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und Hauptmann zu gedachtem Rügenwalde, hat sein geschlechtfortgepflantzt. Pommerl. Üb. VI. p. 468. *
*Böke, oder Böcke, ein feines schloß in Vor-Pommern,im Stettinischen bistrict, zwischen Clempenow und Demmingelegen. Es ist seidiges sonder zweifcl das stamm-haus ei-ner Pvmmerischen familie von Böken, deren Micrälius in Pom-merl. VI. x.z, 4. zwey anführet, und sagt, daß die eine zweybuchen oder boten laut ihres nahmens im schild führe,, undauf dem Helm eine jungfrau, welche gleichfalls eine büchenin der Hand halte. Die andre aber führe einen fisch-kopf imschilde, und auf dem Helm einen grünen pfauen-schwantz. Ermachet dreyer nahmhaft, Hennings und Werners, welchezu zeiten Ottonis gelebet, und Hansens von Böte, welcherbey Eric» II. in gutem ansehen gestanden.
*BökeIen, (Christ. Otto ü) ein gebohrner Lübecker, warerst Königlich-Schwedischer Lecremriu», wurde hernach Sach-sen-Lauendurgischer Hof-Rath, und schrieb einige Opulaula, als:
äe 8eÄis leu äivsrlis ürmiüis veterum ILcorum; äs Oratio-uibus krincipam in 8enatu sssmano; cle Lxesxrionibus taci-tis in pLÄis publicis; «je ILmuIstione Imperiorum, Straß-burg 1666. in 4. Leiden 1678. in 12. wie auch äs lure krote-üionis Lliencelüris.
* Bökellen, (Ioh. Gotthardt) ein berühmter Professor lu-
ris zu Helmstädt, und Assessor des Hof-Gerichts zu Wolffen-büttel, den y. jul. an. 1645. gebohren zu Ratzeburg, allwo sichsein vatter Martin von Bokellen, Furnl. Holsteinischer gehet«mer Rath und Cantzler, damals aufhielt, studirte zu Rostock,Helmstädt, Heidelberg, Straßburg und Tübingen, wurdeProfessor Moralinm in Helmstadt, und ferner prof. ßur. La-non. sepeuäaÜ8, starb an. 1702. den febr. und ließ verschie-dene OilpuwrionsZ; 8ynop!m merüocüesm cle cleüittis eo-rumgue furibu8; Tüefes kubl. «Ko. krogr.
tun.
* Bökhorst, (Jan) ein vortresiicher Holländischer glas-mah-ler, der seines gleichen wenige gehabt, und seines nahmens son-derlich ein gedächtnis gestiftet hal, indem er auf den fen-stern in de.n Raths-saal zu Harlem den berühmten sieg vonDamiata mit grosser kunst vorgestellet hat. Groß allgem.Holland. Lexicon.
Bölau, siehe Belau.
" Bömia,(Petrus äe) ein Böhmischer Dominicaner-Mönch,florirte an. 1417. als Professor IbeologiL in dem kloster St.Dementis zu Prag. Er hatte zwar währendem Hußiten-kriegseine religion verlassen, war aber zu solcher durch öffentlichenwiderruf in Prag bald wieder übergetreten. Die acM davonliegen in der Kayserlichen bibliotheck im manufcript, darunterbefinden sich 8ermo in ubssirstionL Üabiw8 in illucl: kilinsmeu8 mortuns ett de refurrexit; formn!L abjurstionis eju8-ckem üngua Loemic-l; ssevooslio, reeoMltio L protettstioessi8, welche auch in Teutscher spräche dabey anzutreffen.
, fcript. 0 . k. tom. II. x. 822.
Boemundus I. Printz von Antiochien, zuvor Printz vonTaranlo, war ein söhn Noberti Guichardi, Hertzogs vonApulien, der ihrn das Illyricum, davon er aber noch einentheil den Griechen abnehmen sollte, schenckte; («) woraufdie-ser an. i°8z. die noch übrige Plätze angriff, den GriechischenKaystr Alexium Comnenum zu zweyen malen schlug, dochaber, da dieser die Türcken zu hülffe geruffen, von der bela-gerung Larissa abstehen muste. O- Nach dem tobe seines Va-ters gerieth er in grossen streit mit seinem bruder Rogerio,und zwang denselben, daß er ihm Barri, Tärento und anderePlätze abtreten muste. 0 ) Als an. 1096. die creutzfahrten indas gelobte land zum ersten mal angiengen, begab er sichgleichfalls dahin, und als der Griechische Kaystr Alexius denChristen damals so viel Hindernisse machte, gab er den rath,Conftantinopel zu belagern, welches aber nicht geschahe,weil ohne dem Alexius auch sich anders bezeugte, (a) Er be-fände sich an. ioy8. bey der belagerung von Antiochia, undunterhielt ein heimliches Verständnis mit einem TürckischenOfficier in der stadt, wodurch er auch die eroberung beför-derte , davor ihm die stadt zum eigenthnm überlassen wur-de ; worauf er sich Fürst von Antiochien aenennet. l» Her-nach reistte er in Franckreich, und vermahlte sich an. no6.mit Constantia, einer lochte« Philivvi I. Königs in Franck-reich, (s) begab sich aber im folgenden jähr wiederumtns gelobte land, nahm Ascalon em, belagerte aber Durazzo,welches den Griechen gehörte, vergebens, und machte end-lich mit dem Kaystr Alexio an. II°8. friede, (s) Er gienghierauf wieder nach Apulien, und starb daselbst an. mi.jM Mvnat (r>) april. (a) üb. V. Tp/a/ste-'rq,
cle geü. ssoberri Vissarclil. III. c. Z2. 6E üb.
IV. p. 4 ). (ö) ä. lib. V. k- rzz. (e)
c«r, üb. VIII. ( a ) üb. I. c. 2. üb. IX.
1id.II. e. 20. 0) üb.VII. L. 2).
sä an. 1098. Lpikola sp. in fpicil. tom. IV. xag. 257.
( f) lib. XI. p. 816. k lib. V. p. 589. üb.
XI. c. 1. in vita llucl. LrM. (?) FÄtzerE, bitt.
Nierofol. üb. II. 7 -r,'r«, üb. XI. e. 6. (/,) Ocktt-E Üb. IX.
üb. XI. c. 48. gä an. mi.
Oraco». in ekron. Lanm. lib. IV. 0. 42.
Boemundus II. ein söhn des vorhergehenden, war nichtso glücklich, wie fein vatter. Er heurakhete an. H26. Adel-
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Heiden - eine tochter Balduini ll. Königs von Jerusalem/hinterließ aber nur eine tochter, nahmens Constantia , wel-che an Raymundum von Poitiers an.n;e. und hernach anÄaynaldum von Chatillon an. n; 2. vermählet wurde. Mitihrem ersten gemahl zeugte sie Boemundum 111 - welcher vonseiner andern gemahlin Boemundum IV. hinterließ, so derjüngere bruder Raymundi, Grafen von Tripoli. war, unddes bruders söhne des Fürstenthums Antiochien beraubete.Er verlohr bey dem berge Libano ein aug, und hatte mitseinen beyden gemahlinnen 4. söhne und so viel tochter, davonder andere söhn Boemundus v. ihm succedirte, und an. 1251.starb,BoemundumVI. hinterlassend,welcher gleichfalls an. 127-;.dieses zeitliche gesegnet,nachdem er mitSibylla,einer tochterHey-donis, Königs in Armenien, Boemundum VII. gezeuget hatte.Dieser verlohr seinen vatter sehr frühzeitig, da denn zwischendem Bischofs von Tortosa, weichen feine mutier ihm vorge-setzet hatte, und Hugone von Luflgnan, seinem anverwand-ten, welcher die vormundschafft prätendirte, grosse Uneinig-keit entstand. Es starb aber Boemundus kurtze zeit hernach,und hatte von Margaretha von Beaumont keine erben. r>7»»,, lib. XI. XV. XIX. Lc. 8«««/. lib. III. x. 12.
*Böner, (Ioh. Alexander) ein künstlicher kupfer-stecher,gebohren den 17. febr. 1647. in Nürnberg, legte allda zu solcherkunst den gründ bey Mathia von Sommer, einem Holländer,und kam darinnen bey ferner angewendetem ffeiß sehr wett,deswegen ihn auch der berühmte Sandrart vor tüchtig erach-tet , daß er von seinem stich auch zwey stücke in dem Lateini-schen wercke, 8cu!pturX Veteri8 aclmiranäa betitelt, nebenvielen andern berühmten künstlern nach den Sandrartifchen, Zeichnungen dargeben sollte. Bey feinen fernern Unternehmun-gen fertigte er mehrentheils Portraits aus, unter welchen dieerstere absonderlich ein gutes lob verdienen; nachgehends gaber auch von Nürnbergifchen prospecten in kleinem formal eineziemliche anzahl aus, und starb den 2. nov. 1720. Doppel-m«ryr, Nachricht von den Nürnbergischen künstlern.
* Bönigk, (Godofr.) war zu Leipzig an. 1670. den 28. sept.gebohren, und nachdem er daselbst, wie auch zu Franckfurt ander Oder dem studiren obgelegen , gieng er nach Dantzig, undferner als Hofmeister nach Coppenhagen, in welcher qualität etauch nach Halle kam, uüd bey der insugurstion dieser Acade-mie DlLLM:iÄtu8 ^uri8 , einige fahre darauf llocttor und ^Icivo-csru8 orclinsriu8 bey der Magdeburgischen regiern nz wurde.Er hielt starck LollsZis, und starb zu Leipzig, als er seinefreunde besuchen wollte, an. 1720. den ersten jul. Er hat ver-fertiget: Öigetta )uri8 Livilis ssoinLni in oräinem nawralemreclLÄs ; kuncisments procsssus Liv!Ii8 ; Iuri8pruclentiLM Li.vilem sxiomstiLo.csIuitticrim; Inttimciones )uri8 Liviüs sso.mano-6ermi«niLi Lonlonsnee8, Halle 1718. IN 12. vr/.
Böotien, eine provintz in Griechenland, ,wird jetzo Stra-mulipa genannt, und gehöret unter den Türcken. Man se-tzet sie gemeiniglich in Achaja oder Livadia, wenn solchesMacedonien entgegen gesetzet wird. Sie lag zwischen Doris,Phocis, Thessalien, Attica, dem Lrckipelggo und Negro-ponte, und ward in Ober - und Nieder-Böotien eingetheilet.Jenes hatte in sich die stadt Lebadia, jetzo Badia genannt,Cheronea, Orchomenus, Platäa, Leuctra, Amphiclea, Hy-ampolis, Coronea, rc. Nieder-Böotien hielt in sich Theben,die hauvt-stadt von gantz Böotien, die jetzo Stives genenntwird, Mycalessus oder Malacassa, Anthebon, Acräphia, Ta-nagra. Die flüsse in Böotien sind: Asopus, Cepyisas undJsmenus. Die gebürge, der Helicon, Cithäron, Libethnusund Laphystius. Die brunnen, Aganippe, Arethusa, Dirce,Hippocrene, so durch die getichte der Poeten bekannt sind.Viele von den Alten haben geglaubt, daß Böotus, ein encke»des Aeoli, und söhn Neptuni und der Arnä, seinen nahmendem lande Böotien gegeben; wiewol andere solches anders er-zehlen. Der nähme der Böotter und Thebaner ist in denschriften der Alten zur gnuge berühmt, woraus man sehenkan, daß sie än allen kriegen der Griechen theil gehabt. Mv*ronides, ein Atheniensischer General, als er L. In. ä- L-4;;. v. L. zoi. OI7M,,. sXXXI. 4. die armee der Lacedämo-nier geschlagen, brachte auch Böotien, Locris, rc. unter sich-Zwey jähr darauf that Tolmides, gleichfalls ein General derAthemenfer, einen grossen einfall. Folgends waren die Boo-tier mit in den Pelvponnesischen krieg verwickelt. Als die vonChalcis in der insul Negroponte, wider die Athemenfer ss. ul-Z574. ü. e. 410. ll. e. Z44- OIvmx. XOII. ;. rcvoltirten, ver-einigten sie sich mit den Böotiern, und machten in der eng«des Euripus einen dämm, dadurch zu verhindern, daß sssschiffe durchpaßiren konnten; 6. jähr hernach befanden sie Wmit bey der eroberung der stadt Athen, ss.ül. ;?8y- 0 -
ll. L. Z59. OI71NP. XLVI. 2. vereinigten sie sich wiedermit den Atheniensern, und widersetzten sich den Lacedämoniern,Agesilaus aber erhielt unterschiedene Vortheile in Böotien. ss nl-;6o6. ss. L. Z 78 - ll. L. ;76. Olymp. e.;. schickten sie trouppö^in die msul Negroponte. Endlich aber erfolgte ihr unteregang, und hat sie gleiche zufalle mit dem übrigen Griechen-land gehabt, bis dieselben im XVI. ü-calo gar unter die Tür-kische botmäßigkeit gerathen. üb. IX. üb-O -
kacha». Üb. IX-
llr^c. antig. lleoZr. 3lir. Lc.
* Boerhaape, (Hermann ) ward in dem schönen, nahe beb