Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
229
JPEG-Download
 

b r i

scheu landschafft Tarantaise, nebst einem besten castell, welchesM einem hohen und unersteiglichen stiftn an der Jsere liegt/pugefehr eine meile unterhalb Montiers. Einige halten dafür/W von diesem schloß das geschlecht von Brian^on in Dauphi-seinen nahmen führet / aus welchem viel berühmte leutheMprossen. Aimon wurde an. 1178. aus einem Carthäuser--t>lonch zum Bischoff von Tarantaise gemacht / befand sich an.

" 7y. auf dem Lateranensischen Lonsilio, und starb an. 1197.folgenden keculo wurde Wilhelmus äe Brianc-on auchCarthauser-Mönch zum Ertz-Bischoff von Ambrun erweh-i>, ^^che ehre er aber ausschlug. Im XVI. Iseculo that sichden religions-kriegen Herfür Petrus äs Brian^on, Herr vonringe , und starb an. 160;, c?z>»rrer, hin. äsOauxb.

* Briant / ( Alex.) ein Römifch-Catholischer EngelländerMer der Königin Elisabeth/ ausSommersetshire gebürtig/in dein Englischen 8emmario zu Rheims / nahm auch,,.,'^bst die Priesterliche orden an/ kam wieder nach Engelland/suchte daselbst unter der Hand seinen glauben fortzupflan-Aa- Er wurde aber nach 2. jähren gefangen/ und wegen hoch-A^aths un. i;8i. ben i. dec. zu Tyburn gehangen/ und ge-.^Uheilt. Er ist noch im gefängnisse in die Societät Jesu ge-Mn, und hat deswegen aus seinen banden einen brief anm Engelland befindliche Jesuiten geschrieben, Ltken.

>s/e-°a/«Le , bibl. seript. 8. st.

Ariaraus / ein Riese; stehe Aegeon.

,,i,..Briard/ (Johannes) von Bailleul gebürtig, in dem ge-Ath im Hennegau. Er war OoÄor Ibsologig- und^VNer der Universität Lösen / und lebte gegen dem ende desg,/- und ansang des XVI. sisculi. Die Gelehrten seiner zeit /uch Erastnus selbst / hielten viel von ihm. Er starb den 8. jen.0,^- Man hat verschiedene schriften von ihm; darunter sind:

Ouocllibetic-L; äs Lontrattu lortis s. I.ottsriL; äsInäulMritiarum Le. epiü. lib. I. <L VII. Nr/,

bibss kew.

o^riare, eine kleine stadt in Franckreich in Groß-Beauce,ine» !?ie andere wolle»/ in dem Gouvernement von Orkans/1>Wderheit in der landschafft Gatinois. Bey den Lateinischen

wenten wird sie Lrivoäurnm, Lriäoborum und Lrevioäo-U,,^^uennt. In den innerlichen kriegen hat sie viel erlittest /den wurde nicht weit davon eine schlackst zwischen

selb»» cnrn des Königs und der Printzen gehalten. Von der-linb » ^ der canal / der die Loire mit der Seine vereiniget,lenk»/ der Cardinal Richelieu unter Ludovico XIII. vol-seine benennunq.

ugNstk/ ist ein künstlicher bildhauer gewesen / welcher dasKL».'vlesieben wunder-wercke der Welt gerechnete grabmahl desAcaden, v "soli j„ Carien hat verfertigen helffen. Sandrarts^ein. k. n ^ ^ *

^kcianer-orden / siehe Brigitten-orden.

vhne^^ius/ (Johannes) ein sonderbarer köpf/ der vielerlei)reg "Erweisung gelernet. Er war zu Rom an. i;8i. gebvh-Uicht valter / der ein polstermacher war/ wollte durchausihn Kak .in" mehr als er lernen sollte/ und traclirteej« übel mit Worten und schlägen / so oft er ihn sahehalten der Hand haben. Doch dieses konnte ihn nicht ab-herna/b ^ er nicht seinen spiel-gesellen das a, b/ c/ nachbätete,tzeg buchstaben in den büchern kennen und zusammen se-ferijg-""ch endlich geschickt nachmahlen lernte / bis er zu eineralle,eu ^ und schreiben gelangte. Hierauf wendete erItaiiä»j^b er vom polster-flicken entübrigen konnte/ auf lesungaller;-» ducher / wodurch er sich eine grosse menge vonschickt bekannt machte, die er bey gelegenheit so ge-?iäl,r»n » x»igen wüste / daß er in allen wissenschafften schiender aa»L* ^on, Massen er sich in der Redner-und disputier-kunst,^^li u,,^^athematlc und Weltweisheit/ wie auch im sturs-Erlich äi!» ^onico und der Theologie umgesehen hatte. Son-'ase dab»v ^/m?/und er einen natürlichen trieb zur Poesie / und^erha,,'> x Italiänischen Poeten fleißig/ verfertigte auch baldUnd er, die von blinden bettlern abgesungen wurden /

^ieldie knabcn zur fasrnacht-zeit auf der gas-^uödj»!,"' Nachgehends wendete er grösser« fleiß an / seineflicke den regeln der kunst einzurichten/ deren er eineUch «"zahl geschrieben. Weil er aber damit wenig vor.todt ^ an darauf bedacht zu seyn / wie er sein

""st/ dani./^" könnte. Er legte sich daher auf die mahler-"nchax,.,st"" er sich schon in der jugend geübt/ und einige dilderevckel h.utte / die ihm einer von seinen cameraden / einWegen verschaffte, der ihm hernach,

W uden,n»^^V fahtgkeit/fthr anlag, sich weiter in der kunst»le-ch ,n »"d > m allen Vorschub dazu verschaffte. Ob er nun^ Wust ?rMmung der natur edenke,„grosser künstler ward,^""szi wapen so geschickt auf leder zu mahlen und

fwserug ol Zrn zu verletzen,, daß iederman dieselben bey ih,nk°Mmen c». x "' ""d er mit seiner familre dabey sein gutes aus-^Me a^d- Uber d.ß machte er den comödianten ihre scenemUersvn ,»"?/eIbst vors geld mit zu spielen, indem er die lustigewar ex «»/""derbarer geschicklichkeit vorzustellen wüste. Dabey-der am x" Mufic nicht unerfahren, und setzte oft einigek"de kinder absingen musten, ist auch bis an sein

Mte viele w einem kloster zu Rom gewesen. Er

wr, N^wder, darunter der eine söhn ein Baumeister, Mäh,Histtzr »'ov8 und issuücus, eine tochter aber eine be-L.e«rco« Theil.

b r i

229

rühmte mahlerin worden. In seinem alter gerieth er in kranck,Heiken, und empfand solche schmertzen in den gliedern, daß ersich nicht von der stelle bewegen konnte, blieb aber doch dabeynicht müßig, sondern war immer mit Verfertigung einiger schrif,ten beschäfftiget, bis er endlich an. 1646. sein leben beschloß.Es sind etliche fünfzig schriften von ihm heraus; wiewol erderen noch eine grössere anzahl geschrieben hinterlassen. Unterden gedruckten sind viele cvmödien, als la 'Inrmrea infernale ;La belln Xegromanteiln; I.a äilpcttoln ssloglie; 6Ii otto ko-

rnttieri, die dem autkori entwendet, und unter dem titul, fO-ünria äi Vellettri heraus gegeben worden; Il sslnttirio äl 8.Lbrilienn , unter dem nahmen Lucre äe Lnrolis ; 8pecebio äel-1n miferin bnmnna, so gleichfalls ein anderer unter dem nah,men Fr. Scipionis Burghesii aus licht gestellet; Lnnoni enig-mntici muiiLnII ä äns, tte, s gnnttro voei; col äileorlo, mu-üca >8: ennnmi; Lompenäio äslln viln äi 8. Lranceleo;Lompenäro äelln vitn äj 8. Lnrlo ; und eben dasselbe in Versen;Vita äi 8anta vrancslcn Homann; 8tn?.ioni äelln <)unrssnnnin ^ ?i3Nto äellL LictL cii le ÜLMme (iel Vs-

suvio ; Uospitalessle kalliti; II 8oläato äi 8-mta Lbi-sa; Ili-üoria äslla orsa^ions äsl monäo; üelcriMions äella tsrra,e regions lettenttionale; Xarrarions äsl marttrio äi singusksrsiani; Hissoria äella 8. imagine äella Vereine äs' Istont!in stoma, und andere. pinacotkecs. ärarnn-

turgia L äpes UrbanL. ^/n»,io/rr bibliotbeca.

Brichanteau, eine alte berühmte familie in Franckreich,welche von einer landschafft in der provintz Beauce, nahmensBrichantel oder Brichanteau ihren nahmen hat. Es lebte schonums jähr i;;o. Johann äs Brichanteau, welcher Johannen»II. gezeuget, einen vatter Roberti, von dem Carolus herkommt,welcher Ludovicum zum söhn hatte, dessen söhne Nicolaus Cri-spinus, Bischoff zu Senlis, und Godofredus ein Maltheser-Ritter war. Nicolaus, Herr von Beauvais Nangis, Ritterdes Königlichen ordens, rc. starb an einer wunden, die er inder schlacht bey Dreux an. 1562. empfangen. Er hinterließ An-tonium, Marquis äs Nangis, ( von ihm siehe im folgendenartickul,) welcher nebst Benjamin und Philibert, so nach ein,ander Bischöffe zu Laon gewesen, und unterschiedenen andernkindern, Nicolaum äs Brichanteau gezeuget hat. Dieser warauch Ritter der Königlichen orden, und zeugte mit AmadaFrancisca von Rochefort nebst einer tochter Franciscum, Mar-quis äs Nangis, ÄarsLbsl äe c-nnp, der bey der belagerungGrevelingen an. 1664. blieb, und nur eine tochter hinterließ,ingleichen Alphonsum, Marquis äs Nangis, Obersten vondem regiment von Picardie, welcher den 1;. jul. an. 1658. anden wunden, die er vor St. Winorbergen empfangen, starb,von Anna Angelica ä'Alogni einen söhn nach sich lassend, dernach seinem tobe gebohren.

* Brichanteau, (Antonius von ) Marquis von Nangis,Ritter der Königlichen orden, Admiral von Franckreich undOberster über die Französischen garden, war ein söhn Nicolai,Herrn von Brichanteau, und Johannä von Aguerre, die ihnan. i;?2. den 6. apr. gebohren. Er war an. 1569. bey demHertzoqe von Anjou Cammer-Juncker, und wohnte unter desGroß-Priors von Franckreich compagnie den delagerungen vonMucidan und St. Jean ä'Ängely, wie auch der schlacht ohn-weit Moncontour bey. An. 157°. zog er mit dem Hertzogevon Mayenne wider die Türcken zu felde, und an. 1^7;. beglei-tete er Henricum, Hertzog von Anjou, nach Polen, half auchnicht wenig dazu, daß derselbe an. r;74. nach des Königs Ca-roli IX. tobe, glücklich wieder in Franckreich ankam.' An.iz7?. wurde er Neltts äs cnmp und Oberster über ein regi-ment infanterie, mit welchem er sich in dem treffen bey Bois-Commun in Orleanois und bey Dormans wider die Teutschenlands-knechte ungemein wohl hielt. An. 1576. schenckte ihmder König das regiment der garde, worauf er an. 1577. in Poi-tou unter dem Hertzoge von Mayenne dienste that, und die klei-ne stadt Mesle, welche gantz voll von Reformirten war, beyHellem tage überstieg, auch vor Bronage seine tapferkeit sehenließ, da er die belagerten bey einem ausfalle glücklich in die stadtzurück jagte. An. 1579. wurde er als Abgesandter nach Portu-gal! gesendet, und zum Königlichen Staats-Rath ernennet,worauf er an. r?8i. die charge eines Obersten von der gardeniederlegte. An. 15 88. trug ihm der König das commando liberdie trouppen auf, welche sich bey währendem aufruhr m Pa-ris , aus dem kirchhofe zu St. Jean gesetzet hatten, und m ebendiesem jähre war er, als Deputirter von dem Adel aus derPnilli-lge Melnn, bey der Versammlung der Stande zu Blois.An. i;8y. erhielt er die würde eines Admirals von Franckreich,und nahm seinen sitz in dem Parlement. Nach Henri« III.tobe hielt er es beständig mit dessen nachfower Henrico IV. undhalf Paris, Chartres, Rouen und andre platze mehr belagern,begleitete auch den König vm an. 1590. b,s an. 1592. anfallenreisen mit einer compagme Gendarmes, die er auf seine eigenekosten unterhielt, vor welche dlenste er an. i;y^. hx,,», jan. mitdem Ritter-orden deS H. Geistes beehret wurde. In eben die-sem jähre gab er die charge eines Admirals auf, weigerte sichmich die Gesandkschafft nach Rorn und das Gouvernement vonBourbonnois zu übernehmen; gieng hingegen mit dem Königezu der tzelagerung von igFere. An. 1610. wohnte er der cro-

welcher ihn an. 1612. zumPkarquis von Nangis erklärte» An. 16,4. befand er lieb, imnahmen des Adels aus -er LsilliaLs Melun, bey der versamm-

U lung