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Zweyter Theil. Bi - C.
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Grafen von Sultz gekommen. Doch hat sich schon in dem XII.fteculo ein äst von diesem stamme in Lyrol ausgebreitet , undan. 1179. dievestungLaunedurg oder Leonburg innegehabt,nachgehends aber das schloß Brandts erbauet, und sich EdleBrandts von Launeburg geuennet. Brandochus, Berrhol-dus, Henricus und Conradus theilten an. 12; 6. ihre güther, dadenn diejüngsten das schloß Launeburg bekommen, und sichdavon Ritter genennet, bis deren nachkommenschafft an. 1461.ausgestorben; der ältere aber, dessen posterität noch jetzo flori-ret, erhielt das schloß Brandts. Jacob Andreas, Kayftrlichergeheimer Rath, hatte r. söhne, Andream Wilhelmum, Kayser-lichen Cammer-Herrn und Nieder - Oesterreichischen HosiCam-mer-Vice-Präsidenten,und Veit. Bennonem,Landes-Hauptmannan der Etsch, welchen Kayser Ferdinandus III. (Jmhof setzetII.) in den Grafen-stand erhoben. An. 1670. lebte Frantz Adam,der sich durch einige von dem Ertz - Hause Oesterreich und vonTvrol heraus gegebene schriften bekannt gemacht , und vondem ein eigener artickul folget. An. 1699. starb AdamWilhelm, 'Kayftrlicher würcklicher geheimer Rath , und derErtz-Hertzoqin Maria Elisabeth Oberst-Hofmeister, und hin-terließ Franciscuin Jacobum, welcher Kayftrlicher würckli-cher Cammer-Herr und Nieder - Oesterretchischer Regiments-Rath worden, und bisher in vielen wichtigen Verrichtungen undanvertrauten commißionen eine sonderbare dexteritat sehen lastsen; worunter noch an. 172;. die Bifthoffs-wahl zu Trident nichtdie geringste ist,als zu deren er von Jhro damaligen Kayftrl.Maj.neben Graf Carl Joseph von Guarient zu dero Lommiffsrioverordnet worden , welche auch in der that nach dem wünschund den ablichten des hohen Principal» , und mithin zu >e-dermans vergnügen, auf den berühmten Kayftrllchen Lssliotke-csrium und Lnäitorem äs ssor-t , Gentilvtti gefallen ist. An.1715. den ;. ian. ernennte der Hertzog von Savoyen einen Gra-fen von Brandts zum Gouverneur von Coni, welchen gleich dar-aufder schlag rührte, s Aus diesem geschlecht war auch Ortlieb,welcher das Bißthum Chur 22. jähr verwaltet, und an. 1491. ge-storben. Desgleichen Johann, so an. i;c>9. Dom-Probst zuChur, und Chor - Herr zu Straßburg war ; von welchem, undNudolff, Grafen von Sultz, die Republick der drey,Bündle»,die Herrschafft Meyenfelb, so denen von Brandts zuständig war,an sich gekauft. 8^^. cliron. XkTt. p. ;2Z. Brandts,Tyrolisch. ehren -kräntz. k. II. p- 4;. not. kroe. Imp. in

wsmiss. p. 660. StumpfensSchweltzer-chromck. Lehmannsjetzt-herrschendes Europa. *

* Brandts, (FrantzAdam) ein Graf, hatte erst zur ge-mahltn Mariam Antoniam, Grafens Johannis Antonit vonSpauer to chter, hernach Mariam Catharinam, eine tochter Jo-hannis Sigismundi, Grafens von Acham. Er war ein gelehr-ter Herr , und hat sich durch seine gründlich ausgearbeiteteschriften einen nahmen unter den Gelehrten zuwegen gebracht.Es sind aber folgende von ihm bekannt : Fruchtbringender Oe-sterreichifcher Lorbeer-zweig, Augspurg 1675. in 8. welches werckauch ins Lateinische vom autliore übersetzt, etwas vermehrterunter dem titul: Lama änftrises, Heralls gekommen. Des Ty-rol Ischen Adlers immer grünendes Ehren - kräntzlein, ss>. 1702.in 4. Isinaiinürisss, Botzen 1678. in 8. Ludovici Bertranbi,Papsts Pii V. und Paschalis eines Franciscaners lebens-beschrei-hungen. Hühners bibl. gensM. p. 411.

Brandts, das schloß und Herrschafft im Emmenthal gele-gen , ist nun der wohn-sitz eines Bernerischen Landvogts. Esliegt auf einem ziemlich hohen berge zur rechten fetten derEmmen,5. stund Wegs von Bern. Das Vogtey-amt begreift 2. kirch-fpiel.An. hat Wolfhart Freyherr von Brandts,das bürger-rechtzu Bern angenommen, wodurch die mannschafft und reis - zugOus leguel-e genannt) der Herrschaffts-lenthen zu Brandts andie stadt erwachsen. A». "1441. hat ein anderer Wolfhart vonBrandts und Verena von Werdenberg, seine gemahlin, die Frey-herrschafft Brandts, an Ludwig von Dießbach, Ritter und bür-ger zu Bern, verkauft. Allein der Stand Bern wollte solchesnicht zugeben, nöthigte beyde parteyen abzustehen , und nahmden kauf darauf um 6400. fl. für sich an. Es stehet aber imschloß Urbar zu Brandts, daß auch dieser kauf niemals zu seinerwürcklichkeit gekommen sey, und ist über dieses gewiß , daß an.14c-. eben dieser Wolfhart diese nemliche Herrschafft für sichund seine söhne Wolfhart, Siegmund, Ulrich und Georg, mit be-williqung der stadt Bern,, an Caspar von Scharnachthall Edel-knecht, bürger zu Bern und damaligen Landvogt zu Baden,um 4ico. fl. verkauft habe. Von denen von Scharnachthallist sie erbs-weise an Johann Friedrich von Mulinen gekommen,der sie an. 1482. Petermann von Pesmes, einem SavoyischenEdelmann, verkauft hat. Von ihmrst sie an seinen söhn Jaco-bum, und von diesem an dessen tochtermann Frantz von Mont-major an. 1547. erwachsen; dessen söhn Jacobus, Freyherr zuSillenö, sie endlich an. 1607. der stadt Bern um 17000. sonnen-cronen und zso. trinckgeld zu kauffen gegeben, da schon etlichezeit vorher die stadt Bern ihre Vögte, als Amts - verweftre imnahmen des Freyherr» , dahin gesetzt hatte. GtumpfensSchweitzer-chrvn. M8t. K varr«. *

Brandlinski, eine von den ältesten familien in Böhmen,welche vor allers die guther Brandlin und Wiskowitz besessen,und nunmehro dle Gräfliche wurde führet. George Walram waran. 1676. Vice-Landschreiber, wie auch Hvf-Lehn-und Cammer-rechts-Bevsttzer rn dem gedachten Königreich. Sein söhn, Jo-

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hann Rudolph, erster Graf von Brandlinski, besaß an. i?c>;.die charge eines Kayftrlichen Cammer - Herrn, ia

viaäoLlio. Weingartens Fürsten-spiegel, k. I. x. 101.

Brandmüller, (Johannes) 8 . ssbeol. vodk. und ProfessorXovi ssessamenti zu Basel, war gebürtig von Biberach inSchwaben, von geringen doch ehrlichen eltern, welche daselbstdas ftiler-handwerck getrieben. Weil er zu den studien gewied-met war, begab er sich an. iz;z. um die funbament in selbigenzu legen, nach Tübingen, so dann nach Straßbnrg, und end-lich an. 1^1. nach Basel, allwo er die grsäus ktiilosopkisosund zwar das NsMerinm zugleich mit dem bekannten Ca-stalione an. 155;-von Henrico Pantaleon ausserordentlich em-pfangen. Hierauf applicirte er sich auf allerhand studien, alsnemlich die Artzney-kunst, die Rechtsgelehrtheir, sonderlich aberauf die Theologie. Er wurde bey zeiten ins Predig-amt beruf-sen,. und zwar anfänglich nach Terweiler und Almschweiler ,welche zwey dem Bifchoffe zu Basel unterworffene dörfer inselbiger zeit der Reformirten religion zugethan waren, und ihrePrediger von der stadt Basel empfiengen. An. ,1; 54. ward erLr-epolitus Nlnmnornin, und bediente zugleich für eine zeit alsVisariun die krokessivnem ftbswricX. Nachdem er seine ge-schicklichkeit und gute lehr-art, sowol als seinen eifer und fröm-migkeit zur genüge erwiesen, ward er an. 1556. erstlich zuMHelfer in der mindern stadt, so dann an. 1565. zum Pfarrerdaselbst beruffen , und endlich zusamt seiner Nachkommenschafft4nn. 1576. von dem Magistrat zu Basel mit dem bürger-rechtbeschencket. Es wollte aber auch die dasige Universität diefrüchte seiner arbeit gemessen, machte ihn demnach an. i;8l>zum Professors llebrsiese LinZuse, als welchem amt er in die5. jähre mit rühm vorgestanden; und nachdem er neben anderndie theologische Profession eine zeitlang als Viearins versehen,wurde er an. 1586. an Wursteisens stelle zum Professors sskeo-lom-e oräinario ernennet, als er schon vorher auch die Doktor-würde erlanget hatte, auch das jähr zuvor an. 1585. nachdemtode Thomä Coccii und Simonis Sulceri, der zweyen kroket-farnm sslreologiX , l da zugleich Johann Jacob Grynäus an-noch zu Heidelberg abwesend war,) ihm alle fachen dieser Fa-cultät anvertrauet, und zugleich deren Decanat war überge-ben worden. Von seiner Hand hat insonderheit der berühmteAmandus Polanus ä Polansdvrff, sein nachmaliger 8nccessMin der theologischen Profession, die DoSor-würde empfangen.Den Decanat in Meologia hatte er zweymal, in Philosoph:»einmal, und die pector-würde zweymal bekleidet. MerckwM-dig ist , daß er währender zeit seines Ninisterii nzz?. predigten gehalten. Einen grossen tröst schöpfte er in seinem alter ausder beförderung seines sohns Jacobi, welcher ihm an. i? 89 'zum niit-arbeiter und Helfer in seiner kirche ist zugesellet wor-den. Mit Bullingero, Gualtero, und andern Schweitzeriftymssbeologib unterhielt er einen starcken brief-wechftl ; wovevdenn nicht zu vergessen ist, daß er die lehre Joh. Oecolampav"und aller Reformirten vom H. Abendmahl eiterig verfochten^und bey solchem anlas für die erhaltung der etnigkeit mit denübrigen Schweitzerischen kirchen ebensosehr gesorget, als andere an deren trennung gearbeitet. Seine bescheidenheit flMer an den tag in dem Handel mit Lescaille, wie es dieser .auwnach seiner Verweisung gerühmt hat, und seiner auftichttss)'giebt Ramus in seinem buch, S-ssle-, genannt, ein schönes ftWllis , wenn er ihn OecolsmoaclianLe fmesrimtis germannw mcessorem nennet. In Castalionis letztem willen ist er demhinterlassenen bindern zum Vormünder verordnet. In dem Ujähre seines alters, da er eben in auslegung des 6z.begriffen war , überfiel ihn eine tödtliche kranckheit, als ru-deren er auch an. 1596. im mertz dem tode übergeben w^-'Seine schriften sind : Gespräch von den früchten des glaubenleich-predigten, Hochzeit - predigten, 2. gespräch von der aussstehung und ewigem leben, rc. D. parem. --

biogr. Le. * ,,

Brandmüller, (Jacobus) des erstgedachten Johff"AssbeoloZi söhn, ist gebohren an. ^6;. Den Mzister-titMfflangte er an. iz 8;. Zwey jähr hernach ward er zum sw , are koetice8 IN dem ?ceä3goZio verordnet, blieb aber nicht u j,an dieser stelle, weil dieses kkeclsgogium (so ein mittel-orcssschen dem vymnssto und der Universität gewesen) in das ^mnastum verlegt wurde. Nachdem ward er zum Predw^xft

an der pest an. 1629. den 19. nov. und hinterließ z. söhne'Johannem, welcher ein Handelsmann und vatter Jacom ^mar , von dem ein besonderer artickul folget. 2.)des Raths , und ;.) Jacobum, welcher hernach zum -ptdienst m der mindern stadt gelanget. Seine im druckgangene schriften sind : änsft'iir, ssypic» Oomioic-rl. ^ s. ^0,.

cum oblerv. Lc. LpiKol. äxoKolie.

kveric. Lc. Ein anderer Johann Brandmüller, ^ sch-lief , und obigen Johannis groß-sohn, von dessen andern»ne Baruch, war 54- jähr lang Prediger zu Mühlhauftn82. jähr, und hinterliesse eine theils gedruckte theils m',Di-bene sammlung von allerhand nach Griechischer und 2."scher art in Teutscher spräche gestellten heroischen und a>getichten. *