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nennet, welche an. 1259. durch den Printz Edmond in En-gelland eingesetzt worden. Sie folgten der regul des H. Augu-stini, und trugen einen blauen Habit. Spondanns halt dafür,daß sie dem inMuto Johannis Boni gefolget. In Franckreichwurde dieser nähme auch Minimen beygeleget. Kitt.
LnZI. lib. XVI. ü. L. 1259. n. 9.
Bonstetten, (Albertus von ) aus einem uralten FreHerr-lichen geschlechte, dessen stamm-haus in dem Canton Zürichgelegen, und feit an. 15;;. eine Ober-vogtey ist. Er warve-«arms des berühmten klosters Einstehlen in der Schweitz, desLatcranifchen kalarü und Kayftrlichen Hofes Lomes LslLtinus,Kayserlicher Capellan, und Kaysers Maximiliani I. Beicht-vat-ler. An. 1491. schrieb er in seinem sremo vittorism VomusLaürlacT, welche er dem Könige in Franckreich Carolo VIII.Der damals mit der Ertz-Hertzogin Margaretha, Marinüliani!. tochter, verlobet war, devicirte. Es ist dieses blich nochnicht edirt, und befindet sich nur in manuscript in der Kaiser-lichen bibliotheck zu Wien. Es bestehet aus 54. capituln, fängtvon den errichteten alten Jüdischen Regenten in Oesterreichan, und gehet bis auf seine zeit, ist aber gantz fabelhafft, undwas noch wahres darinnen, hat er meist aus dem Aenea Svl-vio von Wort zu Wort abgeschrieben, als sein 24. capitul ausdes Aeneä Sylvii Kill. Lok. 27. capitul und so weiter. Er sollauch in einem büchlein äs klajoribus iVlsximiliam I. welches erdiesem Kayser zugeschrieben, den Ursprung der Grafen vonHabspurg von den Römischen ä'cipiomKusE hergeführet, undnoch weiß nicht was für liederliches gefchwatz eingemischet ha-ben , worüber sich Lazius billich erzörnet, der aber gleichwo-len auch nicht allzeit gar zu wohl gegründete fachen vorbrin-get. Sönsten findet man von ihm in dem Surio auf den 10.sept. das leben des berühmten Eremiten Nicolai Tolentini,welcher etliche jähre ohne speise soll gelebet haben.
in xsns-ä. Uk. I. x>. 20. in prolsg. ?. I. cap. ;.
L-imi-eE, in bibl. L^s lik. II. cap. 1. p. 4. L in sppenä.lib. IV. p. zo4. Lass, kill. liter. k. II. *
Es sind deren von Bonstetten vor zeiten noch mehrere berühmt,und Key den Ertz-Hertzogen von Oesterreich in grossem an-sehen gewesen, haben auch von uraltem her hohe gcist-undweltliche ämter und würden erlanget. Vollreich oder Ulrich I.ward an. 99-. vom Kayser Otto III. zum rzken Abt zu St.Gallen bestätiget. Hermann oder Warmann, ward Bifchoffzu Costnitz an. 1026. resignirte aber hernach an. 10; 4. undüberließ das Bißthum dem Grafen Eberhard von Dillingen.Rumhold , ward gleichfalls Bischofs zu Costnitz an. io;i. Erwar ein berühmter und tapferer Fürst seiner zeit, aber allzukriegerisch, wie er dann mit denen Aebten von St. Gallenund aus der Reichen«» unnütze kriege angefangen. Er ist an.1069. gestorben. An. 1080. hat sich einer von Bonstetten aufdein thurnier zu Augspnrg gefunden. Mangold war gleich-falls Abt zu St. Gallen von an. m?. bis an. 1128. Wolfwar an. 1165. auf dem thurnier zu Zürich. Hermann warunter dem Kayser Friedrich II. Reichs-Vogt zu Zürich, und einanderer Hermann Landvogt im Thurgöw und Reichs-Vogt inder stadt St. Gallen an. 1227. Ein dritter Hermann warLand-Richter im Thurgöw und Landvogt zu Frauenleiden an.1292. Ritter des Johanniter-ordens an. 129z. ReichS-Vogt zuSt. Gallen an. 1298. Ihm haben die Crtz-Hertzoge vonOesterreich die stadt Winlerthur verpfändet. Johann, warLandvogt im obern Elsaß, Suntqöw und Aergvw, um dasjähr izoi. Ferner sind in der schlacht am Morgarten widerdie Schweitzer an. i;iz. drey Herren von Bonstetten in dün-sten Ertz-Hertzogs Leopold umgekommen. Ulrich hatte Armi-gin Adeiheit Manneßin von Mannegg zur ehe, und von ihmist das stamm-haus Bonstetten an die edlen Zoller von Zürichgekommen. Ums jähr i; ?c>. lebte Hans Rudolfs zu Usteri, undhatte in erster ehe eine Gräfin von Habspurg. Ulrich hat an.r)9Z. gelebet. Hermann war Abt zu St. Gallen von an.izzz. bis i;6v. Johann zu Usteri hat an. i;;?. die stadt Win,terthur pfands-weis innen gehabt, ward Landvogt im Thür,göw, Aergöw und Oder-Elsaß an. i;7--. und hernach an. i;88.in der Nafelser-schlacht im Glarner-land erschlagen. Johann,Herr zu Usteri, Ritter, lebte an. 1412. Caspar hatte in ersterehe eine Freyherrin von Sax und in anderer eine Gräfin vonSargans und Werdenberg. Joachim, Rhodiser-Ritter, ist indem krieg wider dre Tnrcken umgekommen. Johann, Ritterund Herr zu Usteri, lebte an. 146°. Die ausfuhrung dieses ge-schlechts, in so fernes sich nach Bern gezogen, und bis aufden heutigen tag in vielen ansehnuchen Personen daselbst floriret,wird hiemit unterlassen; dessen erhebliche Ursachen der geneig,te leser in der vorrede dieses wercks antreffen wird. Stumpf.Schweitz. chron. 8tsmm3wzr.
Bontekoe, (Cornelius) gebürtig von Alkmar in Holland.Sein vatter hieß Johann Gerhard Decker, der von dem nah-men seines Hauses oder dem daran ausgehängten schild den zu-nahmen Bontekoe bekommen. Der söhn lernte anfangs or-dentlich die Chirurgie. Als er aber dadurch lust zu der Artzney-kunst bekam, zog er wider den willen seiner Vormündern genLeiden, um allda den Sylvium zu hören. Und weil ihm je-ne zu den studien, welche er ohne ihren consens unterfienge, keinenVorschub thun wollten, so grenz es demselben im ansang hartgenug, sonderlich muste er sich zum studiren fast lauter ent-lehnter büchern bedienen. Indessen da Sylvius an ihm grossedegierde zur wiffenschafft, und ein gar fähiges Ingenium merck-
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te, warf er eine sonderbare neigung auf ihn. Durch dessenhülffe nun und eigenen fleiß brachte es Bontekoe bald so weit,daß er mit grösten ehren eine Villen, vom heissen und kaltenbrand öffentlich verfechten konnte, und darauf die voüoi-wür-de von Sylvio sechsten empsienge. Nach dein verheurathete erstch, und fieng an in seiner vatter-stadt Alkmar die Artzney zuüben, bereitete auch nach dem exempel Sylvii feine vorge-schriebne Mittel sechsten. Dieses erweckte ihm bald neid undhaß bey den apotheckern, wie seine neue art die kranckhei-ten und äusserliche schäden zu heilen, so von der alten sehr ab-gieng, bey den Nsäisis und LKirmgis; so daß ihm auchseine feinde durch ihre bey dem Stadt-Rath geführte klag ein-halt zu thun suchten. Jedoch die recommendation des Sylvii,.und die würckliche gute euren, so Bontekoe in grosser anzahlverrichtete, überwanden alle diese schwürigkeiten. Allein dertob feiner frauen, und die andere ehe, welche er darauf miteinem andern sehr zancksüchtigen und bösen weide geschlossen,verstörten sein anfangendes glück gar sehr. Doch wüste er sichdabey so zu fassen, daß er endlich eben durch dieses beschwer-liche Mittel gelegenheit fand, sich nur mehr in den wissen«schafften zu üben; dann er begab sich, um ferne von dieser böstufrauen zu seyn, nach Ryp, einem dorf in Nord-Holland, leg-te sich da einige jähr auf die elegLntiores liccems und Carle-sianische Philosophie, üble auch die Chymie fleißig, und giengnach dem wieder gen Leiden, um den berühmten TheodoruMKränen zu hören, welcher damals zu erst anfieng die Medi-cin nach den Cartesianischen prinsipiis zu erklären. Er misch-te sich auch damals in die streit-händel, so Kränen eben we-gen dieser neuen lehr-art gemacht wurden; gieng darauf istden Haag, um von neuem die Artzney-knnst zu üben. W>*er nun hterinn , sowol als zuvor in Alkmar, eine gantz neueart gebrauchte, und noch dazu die Galenische Methode sehescharf durch die Hechel zog, so ward er wieder auf verschiede-ne weise angegriffen. Aber anstatt jedem ä-reüs zu antwor-ten , schrieb er der ordnung nach seine medicinische wercke,und befleißigte sich der euren; wodurch er dann feinen rühr»so vest setzte, daß alles geschrey der widerwärtigen ihm nicht'zu schaden vermochte. Nach 5. iahren gieng er gen Amster-dam, und über etwas zeit gen Hamburg, practicirte an beydesorten. Auch als er durch sein buch wider den ammm cUmS'Äericmn, oder das sogenannte mord-jahr dem Churfürsten vollBrandenburg, dem ers zuschriebe, war bekannt worden, be-rufte ihn dieser zu seinem Rath und LeibMsäiso, wie aucv«IM krokellor nach Franckfurt an der Oder. Allein Bontekoestarb bald hernach gar unglücklich an. 168;. den 16. jan. chBerlin, als er eine treppen hinunter gefallen, im ;8- jahvftines alters. Seine schriften sind vom gebrauch des thee, coi-fee, chocolate und toback, welche er unter denen erster«, u»ozwar mit ungemeinem eifer, als ein sonderbares zu erhalt»»»der gesundheit dienliches mittet recommendirt. Seine übrig*schriften sind: Knrtze abhandlung von dem menschlichen lebe»'gestlNdhcit, kranckhelt UNd tod; nisn 6st-c>rnv vsn äs Lk-ru»xis; vemonltrstio, guoä non äetur nnnus c1im-täkericu5, ü?6;. <L Zr. nsc slius kstslis; IseKe rsäen vsn gfsckeiä, tl»?andere mehr. Hendreichs leben des Bontek. von Joh. P*terAlbrecht beschrieben. *
Bontems, (Andreas) ein Cardinal, war aus einer edle»familie in Perugia, woselbst er auch Bifchoff wurde. Urbstknus VI. machte ihn den 18. sept. an. i;78. zum Cardinal, wstdem titul St. Marcellini und St. Petri, und setzte ihnGouverneur in der Anconitanifchen Marck. Hernach defa»;er sich an. i;89- bey der wähl Bonifacii IX. und starb 0»'jähr hernach zu Recanati. lu»'
äes L-näin. Ital. sssrs. .
* Bontius, (Gerardus) ein voökor und Lrokstlor IVleö''cinse zu Leiden, war an. zu Ryßwick gebohren, » 5 ^starb an. 1599- den i;. sept. als XeÄor der Academie.schrieb unterschiedliches über den Hippocratem, fo er aber r>t"lwollte heraus geben. Sein söhn Nernerus, gebohren an.war krof. Lkysices und Leib-Nsäisus des Fürsten von NaffA,Sein andrer söhn aber, Jacobus, von dem ein besonderer^tlckul.
../Bontius, (Jacobus) war oben gedachten GerardiBoAtu lohn, legte sich auf die Medicin, darinnen er auch DA.ward, und endlich in Ost-Indien starb. Seine schriftenäs MeäicmL Inäorum Orientis libros IV. Leiden 1642. w -che nachgehends zu Paris 1646. mit Lrolperi LIpini Mäw.NL LMptiorum aufgelegt, auch ins Niederländische überMworden: Ferner , OpulculL vsriz , als: äs sonlervLnä» ^letuäine ; Äletkoäum msäsnäi Inäicgm; OkservstionesL^äLverikus; Xorss in Larciaw sk OrtL; viiiori-un ge!!um , item klsnwrum , welche Wilh. Piso seinem werckeutmgus Inäis, so zu Amsterdam l6z8. in fol. gedruckt,inferiret hat.
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* St. Bonus, (Johannes) eigentlich Camillus gen^Waus Genua gebürtig, war gelehrt, und lebte fromm,
5. 8. tom. II. p. 622. wurde an. 641. oder, wie andre vorgev.^an. 64z. Ertz-Vischoff zu Mayland. Gregorius N.ihn als LeZstum an die Königin Theodelinda. Er hat drener verjagt, und der Longobarder König Grimoaldnm zus^,^tholifthen glauben gebracht. An. 649. ist er auf dem Ron^u" „8ynoäo mit gegenwärtig gewesen, und nachdem er viele