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darunter Ludsvtcus das Brieqische erbte, und an. 2^96. starb.Ihm folgete Henricus VIII. zugenannt mit der schramme,der 2. söhne nach sich ließ, Ludovicum II. Hertzog zu Liegnitzund Bricg, und Henricum IX. zu Luden. Ludovicusll. aber,der an. 1450. ohne erben mit tobe abgieng, hatte Brieg, Creutz-berg und Pirschen an die Hertzoge von Oppeln verpfändet, vondenen es sein Nachfolger Fridericusl. seines brndern urenckelan. 1481. wiederum eingelöset, und auch sonst das BriegischeFürstenthum in grosses aufnehmen gebracht. Siehe dessen Nach-folger unter Liegnitz. Vermöge der Alt-Ranstädtischen con-vention hat der Kayser an. 1709. den Protestirenden in diesemFürstenthum die freye Übung ihrer religion aufs neue verstattet,und die entzogene kirchen und schulen wieder einräumen lassen,j Lucä rc.
Brieg, lat. Lrsga, die Haupt-stadt des vorhergedachten Für-stenthums, welche wohl gebauet, volckreich und an der Oder6. kleine Meilen von Breßlau auf einem fruchtbaren boden gele-gen ist. Einige wollen sie vor diejenige stadt halten, welche dieQuaden besessen , die der Kayser Valenlinianus an. ;??> ero-bert, und welche bey dem Ammiano Marcellino Bregetio, beydem Aurelio Victore Bregentia, bey dem Nicephoro Bergetto,und bey dem Socrate Bergitio genennet wird. Andere mey-nen , daß sie von dem Sclavischen worte breg ihren nahmenbekommen, welches ein ufer bedeutet und wird sie an. 2250.in dem fundations-briefe Hertzogs Henri« Livirss slcs- ripL ge-nennet. Von ihrem Ursprung ist keine sichere Nachricht vorhan-den, indem ungewiß, ob sie schon an. 1096. gestanden, undzur selbigen zeit von Bretislao, Hertzoge von Bohmen, zerstöretworden. Am wahrscheinlichsten ist es, daß Hertzog Boleslansvon Schweidnitz, der Printzen Hertzogs Henri« Lralsi Vormundan. 1297. den ersten gründ der stadt geleget, oder sie zum we-nigsten in eine rechte form gebracht. Wer das schloß erbauet,ist gleichfalls ungewiß, ausser daß ums jähr 2^42. Hertzog Lu-dovicns selbiges erweitert, und Hertzog GeorgiuS ums jähr2578. ihm die jetzige gestalt gegeben. An. 1428.wurde Briegvon den Hußiten verbrennet, welches auch zu anderer zeit vonWasser, feuer und krieg vielen schaden erlitten. An. 16;;.brachten die vereinigten Schweden, Sachsen und Branden-burger durch accord ihre besatzung hinein; es wurde aber diesestadt im Pragerischen frieden restituiret, und von dem Kayserbesetzt. Die Schweden belagerten sie an. 1642. musten abermit schaden abziehen. Sie ist eine von den besten stadren inSchlesien, und eine gute vestung. Die forttficatton hat derHertzog Ioachimus Fridericus an. 159c. zu machen angefan-gen, welche bishero in gutem stände erhalten worden, undmit einem zeug-hause, auch andern zugehörungen wohl versor-get ist. Als sie noch ihre eigene Fürsten hatte, haben selbigeallda residiret. Das Lymnastum daselbst hat der Hertzog Keor-gius ll. an. 1564. fundiret. An. 1709. beyexecution der Alt-Ranstädtischen convention bekam sie eine Lutherische kirche undschule, AN. 8 l 1 es. Schles. thron. 8 ile-
stoxr. lib. VII. §. 16. wpogr. 8iies. Lttsä Schles. thron.
Briega, ein feiner ort im Fürstenthum Oneglia, so Bran-caccio der Genuesische Gouverneur von Ormea an. 2626. abervergeblich belagert hat, Hernach an. 1672. haben die Ge-nueser den ort nochmal belagert. Die bürgerschafft wehrtesich zwar tapfer, aber die Genueser drungen mit gemalt in diestadt, übermannten und machten die bürgerschafft nieder, undplünderten alles aus. Heut. zust. Sav. x. 449. *
Briel, eine kleine wohlbevestigte stadt in Holland auf derinsul Voorn bey dem einfluß der Maas, oder vielmehr, wo dieMaas den Rhein in die see führet. Sie liegt drey weilen vonRotterdam, hat einen guten Hafen, und ist die eilfte unter den18. städten, welche zur Versammlung der provintz Holland De-putirte schicken. Um das jähr 1572. hat die Gräfin Mathildisallhier eine Collegial-kirche gestiftet. Allhier ist an. 1572. dergründ zu der freyheit der vereinigten Niederlanden gelegt wor-den. Denn weil diejenigen, so sich wegen der grausamkeit desHertzogs von Alba aus den Niederlanden nach Engelland reti-rirt, und mit ungefehr 40. segeln unter der anführung desGrafen von Lumei an den lüften kreutzeten, wegen ungewit-ter nicht mehr auf dem meer sicher waren; wurden sie an die-sen ort getrieben, welchen sie auch den 2. may des abgedachtenjahrs eroberten; worauf alsobald die meiste Holländische städtesich gegen dir Spanier, und für die freyheit erkläreten. Nach-aehends ist er der Konigm Elisabeth in Engelland pfands-weiseeingeräumet, unter dem Konig Jacobo aber wieder eingelöset,und von den Holländern besetzet worden. kill. ich.
LIV. äs Mieui alvsis cap. 2. /««rn, in Lstsv. äslsr.
Annsl. Irb. I. * ,
Briel, im Chur-Cölnischen, siehe Bruel.
* Briel, (Annavon) war die haus-prophetin des Ertz-ke-tzers in Niederland David Joris , auf deren offenbarnnqenund Weissagungen er sich ohne unterlaß bezogen. Dieses böse,ketzerische und irrige weib verführte über dieses auch David Jo-ris einen mann, der sonst von gutem natürlichen verständewar , dergestalt, daß er seinen gewaltigen haß gegen die Evan-gellschen Archen m semen schriften öffentlich ausdrückte, unddieselben beschimpfte.
* Brienen, (Abraham von) gebohren zu Utrecht an. 2606.
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studirte die Theologie zu Cöln. Hierauf ward er -erstlich zuLangeraar, und ferner zu Utrecht Pfarrer. Wegen der Geist-lichkeit ist er zweymal nach Rom gereiset, auch daselbst voclocworden. Er starb zu Utrecht an. 2682. Er hat unter demnahmen, Abraham von der Matt verschiedene theologische Dis-sertationen heraus gegeben, welche an. 1709. zu Leiden zu-sammen gedruckt worden. Er hatte auch aufgeschrieben: HesAeltas kgjlorum 8. Oertruciis, gui sbolits luperKitione llspl-üiss Xamanenlls greZis kskores egerunt, welche Heussen be-zeuget in manuscript gehabt zu haben. e. JrsjeÄ.
eruäitum.
Brienne, eine kleine stadt in Champagne, mit dem tituleiner Grafschafft an dem fluß Aube, nahe bey Troyes gelegen.Sie ist eine von den 7. Pairies, welche die Pfaitzgrafen vonChampagne sonst in dieser provintz aufgerichtet hatten, undgiebt dem alten Hause von Brienne den nahmen.
Brienne. Das geschlecht von Brienne hat Kayser von Con-stantinopel, Könige von Jerusalem und Sicilien, Hertzoge vonAthen, Connetables von Franckreich und andere vorneh-me Personen hervor gebracht. Der älteste, so hiervon bekannt,ist Engildertus I. Graf von Brienne, welcher an. 990. lebete,und Engilbertum II. zeugete, der an. 10; 5. noch im leben war,und Gualterum l. hinterließ, der mit Eustachia, Gräsin vonBar-lu»Seine, zeugete Erardum I. seinen Nachfolger, Milo-nem, welcher die linie der Grafen von Bar-lur-Seine ange-fangen , und Guidonem, der auch nachkommen hinterlassen.Erardus l. starb nach dem jähr 1122. und hinterließ von Adel-heid 6s Rouci, Frauen von Ramerus, Gualterum II. der an.n?2. noch lebete. Unter seinen Andern sind zu mercken Erar-dus II. und Andreas, welcher die linie der Herren von Nu-merus aufgerichtet, Erardus II. hatte mit Manesses 6e PougtBischofs zu Troyes unterschiedene streitigkeiten, welche sich an.H86. endigten. Mit Agnes von Mömpelgard, einer tochterRichardi, Herrn von Montfaucon, und einer andern Agne-ten von Mömpelgard, zeugte er Gualterum III. WilhelmuM,der an. 2200. gestorben, Johannem, König von Jerusalemund Kayser von Constantinopel. Gualterus III. wurde Königvon Sicilien und Hertzog von Apulien, und starb an. 220;.Nach seinem tode kam sein söhn Gualterus IV. zugenannt dergrosse, zur Hand, welchen die Saracenen ums jähr 2252. um-brachten , nachdem er mit Maria von Cvpern, einer toüstckHugonis I. von Cypern, gezeuget hatte Johannem, der no«vor dem jähr ,270. ohne erben starb, Hugonem, welchercedirte, und Aimericum, der ohne Ander mit tode abgieng. Hmgo, Graf von Brienne und von Lichcs, Hertzog von Mist"/heurathete Jsabellam 6s 1 s Röche, Hertzogin von Athen, wci"che ihm Gualterum V. gebohren, der an. 2,22. in einem Ufechte blieb, und Gualterum VI. nebst einer tochter JsaEhinterließ. Gualterus war Connetable von Frankreich, stnobüßte in der schlackst bey Poitiers an. 2^6. sein leben eM/(wie unter Gualtero mit mehrerm wird gemeldet werden -keine Ander hinterlassende. Seine schw. ster Jsabella vonne, Hertzogin von Athen, rc. wurde an. 2,20. an GualterumIV. Herrn von Anguien vermählet, welchem sie 6. söhne F-bohrei,, davon der fünfte söhn Lndovicus unter andern eimtochter Margaretham hatte, welche die Grafschafft Brichtdie Herrschafft Anguien und das recht auf das Hertzogw""'Athen , Johanni von Luxemburg Herrn von Beaurevoirbrachte, und mit ihm Petrum I. zeugte, der ein vattcr w"Ludovici Connetable von Franckreich, dessen jüngerer ss?!"Antonius, ein stamm-vatter der Grafen von Brienne und E'tzoge von Piney wurde. Aus dessen nachkommenden war -lshaun von Luxemburg Graf von Brienne und Ligny, der Ugete mit Wilhelmina von der Marck Carolum II. auch Gr«ttvon Brienne, der ohne kinder starb, und Louisen von LEc,bürg, eine gemahlin Bernhardt von Beon, Herrn vonsez, rc. Gouverneur von Saintonge, rc. dessen tochter Lr>>"von Beon an. 2628. Henricum Augustum von Lomenie, Lstgm8ecretsrium heurathete, und ihm die Grafschafft Briennebrachte. Unter ihren Andern war Lndovicus Henricusfalls Staats-8ecretsriu8, wovon unter Luxemburg und Lch' yjnie ein mehrers. Johannes der dritte söhn des Grafen ^II. dessen oben gedacht, wurde König zu Jerusalem undzu Constantinopel, und starb an. 22;?. Mit seiner ersten^mahlin Maria von Montferrat zeugte er Jolantam, die y222;. an den Kayser Fridericum II. vermählet wurde l ^mit der andern gemahlin Berengaria von Castilien h"^ mMariam , die an Balduinum II. von Courtenay, MConstantinopel vermählet wurde; Alphonsum , welcher ^folgte, Johannem genannt 6'Acre, welcher Louceilwr^^Franckreich war, und an. 2275. als Ambassador nachnien geschickt wurde. Er starb an. 2296. und hatte »Mtochter gezeuget. Der König Johannes hatte auch noch *andern söhn, Ludovicum, welcher Agneten, die ervm ^Vicomrs Beaumont heurathete, von dessen nachkomme'.letzte Ludovicus II. an. 2^64. in der Macht bey Loche',blieben, keine kinder hinterlassende. Alphonsus vonGraf von Eu, Groß-Cämmerer von Franckreich, neg ^,den König Ludovicum 8snÄ2im auf seiner reise nach ychund starb zu Tunis eben «onra <
2;. aug. an. 2270. Er l
iSncruni aus seiner reue n««u,peum an dem tage als der K^nw' AUhinterließ von Maria Gräsin