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Zweyter Theil. Bi - C.
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Lambertum II. welchem dessen söhn Henricus II. gleichwie die-sem sein söhn Henricus III. folgte. Weil aber Henricus III.ohne erben starb, succedirte ihm Godoftedus I. mit dem zunah-men Lärbäws, welcher endlich Nieder-Lolhringen oder Bra-vant erhielt , nachdem der Hertzog von Limburg, der es da-mals besaß, von dem Kayser Henrico V. war verjaget worden.Wie denn auch dieser Godofredus an. 117;. die stadt Antwer-pen wieder bekam , welche ihm der Hertzog von Limburg Wai-rainus abgenommen hatte. Er starb an. 1140. und succedirteihm sein söhn Godofredus II. der ihm aber bald im tobe folgte,und einen unmündigen Printzen, Godofredum III. hinterließ.Er wird genannt Godofredus In onni«, oder in der wiegen,weil man ihn in der wiegen wider etliche rebellische untertha-uen zu felde genommen. Dessen söhn Henricus I. hat zu erstden titul eines HertzogS von Brabant geführet, und Henricumu. hinterlassen, welcher erstlich zur gemahlin hatte Mariam,Raystrs Philipp! tvchter, mit welcher er Henricum den alternSezeuget, der ihm in Brabant succedirte. Seine andere ge-mahlin aber war Sophia, Ludovici Landgrafen in Thüringenwchter, mit welcher er Henricum den jungem gezeuget, derLandgraf in Hessen, und ein stammwatter dieser Landgrafenworden. Hierauf haben folgende Hertzoge einander in Brabantordentlich succedirt, Henricus III. Johannes I. der das Her-Mlthuni Limburg von Adolphs, Grafen von Bergen, an sichgehandelt, und mit Brabant verknüpfet hat; Johannes II.u»d Johannes III. Dieser hatte ;. söhne, Johannem, Hen-Mm und Godofredum, welche alle drey ohne erben stürben.^ hinterließ auch drey töchter, Johannam, welche erstlich anAllhelmum II. von Bayern, Grafen von Hennegau, nach-mals an Wenceslaum, Hertzog von Luxemburg, des KaysersParoli IV. bruder, verheurathet wurde; Margaretham, eine ge-mahlin Ludovici III. Grafen von Flandern , und Mariam, ei-ar gemahlin Rainaldi III. Hertzvgs von Geldern. Unter diesenmccedirte zwar erstlich Johanna nebst ihrem gemahl Wences-iav, weil sie aber keine kinder hatten, so fiel die succeßion nachMer beyder tod auf ihre schwester Margaretham, oder viel-Whr auf ihre tochter gleiches nahmens, die sie mit LudovicoiL- Grafen von Flandern, gezeuget hatte. Diese Margare-ma war verlobet mit Philippo, dem letztem Hertzog von Bnr-Mnd aus dem ersten stamm. Nach dessen tode verheurathete^ sich an Philippum LuäsLem , des Königs in Franckreichrsvhannis jüngsten söhn, welchem sie Brabant, Flandern,urg, Antwerpen, Mecheln, Revers, Nethel, ingleichenMvis und die Grafschafft Burgund zubrachte. Zu einem er-^„ und Nachfolger in Brabant setzte sie ihren dritten sohn An-XjMliin ein, welcher an. 141;. in der schlacht bey Azincourt,Zwischen den Franzosen und Engeüändern gehalten wurde,leben einbüffele. Mit Johanna von Luxemburg zeugte erss Mnen, IV. der zwar succedirte, aber an. 1426. ohne erbendex i worauf dessen bruder Philippus die regierung bekam,

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«Mannen, IV. der zwar succedirte, aber an. 1426. ohne erbendkv l. worauf dessen bruder Philippus die regierung bekam,Un!> ^ gleichfalls an. 14; 0. ohne erben mit tode abgieng,tz ^weil die kinder, so Antonins mit seiner andern gemahlinbeüv. El von Luxemburg gezeuget, auch in der jugend gestor-I,".waren, so fiel die erbschafft von Brabant, Limburg undals si^ven auf Philippum III. Loimm, Hertzog von Burgund,d^"M>sten unverwandten. Von der zeit an ist Brabant beyKanc ?rgl»idische» Hause geblieben, bis es durch die Heurath. Maximiliani I. mit Maria, des Hertzogs Caroli äo-an ^ Tochter, nebst den übrigen Niederländischen provintzen,Haus Oesterreich und hernach insonderheit an SpanienNach absterben des Spanischen Königs Caroli II.dienst., König von Franckreich im nahmen Philippi V. vonbey ^ lande besitz, müste es aber an. 1706. nach der schlachtter.fcGwellies verlassen, worauf es an. 1714. indem Rastad-vvr,i°k ? dem Kayser Carolo VI. zugesprochen worden. Die>vern-«6en städte sind Brüssel, die Haupt-stadt Löven, Ant-Mecheln, rc. Die Holländer haben Bergen op Zoom,<»,,,'wergen, Breda, Mastrich, Hertzogenbusch und Grave.

lwlg. antig. Lriibmt. Or'vE, rer. llra-

LrLkrrM. ckron. annal. toxogr.

6'Huv. L- topogr. blK. Oallo Lr^bsut.

von , ein schloß und flecken in Westphalen, eine meilebor, ^avon sich die Freyherrliche familie westhofen,kchvff-n nennet, aus welcher Jodocus Edmundus, Bi-Hildesheim, entsprossen, der an. 1702. mit tode ab-

in latev?^OH' sonsten auch Ltblotsterse und stMnorbstN,lviele ^ . llZnstore», hiessen die anfsehcr der kampf-und schau-liessen. ^lche erstlich das zeichen zum ansang des kampfs gebenkäwvs-,.« mnach auch sorge tragen musten , daß unter denHern kam. ?Ues recht herglenge, und die sowol unter währen-lleges ' als auch nach Vollendung desselben, wegen dessich d-ni - " entstehende streitigkeiten entscheideten; und end-und die sich wohl gehalten, das kleinvd zuerkann-

lcrih^I« l>on, soll, nach der fabelhafften erzehlung einigerlii ein edler Römer gewesen seyn, em verwandter Ju-geschj'f?», mit welchem er in Gallien gekommen. Gemeldteletzt Lim^der sagen, daß an dem ufer der Scheide, wo^be, stegt, ein riefe, nahmens Antigonus, gewöhnet

sicher sich meiner vestung, die er selbst gebauet hatte,

aufhielte, und allen denen, die er in den umliegenden gegen-den ertaple, eine Hand abhieb. Brabon unterstünde sich diesenriefen anzugreiffen, welches ihm auch glückte; wie er ihmdenn, ehe er ihn tödtete, eine Hand abhieb, und in den flußwarft; von welcher that er die vestung Hand-werpen, unddas land Brabant von seinem nahmen nennete. Man siehetwohl, daß dieses alles ertichtet sey: Doch zeiget man zu Ant-werpen auf der brücke den ort, an welchem des riefen vestungeigentlich gestanden, wie auch einige gebeine von ungemeinergrosse und dicke. Man siehet auch in der stadt eine faule ausmarmor, welche diesen Bradon vorstellen soll. Goropius sagtvielleicht nicht unrecht, die gebeine, welche man aufbehaltet,seyen von einem wallfische, nicht aber von einem menschen,-sonst , oder genannt.

Bracanionte, eine familie in Spanien, welche daselbst ih-ren ansang genommen mit Mosse Rubin äs Bracanionte, Ad-miral von Franckreich, heran. 1267. in Spanien gekommen,um bey dem Komge Hmrico II. in Castilien dienste zu neh-men. Alphonsus , ern söhn Juan äs Bracanionte, war desSpanischen Printzen Caroli Hofmeister, und ist von PhilippsIII. zum Grafen von Pemiaranda gemacht worden. Dessensöhn, nahmens Caspar / Ritter von Alcantara, Königs Phi-lippi IV. Staats-Rath, Präsident der Ritter-orden, ingleichenvon Indien und Italien, Vtce-Komg von Neapolis, kisnipo-tsmimius bey den Münsterischen friedens-tractaten und nach qe-meldten Königs tode einer von den Statthaltern der Spani-schen Königreiche, gieng an. 1676. zu Madrid mit tobe ab,und hinterließ Gregörium Januarium, welcher als Groß-Com-tur des ordens von Calatrava und Grand von Castilien an.1689. ohne kinder verstorben , da denn die Marggräsin clelFrefno dessen güther überkommen. Die heutige Vicomten vonAlverado in Brabant führen zugleich den nahmen von Braca-monte, wiewol man nicht weiß, ob sie von den vorhergehendenGrafen abstammen. bist. gsn. «teils 8pZ§ns p.

46;. /,»-»/ von Grand in Span. /HeL ck-n. r;2.

* Braccero, (Petrus) mit dem zunahmen Blondolillus, ausPalermo in Sicilien, war einer der besten köpfen seiner zeit.Er schrieb verschiedene angenehme getichte in seiner mutter-sprach; hatte aber das Unglück mit Processen überhäuft zu seyn,welche auch die ursach seines todes waren. Weil er deshalböfters von Palermo naher Montreal gehen muste, wurde ereinsmals auf der straffe von seiner Widerpart angegriffen, undmit streichen also zugerichtet, daß er wenig tag hernach zu Pa-lermo gegen an. 1600. starb. In dem buch Josephi Galeani,welches unter dem titul: Nuste 8lculkx , ausgegangen ist, wirddessen mit ehren gedacht, und gemeldet, daß er LsriMni 8ftl-lirme, geschrieben. Groß allgem. Holl. Lexicon.

Bvacciano , ftrcenum, eine kleine stadt in Italien, in derprovintz, kmnmom'uni ketri genannt. Sie liegt an einem fee,von welchem sowol diese stadt als auch das Hertzogthum, wel-ches von dem Hause Ursini an. 1696. dem Fürsten Livio Ode-scalchi vor z 86000. thaler verkauftet worden, seinen nahmenbekommen. An. 1698. sind die Hertzoge von Bracciano ausdem Hause Ursini abgestorben. Siehe Ürsinr. Sonsten giebtes in diesem Fürstenthum warme gesnnd-bäder. Ieuherrsch.Europ. k. II. x. 110.

's Nach absterben der Hertzogen aus dem Hause Ursini brachteDon Livio Odefchalchi, diese stadt an sich. Dieser setzte bey sei-nem tod Balthasar Erba zum erben ein. Siehe Odefchalchi.

Braccio, oder Braccius, (Andreas) ein berühmter Ge-neral aus dem geschlechte derer Forte-Bracci von Perusia, wardgebohren an. i;68. Sein vatter hieß Oddo, und die mutterwar Jacoba aus dem ebenfalls sehr berühmten geschlecht vonMontemelino. Gleichwie er von feiner jüngsten jugend an ei-ne grosse tust zum kriegs-wefen bezeugte, auch über das durchVertreibung seines geschlechts aus Perusia noch starcker dazuangetrieben und genöthiget wurde, erlangte er bald einen gros-sen rühm durch die Waffen, und nachdem er etwas zeit unterCrasso und Bino, zweyen damals berühmten ItaliänischenKriegs-Obersten, so der Florentiner trouppen coinnialidirten,bald darauf aber unter Alberico äi Barbiano gedienet, fienger an für sich selbst einige kriegs-macht zu sammle»; wie erdann diese gaabe, sich der soldaten gunst zu erwerben, sonderlichbesessen. Nun war es damals in Italien üblich, daß man sichmit dergleichen kleinen fliegenden armeen bald von diesem baldvon jenem Fürsten oder Stande dingen ließ, auch sonsten seineleuthe durch beute-machen und geld-auspressen auf fremde Un-kosten erhielte; und diese gewohnheit wüste sich auch Bracciusmit seinen soldaten dergestalt zu nutz zu machen, daß er in kur-tzem von gantz Italien gefürchtet wurde. Als er Ladislav, Kö-nig zu Neapoli, einige zeit gsdwnet, und nun in grosser Hoff-nung stunde, durch dessen öEe Pe^a einzunehmen, undden von dort vertriebenen Adel wieder einzusetzen, erfuhr er,daß die herrschende kuctwnch Perusia, eben aus forcht vor ihm,sich durch verherssung der übergab ihrer stadt mit selbigem Für-sten verglichen, und sslches zwar mit dem beding, daß er dievertriebene Perusiner von sich und aus seinem Reich schaffen,Braccium aber entweder selbst todten oder ihnen überliefernsollte. Ww nun dadurch Braccio die geschöpfte grosse Hoff-nung auf emmal verschwände, so kam er doch wenigstdem wider seine eigene Person gemachten anschlag zuvor,

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