Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Weigerte er sich nicht nur ausdrücklich, solches zu thun, son-dern verrichtete auch dessen ungeachtet die vermöge des gedachten«mtS ihm zukommende Umgänge, und sprach darinnen aller or-ten recht. Nach Olivier Cromwels tode erwehlte ihn die pro-d>ntz Ehester zu ihrem Repräsentanten in dem Parlement, wel-ches Richard Cromwel ausschrieb, und das nächstfolgende Par-lement ernennte ihn zu einem von dessen Staats-Räihm, auchnachmals zu einem Lommissäric, von dem grossen siege!. Umdiese zeit ward er mit einer langwierigen kranckheit heimgesucht,die ihn, zu seinem glück, hinweg riß, ehe noch die restitutiondes Königs Earoli II. erfolgte, memoirs.

»/ , tom. III. *

* Bradshaw, (Heinrich) ein Englischer Benedictiner-

-Nonch, lebte gegen dem end des XV. sissuli, und starb erst5 ",-r; i;. Daher sich Arn. Wion betrogen, welcher ihn etwasmiher setzet. Er schrieb verschiedene historische wercke / dar-unter eine chronick; desgleichen: äs nmiguitsts urbi» Oekrise,nno andere, welche theils Latein, theils Englisch geschriebenUnd. , lign. vit. , Lsnt. XIV, , 6s

toripr. Lngl. , 6s Iliii. I-st.

, Bradwardtnus, (Thomas) oder Brawardin, ein Eng-«scher Ertz-Bischoff, und nahmentlich zu Canterbury , iin XIV.A-uIo, ist gebohren um das jähr Christi 1290. unter König^ouardo 1. bey Braqadin , wie einige dafür gehalten, einemm L vhnweit Herford : oder vielmehr, wie andere vorgeben,N Hartseid in Lichester, dahin seine vor-eltern sich von Braga-"N begeben hatten. Zu den reiten Eduardi des andern ward^ tn das Lollsginm Äsrtonsnle zu Oxford aufgenommen , dar auch i-roLuriltoc Dliivertlcatts worden, ja, wie einige vorge-N, Groß-Cantzler. Er legte sich damals sonderlich auf diePhilosophie und Mathematic, deren jene er aus Platane undMstoteie gelernt. Seine grosse wissenschafft in der Matheina-Ut zeigte er in seinen Isbulls Lttronomlsis, darinnen er dieklsnötarum, Wie auch eochuriÄiories und oppo-'donez luminariuin vorstellte: irem in fernen büchern, äs kro-??rüoissbu8 Velocitatum; äs flritkmetica IpSLuIati'va; 6sö-eowstria spssulativa, welche zu Paris gedruckt worden. Ne-M andern büchern, so er in andern wissenjchafflen verfertiget,Mied ^ ^ Meologicis, welches sein Haupt-Kuäium war, dasuwnte und berühmte buch wider die Peiagianer, Lausn Delunk - darinnen er in Augustini fußstapfen durchaus trittet,wodurch er sich so wohl verdient gemacht, daß er Vvüor^ otui,6u8 genennet ward, eben wie Thomas, Doktor ängell-p, ^' Und Scolus,. OoKor suktlii8, genennet worden. Diesestzffwurde in schriften vielfältig angezogen, schon ehe es durchig, michen druck an das taglicht getreten , als welches erst an.rii-„vlfolio zu Londen geschehen, durch den gelehrten Hen-zu a-? Savilium , und auf befehl des damaligen Ertz-Bisthoffslvxi "teiberg G. Abbot. Sonst war er auch krosessor Tkeo-px/E zu Oxford, wie auch Cantzler. zu Londen. Wegen sei-^„^^hrtheit und unsträflichen wandet, hat ihn auch KönigUsit der dritte, zu seinem Beicht-vatter angenommen, undVredil, den Französischen krieg geführet, da er mit seinenCi,d sehr viel nutzen bey dem Könige soll geschaffet haben.sv>pg,H wurde er mit gutheissen beydes des Königs und PapstsEgp,'mit allgemeinem »pplrmlu zum Ertz - Bischofs vondie > ä ernennet, und bald darauf consacrirt. Ehe aberstgch^rauche der intronisation völlig zu end gebracht worden,sg s." tu Lambeth an. r;4y. im octob. He«»-. in vrsef.

Del. *

lvejch^'" / ein gutes, altes bürger-geschlecht zu Zürich, aushg„« V* schon drey Bürgermeister gewesen , als nemlich Iv-an. an. i;76. Heinrich an. rüos. und ein anderer Heinrich

* )r . *

Uvv. Manier, (Christian) wurde zu Lübeck an. 16^. den?,terz v°ll?dren, und weil er seinen vatter im 9. jähre seines al-8ep «...Fohren, von seinem bruder in Flensburg und Coppenha-Lejp.j «oflen. Er studtrte zu Rostock, Wittenberg, Jena unda»f rx ' und that eine reise in Holland und Norwegen, wor-an der -/zum viasono, und nachgehends zum kaüors^r starb tu St. Petri in Coppenhagen beruffen wurde.deitend„„ den 4. jan. Er hat heraus gegeben : den ar-

aiels.g.? Christen; die Kürtze des menschlichen lebens; Him-Theo?" Historie der Verklärung Christi.

?übeA?a»ner, (Ioh.) ein bruder des vorigen, gebohren zud»rg ^'^'6- den 24. apr. war anfangs Oiasonuk zuFlens-^"dannen er nach Coppenhagen, als Hof-Prediger be-irs Uden. Er starb an. 1670. den »5. dec. ließ Loncio-U>r genam??'«^0. 6so^ vus. 8^x ein buch das zustosseneWte u"""nt, Leipzig 1678. in 12. lekchen-predigten, und üder-^bsol "ULNNI Labores sasros lns Lateinische. , elos

,tz^uner, siehe Bremer.

Xch-BjA?' lat. Lrassra, eine stadt in Portugall, mit einem, liegt am fluß Cavado, e- meilen von der see, in"Ni,, "'"tz Lmrs Vourv s Minkn. Sie gehörte sonst zu Gal-P^,'7,.war eine der ältesten städte von Spanren, welche^a>ni Ir,'uao Braccara Augusta, und in dem irinersrio An-^ ^ vvrn-u^ genennet wird. Ausvnius zehlet sie unter dieäiston , ^adte in Spanien. Sie soll auch die restbentz

nvr, //. Theil.

der alten ^»epischen Könige , und unter den Gothen in gros-sem ansehen gewesen seyn. Die Ertz-Bischösie allhier nennensich krlmats 8 von Spanien. Denn als der Konig Alphonsus I.an. 1040. diese stadt den Mauren weggenommen, so war siedie einige Metropolitan - kirche in dem Christlichen theil vonSpanien , und blieb es auch bis aufdas jähr 1280. da Alphon-sus VI. die stadt Toledo eroberte; da dann diese wieder zu ihrerchmaligen Metropvlitan-würde gelangte, und weil sie vor die-sem und auch nunmehro von neuen der sitz der Könige war,sich einen vorzug und Primat über gantz Spanien anmaßte; sohingegen Braga nicht leiden wollte, als welchem sich die Bi.Aoffe m Spanien von an. 1040. bis auf die einnähme vonToledo unterworffen hatten. Doch ist dieser streit noch nichtausgemacht, und hat Bartholomaus 6s iVlLrr^ribus , Ertz-Bi-schoss zu Braga, an. i;6i. auf dem Loncilio zu Trident, dasrecht semer kirche wohl zu behaupten gewust. Um das jähr480. soll em Lcmsilium allhier seyn versammlet gewesen, der-gleichen wurden auch an. ;6;. 572. und 67;. allhier gehalten,und auf allen dreyen klinge Linons? gemacht, , Üiis>.

c. 41. , liu. VI. nitt. c. 1^. not. a6 Lcmsil.

Dusense. t'g/lo-rcet/o,. Vis 6s Dom Lartli. 6ss

Äliirt^eL- , ÄloNltrsn. Luut. toin. II. in annal.

, in e6it. LoHcil. , 6äIisöL

pag. 707. <Ls.

Bragadino , ist eine von den allerältesten edlen familienzu Venebig, welche daselbst, nebst denen Gmstiniani, Cornariund Bembi, die zahl der geschlechter, welche man die vierEvangelisten nennet, ausmacht. Deren vorfahren haben allde-rett in dem jähr 800. bey der fundation der Abtev cli 8an Livi-gio ÄlaMore ihre nahmen mit unterschrieben. Sie hat zwarkeinen Doge, aber sonst viel grosse männer in ihrer Rcpublickhervorgebracht, insonderheit den GeneralMarcum AntoniumBragadinv, von welchem hier ein eigener artickul zu lesen. Inwahrenden strettigkeiten der Rcpublick mit dem Papst Paulo V.war Ludvvicus Bragadinv einer von den sogenannten 8avigr-m6i. /« bitt. 6u Louv. 6e Vsnit. p. 192.

;o?. ;or. Le»rl>r tiiss. Venet.

Bragadino, (Marcus Antonius) ein Venetianischcr Edel-mann , war Gouverneur zu Famagusta auf der inful Cypernan. i57o..und-571. und muste diesen ort, als der succurs aus-sen blieb, nach einer langen belagerung, darinnen er sich mitunglaublicher tapferkeit gewehret, dergestalt, daß die Türckenüber 80000. mann davor verlohren, dem Vezier auf gute con-clitioneü übergeben, welcher aber selbige nicht hielt, fondern chnnebst dem Commendanten der garnison, Astor Baglioni, und vie-len andern Officirern gefangen nehmen ließ. Hierauf wurden alleChristen vor des Bragadini äugen aufs grausamste umgebracht,er selbst aber zu einem noch härtern tode vorbehalten; denn manließ ihm dreymal die säbel an die gurgel fetzen, wobey Braga-din sich unerschrocken bezeugte. Es wurden ihm nafe und ob-ren abgeschnitten, und er mit eifen an den füssen in das tiefstegefängnis geworffen, daraus er hernach von den henckers-knechten gezogen ward , damit er in einer butten denenjenigen ,so an ausdefferung der fortification zu Famagusta arbeiteten,erde zutragen möchte. Diese hencker zwungen ihn auch, daßer sich allemal mit dieser schweren last bücken, und die erdeküssen muste, so oft er bey dem Vezier vorbey gieng. Manband ihn auch an die segel-stange eines mast-baums auf einergaleere, schleppte ihn hernach auf den öffentlichen platz, wo,selbst er lebendig geschunden wurde. Doch konnte alles diesesgrausame verfahren ihm seine hertzhafftigkeit nicht vermindern,fondern er gab mit grosser beständigkeit seinen geist auf, nach-dem er den Türcken ihre untreu und grausamkeit vorgeworffen.Seine haut wurde mir saltz und wein-eßig gebeitzt, und ließ sieder Vezier mit Heu ausstopfen, und zu oderst an sein schiffbinden , sich damit auf den küsten von Egypten und Syriensehen zu lassen. Endlich kam sie in das arsenal nach Constan-tinopel, von bannen sie die Ander des Bragadins wieder zurückbekommen, und als ein zeichen von der tapferkeit ihres vattersverwahren. 6e bslls Lvpr.

Braganza, lat. ssriggmia und ssrigantium , eine stadt mPortugall , so einige vor der Alten LTliobrigs halten, liegt andem kleinen fluß Sabor, in der provintz Im I08 momes nahebey der stadt Miranda, in dem gebürge. Sielst die Haupt-stadt eines Hertzogthums, dazu bey 50. flecken gehören, undfindet man darinnen silber-minen. Die Hertzoge von Braganza,so von den Königen von Portugall herstammten , residlrten or-dentlich zu Viüaviciosa, nnd hatten vor den 6mn6e 6 Lspggnsdie freyheit, sich öffentlich unter den thron-hlmmel der Königevon Spanien zu setzen. Sie waren mich so mächtig, daß ihregüther den dritten theil des Königreichs Dvttugall ausmachten,und ihre einkunfte auf ,60000. ducaten geschätzt wurden , dar-bey sie viele/egslia und zur» hattm, und einen fast Königli-chen staat führten. S>e haben auch seit an. 1640. die Portu-giesische Crone erhalten. Alphonsus I. von Portugall, Hertzog vonBraganza, Grafvon Barcellos , und Herr von Guunaranes,war ein natürlicher söhn ^ohanms I. Königs von Portugall,welchen er mit der Agnes Perez gezeuget hatte. Er starb an.1461. und hatte von semer ersten gemahlin Beatrix 6e Pe-reira, einer tochter und rrbin Nunnii Alvarez von Pereira,Eonnetable von Portugall, Grafen von Barceüos, rc. Al-

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