b r e
Äsen. Es wird ihm nachgerühmt, daß er sich gegen fein'vtlft sehr freygebig erzeiget, und nebst vielem verstand eineNist gelehrfamkeit und geschicklichkeit besessen. Doch hat ernch aus dem mit Wilhelms Conrtney, Ertz-Brschoffe zu Can-«rbury, der Visitation halben entstandenem streite nicht mit eh-An heraus wickeln können, sondern sich accommodiren müssen.
äe krsekul. ängl. k. I. p. 470.
Brettslaus, siehe Brzetislaus.
. * Hretke, (Joh.) war zu ende des 16. jahrbunderts Lit-hauischer Pfarrer zu Königsberg, ist wegen der in die Litthani-nhe spräche übersetzten Psalmen Davids bekannt, so sein näch-tiger Rehsa an. 162z. zum druck befördert hat; sie sind der ncue-Uen Lithauischen Übersetzung der H. Schrift auch wieder bey-gefüget worden. Gel. Zeit. 1726. p. 421. Doch nicht allein die-malmen, sondern die gantze Bibel hat er übersetzt, welcheman zu Königsberg in 8- bänden und an. 1590. geschrieben auf-gehoben. Gelehrte Zeit. 1719. p. ;6o. Es mag auch ohneGeisel der Johann Bretchen seyn , dessen Henneberger undAartknoch in der vorrede über sein altes und neues Preussen,W eines Preußischen geschicht-schreibers gedencken.
^Breton , (Andreas le) oder Barton , ein berühmterAchottländischer see-räuber. Es hatte sich derselbe von dem Kö-V'g Jacobo IV. in Schottland eine schriftliche commißion gebenMen, daß er wider die Portugiesen, welche seinen vatter ge-Wet, und dessen schiff hinweg genommen hatten, kreutzenDurfte. So bald er solche erlaubnis erhalten, bediente er sichKleiden , fast ohne unterschied, caperey zu treiben. Jnsonder-veit bemächtigte er sich vieler Englischen schiffe, unter dem vor-Mnde, daß sie vor Portugiesische kaufleuthe ladung hätten,nachdem nun die Engclländer sich darüber bey ihrem KönigeDenricoVIII. öfters beschweret, ließ derselbe endlich an. i? 12.An Admiral Eduard Howard , und dessen bruder , mit zwey'sblffen, gegen diesen see-räuber auslauffen. Sie fanden ihnNH mit einer gleichmäßigen anzahl von schiffen, die aber vielfilier waren, als die ihrigen. Dessen ungeachtet that le Bre-An einen unglaublichen widerstand, und als er wegen einermlpfangenen gefährlichen wunde nicht mehr in dem stand„nr seihst zu siechten, ergriff er eine art von einer Kaurbois„Oft vfejffe, und damit er den seinigen einen muth machenmochte, blies er darauf so lange, bis ihm der letzte athem aus-Mq. Sein tod erleichterte die eroberung der zwey raub-^lsse, welche der Admiral in einen Englischen Hafen auf-„mehte. darauf befindliche leuthe aber präsentirte er sei-lanÜ ^°nig, der ihnen pardonirte, und sie zurück in ihr vatter-h"" kehren ließ. Ungeachtet der angeführten umstände, legteb 0 Kvnig von Schottland die activ» aus als einen friedens,fsij'oh, und nahm daher anlas , nach einiger zeit sich mildenLes, . der Cron Engelland in ein bündnis einzulassen, tts»--vit. Henr. VIII. Oe kill. ä'Unglsr. wni. IV. p.92.
^-Breton, (Johannes le) ein Französischer DominicanerP.. Blois, trat zu Chartres in den orden, wurde darauf zutllid VbcolvFlL , Prior in seinem Ordens-Convent,
h»..Meymal Vicarius durch Franckreich. Er war von grossera-nMfftjgkeit, die er sonderlich zu der zeit bewiese, als die Hu-nss ,teu Chartres belagert hatten , Massen er solche an. 1568.Ä» "'cht gar vieler mannschafft davor abzuziehen nöthigte,den?» ^ 7 . schickte ihn König Henricus III. nach Bretagne,ri»si" anwachsenden Reformirten durch lehren und predigenllig, n lu thun, worüber er vieles ausstehen muste, und end-hh zu Tours gefangen gesetzt wurde, doch kam er durchge«"».Henrici IV. mnhme, Eleonore» von Bourbon, damali-ges ^obtißii, zu Fontevraud, wieder los , und starb zu Char-a„ "'v Groß-kWnitentlLrius im 70. oder 72. jähre den 26.fedr.Seine i» dafiger bibliotheck befindliche schritten sind:
nes :>n. 1604. äiÄ-e; (loneiones in 8opftoniam kro-^ IX. IlomiliL XXX. in i. kett. II. Ilomi-
Orntionsm ^eremire; Homiliee äe Lueftariüia;6e ftoHrio äe pietsts L. Vftginft; kyitome liveNne. ^nurn Deereti tzratisni. /e , pr-Lllieat. Lar-
k- 1 14 - L in oxuse. äftko. Le-aret,
k. tom. II. x. 41;.
siehx^eton, (Ludovicus 1e) ein älterer bruder des vorher-ibarjz' nnd Dominicaner aus Chateau äu Loir, trat zu^i-LuK ' in den orden, wurde an. 16;;. des LollegüDrdxb^vvlci Viearius Osnsralft, an. 1666. Prior in seinemMa V^ent, und Beicht-vatter bey der Hertzogin Fran-sn i?». ^ndome. Er starb ungefehr in seinem 78. jähre, 1694. und ließ viele schriften, darunter auch Xo-kstlterium s>Lvläi 8 , und aä wtum Xovuinstvr .1,, Ntuni; ingleichen kenkse 8 Lbretisrines your eltÄgus* Zr' ^ois. , lcripr. O. k. wm. II. p. 7^7.
Nlönm^Eton, (Raimundus I ein Französischer Dominicaner-b°n visi.'zu Beauue in Burgund den;, ftpt. an. 1609.taps d?,, Amen und reichen eltern gebohre», und hatte in derals erlahmen Wilhelmus bekommen, den er aber hernach,vbjq°» V,Pelbst an. 1627. den orden angenommen, mit demwacht? j Wechselt hat. Von dar begab er sich nach Paris, undaber an Ar Theologie und Philosophie grosse proteÄus, nahm>ahre n°i,tAi4. das Novitiat allda an, und gieng im folgendenA vieles » Ä?rrn Nilk-onariis nach Guadalupe in America, wo'»Heer gAAlkhen ^uste, aber auch viele bekehrte. An. 1654."w genvthtget,wieder nach Franckreich zurück zu kehren,da
b r e
22;
er sich denn nach -er zeit in dem kloster zu Caen beständig auf-hielt , und darinn an. 1679, den 8. jan. verstarb. Er hat ge-schrieben : OiÄionri-iire krari^ois-Lsraibe L Largibs-krangois,Auxerre 166;. in 8. kerir Lsreciiikme , id. 1664. in 8. ftelar.Zeltor. a prim. orck. kr^ci. IVlillionsriis in inkulis ümeriLLnis äi-tionis 6MLL , deren sich Matthias äu Puis , und Dom. äsLolive in seiner zu Rotterdam an. 1654. edirten relation be-dienet. /st,. biü. äe8 Iblss äntillss, tom. I.
, Icript. 0. ?. tom. II. p. 688-
* Breton , ( le kerwi8 äs ) lat. Lritsnnicuni kretum, einekleine meer-enge am Gasconischen mecr zwischen der küste vonPoltou und der insul Rs, unweit Rochelle.
* Bretonnavau, (Renatus) ein IVIeäicu8 und Französi-schtt Poet, von Vernantes aus Änjou gebürtig, practicirte zuLoches rn Touraine an. 1584. und schrieb einige poetische wer,cke, zum erempel: kklbulaps ; Iraite äe la xeneration äs1 Komme, «x le 1 emple 1'si^me öce.
* Brewnmer, (Barcholom. Joseph.) gebohren zu Mon-trotier, 4. Meilen von Lyon. Er war zu Paris Parlements-Advocat, und ließ drucken ; Ob1srvAtton8 lur Ie8 ylaiäriverLäe Nr. IIenr>8 ; fteeueil äe8 xrincixale8 (fuettiong , qui ssjrigent äifferemment, äaN8 les äifterens Vrikungux. Erstarbzu Parts an. 1727. c's/s-fta, hilf. litt. äe ft^on. , juAe-MLN8 äs ftketoriciens.
Bretsch, siehe pretsch.
* Brett, (Arthus) ein ziemlicher Englischer Poete, warso arm, daß er die leulhe um allmosen ansprach, und starban. 1677. Er hat unter dem titul katienris Vftttix, den Hiobin Lyrischen versien , und sonst einige getichte heraus gegeben.
ftcften. Oxon.
* Brett, (Richard) ein Doctnr VbeoIogiT und Predigerin Engelland, wurde an. 1867. in Londen gebohren. Er warin der Critic und den Orientalischen sprachen wohl erfahren,daher er unter Jacobo 1. mit an der Englischen Übersetzung derBibel arbeitete. Er starb an. iO;7. den iz. aprilim 70. jähreseines alters. Er übersetzte 8im. Nempkraftft VitL8 88. .fobsn-nft L I.ULX; it. ftZatharekiäis L Äleinnoiii8 hftlcrriea ins La-teinische. ll^ooft.
* Brettach, ein fiüßlein in Schwaden, so zwischen denWürtemdergifcheu und Hohenlohischen grentzen nicht weit vondem schloß Mayenfels entspringt, hernach bey dem davon ge-nannten dorf Brettach vorbey, und endlich bey dem Würtember-gischen städtiein Neuenstadt in den Kocher fleußt.
Breiten, Bretheim, eine stadt und amt in der Unter-Psaltzam fluß Saltza an den Würtembergischen grentzen, wird «zumGraichgau gerechnet, ist das vatterland Philippi Melanchtho-vis. Ehedessen ist es eine Grafschafft gewesen, welche von demGrafen von Eberstein an die Marggrafen von Baden, und vondiesen kaufs-weise an die Psaltzgrafen gekommen. An. 16; 2.ward dieser ort von den Kayserlichen völckern ausgeplündert, diethore verbrannt, und die mauren niedergeworffen. An. 1689.haben die Franzosen hier übel gehauset. not. kroc. Imp.
üb. II. e. 9. §. io. II. k. p. 42. O-eibe?-. 0. k. x. 20.
p.;19. *
Brettigau, siehe prettigöw.
Brettin, siehe prettin.
Brettwitz, vrittwitz, ein adeliches geschlecht, welchessich in die Gaffronische und Hertzogwaldische linie theilet.Ernst war um das jähr ^79. Liegnitzischer Regierungs-Rath.An. r6;i. hat Hans, Landes-Aeltester des Fürstenthnms Oels,und an. i6;6. Christoph Ernst, Münsterbergischer Regierungs-Rath , gelebet. Hans Moritz war Stallmeister bey dem Für-sten zu Oels; dessen söhn, nahmens Peter Moritz, auf Pont-Witz, Maltscheva, Cavallen, Cumernig, Neuwalde und Schwe-retau , war Fürstlicher Oelsnischer Rath, Hof-Marschall, Lan-des-Aeltester und Cassen-Deputirter: er starb an. ,684. und imfolgenden jähre ward sein söhn , gleiches nahmens, auf seinemschlösse Neuwalde unverschuldeter weise erstochen. An. 1,704.war Ernst Moritz, Königlicher Polnischer und Chur-Sachsi->scher Oberst-Lieutenant. Es befindet sich auch in Meisten eineadeliche familie von Breitwiß, aus dem haust Mittelsttbe,von welcher an. 1699. Hans Ernst In Königlich - Polnischenund Chur-Sächsischen diensten die charge eines Oberst-Lieute-nants bekleidet. Lucä Schles. chron. x. i8;i- Rnauts xroär.Aiüi. annal. 8ax.
Bretus , oder le Bret, (Carolus ) war zu ende des XVI«Iftculi General-Advocat bey dem Ober- Steuer-Rathe m Franck-reich, und zu ansang des folgenden xvii. stecuft General. Uh,vocat bey dem Parlement zu Doris. Er ht letztlich ordentli-cher Staats-Rath geworden, und Aat noch um das jähr i6;o.gelebet. Von seiner gelehrfamkeit zeuget das seltne buch, daser Oräinsm jurKnciguum yaäieiorum betitelt. K»ro», hft>I.
äe8 auteurs äs Oroit tom. i.
Bretzenheim, ^oe Herrschafft, so Chur-Cölnisch lehn, undnur eine meist von Creutzenach entlegen, gehörte sonst den Gra-fen von Falckenstem, kam aber an. 1642. durch kauf an dieGräfliche familie von Vchlen, die solche bis zum Nimwegischenfrieden ruhig besessen , darauf aber von den Grafen von Man-derscheid und Lowenhaupt wieder depossediret worden. /Mi-o/.nor. krsc. uvp.
Breu-