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an. 1880. gleichfalls;, komos ediret. Die, fo in den übrigenlagen des mayen aefeyret werden, sind an. 1685. und an. 1688.mit beyhülffe der Jesuiten Francisci Baertii, und Conradi Ja-uingi, in;. remis zum Vorschein gekommen, welchen folgendsnoch der VII. remus von den drey letztem tagen des mayen hinzugefügt, seitheeoaber bis auf den fünften theil des julii fortge-setzet worden, fo daß in allem bereits z r. romi im druck herauskommen. Sonst hat Bollandus noch verschiedene andereschriften heraus gegeben, als Norstism 6-älikrum L Zeigst ex»Äis 8kn<storum ; Lrevem Noricikm Itsli-e , Larmina, Orstio-nes Lc. meistentheils aber ohne, oder unter einem fremdennahmen. Sein leben ist in dem ersten wmo des martii vorge-setzt. in bibl. bibl. äe 5 cr. stec.
XVII. Le. *
Bollerbad, ein berühmter gesund - brunnen in dem Her-ßogthum Würtemberg, eine viertel meile von dem flecken Voll,im amt Göppingen , eine tag - reife von Stuttgard gelegen ;wurde vorher Zitteren genannt, entweder weil der boden da-herum fo gar morastig ist, und den gehenden unter den füssenzittert, oder weil die angelegene land-leuthe aus der erfahrungwüsten, daß solches wasser wider die gicht und das zittern derglieder sehr dienlich wäre. Er ward im X VI. steculo, als dasHertzogthum Würtemberg Hertzog Friderico Heimgefallen, umsjähr i?y4. recht ins aufnehmen gebracht. An. 1598. hat Jo-hannes Bauhinus, und an.i6;c>. v. Hieronymus Walch, kdx-stcu8 zu Göppingen und im Boller-bade,eine befchreibung davonheraus gegeben, bist. lib.LIX. toxegr. 8uev.*
-f Die Würtembergifche Lxstemeriäes letzen die erbauung die-ses bads durch Hertzog Friedrich in das jähr 1597, Das wasserdesselben wird mit einem rad unter einem thürnlein in die hohegezogen, und also in den kessel geleitet. Es ist davon nachzuse-hen , Gchwelins Würtemb. chronick, xsg. 562. IungensWürtemb. wasser-schatz, und ins besondre von Bauhins undWalchen hieher gehörigen schriften, die Moserische bibliorbe-cä leriptorum äs reb. 8uevicis am ende des Teutschen Crusii,W. 8. Es hat auch Vitus Riedlin, ein Artzt zu Ulm, eine V--leriprioeem novam Lklnei Lollensts in manuscript hinterlassen,davon stistakstyst Neck stcaä. Nat. Lnr. vol. II. appenä. p. 182.nachzusehen. Oberhalb Voll, auf dem berg Burghalden, sollevor diesem das schloß Land - Ehr gestanden seyn, so von derH. Bertha, einer gemahlin dreyer Grafen nach einander, nem-üch, Joh. von Ravenstein, Albrechts von Klingenstein, undHeinrichs von Jrtenberg, bewohnt, nachgehends aber abge-brochen , und aus dessen steinen die Arche zu Voll nebst einemStift erbauet worden. Os/E , Lomlip. c. y. L 24. welcherauch hin und wieder der Edelleuthen von Voll gedencket.Bollerbrunn, inWestphalen, siehe Bullerbrunn.
* Bollo, (Ludovicus äe) ein Dominicaner aus Annecy,
wo er auch in den orden getreten. Er studiere zu Paris, nahmallda den grsäum pro sticentm an, ward an. 1545. Prior indem obgedachten kloster, wohnte in solcher qualität der ordens-versammlunq zu Mans bey, und wurde auf der zu Blois an.1554. zum General-Vibrio ernennet. Wie lang er nach derzeit gelebet, findet sich weiter keine Nachricht. Altamura lobetihn sä -m. 1554. vermenget ihn aber mit dem HernachfolgendenPetro äs Bollo. leript. o. ?. torn. II. p. 162.
* Bollo , (Petrus äs) ein Dominicaner aus Chambery in
Savoyen , nahm allda den orden an, studirte zu Paris , wardan. 1574. Licentiat und an. 1580. General-Viesnus, auch an.1^87. Prior zu Lyon. Er war in der scholastischen Theologienicht weniger als in der dogmatischen und kirchen-historie erfah-ren , verstund auch sein Griechisch und Hebräisch gut. Seinentod setzet man um das ende des sechzehenben jahrhunderts, seineschriften aber sind : stmkenrics krobsrio lseriiicii ssliss« ex lo-lius 8erchrurs: 8ser» testimonsts , Ly 0 N iz88. M 4W ; Oecono-misesnenics, ib. 1689. in 4to ; Le Kolsiie äe Is Viergs stls-rie, id- 161;. in 16. Ant. Maillet, Ilommes illustres äs 8.^aegues, II. x. 257. und Altamura sä an. i;8o. confuttdirenihn mit dem vorherstehenden Ludovico, dessen Vetter er vielleicht^gewesen. Icript. 0. k. rom. II. p. ;i6. leg.
* Bollus, (Didacus) sonst auch Jacob äe Torres genannt,ein Spanischer Jesuit von adelichen eitern gebohren, reisete inPeru, und stund einigen Häusern seines ordens vor. Er war8unerior zu Quito an. 159z. als daselbst ein aufruhr wider denKönig in Spanien entstünde, welche er, nicht ohne gefahr,Mete. Der König bezeugte hierüber sein Wohlgefallen sowolgegen dem Vice-König, als gegen ihm selber, da er nachge-hends durch Spanien nach Rom reiste. Der Papst Cle-mens VIII. lobte ingleichen dessen klugheit, und der CardinalBorromäus, Ertz - Bischofs zu Mayland, machte ihm grosseVerehrungen, darunter auch; 2. verguldete kelche waren, für dieMißion von Paraquai, welche er kurtz hernach anrichtete. Ergieng mit 60. Jesuiten dahin, und starb zu is Plata in Peruan. 16; 8. da er 87. jähr alt war. 8-e-we/.
Bollweil, ein gar schönes schloß Meinem breiten Wasser-graben umgeben, nebst einer freyen Herrschafft im Elsaß, unweitSultz gelegen. Sie ist nach abgang der Baronen dieses nah-mens , ächtste Grafen von Fugger gelanget; nachgehends abervon dem Könige in Franckreich den Herren von Rosen wegengrosser geleisteten diensten geschencket worden , welche es in weitbessern stände gesetzet, als es vorher nie gewesen, siehe Rosen.
WPUtzr. E. *
Bologna, siehe Bonomen.
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* Bologna, (Antonius) ein im kriege wohl versuchter Capi-tain aus Padua, wurde daselbst in seinem Hause unversehensüberfallen, und tödtlich verwundet, weil man ihn wiewol ohnegründ mit der gemahlin Aloysii Galze, welche dieser graujamhinrichten ließ, in verdacht hielt. Er starb an der empfangenenwunde kurtz darauf. Angelus Leonicus hat eine Italiänischetragödie davon heraus gegeben, und Franciscus SavanarolaHat ihm ein kurtzes exstsxkium verfertiget, welches bey dem
cle clsr. kstsv. x>. ; 54. befindlich.
* Bologne, lat. Lononis, eine kleine stadt in der GrafschafftArmagnac, im Gouvernement Guyenne in Franckreich,zwischenLomhes und St. Bertrand, am fluß Gimone gelegen.
*BoIc»gnettus,(Alb.)eines Rathsherrn söhn aus Bononien,welchen er mit Lucretia Elephantuccia gezeuget hatte, war an.i;;y. gebohren, legte sich auf die Rechte, die er hernach daselbstund an andern orten mehr lehrte. Er wurde hierauf bey demCardinal Paleotto, seinem vetter, Luästor, und den 27. april an.1579. Bischofs zu Populonia und Massa. Nach diesem ward erin Legationen nach Florentz, Venedig und Polen gebraucht, undvon Gregorio XIII. an. i;8z. zum Cardinal gemacht. Er starbzu Villach in Kärndten aus seiner rückreise nach Rom, als er einenneuen Papst wehten helffen wollte, an einem sicher in dem 46.jähre seines alters an. i;8;. Er ließ Oilpmsriones äs Lege,^fure Lguicsre und Loininent. sä ss. äs V. OKI. so in Tr. sr.tom. I. p. 289. IsM- stehen. Itsl. Iser. wm. III. P.729.
Ltben. Kom.
* Bologni, (Hieron.) ein Notarius, Jurist, Lutigusrius und
Lateinischer Poet, gebohren zu Trevigo an. 1454. den 26. mertz.Er war eine Zeitlang 8eererarius bey dem Patriarchen von An-tiochia Lorenzo Zane, und darauf lange zeit Lorreüor bey demdamaligen buchdrucker zu Trevigo Mich. Manzolo, zu dessen bü-chern er theils verse, theils vorreden gemacht, wurde auch vomKayser Friderico III. zum Poeten gecrönhund starb an. 1^17.den2;. sept. Er schrieb ein grosses werck unter dem titul: Antigua-rius, darinnen er alle alte inlcriptiones, die er finden können, ge-sammlet, und erkläret: äe OriZiire , Territorio L Viris illullri-bus urbis Tarvilli; Librns XX. Lsrminum; kromilcua; Lanäiä»;Librum Oblervstioirum; Vitsm Hierou^mi öke. VVN welchen diemeisten noch in manuscript liegen. Äl'/raüa.
* Bolognini, (Ludwig) von Bononien, der Rechten vodkor,lebte in dem XV. l-eculo, und machte sich seit 1470. durch ver-schiedene wercke berühmt. Darunter sind: LeüurL luper w-
tum ftis Livils L Lauouicurn; Liber Lonlilioruiu; TraÄatusäe InäuIZentiis; Iliüoria 8ummorum kontiiicum <Lc. DerPapst Julius II. schickte ihn, als Legaten , in Franckreich anden Hos Ludwigs XII. Als er von bannen zurück kam, starber zu Bononien an. 1 ;°8. da er 6r. jähr alt war. Er hat seineansehnliche bidliotheck dem Dominicaner-orden vermacht,
äe zur. Lonon. Nist. Lononienf bibl.
äe clar. äLtis. bibl. Lononieiss.
* B^lsckninus, Angelusi ein berühmter Lbirurgus aus Pa-
dua im XVI. steeulo, lehrte eine Zeitlang zu Bologna öffentlich,begab sich aber in seine vatter-stadt, und wollte aus liebe zu sol-cher keine auswärtige bedienungen annehmen. Seine schriften,als : äe Lura lllcerum exteriormn ; äe IlngueMis eommuni-kos und äe Korbo Lsllico, sind erst zu Venedig und hernach zuBasel an. I; z 6. gedruckt. äe clar. katsv. x. 220.
*Bologntnus,(Marius) Ertz-Bischoffzu Salerno,war auseinem berühmten geschlechte zu Bononien. Sein vatter hieß Jo-hannes Carolus,seine mutter aber Andreana, welche aus der ade-lichen familie äe Tuffo zu Aversa abstammte. Nachdem er dengeistlichen stand erwehlet, ward er nach der zeit vee-mus zu Ca-jazzo. Allein sein vetter Fabius Mirtus, welcher Ertz-BischoffznNazareth war, nahm ihn nach Rom zu sich,wo ihn Pins V. zuMHeIerenäarioV.8. machte. Als hernach dieHugenotten in Franck-reich der Catholischen religion fatal zu werden anfiengen, schicktePaulus V. gedachten Fabium als seinen Nuncium dahin, derdann unsern Bologninum zu feinem reise-gefehrten und amts-ge-hülffen mit sich nahm. Nach funf-jährigem aufenthalt in Franck-reich, währender zeit er verschiedene male in wichtigen angelegen-heiten nach Rom reisen muffen, ward er nach seiner Wiederkunftin Italien Gouverneur zu Äncona, Bologna und vielen ander»orten des Kirchen - Staats, und erwarb sich dabey so grosse»rühm, daß ihn Gregorius XIII. den i z.jul. 1579. zum Ertz-B^schoff von Lanciano machte, woselbst er bey der grundlegung derArche St. Mariä äe Angelis die einsegnung verrichtete. Heste»Nachfolger Sixtus V. versetzte ihn an. 15 88. auf anhalten KoiEPhilippi II. in Spanien nach Crown«, und ernennte ihn zu fei-nem Nuneio an Henricum III. in Franckreich. Endlich gab ihmGregorius XIV. an. i?yi. den 7. jan. das obgedachte Ertz-BE-thum Salerno, welches er in seinem 51. jähre in besitz genom-men , und 14. jähre bis an. 1605. da er den 2;. febr. gestorvemrühmlich verwaltet hat. Das vom Könige Philippo ihm ange-tragene Ertz-Bißthum Taranto hat er mit grosser bescheidenyeuausgeschlagen. äe reb. 8k1ern. p. 98. ,
Iml. Iker. wm. VI. p. ;92. VII. p. 442. leg. <L IX. p.
* Bolc»ndvar,oder Balantvar, lat.6oIonäu°>rium,eincaMin Nieder-Ungarn,;.meiien von Canischa amBlatteu-see geiege 'Än.r?99.nahmen es die Christen,und an.160;. der Nadasdy uCollonitsch durch Übergabe ein,und wurde das letzte mal eme
cke besatzung wider die räuber, welche stets mit raub-schiffenfuhren, darein geleget. Iluagsr. xei8tüb.II. x.Dolsano, siehe L-otzen.