Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Breuberg , eine kleine stadt nebst einem berg-schloß inFran-cken am Odenwalde unweit Erpach gelegen. Sie stehet samtder zugehörigen Herrschaffl unter der Grafen von Lowenstein,Wertheim und Erpach gemeinschafftlicher botmäßigkät, wor-über zwischen ihnen an. ein vergleich getroffen worden.Als aber in dem ;«>. jährigen kriege einige streitigkeiten unterihnen ausbrachen, hat man solchen in dem Westfälischen frie-den abgeholffen. 2^. roxoZr. Franckenbergs Herold.

* Breverus, (Johannes) ein Doökor TKeologiX, geboh-ren zu Eisleben, wo sein vatter, gleiches nahmens mit ihm, dasConsistorial-Secretariat verwaltete, den n. mertz an. 1616. warzu Riga anfangs krofellor kostices und Orstoris- , hernachauch liikorucrum , und ward endlich kastor Lrimarius, flllelsor-es Königl. Lonüstorü und Superintendent. Er starb an.,701. im augstm. Seine schriften sind: vispurationes varire ,als: äe Verübe kliilosopbis: sä Tbeologicim relatre^Riga 1646.IIeLS8 stxwMLwm Aleialium L Livilium, ib. 1647. IngaLcloZgrum kliilosoptiicarnm, ib. 1648- äe kietats LIsxiinäriM. interns L extern«, ibiä. Uemori« IleformÄtiums in Lc-clest« stigenst; äe Fundus Alajell. <Lc. Or«tione8 in 2. thei-len, Franckf. 16; z. in 8. Lonciones kunebrss, Riga in 4.Latschest8 Leim. ibiä. rüZi. in 8. üänmbratic, Ursel. vogm.L Noralk, ib. 1686. in 4. Laien« Meol. ib. 1697.

Kigs licteiac. meiner. Ideal.

Breugel, (Peter) ein kunstreicher und fürtreflicher Mah-ler. Er war eines dauern söhn in dem Brabantischen dorfBreu-gel, und hat die kunst von Peter Koeck und nachwärts von Hie-ronymus Koeck erlernet, aber in Franckreich und Italien zurVollkommenheit gebracht, also daß er sehr geschickt war , allesmit dem Pinsel vorzustellen. Seine Wohnung hatte er m An-torff allwo er an. is?l. in die Mahler-Gilde gekommen. Son-derlich hat er ercellirt in abmahlung der actionen, die unterden bauers-leuthen , bey Hochzeiten, lantzen, gelachen rc. für-gehen , und deren geberden und thun unvergleichlich wohl undsehr natürlich fürgestellet, wie er dann gar oft sich Hinalis aufdie dörfer begeben, um alles wohl in augenschein zu nehmen,worzn ihm seine grosse einbildungs-krafft sehr behülflich gewe-sen. Er hat zwey gleichfalls geschickte söhne hinterlassen, nem-jich veter, einen contrefait-mahler, und Johann einen land-schafft-mahler. Sandrarts Academie, d. II. x. 29.

* Breukeland, s Jacob) war an. 1666. zu Naerden ge-bohren, und zu Tergös in Seeland anftrzogen. Er studirte an-fänglich zu Utrecht, und darnach zu Groningen, und legte sichauf die Gottsgelehrtheit. Er wurde hierauf an. 1689. nachSt. Anna indem Holländischen Flandern, nahe bey Eclufe,zu predigen beruffen. Sieben jähr hernach bekam er einen be-ruf nach Westersonburg auf der insul Walcheren, allwo seinepredigten ihm einen so grossen rühm erwarben, daß er an. 1704.nach Middelburg beruffen wurde. An diesem ort starb er an.1724. Er hatte in beyden seinen ehen 21. kinder gezeuget, da-von aber nur;. töchter ihn überlebet. Man hat von ihm inHolländischer spräche verschiedene tractate über die lehre von dergnade, und dem glauben rc. wie auch Lkronologiam 8«cr«m,welche erst nach seinem tobe Latein heraus gekommen. Großallgemein Holl. Lexikon.

* Breuil, , Joh. Tronchin äu) war zu Genfan. i^r.

den 9. febr. gebohren, gieng im 10. jähr auf die Universitätnach Saumur, und ward daselbst im 16. jähre iVl«giiIer. Er zognach Holland, und erhielt zu Amsterdam das privile^ium überdie Französische zeitungen, woran er von an. 1691. fast zo.jahrgearbeitet. Bey der staats-veränderung in Engelland gab er ei-nige brieft unter dem titul: Leltre8 für Iss NÄtiere8 äu TelN8heraus, die bogenweise verkauft, und von an. 1688. bis 1690.fortgesetzt worden. Er starb an. ,721. den 7. octob. und ließiurtrss clu 8.01 äsl« Lr«näs-Lrst«gne «!« Hansen 1691. 8e-lstion cle I« Lampsgne cle ?I«näre <L clu liege cie Mmur en1695. Liulvßues lur 1e8 Notiere« clu lems coneernant l« lle-liZion, Amsterd. 1700, 8emargue8 für l« Lettre p«stor«Ie äsMr. I'Arckevegue äe pari« «nx nouveaux reünis äe Ion vio-cess, Amsterd. 17°°. in 4. äkr 8avEi72i. äee.

* Breul , ( Iac. äu) ein Französischer Mönch in der Ab-tey St. Germain-äe8-kre8, gab heraus Nmeini gest« kr«nco-rum, und dessen Iflbro« äuv8 äe Invemione L Tranblstionecorpori« 8. Vincentii LevitX ; Abboni« Lutetiam « Alormsnni«vblellsm, Wie auch Leoui8 N«rlie«ni Lkronicon Lassmenisund anders mehr, Paris 160;. in fol. le Ibeatre äe8 stntigui-ts8 äe k«ri8, ib. 1612. welches an. 1614. nebst dem 8uppls-wsnto wieder aufgeleget worden; Isslorl Oripines cum neti«,

ibiä. 1601. so zu Cöln an. 1617. gleichfalls in druck gekommen.

Brenner, ein vornehmes Gräfliches geschlecht in den Oe-sterreichischen crb-landen, hat seinen Ursprung aus den Nieder-landen, von bannen Andreas Brenner an. 1402. in die Steyer-marck gekommen, und zum Lands-Verweser ernennet worden.Sein söhn, von Elisabeth von Gleinitz, war Philipp Brenner,Lands-Verweser m Steyr «11.1447. welcher mit einer von Holl-ueck Johannem zeugte, der mit seinen beyden gemahlinnen ver-schiedene kmder hatte, davon aber nur 2. söhne, Bernardus undFridericus, aus der andern ehe mit Agnes Narringerin , ihrgeschlecht fortgepflantzet, wiewol Bernardi posterität mit seinenrnckeln wiederum verloschen; Fridericus aber, Ritter, hatte

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mit Margaretha Freyin Raiibevin und Barbara von Traut-mannsdorff 12. kinder, und wurde ein stamm-vatter des nochjetzt florirenden Breunerischen geschlechts, welches sich durchseine zwey söhne, Philippum und Christophorum, in zwey linienabgetheilet.

I. Philippus, Freyherr aus der ersten ehe, Kaysers Fer-dinandi I. Cammer-Herr und Hof-Cammer-Präsident, starb an.i?;6. nachdem ihm Elisabeth, Seiffridi von Windisch - Grätztochter, 14. kinder gebohren. Darunter vornemlich zu mercken,i.)Seiffridus, von dem hernach; 2.) Godfried, dessen söhn Ca-spar von Anna Maria von Trautmannsdorff ein vatter wor-den Philippi Friderici, von dem ein besonderer artickul han-delt, und Godofredi, so als Hauptmann, beyde aber ohne er-ben gestorben ; ) Fridericus, so Kaysers Rudolphi ll. Abge-

sandter zu Constantinopel gewesen, und in ledigem stände mittobe abgegangen ; 4.) Helfrid, so mit Helena Langin von Wel-jenburg nur eine tochter Elisabeth,, so an Georgium ErasmuM/Freyherrn-von Tschernembel vermählet worden, gezeuget; undJohannes, so an. 1594. gestorben, und von Barbara, Grä-fin von Hardeck einige kinder verlassen, von denen JohannesFridericus, Dom-Dechant zu Ollmütz gewesen, und JohannesPhilippus von seiner gemahlin Eva Regina Breunerin, einvatter von zwey söhnen , Franciscv Alberto und Johanne Phi-lipps, und zwo tochtern worden. Seiffrid, der älteste söhn Phr-lippi, war gebohren an. 15 ;8- und wurde Kaysers Maxinulia-nill. Reichs-Hvf-Rath, und Kaysers Rudolphill. Cämmerer,wie auch an. 1587-Statthalter in Nieder-Oesterreich, welchesamt er aber an. 1591. schwachheit halber abgetreten , und den7. jun.an.i 594.gestorben. Mit Elisabeth, ChristophorhFreyherrnvon Eytzing tochter, hat er fünf söhne und zwo töchter gezeuget,von den söhnen haben Seiffridus Christophorus und Johannesihr geschlecht bis auf jetzige zeiten fortgepflantzet.

Seiffrid Christoph, edler Herr von Stätz, FreyherrStubing, Fladnitz und Rabenstein, Herr der GrafschaffkAspern, Iruspach und Lainitz, Kaysers Ferdinandi II. geheimerRath, Cämmerer und Nieder-Oesterreichischer Regierung Statt-halter, Ritter des güldenen Vließes , und oberster Erd-Cämine-rer im Ectz-Hertzogthum Oesterreich unter der Ens , hat denenvier Kaysern Ruoolpho II. Matthiä, Ferdinands II. und III- ichgeheimen-deputirten-Hof-Cammer-nnd andern Räthen, desglei-chen auch als Hof-Cammer-Präsident, Nieder-OesterreichiMrLand-Marschall von an. 1620. bis 162;. und Statthalter da-selbst von an. 16; 6. bis 1640. gedienet. Bey den Kaysern Äiat-thia, Ferdinando II. und lll. ist er Cämmerer, auch Ertz - Hff-tzogs Maximiliani Cämmerer und Rath, und der vornehmtDevutirte gewesen, der auf beseht Ferdinand! ll. damals nochKönigs, und gedachten Ertz-Hertzogs Maximiliani» den Cardi««"Klesel gefangen genommen, und nach Tyrol in verhaßt geführt,wodurch er sich bey dem Kayscr Matthia übel angeschrieben, ba>oaber wiederum zu gnaden aufgenommen worden. An. 1620.0^ihn der Kayser Ferdinandus II. mit dem obersten Erb-Cämnff-rer-und obersten Spiel - Grafen - amt in Oesterreich belehnet -nachdem im selbigen jähr , das Freyhcrrliche Eytzingerische Eschlecht ansgestvrben war, welches diese ämter besessen hatte.starb an.io^i.in hohem alter, und hat drey gemahlinnen gehabt-mit der ersten, Anna, Leonhardi, Freyherr» von Harrach tEter, und Ferdinandi Grafen zu Nagarol witkib, hat er zwey Mne und dreylöchter gezeuget, davon der jüngere söhn m der wcgend gestorben ; der andere aber war Siegfried Leonhard, Gr-"zu Aspern, Kruspach und Lainitz, Kayserlicher Cämmerer.'Kriegs-Ralh und Land-Oberster, wie auch oberster Erb-ssEmerer in Nieder-Oesterreich , wurde von dem Kayser Matt/?zu seinem Rath und Cämmerer angenommen , in welchen Mvtern er auch dem Kayser Ferdinando II. gedienet, und M'Uein regiment als Oberster geführet hat. Kayser Ferdinano"lll. behielt ihn gleichfalls in seinen dunsten , und machte w.zum Land-Obersten in Nieder-Oesterreich, welche stelle er<m xnoch unter des Kaysers Leopold! regierung bekleidet, sovier Römischen Kaysern nach einander bedient gewesen. ^starb an. 1666. Er hat sich sechsmal verehelicht, und zwar 0ersten vier mal mit Wittiben. Sind also seine gemahlinnen^Wesen: i.) Susann«, gebohrne Gräfin zu Thurn, Ioh^" ,Georg», Freyherr» zu Heussenstein Wittib; r.) Dorow° ^Freyfrau von Stahrenberg, Johann Heinrichs, FrE ,von Sallaburg Wittib; Elisabeth, Freyin von Lflno«verwittibte von Traun; 4.) Anastasia, Freyin Teuffelim^j,dolphi Freyherr» von Paar Wittib; ;.) Mariana, Frantzftophs Kevenhüllers, Grafen zu Franckenburg, der KavI.^,obersten Hof-Meisters tochter; und 6.) Elisabeth Polypen«,fens Friderici Cavriani, der Kayserin obersten HoM^'-ep,tochter. Aus der ersten ehe zeugte er Georgium Stegläjchvon dem hernach, und Ernestum Ludovicum, w ° ppngestorben. Aus der andern Ernestum Fridericurndem auch hernach, aus der dritten keine kinder; „yvierten Philipp Christophorum, von dem hernach,Antonium, Maltheser-Rittern, Johann Carl», so jung Wss - M-wie auch Annam Elistrbetham und Annam Euftbiam, io>>sterbeym Himmel-Pforten zu Wien gegangen; ausdei uehe sind z.lohne und eine tochter jung gestorben, Man«aber an Carolum Fridericum zu Dbaun und Falckenstem v"^, stletworden. Aus der sechsten ehe war Fridericus FraE.fpBeitig gestorben, und Joseph« Maria. Georg Siegfried,Grnrenner, Cammer-Prasident in Steyermarck, stark»