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Zweyter Theil. Bi - C.
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Arandmüller, (JacvblM ein berühmter RechtSgelchrterBasel, und groß-sohn des ermeldten Iacobi Diuconi. von des-sen ebenfalls gedachtem söhne Johanne, einem Handelsmann ,s't gedohren zu Basel an. 1617. im sept. Er liehe so gleich vonwgend an einen fertigen geist, und absonderlich ein so fürtrefli-ches gedächtnis von sich blicken, daß, wo er einmal etwas be-griffen hatte , ihm solches schwerlich wieder entfallen konnte.4)en gründ seiner studien legte er theils zu Mömpelgard, theilsln seinem vatterlande. An. 16)4. erlangte er daselbst die lVla-Ni^r-würde, und legte steh hernach auf das 8ruäium Mis,voch so , daß er dabey die philologischen und philosophischensMenschafften keineswegs beyseit setzte. In diesem allem kamchm sein ungemcines gedächtnis so wohl zu statten, daß er noch«n ansang stiner juridischen studien alle ritu1o8 Digsstorum«ach ihrer ordnung, gleichsam spielend, auswendig gelernt ,«nd nachmals einst in Franckreich, als unter seinen mit-gesellenvon der ordnung gewisser tituln ein streit entstanden,, selbige«u deren höchster Verwunderung von ansang bis zu end erzeh-N und also diesen streit ohne weitere ceremonien glücklich ge-'«llet. Hierauf trat er eine reise an durch Franckreich, Engel-«wd, Holland und Teutschland , da er gelegenhelt hatte, sich«m vielen Gelehrten bekannt zu machen , wie er sich denn un-^ andern absonderlich in Holland Claudii Salmasti, DanielisH"nsti, Petri Cunäi, Constantini I'Empereur rc. gunst und"eundschasst erworben , als welche er auch nachwarts durchuries-wechsel mit dem erstem beständig erhalten. An. i6;y.wurde er nach ausgestandenem examine und abgelegten ge-wöhnlichen spSLiminibna, Lanäiäatue ffiri.8 , und ic>. jähr her-"Uch promovirte er in DoÄorsm. Er hatte im übrigen schonvor dieser zeit, mit erlaubnis der Universität, wiewol ohne öf-nMche,, titul über des Flori Dxiwmen Kittori-e knmans: mitMssenz nutzen der studirenden auf dem catheder gelesen, als°?'ual sonsten noch keine historische krofestlon zu Basel war.Au. Iü;2. ward ihm die krokeltto Inkimrionum aufgetragen,welche er auch 14. jähr lang verwaltet, nach deren ver-'"essung er zu der ersten kiokeklion in.juis, nemlich kanäsÄa-an. i666. befördert ward. Den Rectorat hat er zwey-wal, den Decanat bey der ssacult. furiä. aber oftmals gefüh-In der Rechtsgelehrtheit, und zwar absonderlich in rkec).

, hatte er es sehr weit gebracht, und sich fürnemlich durch. ue vielfältig wiederholte adhandlung der in Lorpore^uris be-uchftnen Materien eine ungemeine fertigkeit in exacter anfüh-g«ng und recension der gesehen zuwege gebracht, da er hinge-U don der xrsxi nicht viel wercks machte, und vermeynte,^ » es einem nicht wohl möglich in beyden studien dievollkom-Wit zu erreichen. Durch seine geschicklichkeit in surs hatlen > uuch einen solchen nahmen erworben, daß ihm zu gefal-e^Ilne grosse anzahl vornehmer 8wäioson,m auch aus sehr,'EMen orten nach Basel gekommen , zu deren Vermehrungbeschafftes und fröliches gemüth, und daher Siessender ange-ha,c Umgang ohne zweifel nicht wenig beygetragen, und über-biun, von ihm mag gesagt werden, daß sein freyer und aufge-Mr geist die gemüther aller studirenden auf eine unge-b-Ro weise anzöge, so daß sie diesen ihren kroksklarem eben sosuchten/ als man etwan andere zu fliehen pfleget; wieberimmer eine starcke anzahl fremder studirenden in fei-gen k^uen behausung logirt hielte, und ein besonderes vergnü-bükli^^ i durch tägliche und familiäre conversation selbigenHoni^M seyn. Er hatte über das eine tiefe erkanntnis von denstet antiqnitäten und denen lärsris Kum:mionk>u8, und

des in sehr leicht, einen jeden -mchorsm clstUcum, bey-

ancb" Versen und in prota, nachzuahmen, gleichwie er sichten ki^Io durchgehends beflisse, die schreib-art der Al-

di,^« "essen; und ist Hiebey merckwürdig, daß ihm die ge-wie kAb eede bey jedem anlas fast mit gleicher geschwindigkeitoberungebundene, aus mund und feder geflossen , wobey ereine n?c^en durch ein allzu hohes und verstiegenes Wesen inte x>> ^vrießliche obscurität verfiele. In seiner lehr-art gebrauch«Eeit a>,n eehand compenäia, wüste sie auch je nach der fähig-en, discipeln sehr geschickt einzurichten, konnte sich beyne-and-x Aveelich in vergleichung derer dem schein nach wider ein-knvss,,1"Usienden gesetze, sowol als in auflösung eines zweifel-«N.,? uisgemein, trrflich heraus helffen. Er starb im sept.Und ?achdem er seine gantze lebens-zeit meistens in guterausa^uuuoiger gesundheit zugebracht hatte. Seine in druck8nys ^evene schriften find : Disput. äs Dsge. Disput, varii r>r.ersch-U"' welche unter andern nahmen iu wm. Disput, öslil.U.^U ; i>Ianuäucki<. 26 äus Lanon. L Liv. DubiaIuriä.l ltXLmsu äurici. Loritrsckt. emenä. §tc. L-c

!i>§g^dolmi, siehe Bracciolinus und poggius Brando-

(Aurelius) gebürtig von Florentz, wurdeguter M^nannt, weil er triefende äugen hatte. Er war einsche sA- r, MuliLus und Poete, weswegen ihn der Unqari-rie,,, ,'ug Matthias Corvinns nach Ofen berufte, die Orato-vichtet p?en. Als er solches viel jähr zu Ofen und Gran ver-^iner-örk-M vr wieder nach Florentz, begab sich in den Augu-Arien ssÄ .' und wurde einige zeit hernach Priester, da er inr-sy» m ^lgten einen grossen zulanf hatte. Er starb an.^killnD- Pest zu Rom , und hinterließ Lommenturium in^vsötatum äs Dess ; ksraäoxä Lliriüisna;rr'ltor. //. Theil.

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Diologum äs buman-e vit-e conärtians L tollenäa corporumcegriluäius; äs Kations scribenäi. Er hat auch die biblischeHistorien in heroische verse gebracht. äs scr. Lu-

Zuttin. in bibl. äs ssript. klorent. Wi-

tom. II. , in äiklsrt. äs ccuois lspientia so

eruäitions claris.

* Lssandolinus, (Thomas) ein sehr gelehrter Dominica«ner-Mönch und vortreflicher Prediger zu Neapolis, wurde, nach-dem er durch alle stufen seines ordens die vornehmsten stellenerhalten, von Paulo V. aufrecommendation des Cardmals Ca-jetani an. i6i§. den 2. dec. zum Bischofs zu Minori befördert.Er hat solche würde mit grossem rühm verwaltet, den Bischöff-lichen pallast neu aufgebauet, die cantzel in der Haupt-kirche nebstvielen sehr kostbaren meß-gewanden hinein verehret, und so vieleproben semer gottesforcht, ungemeiner wissenfchaffl und klugheitspuren lajstn, daß dahero der König von Spanien ihn nebst demCardmal Iulio Sabello zum Ertz- Bischoff von Salerno vor-geschlagen , wvrzn aber der letztere von dem Papst erwehlet wor-den. Er hat 21. jähr gesessen, und ist den 29. febr. 16; 6. gestor-ben. Seines vatters brnder, Scipio Brandolinus, war Marg-graf zu Mileto und Konlgucher Cantzley-Dirsetvr ^ Neapolis,dessen söhn aber, Joseph Brandolinus, ist Kömgl. Rath gewe-sen. in tbeatr. T'oppi, bibl. dlsp. t/Zt-k/Zr« , Ital.

lssr. tom. VII. p. ; 16. Ledarä, soript. o. k. tom. II. pag.487- log-

Brandon, (Carolust Hertzog von Suffolk, war anfangs einblosser Ritter, wurde aber nachgehends mit der einzigen rech-ter und erbin Johannjs Grey versprochen, und bekam mit der-selben den titul eines Discount oder Burggrafen von Lisle.Weil diese seine braut, die als ein kind mit ihm verlobt wor-den, noch vor Vollziehung der Heurath mit tobe abgieng, so ver,losch mit ihr der gedachte titul. Hingegen machte ihn an. iziz.der König Henricus VIII. dessen absonderlicher favorit er war,zum Hertzoge von Suffolk. Als jetzk,gedachter König in ebendemselben jähre sich in Tournay aufhielt, hätte es nicht viel ge,fehlet, daß zwischen des Kaysers Marimiliani tochter, Marga,retha, verwittibter Hertzoqin von Savoyen, und diesem neuenHertzoge eine hemath wäre geschlossen worden. Dieser mustean. 1514. seines Königs schwester, Maria, dem Könige vonFranckreich, Ludovico XII. als gemahljn, zuführen. "Er selbst,der Hertzog, war in priese Printzeßin heftig verliebt, und sie ih-res orts hielt gleichfalls sehr viel auf ihn; wie er denn der woyl-gestalteste und galanteste Cavalier an dem Englischen Hofe war,und an geschicklichkeit in Ritterlichen Übungen fast nirgends sei-nes gleichen hvtte. Da nun etwan 2. monat nach dem beyla-ger der König Ludovicns XII. mit tode abgieng, ward der Her-tzog von Suffolk aufs neue nach Franckreich geschickt, um dieehemalige alliantzen mit dem neuen Könige Francifcv I. imnahmen seines Königs zu verneuern. Hierbey vergaß der Her-tzog nicht die verneuerung seiner vorigen liebe, und wüste dieKönigliche Wittwe dergestalt einzunehmen, daß sie sich heim-lich, jedoch mit Francisci I. einwilligung, mit ihm vermahlte.Sein gröstcs glück war, daß eine so kühne Handlung ihn kei-neswegs der gnade seines Königs beraubte, als bey welchemdie Vorstellungen seiner schwester , ingleichen Francisci I. unddes bekannten Wolsey so viel ausrichteten , daß beyde neu-ver-mählte noch in dem jähr 151;. zurück nach Engelland kommendurften, und die ehemalige gewogenheit bey ihm fanden. An.1522. commandirte er in dem znge der Engelländer gegenFranckreich, ingleichen an. 152;. da er aber beynahe wegenschlechter Verrichtung in seines Königs Ungnade gefallen wäre.An. 15,6. brauchte ihn Henricus VIII. eine in der gegend vonLincoln entstandene rebellion zu dämpfen, und an. 1544. com-mandirte er das corps äs batsille bey dem feldzuge, welchendieser König wider Franckreich vornahm, in dessen nahmen erden 17. sept. die eroberte stadt Boulogne in besitz nehmen mu-ste. Er starb im augusto an. 1545. und ward von HenricoVIII. auf eine gar ungemeine art bedauert, welcher ihm auchein recht Königliches begängnis halten ließ. In seinem lebenwar er nicht weniger bey dem volck, als bey dem Adel, beliebt,und dieses hatte er sich durch seine ansehnliche gestalt, durchseine geschicklichkeit, durch seinen tapfern muth, durch fer-nen muntern geist, durch seine freundlichkeit und durch fer-ne magnificsntz zuwege gebracht. Er hat vier gemahlmnengehabt , i.) Margaretham Nevil, eine tochter des Marg-grafen von Montagu und des Ritters Mortimer wtttwe, dieer, wie man sagt, verlassen, ohne daß er ordentlich wärevon ihr geschieden worden ; 2.) des Lords Powrs, oder,wie ihn andere nennen, des Ritters Brown, tochter, von wel-cher er 2. töchter gehabt; ;.) die abgedachte Mariam, verwitt-wete Königin von Franckreich, eme FurMn von unvergleichli-cher schönheit, welche an. . «Meng , und zu

Edmundbnry begraben ward. Er hatte von einen

söhn, Henricum Brandon, welcher unverehellcht starb, und 2.töchter, von welche» die älteste, Francrsca, sich au HenricumGrey, Marggrafen von D^rstt, vermahlte, und mit ihm einemutter der unglückseligen rohanna Grey wurde , welche alsernennete Königin auf defehl der rechtmäßigen Königin Mariaan. 155z. ihr leben durch des henckers Hand verlohr ; die,jüngste aber, nahmens Eleonora, vermählte sich mit HeinrichClissort » Grafen von Cumberland ; 4.) eine Baroneßin vonWilloughby, Mit welcher er 2. söhne zeugte, nahmens Hen-

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