Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Ililig der Stände i» Paris, lind starb endlich an. 1617. den y.aug. auf seinem schlösse zu Nangis. , NIL Zsussl'

lom. VII. x>. 887. wm. IX. p. 107.

Brichsenstatt oder Brixenstatt, eine stadt und amt GFrancken, zwey meilen von Kltzingen , dem Marggrafen vv»Anspach gehörig.

Briconnet, eine berühmte familie in Franckreich aus Tou-raine, woselbst sie von den zeiten Caroli V. bekannt ist. Denndamals lebte Bertrand Briconnet, Hof-Requetenmeister, eingroß-varter Johannis, Herrn von Varennes, rc. Königl. 8s-crewrii und General-Empfängers der finantzen. Dieser hatnebst Wilhelms und Roberto (von welchen hernach) Johan-nen! , 8ecrswrmm Ludvvici XI. Martinum, einen OoÄvremzu Paris, und Groß-LrLlüäiaconuin zu Rheims; Petrum undWilhelmum gezeuget, welcher letztere der erstgedohrne ward,und wiederum unterschiedene kinder hinterlassen, die zu vorneh-men ehren-steüen gelanget sind, und diese familie noch weiterausgebreitet haben. Feuerst. äs k.stconnet:. ,/orM5.

bist. lib. I. segg. <?o»Eckrtt. D» T'Mr. Lek/söe/. Irsl. szcra. 62U. 5 ^o«üa«. snnal.

6s1I. purp. Larst. Lc.

Briconnet, (Wilhelmus) ein berühmter Cardinal, waranfangs President der Rechen-cammer zu Paris, und hieraufOber-Aufseher der Königlichen finantzen, erwehlte aber hernachden geistlichen stand, und wurde kurtz nach einander Bischofszu St. Malo und zu Nisines. Weil ihm der Cardinals - Hutvon dem Papst versprochen worden, wenn er den König Caro-lum VIII. zu einem zug nach Neapel bewegen würde, rieth erdemselben darzu, und als er den zweck erhalten, machte ihnder Papst Alexander VI. an. 149?. in gegenwart und auf ver-langen des Caroli VIII. zum Cardinal. Er bekam auch die Pra-laturen Tivoli und Frescati in Italien, und snccedirte feinembruder Roberto an. 1497. in dem Ertz-Bißthum Rheims. Jn-gleichen soll er der vornehmste ueheber des Lonciüi zu Pisa,welches wider Julium lI. gehalten worden, gewesen seyn; wieer denn auch nach Rom citiret, und der Cardinals-würde be-raubet wurde, die ihm aber Leo X. wiedergab. Er starb den14. dee. an. 1514. und weil er sich verheurathet hatte, ehe ersich in den geistlichen stand begeben, hinterließ er zwey söhneWilhelmum UNd DivNysiuM. Da-ne/, lüü. ste ki'SNLS tom.II.

Briconnet, ( Wilhelmus) ein söhn des vorhergedachtenCardinals, war erst Abt zu St. Germain stsskrss, nachmalsBischoffzu Lodeve, und endlich an. i;,6. zu Meaux. Er wirdvon einigen beschuldiget, daß er es mit den Protestirenden ge-halten , und kan nicht geläugnet werden, daß er sich anfäng-lich ihnen geneigt erzeiget; wie er denn Wilhelmum Farel, Ja-cobum Fabri, Arnoldum und Gerhardüm Roussel zu Meauxbey sich gehabt, welche den gründ der religions-änderung andiesem ort geleget. Nachdem man aber diese lcuthe vertrieben,und den Bischofs selbst in furcht gefaget, soll er die schriften Lu-ther, in einem 8vnosto verdammt haben, auch hat er das buchLonwmplationeb IciiotW ins Französische übersetzet.liilk. stu L^lvin.

Briconnet, (Dionysius) ein bruder des fetztgedachten Wil-helm!, war ürckistisconus zu Rheims und Avignvn, Abt zuCommercy und Espernay, nachmals Bischoff zu Toulon, fer-ner zu Lodeve an. i?i6. und endlich zu St. Malo an. 1520.An. 1514. befand er sich aufdem Loncilio I.stersnsn6, war auchAmbassador bey Leone X. der auch auf sein anhalten an. i;iy.den H. Franciscum äs Paula canonisirte. Sonst war er einPatron der Gelehrten, wie ihm denn Jacobus Pcrivnius, Jo-docns Cltchtoväus, Vatablus und andere ihre schriften dedicirthaben. Er starb den ig. dec. an. izz;.

Brigonnet, (Robert) Ertz-Vlschoff und Hertzog zu RheimS,erster Pair und Cantzler von Franckreich, lebte unter der regie-runq Ludovici XI.und Caroli VIII. Er war anfänglich Schatz-meister bey St. Martin zu Tours, und an. 149;. wurde erErtz-Bischoff zu Rheims. Er verwaltete hierauf eine Zeitlangdas amt eines Siegel-Verwahrers, und wurde an. 149?. Cantz-ler von Franckreich, welches amt-er aber nicht lange besaß,sintemal er den ;. jun. an. 1497. zu Moulins starb.

* Bridgemann, (Orland) war anfangs Lord Lstiss su-kicsbey dem Lominonpless, und ward an. 1677. an des Cla-rendon stelle Cantzler und Siegel-Verwahrer in Engellaud.Den rühm, den er sich m seiner ersten bedienung erworben, ver-rohr er bey dieser andern, die vor ihn allzu erhaben war. DerHof ward seiner auch gar bald uberdrüßig, und suchte gelegen-heit ihn los zu werden. Dteselblge ereignete sich an. 1672. alssich Bridgemann weigerte, eine Verordnung, die zum besten derNvnconformisten und Catholiquen ergangen, und seiner Mey-nung nach den gesehen zuwider war, das siege! anzuhängen,worauf seine würde ihm genommen, oder, wie andre melden,von ihm selbst niedergelegt worden. Er klebte dermassen an demgewöhnlichen gerichtlichen verfahren, und war von den forma-Iren des Processes also eingenommen, daß er bey nahe von dernatürlichen billigten keinen begriff zu haben schiene. Vor einenso listigen Hof als Caroli II. seiner, war er nicht fein genug,^ Lvttsförchtiger mann, der es all-

zeit mit der Bifchofflichen kirche gehalten, aber dabey aeaeudie Nonconformisten sich gar gelinde erzeigt. , mT"os jus ovvu mne. , lull. st'LnAst. tom. IX.

* Bridges, ein vornehmes geschlecht in Engelland. N«Bridges zeugte mit Aloysia, einer tochter und mit-erbin des an.1409^ gestorbenen Johannis Chandos, einen söhn, nahmensEgidius. Von demselben stammte in gerader linie JohannesBridges von Coberly in Glocestershire her, welchen HenricusVIII. zu seinem Leib-Ritter und zum Cvmmendanten des schlos-ses Sudley, die Königin Maria aber an. 1;;;. den 8. apruzum Baron Chandos von Sudley-castle machte. Er starb indem jetzt-besagten fahre, und hinterließ von Elisabeth« , einertochter Eduardi, Lord Grey von Wilton, unter andern r. söh-ne, Edmundum und Caroliim.

I. Der älteste, Edmundus Bridges, wurde an. 1547. in dem

lager bey Roxburgh durch den Hertzog von Sommerset zumRitter geschlagen, und von der Königin Maria an.zumLieutenant von dem Tour gemacht. In eben diesem fahre suc-cedirte er seinem vatter in der würde eines Barons Chandos,und half an. i;;?. St. Quentin in der Picardie belagern. Vonder Königin Elisabeth empfieng er den orden des Hofenbandes,und saß an. i;72. mit in dem gerichte wider Thomam Howard,Hertzog von Norfolck. Mit seiner gemahlin Dorothea, einertochter und mit-erbin Edmundi, Lord Bray, zeugte er zweysöhne: i.) Der älteste, Egidius Bridges, sonach seines vat-ters absterben Lord Chandos wurde, bekam mit Francifca, ei-ner tochter Eduardi, Grafens von Lincoln, nur zwey tochter,davon Elisabeth sich mit dem Ritter Johanne Kennida, undCatharina mit Francisco, Lord Ruffel von Thornhaugh, vec-ehlichte. 2.) Der jüngere, Wilhelmus Bridges, wurde nachseines vatters tode Baron Chandos, und zeugte mit Maria,einer tochter des Ritters Oweni Hopton, nebst einigen töchtern,seinen Nachfolger, Grey Bridges. Dieser wurde bey seines vat-ters leben von Jacobs I. zum Baronet gemacht, und wegendes grossen ansehens, welches er in Glocestershire hatte, auchwegen des starcken gesolges, womit er insgemein bey Hofe er-schien , fast durchgehends der König von Cotswould genennet.Er starb an. 1621. in Italien, nachdem ihm Anna, eine toch-ter und erbin Ferdinandi Stanley, Grafens von Derby, E"-sabetham, die an Jacobum, Grafen von Castlehaven, verheu-rathet worden, ingleichen zwey söhne, Georgium und Wilhel-mum , gebohren hatte: i.) Der älteste, Georgius Bridges,Lord Chandos, ergriff die Waffen vor Carolum I. und verlMin der schlacht bey Newbery drey Pferde unter dem leibe, da ihmdenn der König, in ansehung seiner tapferkeit die würde einesGrafen von Newbery anbot, welche er aber anzunehmen de-dencken trug, und an. 1654. das zeitliche gesegnet, nachdem ermit seinen beyden gemahlinnen, davon die erste, Susanna,Henrici Grafens von Manchester, und die andre, Johanns,Johannis Graf Rivers tochter gewesen, mir einige töchter 67zeuget. 2.) Der füngste, Wilhelmus Bridges, erbte von Anein fetztgedachten bruder die würde eines Barons Chandos ,starb aber ebenfalls ohne männliche erben. ^

II . Carolus Bridges von Wilton, des oben erwehntenmundi, Barons Chandos, jüngerer bruder, war bey dem ^nige Philipps Mundschencke, und deputirter Lieutenant vo>»Tower, als er defehl erhielt, die damalige Printzeßin undmalige Königin Elisabeth hinrichten zu lassen; er aber wELte sich, denselben zu vollstrecken, es sey denn, daß ihm der Ulüg oder die Königin Maria persönlich hierzu ordre ertheuu"welches hierauf nicht geschahe. Sein söhn, Eaidius, war chvatter Johannis, welcher mit Maria, der einzigen tochtererbin Johannis Pearl von Aconbnry, Jacobum Bridges AHte. Dieser wurde nach des vorgebuchten Wilhelmi tode, ^Chandos, gieng au. 168°. als Abgesandter an den TürckM^Hof, und starb an. 1714. nachdem ihm seine gemahlin

beth, eine tochter und mit-erbin des Ritters Henrici Ber"^22. kinder gebohren hatte. Von denselben sirccedirte ilMsch-cobus Bridges, welchen die Königin Anna zum General-Kru^Zahlmeister der fremden trouppen, der König Georgius l-ss,^an. 1714. den 26. oct. zum Vicomte Wilton in Hereford^r stund Grafen von Caernarvon, ingleichen an. 1719. denachzum Marquis Caernarvon und Hertzog von Chandos erM'"Hiernächst war er Königl. geheimer Rath, Lord-Lieutenam ^Putins rotulorum der Grafschafften Hereford und Radnor, ^auch ein Mitglied von der Königl. Societät rc. und lebte ^an. 1726. Er hat sich zweymal verheurathet; erstlich umria, einer tochter des Ritters Thomä Lake von Cannons,hernach mit Cassandra, einer fchwester Thomä, Lordton. Mit dieser hat er keine kinder; mit jener aber "'IseMund zwey töchter gezeuget, davon folgende zwey erw«^i.) Johannes Bridges, Marquis von Caernarvon, wem-, .^t,170;. gebohren, und bey seinem tode, der an. vöS

von Catharina Talmash, einer tochter Livnclli, GrafMHhckDysart, nur eine tochter nachgelassen. 2.) Henricus, wo-nach seines bruders absterben den titul eines Marquis 00»

uarvon angenommen. Vöe Lrrc. co»r^. toni. I. p->§.

o/L«^a»ü, II. x. 4;.

io8-

Ivel;

Brrdgetown , ist die Haupt-stadt der insul Barbads,che eine der Antillischen ist. Sie liegt in dem mittägliche"der insul, und hat einen see-hafen, welchen die EugchaMH^bauet. Die Franzosen nennen sie 1 a Vills äu konr, die emner selbst aber herssen sie St. Michel. Siehe St.

Bridgewater oder Vridgwater, ist eine ziemlichund wohldewohnte stadt in.der Englischen lanbscham