Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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i74 boy boz

im eingangs des XVII. Lsuli, schrieb in seiner mutier - sprächePxpolltioriem in LvanZelm <L Lpillolsn, Londm iüii. 161z.i6;o. i„ 4. so zu Braunschweig i68'z. unter dem titul: Sternund Kern aller Episteln und Evangelien Teutsch heraus gekom-men : Lxpolitionsm LxillolLrum L Lv->nZeIioluni in lell-rTicurgiD ünglic. Londen 1614. il>. Lxpolitionein pririsipL-liorum 8criptnrL losorum in SLäsm, LiturxiÄ Läkibitorum,1610. Xellgnis8 Loncionum, ib. i6;i. Predigten Über dieEpistel an die Römer , ib. eoä. in 4. rc. Seine oxera sindan. 1S2Y. heraus gegeben.

* Boys, !(Matthäus) ein Cölnischer krotessor ffucks zuausgang des XVI. und ansang des XVII. lLsuli, schrieb äs Ok-

lisio oräin. äs lurisäiclions leculsri L ssclellLllisL, it. äsllecull .suäic. Cöln 1597. in 8. gab auch Lriäerisi äs 8sni8Tr. äs kermutstions Leneücioimn, ik. 157;. ^jn 8. P>c. äs8. (IsorZio librum äs Hom-igiis, operis <L IervitÜ8, Franck-furt 1606. in 8 . äs Xuxtiis, welches nebst andern hieher ge-hörigen schriften zu Cöln 1600. in 8 . heraus gekommen. L?.xt.äs 8. Llsiio Vr. aä Ilsg. correlLtio ; 1 rLÄstu 8 äuo8 OeorgiiXsttL L ffok. Homati äs Lgillis sirsu. luLLLÜionsm, Cöln159;. in 8. und eine Loliection äs PIonst!87 esrumgns mu-Mione L 5Mtal:e, ib. 1574. in 8 . theils mit anmerckungen,theils vermehrter heraus.

* Boysleve, (Marinus) von Manrosiere, Königl. Rathund General-Lieutenant in dem Hertzogthum Anjou, ward zuAngers an. 1564. gebohren. , Er bekäme beyzeiten die stelleeines ersten Raths in dem Präsidial zu Angers, allwo er sei-ne beständigkeit für Henricum !II. und seinen haß gegen dielägue genugsam an den tag legte. Auf begehren der provintzward er General-Lieutenant, und leistete in diesem amt demStaat grosse dunste, indem, er die landschafft immer unterdem gehorsam gegen dem Konig erhielte. Heinrich IV. ließihn deswegen den z. aug. 1597. zum Ritter schlagen. Er starban. 1604. /EvrFe, oblerv. llii 1'killoirs äs 8. Louix.

* Boyvm, (Ioh. Gabriel) einFranciscaner, war geboh-ren zu Vire in der Normandie, und florirte in dem xvn. 5 ^-culo. Nachdem er lange zeit in seinem orden gelehret halte,ließ er ein werck in vier bänden drucken, unter dem titul:

Tbeologia 8soti, L IubriIitL8 sju8 ab oblsuritste libers LvinäiLÄw; davon man seit.an. 1664. bis 1682. fünfausgabengemacht. Er ließ auch eine kkiloloxkiam, 8cori ebenfalls in vierbänden drucken.

* Boza, eine kleine freye berg-stadt in Ungarn , nicht weitvon dem berge, welcher wegen des auf selbigem erschrecklich to-benden ungewitters tenfels-hochzeit genennet wird. Vor diesemsind um dieses städtgen herum feine bergwercke gewesen, welcheaber anietzo meistens eingegangen sind. HunZsr. xsr 8mb.

k. II. p.; 24.

Dozentin, des Bischoffs von Cracau residentz in der Woy-wodschafft Sendomir, unten an dem fusse des sogenannten kah-len bcrges, welches fast der höchste in Polen äst, gelegen. Dervrt ist klein, aber angenehm, auch etwas bevestigt. Der Bi-schöfliche pallast ist gar zierlich und mit schönen gärten versehen.In der gegend da herum findet man viel eisen, es»«-»-, Kars okLolznä?. 1 . lern ;. k. II. lett. 2.

* Dozin, lat. Loriräum, eine kleine stadt und schloß in Un-garn, welche Kayser Rndolphus Stephans Jllieshazio an.1606. nebst andern wieder zugestellet hat, als dieser zwischen ihmund Botschkay frieden machen helfen. Nach seinem zu Wienerfolgten tobe wurde er auch allhier in die von ihm erbaute ca-pellebegraben. X»/. Hung. per8ckil). k. II. x>. ;rz.

Bozius oder Bozio, (Thomas) ein Oratorü zu

Rom, lebte unter dem Papst Elemente VIII. und war von Eu-gubio, einer stadt im Hertzogthum Urbino, gebürtig. Ob ergleich in vielen Wissenschaften, sonderlich in der Theologie, er-fahren war, legte er sich doch am meisten auf die Historie, undarbeitete unter anderm an einem werck, so in io. bänden beste-hen sollte; unter dem titul: llmisle8 Lmiguitatum; allein weiler etivas frühzeitig starb, konnte er nur 2. bände davon herausgeben. Man hat auch von ihm einen tractat äs 8i§m8 LssiellT,welchen er an. 1591. drucken lassen; ferner äe lluinis LenriumL Ilegnorum, und äs amiguo L novo It-äise 8tAw, Welchebeyde wider Machiavellum. Über diese äs Imperio virmmm;äs Xobore Lellico; Ls. Er starb den 9. dec. an. 16,0. Seinbruder Franciscus war gleichfalls Orswrii, und starb

ÜN. i6z 5. Sein? AIonarLkiÄ;

linnLls8 Nunäi; Vita 6. Lotn. pinas. ?. I. L. ^ 0 .

»-ck-«, äs Isr liss. XVII. /arsör bwl. I>oiwi 5 . in catal. kill.

Bozkowitz, Boßkowltz, ein schloß und städtgen in Mäh-ren, zwischen Brinn und Zwitta, an dem fluß Zwitta, gelegen.Es hat von diesem orte eine Freyherrüche fanulre den nahmen ge-führet, davon der lektere Johannes Szembora nach ansang desXVII. sieculi gestorben, und nur 2. tochter nach sich gelassen,welche ihre güther durch heurath an die Fürsten von Llchtensteingebracht, wb. üemm. k. III. T'rsEck.

ZZozolo, lat. SMvium, eine kleine stadt und landschafft imHertzogthum Mantua, zwischen Mantua und Cremona. Siefuhrt den titul einessmstenthums,und gehörte einer linie aus demHause Gonzaga, welche aber an. 170,. mit Johanne FranciscoGonzaga, Fürsten von Bozzolo, abgestorben ist, und wurdenachgehends an. 1708. dasselbe dem Hause Guastalla von demKayser zu lehn gegeben. Kemorsb. Kai. x. so.

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* Bozonis, (Zachar. äs) ein Augustiner-Mönch aus Mille-

simo, trat zu Savona in solchen orden, wurde an. 149;. Prior,und nach einiger zeit k«nicsntiariii8 an der St. Peters-kirche zuRom, endlich machte ihn Julius II. der ihm sehr gewogen war,den 20. aug. an. i-;o4. zum Lultoäs der Päpstl. Saenstcy ; rrstarb aber noch in diesem jähre den 20. oct. und hinterließ eitlenssr.äs Llcri8 llitib.welcher in der Vaticanischcn bidliotheck in ma-nuscrlptiieget. Liss. äs 200. lLiiptor. llux. p. Z46.

Bra, lat. Lraiäs, ein städtgen in Piemont, nicht weit vonder stadt Cherasco nordwärts gelegen. Sie hatte vor diesem einvestes schloß, allein es ist demolirt und an. 1628. ein Capnciner-kloster daraus gemacht worden. Als Hertzog Emanuel Philibertan. 1552. diesen von Franzosen und Piemontesern besetzten ortbelagerte, und aber die besatzung zumalcn die letztern sich sehrhartnäckig aewehret, hat der Hertzog, nachdem sie sich endlichergeben muffen, die Piemvnteser alle aufhencken lassen. Heut.zust. Sav. und piem. x>. 448. *

* Bra, (Henricus) ein DoÄor lVleäisiM, gebohren zu Do-ckum an. izzz. den 2o.sept. hat zu Leuwacden practiciret, undäs Neäicini8 iimplicikus <L facile parLbiIibu8 7 FraneckevI?89. und 1897. in 8. Leiden 1599. in 8. äs curaaäi8 Vsne-11187 Leuwarden 1616. Arnheim iüoz. in 8. Nsäis-MentÄ aä-verkus lÄerum, N^äroxem L Lalculuin, Franecker i?9 ,. undi;97« in 8. Leiden I?90. it. aävsrll>8 kellilsntiam 7 Arnheim160;. Leuwarden 1616. in 8. aäversus Lpileplisni, Arnheim,60;. lüo;. in 8. Leuwarden 1616. in 8» 0,ULelliciriZ8 Ueäi-SS8 L earunäem Kslolutioass äs kebiikv8, und andere schriftenverfertiget. kibl. LelZ.

Brabant, lat. Lrabantia, ein Hertzogthum und eine vonden 17. provintzen der Niederlande , welche gegen norden anHolland und Geldern, gegen Westen an Seeland und Flandern,gegen füden an die Grafschafften Hennegau und Nanmr, gegenösten aber an das Stift Lüttich grentzet. Sie gehört theilsdem Hause Oesterreich, theils den vereinigten Niederlanden,daher sie in das Oesterrerchische und Holländische Brabanteingetheilet wird. Dieses ist der nördliche theil, jenes aberder südliche und gröste, in welchem letzter« sich auch eine ge-gend befindet, welche das Wallonische Brabant, O-rllo-LrÄ-bantia genennet wird. Vermöge einer andern abtheilung be-stehet diese provintz aus 4. quartieren, nemlich Löven, Brüs-sel , Antwerpen , und Hertzogenbusch. Sonst hält man dafür,daß in den alten zeiten in dieser gegend die PiinZri, Poxsnäckund LäuLtici gewohnt , und daß es den nahmen Lmgmantumoder?ÄAU8 8rk>ßmsntenli8 geführet. Nachdem die herrschafftder Römer in Gallien untergegangen, und die Könige der Fran-cken empor gekommen, haben einige Hertzoge und Könige der. Francke» auch über Brabant regieret, insonderheit soll CarolusM. einige von den überwundenen Sachsen nach Brabant undFlandern geführet haben, von welchem hernach Brabant aufLudovicum kwm nebst den andern provintzen gekommen ist.Bey der theilung, weiche die söhne Ludovici unter sich vornah-men , kam Brabant nebst andern provintzen, die unter dem nah-men Australien begriffen waren, an Lotharinm, und als eintheil dieses Königreichs Austrasten daher Lothringen genennetwurde, bekam Brabant insonderheit den titul LotKsnnZiB in-ferior^ oder NvLn-s. Zu dieser zeit soll es seine eigene Grafengehabt haben, und zwar giebt man vor, daß Gifiibertus l-des Kayfers Lothar» I. tochter' Ermengardin zur gemahlin ge-habt , auch sonst Lome8 lls8b3nise genennet worden, wel-ches ein strich landes um die stadt Löven ist. Es ist abernachgehends wegen dieser provintz sowol, als wegen Ober-Lo-thringen , zwischen Franckreich und dem Teutschen Reich ge-stritten worden, indem die Könige in Franckreich, sonderlichCarolus 8imxlex, sich solches zueignen wollen, welcher abervon Henrico llucups gezwungen wurde, alles dem TeutschesReich zu restituiren. Worauf Henricus einen , nahmens G>-stlbertum, einen söhn Regineri, damit belehnte. Nachdemaber dieser Gisilbert rebellirte, ward er von dem Kayser Ab-töne I. verjaget, und ersoff im Rhein, und weil auch deMfohn gestorben, belehnte Otto I. seinen eidam, einen Hertzog I"Ost-Francken, damit, der aber an. 9z 6. in der Wacht wider d»eUngarn blieb, worauf des Kayfers Ottonis bruder, Br"EErtz-Bischoff zu Coln, das gantze Lothringen, und also auchbaut erhielt. Nach dessen tobe hatte Lothringen eine zeitlang kei-nen Hertzog, bis der Kayser Otto II. Carolum, des Ko>Ein Franckreich Lotharii bruder und Ottonis I. schwester soMan. 977. damit belehnte, der auch zu Brüssel Hof gehalten-Es geschahe aber, daß dieser Carolus Hugoni Capeto die iu^ceßion in dem Königreich Francken wollte disputirlich mache»'worüber er gefangen, und die güther unter seine linder wtheilet wurden, da denn Otto das Hertzogthum bekam,an. 100;. unverheurathet starb. Hierauf prätendirte ftmschwester Gerberg, eine gemahlin Graf Lamberts von Lovewdie succeßion, welcher sich aber Graf Gottfried in ArdEwidersetzte, der bey dem Kayser Henrico II. sehr viel g»''Er behauptete auch die succeßion in Lothringen, und low»ihm anfänglich sein bruder Gozzilo, nachgehends sein bru^

Gottfried, der von seines vattern bruder Friderico verjaget

de, dem wiederum sein söhn Godofridus, und hernach Aricus von Limburg succedirte. Von dem vorgedachten v "berto stammet das qeschlecht der Grafen und Herren von 2)°bant her, weiches sehr berühmt worden. Er zeugte m» ' .ner gemahlin Henricum I. -er ums jähr io;8. u^b, «