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gestorben. Sebastian war an. 1526. Abt zu Kempten, und'ward in dem damaligen tumult von den bauern gefangen genom-men. Christoph hat zu ausgang des XVI. Lculi gelebet, undsein geschlechr fortgepflantztt. Hund meldet von diesem geschlecht,daß die stadt Nürnberg von demselben das hohe oder galgen-ge-richte durch 2. Rathsherren um einen Lorentzen-güldm zu lehnempfangen müsse. Hund, Bayr.stammb. k. II.
Brertenstem, (Breitenbach genannt von und zu) eine alteadeliche famuie im Rheinlande, von welcher Conrad lBreiten-bach ums jahr r z iy. als des Teutschen ordens Ritter und Com-tur zu Sachsenhauseu gelebet. Johann hat sich ums jähr 1400.zuerst zu Breitenstein beygenahmet. Sein enekel Bernhardwurde V. ss I). Ritter von Jerusalem , Dom - Dechant undCämmerer des weltlichen Gerichts zu Mayntz, wie auch Chor-Herr zu St. Alban. Dessen bruders söhn, Johann , ist an.
als Fürstlicher Hessischer Rath und Amtmann zu Biden-kap verstorben. Nachgehends ist Gerhard an. 1600. als Chur-Mayntzischer Ober-Jägermeister mit tobe abgegangen. GeorgeFriedrich hat an. 1650. als Ober-Vorsteher der Hessischen Ritter-schafft floriret, und ist ein vatter gewesen Jörge Friedrichs,Chur-Braunschweigischen Dragoner-Obersten, und Jörge Lu-bewigs, der seinen stamm mit zwey söhnen fortgepstantzet. Hum-brecht, vom Rhein. Adel. rab. 180.
* Bretthaupt, (Joach. Just.) der heil. Schrift voäkor,Abt des klosters Bergen, General-Superintendent und 8emordes LonINorii im Hertzogthum Magdeburg, wie auch dertheologischen Facultät zu Halle. Er war zu Northeim, allwosein vatter Christian Breithaupt Vastor, und Superintendentder Hohnstädtischen Kirchen - Jnspection war, im febr. an.
gebohren. Nachdem er guten unterricht in Hum-miori-bus von seinen brüdern genossen , auch an eigenem steisse nichtsermangeln lassen, gieng er an. 1676. auf die Universität Helm-städt. An. 1680. ward er LonreÄoi an der schule zu Wols-fenbüttel, welches amt aber er im andern jähre mit einer öf-fentlichen rede äs kietati« Ouitu in scholl« nscessurio , welcheauch gedruckt worden, beschloß. Hierauf gieng er nach Kiel,genösse von Kortholten gantz besondere freundschafft, und di-sputiere einmal unter ihm, dessen er sich auch, und zugleichWasmuthii und Franckii Unterrichts bediente. Hierauf läse erdaselbst privatim Lollegia Homiletica , Wie auch andre Tliso-losica nebst üxaminatoiü« Und visputatorii«. Von hier gienger nach Franckfurl am Mayn, genösse daselbst viele liebe vonSvenern und Holtzhausen. Man berufte ihn aber bald wie-der nach Kiel zur krokellions Ilomiletica, welche er mit einerrede äs Homilet,ci« DiKLultatibu«, die auch hernachmals ge-druckt wurde, antrat. An. 168;. ward er zum FürstlichenHof-Prediger, Beicht - vatter und Consistorial-amt zu Sachsen-Meinungen beruffen, nachdem er zuvor noch zu Kiel vicen-tiacus IchsoloZiL worden. Von dar kam er an. 1687. nachErfurt als kaüor an der Haupt-kirche, erhielt auch das Se-niorat des Evangelischen Stadt - und Land - Mnisserii, undkrokellionem Tbeologicam Lugnll:mre LonseNom«. Kurtzdarauf ward er auf der stadt Unkosten IbeologiR voÄor zuKiel. Zu Erfurt liesse er sich nach diesem fleißig finden,Hielt in Archen und schulen öfters visitstione«, disputirte steiftfig. An. i6y->: verlangte man ihn nach Hildesheim zur Su-perrntendur, muste aber, weil die Erfurter ihn nicht vonsich lassen wollten, selbiges ausschlagen. Indessen folgte er dasjähr darauf dem ruf Seiner Churfürstlichen Durchl. zu Bran-denburg , die ihn zum krokelloie TheoloZi-s und vireckore desLeminLni ideolo^ci bey der neu anzurichtenden Friedrichs-Univerfität, zum Magdeburgifthen Consistorial-Ralh und Pre-diger bey der Dom-kirche in Halle bestellten, welche ämter erMit einer rede 6s Xekormatiorii« XvLnZelicD OLtura L iuäolsantrat, auch selbige rede drucken ließ. Er bekam schon damalsgrossen zulauf in seinen Lolls^i« , hielte äs IVlytterio Vincisdie erste Theologische disputation daselbst. Als hierauf an.1694. die Universität zu Halle in demselben jähre inauguriretwurde, verrichtete er an zwey Candidaten die erste theologi,sehe Promotion in gegenwart Seiner Churfürst!. Durchl. Zwey-mal, nemlich an. 1698. und 1707. verwaltete er das Prorecto-rat. An. 1709. ward er Abt im kloster Bergen, und starb end-lich an. Von seinem unermüdeten steisse zeugen ausserschon gedachten seine häufige schriften, derer wir hier ein Ver-zeichnis geben wollen: Inst. Itieol. wm.l. L II. Halle 1694.in 8. welche nachmals wieder weit vermehrter aufgelegt wor-den , st>. WIN. I. 1716. tom. II. 172;. tom. III. I7Z2. Hisse«sreäenäorum L aaenäorum sunäamsntLls« in 8. welche auchTeutsch durch Crasselium heraus gekommen; Instirurio Her-rneneurieL 6c Honiiletica ex Irkk. IV. äe Ooc^rina
ckriümns, Kiel in 4. Halle in 8. Saltz der erden nach Match.V. iz. beydes lehrern und zuhörern zur Warnung, Halle 1725.IN 4. vollständig aber, ibiä. 1729. in 4. Klosterbergische Char-freytags-vredlgten, Magdeburg 17;r. in 8. äs 8ruäü Theolo-x,cl necsi^rü« tridus säminiculi«; äs Lauäibus IllustristimiLeckeiiäorki; äs 8w6ü vo^mmici necessstste; äs Lxercita-tionious UocimEci«; 6e Rxercitstionum äisputawriarm»utäimts atgus sbusu ; 6s Xstione äilpuwnäi Obristianorumpropn-i; 6s Usussibu« arnäü ; äs?srtibu« 8tuäii Homilsrici;äs kLscnae!« stnriguirntibus; äs kekivstyre kenrecostali; äsLliristi Lterua vsMtte ; äs IncsrnEom« kru-stibu« ; äs Lxi-»amuoiUL kartibu«; äs Lkrist, krissemis; äs stexm Liiriüi
L äuZusti äiscrimins; ApoloZeiicum; äs Ipvocatione 8»u-cstorum; äs U^mno stngelico; äs ka<stc> sibrskymico; äskrorev-MAsIio; äs Orgtir, vomini ssesti Lbristi in 2. ( 7 or. XIH-.iz. äs Insorrupw 8piriw; äs Xelurreclioni« Lognicions speixlenistimL ex nsturslibu«; äs 8piriw« 8. krrestäio , gurren-äo anre omnis; Lpologstisum; äs Oivina Lbristi kerson»Ntgus Lstsntis creäiw necelstiri-t; in Kam. I. 4. gnomoäo^estl« Liiristu« Oominu« noüer äestnitu« üt kiliu« Oei ex ste-surrsistione ä morwis; äs Universttsts lentecostgli semulsnäsin stc^äsmü«; äs lVlLgnituäins äivini benestcii Xepotem ste-ßium Isrgisnti«; äs 8piriru« 8. Lommunione in 2. kar. XIII-iz. 8eculars äs anno 1717. äs katali lud ejusäem vnni sxi-tum Oiluvio; LxeZetis-i in Lpistolss kanlina« ; WvhlgemeynteWarnung ; Lontra Ims^inem kistismi pro veritaw juäisium ^testimonium; stnimaävsrsio äs artic. sunänment. nä visp. äsUsereli; Lonürmatio stpostoliss aä visp. äs vern noritia suckswinserri« äsclMtionibu«; Lommsnmriu« koecisu« in krovsrbiaL LLLlssiastem; Lcssäunt 8acr-i anniversaria in 8- k Nsgäe-bur§. 1717. in 4. LpiArammata Liblics.
* Breithaupt, (Joh. Jacob) war zu Dransseld im Göt*tingischen an. rS6->. den 6. jan. gebohren. Nachdem er zu Govtingen seine schul-studien adsolviret, gieng er an. 1682. nacllJena, woselbst er auch und zu Erfurt fleißig LolIsZis last.An. 1691. ward er Prediger zu Steinau in der GrafschawHanau, an. 1694. andrer Stadt-Pfarrer in Hanau, und «sdem dastgen Gräflichen Lonstüorio ststeüor . in welchem jähreer auch geheurathet; an. 170z. Hof-Prediger, und an. 17^-Kirchen - Rath und Superintendent der Evangelischen kirchesin der Grafschafft Hanau - Müntzenberg. An. 1720. den - 7 -sept. beschlösse er sein leben. AufLandes-herrlichen besetz! m>uste er den grossen und kleinen Hanauischen Catechismum verfer-tigen. Man hat auch von ihm allerhand leichen - predigten-
inem. OLplawn. p. 22. Isgg.
Breitinger, (Johann Jacob) ist an. 1575. zu Zürichgebohren. Weil er seinen vatter in der kindheit verlohren 1ward er von seines groß - vatters bruder Herrn StatthalterChristoph Breitinger aüferzogen, und zum studiren angehaltenweil er aber die schlechte beförderung in den schulen wahr-genommen , so hat er von den stuäü« absetzen wollen, vs»welchem vorhaben aber ihn seine Mutter abgehalten. Er Ealso neuen muth, und wandte solchen fleiß an, daß er in knr-tzer zeit in den wissenschafften ungemein zugenommen. A»'159z. retsete er nach Herborn nnd an. 1594. nach MarpuUBremen und Franecker in Frießland, allwo er zweymal oc-fentlich dlsputiret hat. Nachdem er die fürnehmsten städtes'Holland durchreiset, zog er an. 1996. nach HeidelbergBasel. An. iz97- ward er Pfarrer zu Zumickhen. An.krrxcepwr im L^nuiysio zu Zürich. An. 160z. stroksstorgices im Lollsgio Humso. An. 1611. Oi^sonu« zu St. Prst can welchem dienst er bey damals graßirender pcst (in welEin und um die stadt bey 9600. menschen gestorben) grosse w»he gehabt. Man hat ihm zwar damals die krokM-w^TlisoloAiLLm angetragen, allein er hat ste abgebäten.
161;. ward er Pfarrer zum grossen Münster, und an. 1618- "er von seiner Obrigkeit auf den 8vno6um nach Dordrechtschickt worden, allwo er sich durch seine gelehrtheit, treffetrathschläge und derteritat sehr berühmt und beliebt gewaUEr starb an. 1646. den 26. mart. und hat verschiedene stM"hinterlassen, worunter seinesynodal-sermonen undcreta8xnoäi voräracsnN befindlich. /satti-rZex. scbol.p. 74. <L Helvet. klrchen-hlst. k. III. p. 100;.
Zürch. geschlechlb. *
* Breitschwerdt, (Vitus) lebte zu ansang des 17.Hunderts, und war aus dem Würtembergischen gebürtig,ward erstlich der stadt Augspurg, hernach der Reichs-MV^schafft in Schwaben Consulent, und endlich Würtemberg»"V.Rath. Man hat von ihm vilcurlu« L Xespons-l xvnAo ^vsrsorum Zi-ivsminum Xobilitgti« 8uevicR immeäistre cg"äivsrso«; Lons-Iium äs jurs Immeäi-tti Oräinis LguestclSX. I. circ-r Lxercitium religioni«, welches in sslimsniw ^ ^plew 6c comin. p. 4;o. secicp befindlich. Acko/ev , bim- ->Xubl. II. 98. p. 4;i.
Breitweiß, siehe Brettwitz. „
* Breland , eine kleine insul, nahe bey den abendländi^j-küsten von Cornouaille. Sie liegt nicht weiter als fum
sche weilen von dem vorgebürg, rbs I-snä« Lnä genau!"-
* Brembati, (Pinamons Peregrinus) ein Dom"'"aus Bergamo, von vornehmen und reichen eitern ge^ ihatte lura studirt, und sich in seiner vakter-stadt in gE- Zu-sehen gesetzt, als er bey schon ziemlichen jähren den P. wlick(nahm, welches an. 1219. geschehen seyn mag^ Adarauf an. 1226. der erste Prior in dem kloster St. vMacißzu Bergamo', nachdem sich die Dominicaner aus ^ y,sMagdalena dahin niedergelassen hatten, welches ann ^an. 1266. in welchem er den z i. jan. gestorben, nnt ve»' -„x,.einer grossen Heiligkeit verwaltet hat. Seine schE" „1-
LIsü-i L vitL 8. 8. Ll-ximäri, 6rst«, Xirmi, L X""gleichen OräinLtionss L rsssulL Lonsortli rnilericoic"^mi, zu dessen stiftung er sein meistes vermögen beytritt in den orden verschencket hatte. Es gedencken