeit, insonderheit Hippocra-tem, zu lesen. Dieses thäte er auch mit den neuern, unterwelchen er sich poch fürnemiich auf Sydenham hielte. Indessenwandte er auch vielen stech auf die Chymie und Botanic, undbtgab sich m dem vier und zwanzigsten jähre seines alters nachHarderwyck , dssputrrte daselbst, und nahm den Doktor-grad.an den 15. U". r6y,. Er kehrte sogleich nach Leiden zurück,um sich auch unter dreDrener Göttlichen Worts aufnehmen zulassen. Allem von diesem vorhaben wurde er durch einen arg-wohn des Tpuiorillm, welchen man auf ihn gemorsten hatte,abgewendet. Er setzte ano ferne bemuhung in der Artznev-kunstfort, besuchte die krancken, arbeitete fleißig in der Chymie, undschlug aus liebe der ruhe eine ansehnliche stelle in dem Haag, soihm angetragen wurde, aus. Als indessen Drelincvurt gestorbenwar, wurde er den 18-may 1701. zu einem I-sckor der Artz-ney-kunst bestellet, welches amt er mit einer rede, äs blscsiüwtsüuäii NipvocrstiLi angetreten. Man trug ihm hierauf an.170z. eine medicinische profeisson zu Groningen an. Erschlugaber solche aus, und zu Lecken wurde chm seine besoldung ver-mehret An 1709. als Holtvn starb, bekam er die Lrokslssonder Artzney-kunst und Botanic, worauf an. 1714. die krokslkou.der practischen Artzney-kunst folgte , da er eben Lektor Nogm.sicus war. Als er den Rectorat '
in welcher er unter anderm die Cartenamsche Phllosophre an-griff , und daher von Andala , dem Lwkessorals ein 8LSPÜ0U8 und Spmosist, ausgescknen» doch aber aufbrfrhl der Lurocmum. llosäsmise wieder losgesprochen, und un-schuldig erklärt worden. In dem jähr 1718- den rl.stpt, wur-de er Professor Liismisr; legte aber solche sowol als die <)0lan<eHistor. L-eE» //. Theil.
unv ma»)»ve>.ru vrr nnvr r:rwrn vnytt», vuv -»..gab ssrstLl (.LppLäoc,8 mit einer Übersetzung und denen an-merckungen verschiedener Gelehrten an. l?) 1. an das licht träte. .In dem folgenden jähre gab Boerhaave die Llemsum
heraus, welches furtrefliche werck von den Gelehrten mit grös-stem lob aufgenommen worden. Hierauf folgten an. i?;4.OblsrviUiories äs Mrcurio, welche er an die Akademien zuParis und Londen geschickt. Endlich hat er auch nebst dem Pro-fessor Gaubius das schöne werck Swammerdamrm äs Irsse-«ssls, unter dem titul: LLIls Iss-umT ; neu heraus gegeben.Durch so viele Verdienste erwarbe sich Boerhaave einen sehr grosssen nahmen, und wurde schon an. 1728. andre stelle des Gra-fen Marsigli zu einem Mitglied der Königl. Academie der wisssenschafften zu Paris, und an. 17;«. zu Londen, angenommen.Beneden diesem wurde er, als ein wahrer Aesculapius,, vonallen orten her, wegen der gesundheit der Königen und Fürstenum rath gefragt. Petrus 1 . Czaar von Rußland, als er an.171;. in Holland war, beehrte ihn mit einer besuchung ineigner person. Ein gleiches thäte an. 17; 2. der Hertzog von Lo-thringen und nachmalige Grvß-Hertzvg von Toscana'FraNciscusStephanus. Indessen hatte sich auch Boerhaave an. 1710. daer schon 42. jähr alr war, verheurathet, mit Maria Drolen-vaux, nur welcher er acht und zwanzig jähr gelebet hat. Erzeugte einen söhn, welcher aber drey tage nach der gebart wie-der verstarb, und drey töchter, davon nur eine, mit nahmenMaria Anna, gedohren den 19. mertz 1712. den vatter überleb-te , und dessen ungemein grosse güther ererbte. Boerhaave ge-nösse die meiste zeit seines lebens einer ziemlich dauerhafften ge<-sundhert. Weil er sich aber in seiner arbeit nicht schonete, hatteer an. 1722. und 2727. heftige kranckheiten auszustehen. Erwar auch seit der letzter« nicht mehr recht gesund, und starbendlich den 2;. sept. i7;8. da er etwas über 69. jähr alt war,auf seinem land-guth. Der berühmte Schultens hat ihm die lci-chen-rede gehalten. äs Mr. lstsrm. Losrllssvs
äLN8 I'-l , janv. I7Z9-
Boerius, (Nicolaus) ein söhn Vincentii, war von Mont-pellier gebürtig, und legte sich mit ungemeinem fleiß aus dieJurisprudentz, wobey ihm sein herrliches naturell vortresiich zustatten kam. Er ließ sich hierauf zu Bourges nieder, las da-selbst 4. jähr über die Pandecten, nahm den vokkor-titul an,und gab einen guten Ädvocaten ab. Nachgehends ward ervon dem Könige zum Staats-Rath, und endlich zum Präsi«denten zu Bourdeaux ernennet, welcher letztem bedienung erfast 20. jähr vorgestanden, und unter anderm bey stillung der'' Agen entstandenen empörung und bestrasung der schuld;-> , bis er an. :?;9. in dem 70. jähre
zu
gen grossen vigor erwiesen, bis er an. ... ^
fernes alters, mit tode abgegangen. Seine schrrften sind:^on§ueLuZrn63 öituriZum eum Lommsrrt. Loeru; Mr^-xellsiss Lommentarius in reg Jur. kontik. oum Loerii, IVloli-mei, Prsnc. Lornelil L Oakr. 8srninse ssnnotstioniLns; ejusä.TmÄ. äs Oräine 6c prseosäentm grsäuurn ntriusgne chri; äs8eäirioÜ8; äs üvkkorirars ssegsti o latsre, äs Lremttarum 8ts-tu 6c Vsss, welche alle in dem ssr-ckiLtu ssraÄkituulN Vsnet.^584. stehen, ssääittone« oä .fo. Nontani ssr. äs p^rlLmento-rurn (iLlllL L ssoncilü ssueoritsts ; äääitione5 sä Ouil. Msn-ärigotum, äs LIsÄionibus novorum krLlstorum, per mottn.Loyss. cum kriä. äs 8eni8 trokk. äs ksrmurotione Lensnolorum;Lnnototlonss oä DI>. DonZvkoräorum, ssrokt. äs Otncro Lpotessklte Deorgii äs ssrndgf. ssepeticio in f>. Lonlentonsumguomoäo L gusnäo luäsx; Lvnllli»; vecssconss ljiltäeZojerp.1 L 8 oum eju8äein Lonkliis; äs Luüoäm Llov. portoe. oivit. e.Läänionidub oä lov. Nontsn. <L LAän lsso§rstrr äecisson.
vito lssio. Losrii in v,c,s ^Lwrum; ?«»«>«/-
Äc, äs clor. leg. intsrxreribus lib. u. c. tz;.
* Börius, (Petrus) ein Franzost aus Narbonne
den Mönchs-orden, und ward Abt St. Pontii _
Benedrctrner-ordens. Erwarb U vo^or, und verstünde das^wegen ,hn und in betracht seineri;. nvv. an. c;64. AIM
., trat in
Tssomsriorum
Canvnische Recht wohl, weswegen ibgrossen frömmigkeit Urbanus V. denBischoff von Orvieto ernennte. An , ^ ^ -- -
son inFranckrerch versetzt, an ^-s^^V.nach Var-beruffen, weil er bey entstanden^ Drvrelo zurück